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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2025

Wer ist sie?

That's Not My Name
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Ich fand die Grundidee dieses Jugendthrillers super packend: ein verschwundenes Mädchen, und eines, das ohne Gedächtnis auftaucht. Könnten sie ein und die selbe sein? Und falls ja, befindet sie sich in ...

Ich fand die Grundidee dieses Jugendthrillers super packend: ein verschwundenes Mädchen, und eines, das ohne Gedächtnis auftaucht. Könnten sie ein und die selbe sein? Und falls ja, befindet sie sich in Gefahr?

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven des Mädchens ohne Erinnerung und Drew, der seine Freundin Lola sucht erzählt. Zusätzliche Spannung kommt dadurch auf, dass Drew der Hauptverdächtige im Fall von Lolas Verschwinden ist und das aus seinem Umfeld auch sehr stark zu spüren bekommt. Außerdem ist er scheinbar der einzige, der noch ernsthaft nach Lola sucht und damit ihre einzige Hoffnung.
Das war für mich tatsächlich einer der packendsten Aspekte der Geschichte: wie es Drew ergeht, er geschnitten wird, keiner ihm glauben will. Das fand ich super erschreckend, weil man sich das sehr gut in der Realität vorstellen kann.

Der Handlungsstrang rund um das Mädchen ist vor allem dadurch so fesselnd, dass es immer wieder Verdachtsmomente gibt, weil Dinge nicht zusammenpassen. Aber erst ganz zum Schluss offenbart sich, was hier wirklich vor sich geht.
Ich hatte schon recht früh eine Vermutung und lag nach Beendigung des Buches fast richtig damit. Hat mich diese Vorhersehbarkeit gestört? Ehrlicherweise nicht, weil ich den Plot trotzdem stimmig und spannend fand.

Der Erzählstil ist sehr einnehmend, die wechselnden Perspektiven bringen Tempo und Stimmung rein. Die Sprache ist einfach gehalten und dem Alter der Figuren angemessen. Ich fand das Buch gemessen an der Zielgruppe richtig stark und das Thema sehr nahbar und genau dadurch super unheimlich. Gleichzeitig fand ich es gut, wie hier auf Gewaltschilderungen fast gänzlich verzichtet wird, bzw. diese nur indirekt erfolgen.

In meinen Augen ein gelungener Jugendthriller.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ein Pakt mit dem Teufel

Glory of Broken Dreams (Devil's Dance 1)
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Also erstmal: die reine Aufmachung des Buches finde ich super gelungen, es ist ein echter Eyecatcher im Regal und gefällt mir ohne Schutzumschlag sogar noch besser. Bei der Handlung bin ich zwiegespalten, ...

Also erstmal: die reine Aufmachung des Buches finde ich super gelungen, es ist ein echter Eyecatcher im Regal und gefällt mir ohne Schutzumschlag sogar noch besser. Bei der Handlung bin ich zwiegespalten, weil ich vor allem mit Charlotte so ein bisschen zu kämpfen hatte, die Fantasyelemente mir aber richtig gut gefallen haben. Insgesamt wars mir fast nicht düster genug.

Die Story hat so einen magisch märchenhaften Touch an sich, alles rund um das sagenumwobene Hotel und seine Fähigkeit Träume wahr werden zu lassen ist super fantasievoll ausgestaltet und wirkt anfangs fast schon romantisch verklärt. Aber natürlich ist im Hotel Lichtenstein nichts so, wie es scheint.

Die Geschichte von Charlotte fand ich fast schon etwas oberflächlich und mädchenhaft naiv. Viel zu spät beginnt sie überhaupt zu hinterfragen, was vor sich geht und wieso ihr so unnachgiebig von der Anstellung im Hotel abgeraten wurde.

Willem Storyline fand ich dagegen sehr spannend und ansprechend. Sie wirkt düsterer, geheimnisvoller und schroffer. Dadurch bildet sie einen schönen Kontrast zu der von Charlotte. Das mochte ich sehr;

Ich finde das Buch wird im Verlauf immer spannender und Geschichte faszinierenden, umso mehr Willem bei seinen Nachforschungen herausfindet. Der ganze Varieté-Charakter hat mir auch super gut gefallen und man fliegt geradezu durch die Seiten, weil sich das Buch so leicht und flüssig liest.

Hat auf jeden Fall noch Potential für den zweiten Band und insgesamt fand ichs gut mit kleinen Schwächen

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ultra genialer Vibe

Bestie
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Es gibt so Bücher, die bewegen sich zwischen Realität und Fiebertraum und genauso ein Buch ist „Bestie“ für mich. Ich hab den Vibe der Geschichte so geliebt, die flirrende Atmosphäre Hamburgs und die ambivalenten ...

Es gibt so Bücher, die bewegen sich zwischen Realität und Fiebertraum und genauso ein Buch ist „Bestie“ für mich. Ich hab den Vibe der Geschichte so geliebt, die flirrende Atmosphäre Hamburgs und die ambivalenten Gefühle der Protagonistin die alles nur nicht sie selbst ist.

Ich finde Frau-Sein, beliebt sein, begehrt sein, einfach nur gewollt und gesehen sein- das alles wird hier richtig gut eingefangen. Die Geschichte hält dem schönen Schein von Social Media den Spiegel vor. Diese viel Schein, wenig Sein wird pointiert rübergebracht, kleine Episoden, kompromittierte Anekdoten, die unschönen Seiten des Leben wegretuschiert. Anouk inszeniert sich selbst

Auch die Dynamik von Frauen-Freundschaften wird hier beeindruckend wiedergegeben, das sich messen, abwägen, konkurrierend.
Im letzten Dritten nimmt das Buch eine seltsame Wendung, distanziert sich gefühlt von sich selbst, wird abstrakter, inhaltlich und von der Erzählweise her. Da wird nochmal eine ganz neue Dimension und Erzählebene eröffnet und ich weiß nicht so recht, ob mir das gefallen hat. Was mir dann aber wieder richtig gut gefallen hat war das letzte Kapitel, das Ende.

Insgesamt ein Buch, was ich sehr genossen hab und wo ich froh bin es entdeckt zu haben

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Es verschwinden Mädchen im Prater

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Ich hab diese Reihe historischer Kriminalromane und die zentralen Figuren über die Bücher hinweg echt liebgewonnen.
Vor allem das Wiener Lokalkolorit gefällt mir nach wie vor richtig gut. Für mich war ...

Ich hab diese Reihe historischer Kriminalromane und die zentralen Figuren über die Bücher hinweg echt liebgewonnen.
Vor allem das Wiener Lokalkolorit gefällt mir nach wie vor richtig gut. Für mich war dies der erste Band der Reihe, den ich als Hörbuch gehört habe und der Wiener Dialekt vor allem von Rothmayer kommt hier super zum Tragen. Das macht das Erleben der Geschichte für mich nochmal eine Spur authentischer.

Das Buch beginnt wie aus der Reihe bereits bekannt mit einem düsteren Szenario und einem Todesfall, auch wenn diese auf den ersten Blick vorerst nicht zusammenhängen.
Alles rund um die Magierfehde und die Tricks hat mir richtig gut gefallen und war thematisch perfekt für diese Reihe geeignet.
Das eigentliche Kernthema des Buches, welches auch titelgebend ist, taucht aber erst nach ungefähr einem Viertel der Geschichte intensiver auf, was für meinen Geschmack zu spät war.

Stattdessen geht es viel um die Beziehung zwischen Leo und Julia, was ich so langsam etwas ermüdend finde. Ein unerwartetes Highlight war für mich Rotmayer, den man hier nochmal von einer anderen Seite erlebt. Er und Anna sind meine nicht ganz so heimlichen Lieblinge.

Ich fand die Geschichte wieder angenehm stimmungsvoll, auch wenn das Tempo größtenteils eher gemächlich ist. Viel mehr geht es um die allgemeine Atmosphäre im Prater und das Schaustellerleben. Mochte ich sehr und kann vor allem auch das Hörbuch sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Eindringlich

Strandgut
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Ich mag Bücher von Benjamin Myers, aber auf dieses Buch war ich irgendwie nicht gefasst. Die Geschichte beginnt melancholisch, geradezu elendig, geprägt von Sucht, Verlust, Trostlosigkeit. Ich habe das ...

Ich mag Bücher von Benjamin Myers, aber auf dieses Buch war ich irgendwie nicht gefasst. Die Geschichte beginnt melancholisch, geradezu elendig, geprägt von Sucht, Verlust, Trostlosigkeit. Ich habe das Buch als aufwühlend empfunden, gleichzeitig rüttelt es etwas im Leser wach, eine Mischung aus Demut über das eigene, gute Leben und der euphorischen Dankbarkeit Teil dieser wilden Welt zu sein.

Buckys Geschichte ist entrückend, emotional aufwühlend und von besonderer Tragik. Ein Leben voller verpasster Chancen, missgünstiger Umstände und der Tristess eines nicht genutzten Potentials.
Buckys Tage in England gleichen einer wilden Odyssee zwischen Entzug und neu entdeckter Prominenz. Mit Freude habe ich seine Entwicklung von absoluten Unglauben hin zu sanfter Freude und ehrlicher Hoffnung verfolgt.

Mit Dinah teilt Bucky ein paar offene und ehrliche Momente, rekapituliert dabei sein Leben, die Beziehung zu seiner verstorbenen Frau, seine Trauer und seine Sucht. Und innerhalb dieser kurzen Bekanntschaft verändert Dinah Buckys Leben. Aber auch beeinflusst ihres. Und ich finde, das ist das schöne an dieser Geschichte: wie Fremde Einfluss auf das eigene Leben nehmen, zu Freunden werden und man aneinander und miteinander wächst.

Die Erzählung schwenkt immer wieder zwischen Gegenwart und Buckys Erinnerungen hin und her; die Übergänge fast schon fließend, was eine besondere Stimmung innerhalb der Handlung schafft.
Ich habe es als feinfühlige, aber trotzdem eindringliche Geschichte empfunden, die viel in mir bewegt hat.

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