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Frosch31

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2021

Gelungene Zeitreise

Die Hebamme
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Vorab, ich lese sehr gerne historische Romane. Diesen Roman hätte ich aufgrund des Covers aber wahrscheinlich erst einmal im Regal stehen lassen und mich anderen Büchern gewidmet, da das Cover doch etwas ...

Vorab, ich lese sehr gerne historische Romane. Diesen Roman hätte ich aufgrund des Covers aber wahrscheinlich erst einmal im Regal stehen lassen und mich anderen Büchern gewidmet, da das Cover doch etwas Düsternis verströmt. Wenn man sich allerdings erst einmal mit dem Buch auseinandergesetzt hat, und sich vor Augen hält, dass es sich um ein Originalfoto aus der Zeit handelt und genau dieses Foto darstellt, wie klein der einzelne Mensch doch vor einer gewaltigen Landschaft ist, und dennoch alles erreichen kann, finde ich dieses Cover doch sehr gelungen.

Zur Geschichte lässt sich sagen, dass es der Autor gekonnt versteht den Leser sehr kurzweilig in eine andere Zeit zu versetzen. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen obwohl, oder gerade deshalb, sehr detailreich auf das Leben der Ururgroßmutter als Hebamme als auch auf landschaftliche und geschichtliche Details in schwierigen Zeiten unter teils widrigen Umständen eingegangen wird. Sie hat es geschafft ein für sich selbst erfülltes Leben mit allen Höhen und (vielen) Tiefen zu meistern.
Er zeigt eine in sich ruhende Hauptperson die aufzeigt, dass es sich lohnt an seinen Träumen zu arbeiten.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Angriff auf die Lachmuskeln

00-Laschet
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Mit Spannung habe ich auf das neueste Buch des bekannten, und von mir geschätzten, Autors David Safier gewartet und war gespannt ob die bisher erschienenen Bücher noch getoppt werden können. ...

Mit Spannung habe ich auf das neueste Buch des bekannten, und von mir geschätzten, Autors David Safier gewartet und war gespannt ob die bisher erschienenen Bücher noch getoppt werden können. Sie können. Gekonnt humorig überspitzt, ein bisschen bissig aber immer mit einem gewissen Hang zur Realität wird uns hier ein Bundespräsident und ein Regierungssitz der es in sich hat präsentiert. Eigentlich, ja eigentlich ist Armin Laschet jetzt nicht unbedingt der Spitzenkandidat mit der Lizenz für Spaß - aber in diesem Buch werden die Lachmuskeln schon sehr angegriffen. Die Geschichte ist so überspitzt und irre gestaltet, und mit so vielen anderen realen Personen gespickt, dass man sich diesem Aufgebot an Stars nur schwer entziehen kann. Allein die Vorstellung von Armin Laschet und Madonna als Pärchen - einfach herrlich.

Das Tempo des Buches ist schon eine Herausforderung - ein Top-Ereignis jagt hier das Nächste. Und David Safier zeigt hier ein ums andere Mal, dass bei einem Buch Kampf/Gewalt nicht nötig ist, sondern dass mit Diplomatie, Charme und einer Menge Humor vieles noch viel besser geht.

Für mich war dieses Buch in seiner Überspitztheit mal wieder ein tolles Lesevergnügen und ich hoffe, dass der Autor noch viele unserer Politiker oder eine andere bekannte Person des öffentlichen Lebens so ehrt und aufs Korn nimmt; ihm fallen bestimmt der ein oder andere dafür ein. Die Spannnung bleibt zumindest hoch.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Sehr gut recherchiert

Sieben Jahre
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Ein gutes Buch, nur ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.

Von der Autorin, von der ich schon so viele Bücher gelesen habe bin ich normalerweise einen etwas andern Schreibstil gewohnt - viel emphatischer ...

Ein gutes Buch, nur ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.

Von der Autorin, von der ich schon so viele Bücher gelesen habe bin ich normalerweise einen etwas andern Schreibstil gewohnt - viel emphatischer und mitreißender. Bei diesem hier fand ich schon den Einstieg etwas holprig und befremdlich; ich fand so gar keinen Zugang zu den Personen, sie waren für mich einfach nicht wirklich greifbar. Natürlich hatte ich keinen Heile-Heile-Welt-Roman erwartet, geht doch bereits aus dem Klappentext hervor, das es sich um den 7-jährigen-Krieg dreht, aber eben auch um König und Familie; und dieser Teil kam mir einfach ein bisschen zu flach daher. Hier hatte ich mir einfach ein bisschen mehr "Gefühl", Theatralik und Symbolik in diesem ungeheuren Machtgefüge der Familie erwartet, mehr Tiefe. Im Vordergrund stehen doch schon sehr die Schlachten und Gefechte dieses Krieges.

Ich möchte keinesfalls die Arbeit die in diesem Buch steckt schmälern, geschichtlich ist es wirklich herausragend genau recherchiert - hier sucht es wahrlich seines gleichen. Diese politische und militärische Schwerpunktsetzung kenne ich von der Autorin nur nicht in diesem Ausmaß. Die Spannung und ein gewisser emphatischer Aspekt bleibt bei dieser Aneinanderreihung von Kriegsgeschehen für mich einfach auf der Strecke.

Nichtsdestotrotz lässt sich dieser "dicke Wälzer" gut lesen, beleuchtet es doch eine historisch interessante Zeit die vielen in dieser Art gar nicht bekannt ist.

Ich möchte bewusst nicht näher auf die Handlung eingehen, soll doch eine gewisse Neugier für den Leser bleiben und nicht alles vorab verraten werden. Ich möchte lediglich meinen persönlichen Eindruck zu diesem gelesenen Buch wiedergeben.

Hut ab sage ich hier vor allem ob der gigantischen Recherche die für dieses Buch nötig war.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Für junge und junggebliebene Leser

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten
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Meine 12-jährige Enkeltochter wollte dieses Buch unbedingt lesen. Auf die Frage warum meinte sie, sie habe in der Schule etwas von Kaspar Hauser gehört, außerdem wäre ja alles in Nürnberg passiert ...

Meine 12-jährige Enkeltochter wollte dieses Buch unbedingt lesen. Auf die Frage warum meinte sie, sie habe in der Schule etwas von Kaspar Hauser gehört, außerdem wäre ja alles in Nürnberg passiert und da wir nur 20 km entfernt wohnen wäre so eine Geschichte doch "total cool und interessant".
Zuerst habe aber ich diese Buch gelesen. Und ich muss sagen, trotz einiger Schwächen toll umgesetzt. Einen Detektivroman für junge Leser daraus zu machen fand ich anfangs zwar etwas ungewöhnlich aber moderne Zeiten erfordern auch moderne Leseansätze. Ich war gespannt.

Für die ersten Seiten musste ich mich allerdings etwas umgewöhnen, war die Ausdrucksweise doch fast etwas altmodisch; das hat sich aber im Lauf der Geschichte gegeben. Auch, dass Greta anfangs nur sporadisch erwähnt wird. Die Geschichte um Kaspar Hauser bleibt auf alle Fälle authentisch an den historischen Tatsachen und die fiktive Geschichte um Greta wird gut als umgebende eigenständige Geschichte darum herum gebaut. Hier ist dann aber doch einiges dem Lesealter geschuldet. Alles in allem fand ich die Geschichte aber gut umgesetzt; auch dass Kaspar Hauser hier als eine unnahbare, geheimnisvolle und nicht fassbare Gestalt beschrieben wird. Die Figur der Greta hingegen gewinnt mit Fortschritt der Geschichte mehr an Format.

Die Enkeltochter fand die Geschichte wirklich toll. Sie hatte keine Probleme mit dem anfangs etwas altmodischen Schreibstil. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und wurden immer wieder von interessanten Illustrationen untermalt.
Toll fanden wir beide den Abschluss - ungewöhnlich aber interessant.

Aufgrund unserer Wohnortnähe mussten wir natürlich sämtliche Strecken ablaufen und konnten so das Gelesene noch besser nachvollziehen - erlebbarer Geschichtsunterricht sozusagen.

Fazit: Uns beiden hat das Buch sehr gut gefallen und wir können es für junge und junggebliebene Leser empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Auf der Suche nach alten Geheimnissen

Unsere Tage am Fluss
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Ich hatte mich sehr gefreut dieses Buch lesen zu dürfen. Erwartet bzw. erhofft habe ich mir einen schönen leichtflüssigen Roman mit ein bisschen Liebe, Romantik, Spannung und historischen Elementen. Und ...

Ich hatte mich sehr gefreut dieses Buch lesen zu dürfen. Erwartet bzw. erhofft habe ich mir einen schönen leichtflüssigen Roman mit ein bisschen Liebe, Romantik, Spannung und historischen Elementen. Und genau das habe ich auch bekommen.

Von der Autorin habe ich bis dato noch nichts gelesen weshalb ich auf ihren Schreibstil sehr gespannt war, ist es doch oft nicht so einfach einen Roman der auf zwei Zeitebenen spielt so einfach auf Papier zu bringen. Aber sie hat es geschafft die Jahre 1908 und die Gegenwart miteinander zu verweben. Jede Zeitepoche wird durch ein extra Kapitel unterteilt, so dass man immer weiß wann es zurück oder in die Gegenwart geht, was ich als sehr angenehm empfand. Sowohl 1908 als auch Jetzt wird alles sehr detailreich beschrieben (aber ohne übertrieben zu wirken), und immer mit dem gewissen Quäntchen Spannung. Natürlich ahnt man schon lange vorher, wie die Geschichte der Vergangenheit im Jetzt ausgehen wird, doch dieses Wissen ist keinesfalls ein Spannungskiller, bleibt doch noch das Wie u n d die Romanze der Gegenwart.

Eine sehr schöne Familiensuche mit gut recherchierten Details aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts und fein gezeichneten Charakteren. Ein wunderbarer leichter Roman für den Sommer.

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