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Veröffentlicht am 08.04.2025

Thriller mit starkem Ende & kleinen Schwächen

Villa Obscura
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Ich bin mit der Erwartung an einen packenden Jugendthriller in Villa Obscura gestartet - bekommen habe ich etwas, das mich zwiegespalten zurücklässt.

Schon früh fiel mir auf, dass die Charaktere für mich ...

Ich bin mit der Erwartung an einen packenden Jugendthriller in Villa Obscura gestartet - bekommen habe ich etwas, das mich zwiegespalten zurücklässt.

Schon früh fiel mir auf, dass die Charaktere für mich nicht wie Jugendliche wirkten. Ihre Art zu sprechen und zu handeln ließ sie deutlich älter erscheinen, sodass ich nach etwa 15 % des Buches nochmal den Klappentext gelesen habe - einfach, weil ich nicht glauben konnte, dass sie wirklich als Jugendliche gedacht waren.

Auch atmosphärisch hätte ich mir gerade am Anfang mehr gewünscht. Eine abgelegene Villa im Harz an Halloween? Das schreit doch eigentlich nach Gänsehautstimmung! Stattdessen blieb das Setting für mich etwas blass. Die Spannung kam jedoch spätestens dann ins Rollen, als die Geheimnisse der Charaktere ans Licht kamen. Anfangs wirkten diese noch wie Dinge, die man Fremden einfach nicht erzählt - aber als sie sich schließlich entfalteten, wurde es richtig packend.

Ein Punkt, der mich besonders bewegt hat, war das Thema sexueller Missbrauch. Ich kann nicht genau sagen, ob mich das nur persönlich getriggert hat oder ob es einfach sehr gut umgesetzt wurde - aber es hat mich emotional getroffen.

Was „Villa Obscura" aber definitiv auszeichnet, sind die unvorhersehbaren Wendungen. Die Plottwists haben mich immer wieder überrascht, und das Finale war so spannend, dass ich richtig mitgefiebert habe.

Das Ende? Passend und rund.

Besonders mochte ich auch den Schauplatz. Ich war noch nie im Harz, aber das Buch hat mir einige Eindrücke mitgegeben, die neugierig machen.

Insgesamt ein solider Thriller mit starkem Ende, aber kleinen Schwächen in der Charakterdarstellung und Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Langsamer Einstieg, starkes Finale

Der Fluch von Ashburn House
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Das Buch hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Der Anfang zieht sich ziemlich, das Pacing ist sehr langsam und es dauert eine ganze Weile, bis wirklich Spannung aufkommt. Adrienne wirkt für mich oft zu ...

Das Buch hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Der Anfang zieht sich ziemlich, das Pacing ist sehr langsam und es dauert eine ganze Weile, bis wirklich Spannung aufkommt. Adrienne wirkt für mich oft zu passiv und flach, gerade weil man die ganze Zeit aus ihrer Perspektive liest und sich die meiste Zeit nur im Haus aufhält, hätte ich mir mehr Einblicke in sie gewünscht. Das Buch ist aus der dritten Person geschrieben, was ich grundsätzlich interessant finde, aber bei dem langsamen Tempo hätte es für mich mehr Tiefe gebraucht, um die Handlung fesselnder zu machen.

Die Atmosphäre ist auf jeden Fall düster und unheimlich, aber ich hätte mir noch mehr Beschreibungen gewünscht, die das Haus und die Umgebung richtig lebendig und bedrückend machen. Wolfgang, Adriennes Katze, mochte ich richtig gern, er bringt kleine Highlights zwischen all der Bedrohung und Unheimlichkeit.

Nach der Hälfte nimmt das Buch dann endlich Fahrt auf, und besonders das Ende hat mich richtig überrascht. Es ist spannend, gruselig und unheimlich, genau das, was ich mir von einem Horrorbuch erhoffe. Trotzdem reicht das tolle Finale für mich nicht aus, um den langsamen, zähen Anfang und die Mitte komplett auszugleichen.

Das Buch hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Wer geduldig ist, wird am Ende mit Spannung und Horror belohnt, aber der langsame Einstieg und Adriennes passive Art machen es stellenweise schwer, dranzubleiben.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Gute Idee, mäßige Umsetzung

A Dance of Lies
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Zu Beginn hat mich das Buch positiv überrascht. Vasalie ist keine typische starke Heldin, sondern macht die Geschichte durch ihre körperliche Einschränkung interessant. Das Thema der Tänze ist erfrischend ...

Zu Beginn hat mich das Buch positiv überrascht. Vasalie ist keine typische starke Heldin, sondern macht die Geschichte durch ihre körperliche Einschränkung interessant. Das Thema der Tänze ist erfrischend anders und gibt der Geschichte eine schöne Atmosphäre. Die Spannung entsteht durch die langsam enthüllte Vergangenheit und die geheimnisvollen Beziehungen zwischen den Figuren. Auffällig ist, dass die Fantasy-Elemente eher zurückhaltend sind, was mich persönlich aber nicht gestört hat.

Im Verlauf wurden einige Entwicklungen für mich weniger glaubwürdig. So scheint es fast schon zu einfach, dass sich gleich mehrere wichtige Männer sehr schnell zu Vasalie hingezogen fühlen. Das wirkte für mich wenig nachvollziehbar. Außerdem wirkt es oft so, als würden die Figuren ihr zu schnell verzeihen und vertrauen, trotz der Folgen, die sie verursacht hat. Das Schwarz-Weiß-Denken hat die Tiefe der Charaktere für mich etwas geschmalert. Dazu kam dann noch der Kosename „Mäuschen", den ich unangenehm fand.

Auch der körperliche Zustand von Vasalie, der anfangs noch präsent und bedeutsam wirkte, spielt später kaum noch eine Rolle, was ich schade fand. Die Liebesgeschichte war für mich nicht stimmig, die Beziehungen fühlten sich oft konstruiert an. Das Tanzen bleibt trotz der zentralen Rolle eher eine schöne Kulisse, ohne ganz in die Tiefe zu gehen.

Sprachlich punktet das Buch mit einem atmosphärischen Stil, der viele Szenen lebendig macht. Einige Momente haben mich wirklich gepackt und für Spannung gesorgt. Das Ende wirkte für mich jedoch etwas gehetzt und emotional distanziert.

Insgesamt ist es eine Romantasy, die sich durch interessante Ideen und eine ungewöhnliche Heldin vom Genre abhebt, mich aber nicht allen Punkten überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Ich wollte es lieben- konnte es nicht

A Fate inked in Blood (Skaland-Saga 1)
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Ich hatte richtig Lust auf ein Buch mit nordischer Atmosphare, politischem Intrigenspiel und einer starken Protagonistin und „A Fate Inked in Blood" klang genau danach. Gerade das Worldbuilding hat mir ...

Ich hatte richtig Lust auf ein Buch mit nordischer Atmosphare, politischem Intrigenspiel und einer starken Protagonistin und „A Fate Inked in Blood" klang genau danach. Gerade das Worldbuilding hat mir wirklich gut gefallen. Die nordische Mythologie, das Magiesystem und die Idee rund um die Schildmaid wirken durchdacht und spannend. Auch Freya als Hauptfigur hat Potenzial - sie will nicht länger Spielball sein, sondern selbst über ihr Schicksal bestimmen.

Die Liebesgeschichte ist eher slowburn, auch wenn wir den Loveinterst schnell kennenlernen, und wird nachvollziehbar aufgebaut. Die Sprecherin mochte ich auch, sie hat angenehm gelesen und passte zur Stimmung. Trotzdem hat mich das Hörbuch komplett in eine Flaute gezogen. Ich konnte einfach keine Verbindung aufbauen - weder zu den Figuren noch zur Geschichte. Ich habe immer wieder gemerkt, dass ich abschweife, gar nicht richtig zuhöre oder sogar überlege, einfach abzubrechen.

Es gab einige spannende Wendungen, und eigentlich ist die Geschichte solide erzählt, aber emotional hat sie mich null erreicht. Ich muss auch zugeben, dass ich spicy Szenen in Hörbüchern schwer ertrage. Ich habe die meisten einfach geskippt, weil es sich für mich unangenehm angefühlt hat. Vielleicht wäre das Buch als Printversion bei mir besser angekommen - so war es einfach nicht das Richtige zur falschen Zeit. Also werde ich die Reihe trotz Cliffhanger nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Hat mich nicht ganz abgeholt, aber ein wichtiges Werk

A Thousand Ships – Die Heldinnen von Troja
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In „Die Heldinnen von Troja" verleiht Natalie Haynes Frauen aus den antiken Mythen, die oft im Hintergrund bleiben, eine zentrale Stimme. Sie zeigt die Perspektiven von Göttinnen, Sklavinnen, wartenden ...

In „Die Heldinnen von Troja" verleiht Natalie Haynes Frauen aus den antiken Mythen, die oft im Hintergrund bleiben, eine zentrale Stimme. Sie zeigt die Perspektiven von Göttinnen, Sklavinnen, wartenden Ehefrauen und anderen Figuren, die durch den Trojanischen Krieg betroffen sind. Die Figurenliste zu Beginn des Buches ist hilfreich, um den Überblick über die vielen Charaktere zu behalten.

Haynes Schreibstil ist anspruchsvoll, eine Mischung aus literarischer und populärwissenschaftlicher Sprache. Dies macht das Buch zwar interessant, aber auch herausfordernd. Die wechselnden Perspektiven und Zeitsprünge führen dazu, dass die Geschichte nicht linear erzählt wird und der klassische Spannungsbogen fehlt. Jedes Kapitel befasst sich mit einer anderen Figur zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort, was es schwierig macht, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, vor allem, weil sie oft nur kurz im Mittelpunkt stehen.

Positiv hervorzuheben ist, dass Haynes die Darstellung der Schändung an den Frauen im Hintergrund hält. Dies macht das Lesen angenehmer, da sie sich stattdessen auf die emotionalen und psychologischen Aspekte der Figuren konzentriert, was dem Buch Tiefe verleiht. Trotz des allwissenden Erzählers, der manchmal das Einfühlen in die Figuren erschwert, gelingt es Haynes, die Stärke und Tragik der Frauen von Troja gut darzustellen.

Insgesamt ist „Die Heldinnen von Troja" ein bedeutendes feministisches Werk, das jedoch durch seinen anspruchsvollen Stil und die ungewöhnliche Struktur nicht einfach zu lesen ist. Der Schreibstil ließ mich manchmal emotional distanziert zurück, obwohl das Potenzial zum Mitfühlen vorhanden war.

Die Kapitelsprünge führten dazu, dass sich keine Spannung aufbaute. Empfehlen würde ich das Buch denen, die sich für griechische Mythologie interessieren oder den besonderen Stil von Natalie Haynes schätzen.

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