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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2025

Eine Frau, ein Traum, ein Leben voller Hoffnung

6 aus 49
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Erzählt wird die Geschichte von Lina, der Großmutter der Autorin, die in großer Armut aufwächst, aber nie aufhört, an ihr Glück zu glauben. Ihr großer Traum ist ein eigenes Hotel. Sie arbeitet hart, liebt ...

Erzählt wird die Geschichte von Lina, der Großmutter der Autorin, die in großer Armut aufwächst, aber nie aufhört, an ihr Glück zu glauben. Ihr großer Traum ist ein eigenes Hotel. Sie arbeitet hart, liebt leidenschaftlich, spielt regelmäßig Lotto und lebt ein Leben, das von Hoffnung, Mut und Stärke geprägt ist.
Mich hat Linas Geschichte gleich zu Beginn sehr berührt. Ich war fasziniert von ihrer Kraft, ihrem Lebenswillen und dem Glauben daran, dass sich das Schicksal doch noch wenden kann. Besonders schön fand ich, wie liebevoll die Autorin ihre Großmutter beschreibt; wie ein Denkmal für eine starke Frau, die nie aufgegeben hat.
Allerdings hatte ich beim Lesen auch meine Schwierigkeiten. Die Erzählung springt oft zwischen verschiedenen Zeiten und Perspektiven, und so wusste ich manchmal nicht genau, wer gerade spricht: die Enkelin oder Lina selbst. Auch fehlte mir teilweise ein klarer roter Faden. Die Geschichte wirkt stellenweise wie eine Sammlung einzelner Erinnerungen, was es für mich schwieriger machte, ganz in Linas Welt einzutauchen.
Stilistisch ist das Buch eher nüchtern gehalten. Ich hätte mir gewünscht, noch stärker in Linas Gefühle einzutauchen. Ganz besonders in entscheidenden Momenten ihres Lebens, etwa bei ihrer großen Liebe oder dem Lottogewinn. An einigen Stellen blieb mir das Erzählte zu distanziert.
Trotzdem habe ich mich mit Lina beim Lesen verbunden gefühlt. Ihre Entschlossenheit und ihr Lebensmut bleiben mir in Erinnerung. Auch die Botschaft, dass man an sein Glück glauben darf – egal, wie aussichtslos es scheint – hat mich bewegt.
Fazit:
Dieser Roman ist eine ruhige, wertschätzende Erzählung über ein beeindruckendes Frauenleben. Wer sich für Familiengeschichten interessiert und starke Frauenfiguren mag, wird hier fündig. Ich hätte mir stellenweise mehr emotionale Tiefe und Klarheit in der Erzählweise gewünscht – aber Lina bleibt eine Figur, die nachhallt. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Hat mich berührt, aber auch oft warten lassen

We Burn Daylight
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"We Burn Daylight" spielt im texanischen Sommer der 1990er-Jahre und erzählt von Roy und Jaye, zwei Vierzehnjährigen, die in einer isolierten, religiösen Gemeinschaft aufwachsen. Während draußen die Sonne ...

"We Burn Daylight" spielt im texanischen Sommer der 1990er-Jahre und erzählt von Roy und Jaye, zwei Vierzehnjährigen, die in einer isolierten, religiösen Gemeinschaft aufwachsen. Während draußen die Sonne brennt, wächst zwischen den beiden eine zarte, heimliche Liebe – etwas, das in ihrer streng kontrollierten Welt nicht vorgesehen ist. Gleichzeitig werden sie immer tiefer in die rigiden Strukturen des Kults hineingezogen, dessen Macht über das Leben der Mitglieder allgegenwärtig ist. Die Handlung wechselt zwischen den Erlebnissen der Jugendlichen und heutigen Podcast-Interviews, in denen Überlebende und Beteiligte die damaligen Ereignisse reflektieren.
Der Erzählstil ist atmosphärisch dicht, mit vielen feinen Beobachtungen und einer glaubwürdigen Figurenzeichnung. Die ruhige, detailreiche Erzählweise fängt sowohl die innere Unsicherheit der Jugendlichen als auch die beklemmende Atmosphäre der Gemeinschaft gut ein.
Allerdings ziehen sich manche Passagen zu sehr in die Länge, sodass die Spannung zeitweise abfällt. Gerade in der Mitte hätte eine straffere Erzählung der Geschichte gutgetan.
Fazit: Ein interessanter, sensibel geschriebener Roman über erste Liebe, Freiheit und Unterdrückung, der vor allem in der Atmosphäre stark ist, jedoch nicht durchgehend fesselt. Für Leser, die es eher gemütlich mögen und sich nicht an längeren Passagen stören, ist das Buch eine gute Wahl. Aber ein echter Pageturner? Eher nicht. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Unterhaltsame Zwischendurch-Lektüre

Die unpassende Braut des Herzogs
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"Die unpassende Braut des Herzogs" ist ein unterhaltsamer Liebesroman, der die Geschichte von Lady Emma Carlisle und dem einsamen Herzog von Ashford erzählt. Der Plot ist klassische Romantik: Ein sitzengelassener ...

"Die unpassende Braut des Herzogs" ist ein unterhaltsamer Liebesroman, der die Geschichte von Lady Emma Carlisle und dem einsamen Herzog von Ashford erzählt. Der Plot ist klassische Romantik: Ein sitzengelassener Herzog, eine schüchterne junge Frau, die wider Willen in eine Vernunftehe hineingezwungen wird, und die Entwicklung einer zarten Liebe zwischen beiden.
Das Buch besticht durch den abwechslungsreichen Perspektivwechsel, der Einblicke in die Gedanken der beiden Hauptfiguren gewährt und ihre Entwicklung nachvollziehbar macht. Die Charaktere sind liebenswert gestaltet, vor allem Lady Emma, deren sanfte und freundliche Art den Leser immer wieder berührt. Die Geschichte ist harmonisch aufgebaut, vorhersehbar, aber dennoch recht unterhaltsam. Besonders für Leser, die leichte und unaufgeregte Romantik suchen, ist dieses Buch ideal.
Allerdings darf man keine großen Überraschungen oder tiefgründigen Plottwists erwarten. Die Handlung wirkt manchmal wie eine bekannte Geschichte in neuem Kleid, was den Lesespaß etwas mindert. Das Ende ist erwartbar, was für manche vielleicht den Reiz schmälert, für Fans klassischer Liebesromane allerdings genau das Richtige ist.
Kurz gesagt: Ein solide geschriebener, manchmal etwas vorhersehbarer Roman für zwischendurch, der mit sympathischen Figuren punktet und eine angenehme, entspannte Lektüre bietet. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Eine leichte Sommerlektüre

Strandrosensommer
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Der „Strandrosensommer“ von Tanja Janz ist eine nette Lektüre für unterwegs, die vor allem Sommer- und Nordsee-Fans anspricht. Die Geschichte rund um Inga, die auf einem alten Pferdehof in St. Peter-Ording ...

Der „Strandrosensommer“ von Tanja Janz ist eine nette Lektüre für unterwegs, die vor allem Sommer- und Nordsee-Fans anspricht. Die Geschichte rund um Inga, die auf einem alten Pferdehof in St. Peter-Ording ihre Liebe zum Meer wiederentdeckt und den Hof vor dem finanziellen Ruin bewahrt, bietet eine angenehme Kulisse und ein entspanntes Leseerlebnis.
Die wechselnden Perspektiven von Inga und Tante Ditte bringen die Charaktere gut zur Geltung, und die Figuren wirken allesamt sympathisch und authentisch. Besonders gefallen haben mir die humorvollen Nebencharaktere, wie Dittes Freundinnen und Gertrud, die für einige amüsante Momente gesorgt haben.
Der Roman ist locker geschrieben, mit einer Prise Romantik und einigen vorhersehbaren Handlungssträngen. Leider plätschert die Geschichte teilweise etwas vor sich hin, und es fehlen größere Höhepunkte oder Überraschungen. Für Leser, die eine leichte und entspannte Sommergeschichte suchen, ist dieses Buch jedoch gut geeignet, auch wenn es keine großen Tiefen oder unerwarteten Wendungen bietet.
Insgesamt ist „Strandrosensommer“ ein angenehmer Roman, der vor allem durch seine schöne Kulisse und die charmanten Figuren punktet, aber für Liebhaber komplexerer Geschichten vielleicht etwas zu seicht ist. Für entspannte Stunden am Strand oder im Garten geeignet – mit Luft nach oben bei der Spannung und Handlung. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Ein stiller Sommerroman

Noch fünfzig Sommer mehr
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"Noch fünfzig Sommer mehr" ist ein ruhiger, melancholischer Roman, der die Schönheit und die heilende Kraft der Natur sowie die zweite Chance auf Glück in den Mittelpunkt stellt. Erzählt wird die Geschichte ...

"Noch fünfzig Sommer mehr" ist ein ruhiger, melancholischer Roman, der die Schönheit und die heilende Kraft der Natur sowie die zweite Chance auf Glück in den Mittelpunkt stellt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Eleni, deren Sommerkindheit in der Bretagne von der Nähe zu Meer, Garten und Dorf geprägt war. Doch nach dem Verlust ihrer großen Liebe Théo hat sie sich in sich selbst zurückgezogen und wagt kaum noch einen Schritt vor die Tür.
Die Handlung wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt, was für mich anfangs eine kleine Herausforderung darstellte, doch ich gewöhnte mich daran. Die kurzen Kapitel sorgen für einen angenehmen Lesefluss, sodass sich das Buch schnell durchlesen lässt. Die Geschichte ist ruhig, einfühlsam und legt den Fokus auf Emotionen und die heilende Kraft der Natur, was sie besonders für den geneigten Leser macht, der eine ruhige und nachdenkliche Geschichte schätzt.
Allerdings konnte mich das Buch nicht vollständig fesseln. Der Roman plätschert eher vor sich hin, Überraschungen und Spannung blieben für mich aus. Die Vorhersehbarkeit der Handlung sowie das Fehlen tiefgreifender Wendungen trugen dazu bei, dass ich keinen großen emotionalen Tiefgang erleben konnte. Auch mit den Figuren, insbesondere mit Eleni, konnte ich mich kaum verbinden, was wahrscheinlich an ihrer depressiven Stimmung lag, die durchweg wie eine Wolke über der Erzählung schwebte.
Trotz dieser Kritikpunkte bietet das Buch einen schönen Einblick in Themen wie Trauer, zweite Chancen und die Kraft der Natur. Es ist eine gute Wahl für Leserinnen und Leser, die Ruhe und Melancholie lieben – ein Buch, das zum Nachdenken anregt, aber keine großen Überraschungen bereithält. 3 Sterne.

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