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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2025

Liebenswertes Bilderbuch zum Vorlesen

Huhu und Momo – Für dich trau ich mich!
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Die Eule Huhu möchte nur eins: In ihrem Zuhause bleiben und sich einkuscheln. Da bekommt sie Besuch von der Maus Momo. Die beiden werden dicke Freunde, aber dennoch traut sich die Eule nicht hinaus. Bis ...

Die Eule Huhu möchte nur eins: In ihrem Zuhause bleiben und sich einkuscheln. Da bekommt sie Besuch von der Maus Momo. Die beiden werden dicke Freunde, aber dennoch traut sich die Eule nicht hinaus. Bis eines Tage Momo nicht erscheint und sie sich tapfer auf die Suche macht. Gerade rechtzeitig kann sie ihren kleinen Freund aus den Fängen des Fuchses retten. Eine Geschichte über Mutigsein und Freundschaft.

Meine fünf Enkelkinder sind zwischen zwei und sieben Jahren alt, sie waren alle begeistert. Vor allem die Zeichnungen sind entzückend gelungen, Eule und Maus sind zum Verlieben. Es ist ein Bilderbuch zum Vorlesen, aufgrund der etwas verschnörkelten Schrift hat sich meine älteste Enkelin (erste Klasse) beim Selbstlesen schwergetan. Es ist also eher nicht für Erstleser/innen. Doch alle meine Enkel waren sich einig, dass das Buch die Höchstnote bekommen muss, mittlerweile kann ich nicht mehr zählen, wie oft ich es vorlesen musste.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Spannender Thriller mit tollen Charakteren

Die Maske des Zorns
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Der Fall, zu dem die beiden Wiener Ermittler Richard und Paul gerufen werden, ist makaber: Eine Leiche, die statt ihres eigenen Kopfes mit einem aufgenähten Schrumpfkopf bestückt ist. Das gibt Rätsel auf, ...

Der Fall, zu dem die beiden Wiener Ermittler Richard und Paul gerufen werden, ist makaber: Eine Leiche, die statt ihres eigenen Kopfes mit einem aufgenähten Schrumpfkopf bestückt ist. Das gibt Rätsel auf, zumal bald eine weitere Leiche auftaucht, wieder mit Schrumpfkopf, nur, dass diesmal der Kopf zur ersten Leiche passt. Der Fall verlangt dem Ermittlerteam alles ab, und dabei kämpft Paul mit einem drohenden Burnout und Richie mit seiner Liebe zur Gerichtsmedizinerin Emily, die jedoch nur eine Affäre im Verborgenen möchte. Zudem ist da seine Faszination zu Psychologin Theres, die bedroht wird und statt ihrem überkorrekten Verlobten Stocker ausgerechnet Richie ihre geheimsten Ängste anvertraut hat. Die Morde lassen das Team kaum zur Ruhe kommen, Richie hat nicht einmal Zeit, sich um seine Schwester Sarah zu kümmern, in deren Zirkus es zu einem Unfall kommt, der eventuell auch ein Anschlag gewesen sein könnte.

Lange habe ich auf eine Fortsetzung der Richard-Schwarz-Reihe gewartet und die Autorin hat mich nicht enttäuscht. Die Story wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, was es anfangs nicht ganz einfach macht, der Geschichte zu folgen. Aber es lohnt sich definitiv, dranzubleiben. Man erlebt den Ermittler Richie, der mit Vehemenz versucht, Licht in die aktuellen Fälle rund um die kopflosen Leichen zu bringen. Der zweite Blickwinkel ist der von der Psychologin Theres, die im Krankenhaus liegt und weiterhin bedroht wird, danach switchen wir in den Zirkus zu Sarah, die mit ganz eigenen Problemen kämpft. Und die Autorin führt uns auch ins »Haus des Bösen«, dort erleben einen fanatischen »Bastler«, der mit menschlichen Präparaten experimentiert, Schrumpfköpfe herstellt und sogar Innereien verspeist. Vor allem dieser Strang ist nichts für schwache Nerven und sollte womöglich nicht gerade nach einer Mahlzeit gelesen werden.
Beeindruckt hat mich erneut der hautnah bildhafte Schreibstil sowie die Lebendigkeit der Personen mit Ecken und Kanten. Faszinierend und besonders hervorheben möchte ich auch, wie penibel die Autorin recherchiert, sodass man zusätzlich viel Wissenswertes mitnehmen kann.
Ein Thriller – nichts für schwache Nerven, spannend und mit tollen Wendungen – beeindruckend wie sämtliche Handlungsstränge am Schluss zusammengeführt werden und keine Frage offen bleibt. Klare Leseempfehlung für Thrillerfans, den ich sehr empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Gegen Gefühle ist man machtlos

Wenn der Himmel das Meer berührt (Liebesroman)
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Emma ist engagierte Sozialarbeiterin und mit ganzer Energie auf das Wohl der Kinder bedacht. Oftmal läuft sie Gefahr, sich emotional zu sehr zu verstricken. So auch im Fall der 9jährigen Alina, die sie ...

Emma ist engagierte Sozialarbeiterin und mit ganzer Energie auf das Wohl der Kinder bedacht. Oftmal läuft sie Gefahr, sich emotional zu sehr zu verstricken. So auch im Fall der 9jährigen Alina, die sie aus der komplett vernachlässigten Wohnung von einer offenbar alkoholkranken Mutter wegholt. Es existiert ein Onkel, Max, der an der Ostsee wohnt. Obwohl es nicht ihre Aufgabe ist, bringt Emma Alina persönlich zu Max. Der entpuppt sich als liebenswürdig und fürsorglich, findet auch gleich einen Draht zu dem Kind, stellt jedoch klar, dass er Alina nur vorübergehend aufnehmen kann. Emma übertritt nun ein paar Grenzen, die ihr nicht erlaubt wären, um den beiden weiterhin beizustehen, und sie möchte Max überzeugen, Alina für immer ein Zuhause zu geben.

Die Romane der Autorin sind alle hochemotional und beschäftigen sich – neben der Liebe – mit tiefgehenden Themen. Auch dieser Roman ist wieder ans Herz gehend, ich konnte mich von Anfang an in Emma hineinversetzen und mitfühlen. Alina ist eine starke Persönlichkeit und auch Max muss man einfach ins Herz schließen. Sein Schicksal ist ein schweres, mich hat besonders beeindruckt, dass er seinen eigenen Anteil an Schuld nicht von sich weist. Es gibt erneut zahlreich herzergreifende Szenen, und eine Überraschung am Schluss – ein wunderschöner gut zu lesender Roman, der mich erneut komplett überzeugen konnte. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Josefine Weiss.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Historischer Roman mit tollem Ambiente

Das Geschenk des Meeres
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In einem schottischen Dorf um 1900 passiert etwas Merkwürdiges: Der Junge, den der Fischer Joseph aus dem Meer rettet, ähnelt fast aufs Haar Moses, dem Kind der Lehrerin Dorothy, das vor Jahren verschwand ...

In einem schottischen Dorf um 1900 passiert etwas Merkwürdiges: Der Junge, den der Fischer Joseph aus dem Meer rettet, ähnelt fast aufs Haar Moses, dem Kind der Lehrerin Dorothy, das vor Jahren verschwand und von dem alle glaubten, er sei damals ertrunken. Es ist doch nicht möglich, dass Moses wiedergekommen ist und immer noch der kleine Junge ist, der er war? Dorothy nimmt ihn bei sich auf und steigert sich mehr und mehr in die Fantasie hinein, dass der Junge, der nicht spricht, ihr Moses sein muss. Das gesamte Dorf rätselt mit ...

Das Buch hat mich vom ersten Moment an in den Bann gezogen und ich konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin entblättert langsam die gesamte Geschichte, switcht zwischen damals und jetzt hin und her, in verschiedenen Perspektiven. Die Figuren sind alle plastisch und hautnah dargestellt, keine ist nur böse (mit Ausnahme der schlagenden Ehemänner) und keine ist nur gut. Im Lauf der Story ist mir jede Einzelne nahegekommen. Besonders gefiel mir, dass jede der Figuren eine Entwicklung durchmacht und dass man am Schluss ein anderes Bild von allen Personen bekommt. Der sprachgewaltige Schreibstil der Autorin schafft ein Bild von Schottland zur Jahrhundertwende (1900) und das Leben in der engen Dorfgemeinschaft. Es gibt auch einen (kleinen) mystischen Aspekt, den es für mich nicht gebraucht hätte und am Schluss hätte ich mir gern noch eine bestimmte Szene gewünscht, die etwas mit Wiedersehensfreude zu tun hat. Das ist schade, vor allem hätte ich es der Figur Dorothy gegönnt, mehr kann ich hier, ohne zu spoilern, nicht verraten. Trotzdem ist das Ende versöhnlich und ich habe das literarische Werk sehr genossen.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die gern historische Roman mit tollem Ambiente und einer wirklich fesselnden Story lesen.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Eine unerwartete Erbschaft, Gin und Liebe

Unwiderstehlich verliebt in den schottischen Highlands
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Lana hat wenig Selbstbewusstsein, lässt sich sowohl von ihrem Verlobten Sean als auch von ihrer Mutter. Da flattert ein Brief in ihr Haus, ein unbekannter Lord aus Schottland hat ihr sein Schloss plus ...

Lana hat wenig Selbstbewusstsein, lässt sich sowohl von ihrem Verlobten Sean als auch von ihrer Mutter. Da flattert ein Brief in ihr Haus, ein unbekannter Lord aus Schottland hat ihr sein Schloss plus Destillerie vermacht. Obwohl ihr Verlobter dagegen ist, reist sie hin, zieht in das Schloss ein und möchte zusammen mit Roland, dem Brandmeister der Destillerie, die Firma fortführen. Doch ihr Verlobter drängt auf Verkauf ...

In der Story war ich vom ersten Augenblick an mitten drin und habe mit Lana gelitten, die sich sogar bei den Hochzeitsvorbereitungen bevormunden lassen muss.
Die Autorin hat einen erfrischend fröhlichen Schreibstil, der mit lebendigen Dialogen durch die Story trägt. Ein Wohlfühlbuch, das mit liebenswerten Figuren und einem fantastisch spürbaren Ambiente aufwartet. Zudem gibt es Wendungen und Überraschungen, die den Spannungsbogen aufrecht erhalten. Die Entwicklung von Lana am Schluss hat mich befriedigt zurückgelassen. Eine leichte Sommerlektüre, die ich allen Lesenden für schöne Stunden empfehle.

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