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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Anstrengend

Dunkelmann
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Es beginnt mit einem Mord in einem Restaurant. Geht weiter mit einem merkwürdigen Einsatz in der Türkei, bei dem Maja Birk einen Mittelsmann, der von einem Informanten wichtige Informationen erhalten hat, ...

Es beginnt mit einem Mord in einem Restaurant. Geht weiter mit einem merkwürdigen Einsatz in der Türkei, bei dem Maja Birk einen Mittelsmann, der von einem Informanten wichtige Informationen erhalten hat, ausschleusen soll. Das geht gründlich schief. Daheim in Dänemark macht sich inzwischen Kollege Daniel Hartmann Gedanken über eine Delegation aus China, die sich mit wichtigen Politikern aus Dänemark und Grönland treffen will. Einer der chinesischen Teilnehmer scheint unter falscher Identität einreisen zu wollen. Zu welchem Zweck will Daniel unbedingt herausfinden. Dazu braucht er Maja, die sich aber von dem gescheiterten Auftrag in der Türkei von ihren Verletzungen erholen soll. Zu dieser Konstellation kommt, dass beide, Maja wie Daniel, mit den Problemen in ihrer Ehe zu kämpfen haben, denn die Partner sind, so ist dies in Geheimdienstkreisen, komplett aus dem Berufsleben der beiden ausgeschlossen, was naturgemäß zu Spannungen, wenn nicht gar Zerrüttungen führt. Die Geschichte ist schon spannend und auch temporeich erzählt. Es ist nur schwer nachzuvollziehen, welche merkwürdigen Gedankengänge in Geheimdienstkreisen so zum Tragen kommen, mit welcher Kaltschnäuzigkeit die Menschen in diesem Umfeld ausgenutzt und ausgelutscht weggeschmissen werden. So jedenfalls der Eindruck. Auch die Ränkeschmiede im Hintergrund sind nur schwer durchschau- und noch weniger ertragbar. Nun, es ist ein Buch, mithin Fiktion. Allerdings ist glaubhaft, dass es im wirklichen Geheimdienstleben tatsächlich auch so zugeht. Zum Ende hin ist eigentlich nicht ersichtlich, wohin dies alles hatte führen sollen. Nun etwas ist verhindert worden. Das schon. Aber wie der Mord am Anfang und der Einsatz in der Türkei hier hineinpassen, ist nicht ersichtlich.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Gute Story mit allerdings nerviger Protagonistin

39 Grad Mord
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Selbstironisch, weinselig und mörderisch gut, behauptet der Klappentext. Nun ja. Die Geschichte um die unter einer Schreibblockade leidenden Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix liest sich gut weg, keine ...

Selbstironisch, weinselig und mörderisch gut, behauptet der Klappentext. Nun ja. Die Geschichte um die unter einer Schreibblockade leidenden Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix liest sich gut weg, keine Frage. Hannah erweist sich als schwieriger Charakter, der auch schon mitten in einem Fernsehinterview ausrastet. Ihr Lektor, dem sie noch ein Buch schuldet, das ist vertraglich geregelt, bietet ihr einen Luxusurlaub in der Villa eines Bekannten auf Sizilien an, damit sie dort das Buch auch endlich schreiben kann. Alles völlig gratis für sie. Sie nimmt an, obwohl sie das Buch gar nicht schreiben will. Dort beginnt sie auch gar nicht erst mit dem Schreiben, sondern mit der Erkundung der gastronomischen Angebote in der Umgebung, vor allem der alkoholischen. Gleich am ersten Tag sitzt sie völlig beschwipst in einem Restaurant, lernt dort ein schwedisches Ehepaar kennen und übernachtet in deren Haus, weil sie, bedröhnt wie sie ist, nicht mehr zur Villa, in der sie wohnt zurückfindet. Von da an beginnt das Malheur, denn nach etlichen weiteren Gläsern Wein in der Villa des Ehepaars, stolpert sie von völlig verkatert am nächsten Morgen über die Leiche der Villabesitzerin in deren Küche – und fasst das Mordwerkzeug an. Damit ist sie zunächst einmal die Hauptverdächtige. Fortan versucht sie, selbst zu ermitteln, um sich vom Mordverdacht zu befreien. Das alles bis zum temporeichen Schluss ist spannend und zügig erzählt und hält die Spannung auch bis zum Ende. Was allerdings echt ätzend ist, ist die Person der Hannah selbst, die selbstgerecht, arrogant, besserwisserisch, halsstarrig und beratungsresistent ist. Anderen gesteht sie gerade mal zwei Gehirnzellen zu, mokiert sich über die Villa, in der sie untergekommen ist, als zu armselig, beschwert ich ständig über Leute, die ihr zu nervig sind, nimmt Hilfe, die sie einfordert, nur äußert genervt entgegen. Ansonsten säuft sie sich durch die Geschichte. Die Frau ist unerträglich und da fragt sich der Leser dann doch, muss die Protagonistin so dermaßen negativ daherkommen?

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Ein bisschen zuviel von allem

Draussen
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Eine sehr traurige, tragische Geschichte, der es allerdings stellenweise an Glaubwürdigkeit mangelt. Denn man fragt sich stets: Warum? Wieso sollte diese oder jene Person genau das tun, was sie in dem ...

Eine sehr traurige, tragische Geschichte, der es allerdings stellenweise an Glaubwürdigkeit mangelt. Denn man fragt sich stets: Warum? Wieso sollte diese oder jene Person genau das tun, was sie in dem Moment tut? Und warum in dem Moment? Und ist es glaubwürdig, dass die Personen, jeweils das können, was sie können? Und sind hier nicht einige Typen – insbesondere die Hauptprotagonisten - nicht womöglich einer gehörigen Gehirnwäsche unterzogen worden? Man kann hier nicht genauer werden, weil man dann spoilern würde. Aber insgesamt bleibt so Einiges fragwürdig. Die Geschichte ist vollgepropft mit allen möglichen Zutaten: fragwürdigen und unethischen Legionären, äußerst fragwürdigen, korrupten Lobbyisten und Politikern, Preppern und Verschwörungstheoretikern, einem Endzeitszenario, einer tragischen Familiengeschichte, rachsüchtigen Personen und Gewalttätern, sehr gewalttätigen und traumatischen Szenen. In Retrospektiven in Form des Tagebuchs eines der Protagonisten wird der Hintergrund für die aktuellen Ereignisse aufgerollt. Das Warum der siebzehnjährigen Cayenne ist allgegenwärtig. Der Sprach- und Erzählstil ist sehr gelungen und hält die Spannung hoch. Letztlich ist aber alles ein bisschen zuviel von allem.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Toxisch

Schweigegebot
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Eine spannende Geschichte, in der die Leser gekonnt auf falsche Spuren gelockt werden, wie auch Tessa. Zweifel schleichen sich dennoch früh ein. Aber das ganze Ausmaß der Verstrickung einiger Pfarrhofer ...

Eine spannende Geschichte, in der die Leser gekonnt auf falsche Spuren gelockt werden, wie auch Tessa. Zweifel schleichen sich dennoch früh ein. Aber das ganze Ausmaß der Verstrickung einiger Pfarrhofer in diese widerlichen Hintergründe überrollt einen erst zum Schluss. Schade, dass da so viele Fehler enthalten sind. Verdoppelte Worte, fehlerhafte Rechtschreibung, Sätze, die in ihrem Aufbau wenig Sinn ergeben, Tatsachen, die mal so, mal so dargestellt werden: Telefonbücher, die es mal gibt, mal nicht, Internet, das mal funktioniert, mal nicht. Das ließe sich hier noch lange ausführen. Das trübt leider den sonst durchaus vorhandenen Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Gemächlich

Inspector Pescadores und der Tote im Pool
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Am Schluss wird es zwar ein bisschen brenzlig, insgesamt geht es aber recht gemächlich zu in diesem … ja was? Krimi, Cosy Crime? Passt alles nicht so richtig. Es ist mehr eine Geschichte von deutschen ...

Am Schluss wird es zwar ein bisschen brenzlig, insgesamt geht es aber recht gemächlich zu in diesem … ja was? Krimi, Cosy Crime? Passt alles nicht so richtig. Es ist mehr eine Geschichte von deutschen Auswanderern, die ihr Rentnerdasein auf Gran Canaria verbringen und unversehens über eine Leiche stolpern. Mehr schlecht als recht versuchen sie herauszufinden, wer den Toten ermordet hat und warum. Mehr zufällig geraten sie auf die richtige Spur und gehen dabei den zuständigen Ermittlern gehörig auf den Geist. Gefällig erzählt, diese Geschichte, aber ein wenig spannungsarm. Gemächlich halt. Auch fehlt ein bisschen der Humor, den man in einem Cosy Crime in jedem Falle erwarten würde. Etwas für einen lauen Sommertag auf Balkonien.


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