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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2025

Beeindruckend und sehr berührend

Das Geschenk des Meeres
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Diese Hörbuch war gewaltig und leise zugleich- ruhig, wehmütig und ergreifend. Ich war vom Cover ja sofort angetan. Seine schlichte Eleganz und die maritimen Elemente trafen dabei genau den Ton, den die ...

Diese Hörbuch war gewaltig und leise zugleich- ruhig, wehmütig und ergreifend. Ich war vom Cover ja sofort angetan. Seine schlichte Eleganz und die maritimen Elemente trafen dabei genau den Ton, den die Geschichte selbst auch anschlägt. „Das Geschenk des Meeres“ ist kein klassischer Spannungsroman. Es geht nicht darum, das Rätsel eines verschwundenen Kindes zu lösen. Vielmehr ist es eine leise aber eindrückliche Reise in das Seelenleben einer Frau und Mutter, die mit Verlust, Sehnsucht und Selbstzweifeln ringt. Julia R. Kelly erzählt dabei so authentisch und einfühlsam, dass ich mich Dorothy oft ganz nah und stark mit ihr mitfühlte. Über der gesamten Handlung lag etwas bedrückendes, aber auch eine leicht entrückte Stimmung, die die Ernsthaftigkeit der Handlung aber nur noch mehr unterstrich.
Mich hat Dorothys Geschichte sehr beeindruckt. Es ist eine, die man so rasch nicht wieder vergisst.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Es bricht einem das Herz

Am Meer ist es schön
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Wie unschuldig der Titel des Buches doch klingt. Dabei steckt in dessen Seiten so viel Leid!
Ich habe schon bevor ich dieses Buch las bereits mal eine Doku über die Zustände in solchen Kinderkurheimen ...

Wie unschuldig der Titel des Buches doch klingt. Dabei steckt in dessen Seiten so viel Leid!
Ich habe schon bevor ich dieses Buch las bereits mal eine Doku über die Zustände in solchen Kinderkurheimen gesehen und wusste dadurch schon grob was mich erwartet wird. Vorbereitet darauf war ich dadurch aber trotzdem nicht. Ein Roman wie dieser schafft doch noch mal ganz anders in den Leser einzudringen. Man baut unweigerlich eine Verbindung zu den kleinen, verletzten Seelen der Handlung auf und begreift deutlich was diese Kinder durchlitten haben mögen und wie weitreichend und prägend diese Erfahrungen ihr ganzes Leben lang blieben. Den Bogen schließen dabei die Erzählungen Susannes am Sterbebett ihrer Mutter, die endlich so etwas wie Frieden und Verständnis brachten.
Mich hat all dies sehr aufgewühlt, aber auch beeindruckt.
Es ist eine fiktive Geschichte, die stellvertretend für all die realen Opfer dieser Kuren steht.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Höher und immer höher

Selma, du machst das falsch!
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„Wäre ich eine Spinne, ich hätte zu ihr gesagt: toll gemacht!“

Ich habe ‚Selma‘ mit zweien meiner Kinder gelesen und tatsächlich fand das Ältere dieses Buch sogar spannender. Vielleicht weil die Tiefe ...

„Wäre ich eine Spinne, ich hätte zu ihr gesagt: toll gemacht!“

Ich habe ‚Selma‘ mit zweien meiner Kinder gelesen und tatsächlich fand das Ältere dieses Buch sogar spannender. Vielleicht weil die Tiefe der Handlung von ihr bereits besser verstanden wurde.

Selma ist toll und ihre Netze sind es auch. Nur die anderen Spinnen scheinen dies nicht verstehen zu wollen. Alles was von der Norm abweicht ist für sie falsch. Bis Selma einem Punkt erreicht, den keine Spinne je vor ihr erklommen hat und sich endlich beweisen kann.

Zwischendurch aber Beginn Selma auch kurz an sich und ihrem Vorhaben zu zweifeln. Und genau dieser Moment macht die Geschichte sehr authentisch. Kinder wie Erwachsene fühlen mit Selma mit und können sich gut in sie hineinversetzen, bauen Sympathien zu ihr auf und hoffen, dass ihr Vorhaben gelingt. Die Illustrationen empfand ich als modern und sehr besonders. Selma und die Spinnen sind schön dargestellt und ihre Spinnennetze wurden toll ins Rampenlicht gerückt. Schön war aber such die Haptik des Einbandes und der Faden, der auf dem Dach von einem Punkt zum anderen gesponnen wurde und schließlich zu einem ganz besonderen Kunstwerk führte.

„Und Selmas rote Mütze ist auch so süß!“


Ein wirklich tolles Buch!

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Vier Hasen außer Kontrolle

Helden der Weide - Vier Hasen für ein Tralala
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‚Ich mag die Bücher über Shaggy und seine Freunde total gern. Sie erleben immer so lustige Abenteuer. Die Tiere sprechen miteinander und sind richtig süß. Shaggy kann in seinem langen Fell Werkzeug verstecken ...

‚Ich mag die Bücher über Shaggy und seine Freunde total gern. Sie erleben immer so lustige Abenteuer. Die Tiere sprechen miteinander und sind richtig süß. Shaggy kann in seinem langen Fell Werkzeug verstecken und Donald ist ein bisschen doof. Das ist lustig. Diesmal bekommen die Kinder vier Hasen. Und die machen richtig viel Unsinn.‘

Wieder wurde dieses Buch ratzfatz gelesen. Die Geschichte ist quirlig und süß. Man sollte aber vorab mindestens das erste Band gelesen haben, denn in der Geschichte selbst werden die Charaktere nicht mehr näher beschrieben und die Namen wechseln sehr rasch, was sonst ein dauerndes Blättern zur Übersicht des Vorsatzpapiers nötig macht. Ansonsten aber ist es eine in sich geschlossene Geschichte, die sehr viel Spaß macht. Shaggy und die anderen Tiere wollen die neuen Hasen beschützen und die auf dem Hof Willkommen heißen, doch die machen stattdessen Blödsinn und singen sogar. Sehr schräg. Und genau deshalb auch besonders liebenswert.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Unvergessen

Anna oder: Was von einem Leben bleibt
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Dieses Buch ist bis ins Detail recherchiert- soviel wird rasch klar. Der Autor Henning Sussebach begab sich auf die Spuren der eigenen Urgroßmutter, rekonstruierte anhand weniger Hinterlassenschaften ihr ...

Dieses Buch ist bis ins Detail recherchiert- soviel wird rasch klar. Der Autor Henning Sussebach begab sich auf die Spuren der eigenen Urgroßmutter, rekonstruierte anhand weniger Hinterlassenschaften ihr Leben und spann es weiter wo sich Lücken ergaben. Dabei heraus kam ein Werk, das mich ungemein faszinierte.
Ich habe Annas Geschichte als Hörbuch gehört, das vertont von Nina Petri die damalige Zeit sehr greifbar wieder aufleben lässt. Was mir besonders dabei gefiel ist, wie hier die moderne Sicht auf diese Zeit und ihre Eigenheiten relativiert und zurecht gerückt wurde. Dinge wurden in neuem Kontext erklärt und dem Leser/Hörer verständlich und nachvollziehbar gemacht und sogar zeitlich sich überschneidende geschichtliche Ereignisse wurden in die Handlung eingebaut. Sein Stil wirkt erzählend, frisch und interessant und vor allem authentisch. Sein Bestreben eine fast gänzlich in Vergessenheit geratene Erinnerung an einen Menschen zu bewahren, gelang dabei aufs Vortrefflichste! Und zugleich zeigt dieses Buch auch wie viel wir der Vergangenheit verdanken.
Irgendwie finde ich es schade, dass es in meiner eigenen Familie keine derartigen Geschichten gibt und nur eine ‚schnöde‘ Ahnentafel existiert. Die Kraft die Erinnerung lebendig zu halten hat diese nämlich nicht.

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