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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

Eine interessante Lektüre

Ssukgat
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Michelle Jungmin Bangs „Ssukgat. Vergessene koreanische Lebensweisheiten für Gesundheit und Langlebigkeit“ ist eine gelungene Mischung aus Reisebericht, Kulturgeschichte und Gesundheitsratgeber. Die Autorin ...

Michelle Jungmin Bangs „Ssukgat. Vergessene koreanische Lebensweisheiten für Gesundheit und Langlebigkeit“ ist eine gelungene Mischung aus Reisebericht, Kulturgeschichte und Gesundheitsratgeber. Die Autorin nimmt einen mit nach Südkorea, wo sie u.a. von Begegnungen mit buddhistischen Nonnen und der vielfältigen Saunakultur Seouls schildert. Dabei rückt sie die Frage in den Mittelpunkt, wie wir Gesundheit neu und ganzheitlich verstehen können. Anstatt nur Symptome zu bekämpfen, legt sie den Fokus darauf, frühzeitig auf Körpersignale zu achten und diese mit natürlichen, nachhaltigen Methoden zu behandeln.
Persönlich gefällt mir die Verbindung von fundiertem Wissen und persönlichen Erfahrungen gut. Dadurch wird der reine Ratgeber-Aspekt aufgelockert. Dadurch richtet sich das Buch vor allem an Leser, die sich bereits mit Themen wie Achtsamkeit, Nachhaltigkeit und alternative Heilmethoden beschäftigen. Wer eine streng wissenschaftliche Herangehensweise erwartet, könnte manche Passagen als zu persönlich empfinden. Auch die Fülle an Eindrücken – von Reiseberichten bis zu Rezepten – macht es nicht immer leicht, den Faden zu behalten.
Fazit: für Leser, die ganzheitliche Gesundheit mit kultureller Tiefe verbinden möchten, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Informativer Ratgeber

Vagus-Yoga
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„Vagus-Yoga“ von Dr. med. Ellen Fischer ist ein umfassendes Buch über den Vagusnerv, seine Funktion und Wirkungsweise auf den Körper und wie man die positiven Effekte durch einfache Übungen verstärken ...

„Vagus-Yoga“ von Dr. med. Ellen Fischer ist ein umfassendes Buch über den Vagusnerv, seine Funktion und Wirkungsweise auf den Körper und wie man die positiven Effekte durch einfache Übungen verstärken kann.
Zu Beginn gibt es einen sehr ausführlichen Theorieteil, der u.a. verständlich das Nervensystem erklärt und einen ganzheitlichen Ansatz zum Yoga herstellt.
Auch im Praxisteil sind die einzelnen Übungen sowohl mit Bild als auch Text ausführlich beschrieben. Hier gefällt mir vor allem, dass der Schwerpunkt nicht auf der sofortigen perfekten Ausführung liegt, sondern dass man sich bei der Durchführung selbst wohlfühlt. Die Embodiment-Tipps sind eine schöne Ergänzung zum ganzheitlichen Verständnis.
Fazit: für alle, die sich für mehr als nur Yoga-Übungen interessieren und welche Auswirkungen diese auf das Nervensystem und den gesamten Körper haben.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Unterhaltsam und informativ

Abroad in Japan
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In „Abroad in Japan“ erzählt Chris Broad von seiner Tätigkeit als Hilfslehrer in Japan - ein Job, den er ohne Japanisch-Kenntnisse direkt nach der Uni (vor circa zehn Jahren) angetreten hat.
Aufmerksam ...

In „Abroad in Japan“ erzählt Chris Broad von seiner Tätigkeit als Hilfslehrer in Japan - ein Job, den er ohne Japanisch-Kenntnisse direkt nach der Uni (vor circa zehn Jahren) angetreten hat.
Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch das wirklich schön gestaltete Cover und das herrliche Wortspiel von Autorenname und Titel - und es hat mich nicht enttäuscht. In jedem Kapitel berichtet Chris Broad über einen anderen Aspekt seines Lebens und in der nordjapanischen Provinz: von Schneemassen über Sake trinken und Love Hotels bis zu einem Onsen-Besuch und den Schulalltag. Dabei wird einem beim Lesen nicht langweilig, denn die Geschichten sind leichtfüßig und humorvoll geschrieben, die einzelnen Kapitel nicht zu lang und man hat oft das Gefühl, die Höhen und Tiefen seiner Erlebnisse direkt mit zu erleben. Der Autor gibt hier einen unverfälschten und nicht geschönten Blick eines Ausländers auf das Leben in Japan, mit all seinen Kulturschocks, aber auch spannenden Erlebnissen und Tücken im Alltag.
Fazit: für Japan-Reisende ein absolutes must-have im Reisegepäck.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Eine berührende Familiengeschichte

Onigiri
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„Onigiri“ von Yuko Kuhn ist eine berührende Geschichte, die sich auf eine unaufdringliche Weise mit einer Mutter-Tochter-Beziehung auseinandersetzt. Die Protagonistin reist mit ihrer an Demenz erkrankten ...

„Onigiri“ von Yuko Kuhn ist eine berührende Geschichte, die sich auf eine unaufdringliche Weise mit einer Mutter-Tochter-Beziehung auseinandersetzt. Die Protagonistin reist mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter in ihre Heimat Japan, um vermutlich ein letztes Mal die Verwandten zu besuchen.
Das Buch behandelt u.a. das sensible Thema Demenz, welches ich persönlich für sehr gut dargestellt empfunden habe. Es wird nicht von „oben herab“ beschrieben, sondern wie Aki versucht bestmöglich damit umzugehen, was ihr nicht immer leicht fällt, da ihre Mutter durch die Krankheit immer und immer wieder dieselben Fragen stellt und Aki lernen muss, Geduld dafür aufzubringen. Ein weiteres Thema ist das Leben zwischen zwei Kulturen, zwischen Japan und Deutschland, zwischen Pflichtgefühl und Freiheit, aber auch Integration und Anerkennung.
Der Schreibstil ist auf der einen Seite ruhig und irgendwie distanziert, auf der anderen Seite durch die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart nicht gerade ein flüssiges Leseerlebnis. Die Distanziertheit habe ich inzwischen oft bei asiatischer Gegenwartsliteratur erlebt und sehe sie als Teil dieser an. Mit den nicht immer auf Anhieb erkennbaren Zeitsprüngen habe ich mich dagegen schwer getan, so dass ich manches doppelt lesen musste, um alles richtig zuordnen zu können.
Fazit: Insgesamt ist „Onigiri“ eine einfühlsame Geschichte, die zum Nachdenken über Familie, Liebe und Anerkennung anregt. Man darf sich nur nicht von der sprunghaften Struktur der Erzählweise entmutigen lassen, das Buch zuende zu lesen.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Schöne Geschichte zwischen Büchern und Schafen

Highland Happiness – Die Bücherstube von Kirkby
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Schon der Titel und das Cover von Charlotte McGregors „Highland Happiness - Die Bücherstube von Kirby“ waren für mich ausschlaggebend, dass Buch zu lesen, ohne das ich etwas von der Story wußte. Die schottischen ...

Schon der Titel und das Cover von Charlotte McGregors „Highland Happiness - Die Bücherstube von Kirby“ waren für mich ausschlaggebend, dass Buch zu lesen, ohne das ich etwas von der Story wußte. Die schottischen Highlands, eine Buchhandlung, eine Katze - und dann kamen auch noch Schafe dazu - perfekte Mischung.
Das Buch ist bereits der sechste Band einer Reihe, läßt sich aber unabhängig lesen.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Grizel, mittleren Alters, hat ihr früheres Leben hinter sich gelassen und will in Kirby eine Buchhandlung eröffnen. Eine Partnerin dafür findet sie in lebensfrohen Flora, die mit ihrem grummeligen Bruder Ewan eigentlich nur vor Ort ist, um den Hof ihres verstorbenen Vaters zu verkaufen. Zwischen Grizel und Ewan knistert es, aber das eine oder andere steht dann doch noch im Weg.
Das Buch ist perfekt, wenn man ein Buch lesen möchte, wo man weiß, dass es ein Happy End geben wird. Was mir hieran aber besonders gut gefallen hat, ist, dass es ohne großen Herzschmerz und Drama auskommt. Gibt es natürlich auch, aber nicht übertrieben unglaubwürdig. Und über die Katze musste ich immer wieder schmunzeln, sie ist der Auflockerungsfaktor des Buches. Interessant finde ich, dass es neben dieser Reihe noch eine Krimi-Reihe der Autorin gibt, die auch in Kirby spielt. Eine schöne Kombi, die Abwechslung verspricht.
Fazit: wer gerne einfach mal zwischendurch etwas fürs Herz ohne viel Drama möchte - und Tiere mag - ist hier genau richtig.

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