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CynthiaM94

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.08.2025

Richtig creepy

Der Tower
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Ich hab Ivar Leon Menger erst seit letztem Jahr auf dem Schirm, aber sein letztes Buch hat mich so umgehauen, dass ich nach Nachschub von ihm Ausschau gehalten habe. Und mit diesem Thriller hat er ja mal ...

Ich hab Ivar Leon Menger erst seit letztem Jahr auf dem Schirm, aber sein letztes Buch hat mich so umgehauen, dass ich nach Nachschub von ihm Ausschau gehalten habe. Und mit diesem Thriller hat er ja mal total meinen Geschmack getroffen. Ich liebe Locked-in Thriller, wobei dieser hier ein bisschen anders konzipiert ist, da Nova per se nicht eingeschlossen ist und die Bedrohung direkt von innen kommt. Spannendes Konzept, das hier sehr stimmig und thematisch einen Nerv treffend umgesetzt ist.

Ich finde das Wohnkonzept rund um die KI so spannend und interessant und gleichzeitig aber auch super unheimlich. Da geht bei mir direkt das Kopfkino los und ich hab leichten Verfolgungswahn beim Leben bekommen. Die Bewohner decken auch ein ganzen Spektrum an suspekten Verhaltensweisen ab, sodass man als Leser nie weiß, wem man trauen kann. Zusätzlich gibt es vereinzelt so ein paar Szenen, wo ich einfach nicht wusste, was zur Hölle das jetzt eigentlich war und genau das macht die Story so perfide.

Die Spannung ist anfangs eher subtil, kommt vom Setting und der allgemeinen Ungewissheit. Aber es wird zunehmend rasanter, bedrohlicher und durch die Bedrängnis, in die Nova gerät absolut nervenaufreibend. Ich fands einfach unheimlich spannend und wollte unbedingt wissen, was da vor sich geht.

Das Ende hat mich ja einfach mal total aus den Socken gehauen, ich hab die Wendung absolut nicht kommen sehen. Ich fands wieder richtig stark, hat mich grandios unterhalten, war super kurzweilig zu lesen und auf böse Art packend.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Richtig coole Kombination aus Roman und Krimi-Elementen

Die Bibliothek meines Großvaters
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Bei dem Titel hab ich eher an einen cozy Familienroman gedacht und auch die Beschreibung lässt nicht mal ansatzweise erahnen wie überraschend anders dieses Buch ist. Für mich ein unerwartet grandioser ...

Bei dem Titel hab ich eher an einen cozy Familienroman gedacht und auch die Beschreibung lässt nicht mal ansatzweise erahnen wie überraschend anders dieses Buch ist. Für mich ein unerwartet grandioser Mix aus berührender Familiengeschichte und durchaus einnehmend kleinen Rätseln und mysteriösen Fällen.

Die Kapitel setzen sich wie kleine Einzelgeschichten über seltsame Vorfälle und mysteriöse Umstände zusammen, die von der Rahmen der Familiengeschichte von Kaedo und ihrem Großvater eingefasst werden. Sind die beiden anfangs eher außenstehende Beobachter, die die vorliegenden Fälle und Rätsel gemeinsam lösen, so werden die Figuren zunehmend selbst zum zentralen Gegenstand der einzelnen Vorfälle. Diese Entwicklung hat mir richtig gut gefallen.

Und auch das buchige Thema wurde hier toll umgesetzt, es gibt ein bisschen Name-Dropping, ein paar kleinere Buchbesprechungen und die Liebe zur Literatur vereint die Figuren.

Dieses Buch ist für mich wie eine Geschichte der Gegensätze: Neben den gewieften kleinen Gedankenspielen rund um Krimi/Mystery, in den Figuren eher distanziert sind, haben mir vor allem auch die beinahe zärtlichen Erzählsequenzen rund um das Verhältnis zwischen Kaedo und ihrem Großvater gefallen. Hier wird auf sanfte Art auf eine neurodegenrative Erkrankung, ihre Folgen und das Leben von und mir Betroffenen aufmerksam gemacht.

Melancholische Familiengeschichte trifft auf coole private Fallbesprechungen. Fand ich einfach super interessant und einnehmend. Für mich ein rundum gelungenes Buch

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Mystik, Folklore und ein Schmerz, der bleibt

Das Geschenk des Meeres
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Wie schön und besonders ist denn bitte diese Geschichte?! ich finde den Schreibstil einfach unfassbar einnehmend und ich bin so dermaßen drin im Dorfklatsch und dem Drama um die zwei Jungen- der eine der ...

Wie schön und besonders ist denn bitte diese Geschichte?! ich finde den Schreibstil einfach unfassbar einnehmend und ich bin so dermaßen drin im Dorfklatsch und dem Drama um die zwei Jungen- der eine der verschwand und der andere, der wie durch Schicksal auftaucht. Denn die Geschichte beginnt mit einer Art seltsamen Wunder: ein Junge wird von der See an den Strand gespült- lebend. Und sieht aus wie Dorothys einst verschollener Sohn. Was für ein wunderbar rätselhaftes Ausgangsszenario.

Was ich in diesem Roman besonders gelungen fand, war die Zeichnung der Figuren. Nicht nur der Protagonisten, sondern auch all der Nebenfiguren, die Ecken und Kanten und eigene Geschichten bekommen haben. Die Dorfgemeinschaft erwacht hier zwischen den Seiten zum Leben, versprüht ihr Gift, hütet Geheimnisse, aber steht auf füreinander ein. Als unerwartete Lieblingsfigur hat sich für mir Mrs. Brown entpuppt, die für mich der Inbegriff von „harte Schaler, weicher Kern“ ist.

Generell tun sich innerhalb der Gemeinschaft einige Abgründe und Geheimnisse auf, sodass es da auch ein paar Verdachtsmomente bzgl. Dorothys verschwundenem Sohn gab. Das fand ich überaus gelungen, da es der sowieso schon dichten Erzählung auch noch einen Hauch Spannung verleiht.

Das Setting mit seiner rauen, unbarmherzigen Landschaft und der wilden See, die schon so viele das Leben gekostet hat, ist für sich schon super atmosphärisch. Aber in Zusammenhang mit der Folklore und der mystischen Verbindungen zwischen den zwei Jungen- dem der verschwand und dem der aus Meer auftauchte, schafft das ein ganz besonderes, stimmungsvolles Szenario.

Ich bin ganz ehrlich: Misskommunikation ist stark in diesem Buch und davon bin ich ja immer überhaupt kein Fan. Und hätten die zwei um die es geht, mal von Anfang an ehrlich miteinander geredet, gäbe es diese Geschichte nicht, weil das die Grundprämisse ist. Das ist eigentlich mein einziger Kritikpunkt an der Geschichte, die sonst so angefüllt mit Themen, Emotionen und Schicksalen ist.

Ich fand dieses Buch unterm Strich wirklich toll, vor allem den Schreibstil, der mich richtig tief in die Handlung hineingezogen hat.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

selten so viel Spaß gehabt

Never Trust Your Fake Husband
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Wieso gibt es nicht viel mehr solcher Bücher? Ich wusste gar nicht, dass ich eine Agenten-Romcom brauche, bis ich dieses Buch gelesen habe. Und jetzt frage ich mich, wieso es nicht viel mehr Bücher dieser ...

Wieso gibt es nicht viel mehr solcher Bücher? Ich wusste gar nicht, dass ich eine Agenten-Romcom brauche, bis ich dieses Buch gelesen habe. Und jetzt frage ich mich, wieso es nicht viel mehr Bücher dieser Art gibt, denn das war ja einfach fantastisch. Erinnert vom Vibe her an diese Agenten-Romcoms aus den 2000ern, die ich damals auch schon richtig cool fand. Könnte mir auch dieses Buch hier absolut als Verfilmung vorstellen.

Der Leser wird, ähnlich wie Protagonistin Zoe, einfach in die Handlung hineingeworfen. denn Zoe wacht in Paris auf- ohne Gedächtnis. Und muss nicht nur herausfinden wer sie ist, warum sie in Paris war und wer die ganzen fremden Männer sind, die sie jagen, sie muss auch herausfinden, wem sie eigentlich trauen kann. Und da kommt Sawyer ins Spiel. Ich muss ja sagen, obwohl Sawyer hier der professionelle Agent ist, macht auch Zoe eine absolut beeindruckende Figur und ich hatte großen Spaß dabei, die wilde Jagd nach Zürich zu verfolgen.

Es gibt ein paar ziemlich coole Actionszenen, aber auch wunderbar viel zu lachen und schmunzeln. Einiges kam mir vielleicht etwas übertrieben vor, aber wer bin ich schon zu beurteilen, wie der Arbeitsalltag eines Geheimagenten aussieht. Ich fands jedenfalls herrlich unterhaltsam. Und was mir besonders gut gefallen hat: weil Zoe ein Booknerd ist, gibts hier ein paar wunderbar witzige Anspielungen auf Buchtropes.

Ich bin nur so durch die Seiten gerauscht. Die Geschichte ist wunderbar kurzweilig geschrieben und es passiert so viel, dass es für mein Empfinden eigentlich überhaupt keine Längen oder Füllstellen gibt. Alles was passiert bringt entweder den Plot weiter oder die Beziehung zwischen den Protagonisten. Das Ende lässt hoffen, dass es vielleicht einen zweiten Band geben könnte, den ich definitiv lesen würde. Die Hauptgeschichte ist aber abgeschlossen.

Ich fands charmant, witzig und einfach richtig cool.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Wieso war dieses Buch so dermaßen cool?

Assistant to the Villain
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Ich weiß gar nicht, wieso es nicht mehr Bücher wie dieses hier gibt? Wer hätte gedacht, dass es nur eine gute Schurkengeschichte braucht, um die ideale Unterhaltung zu erschaffen? Ich hab dieses Buch so ...

Ich weiß gar nicht, wieso es nicht mehr Bücher wie dieses hier gibt? Wer hätte gedacht, dass es nur eine gute Schurkengeschichte braucht, um die ideale Unterhaltung zu erschaffen? Ich hab dieses Buch so gefeiert, war großartig, berauschend und sehr cool.

Die Charaktere sind vielschichtig, auch wenn sie hier mit diversen Klischees belegt werden, nur um sie dann allesamt zu sprengen. Aber genau das ist es auch, was diese Geschichte so unterhaltsam und mitreißend macht. Vor allem auch die kleineren Zankereien und Rivalitäten machen viel Spaß und lockern die Handlung angenehm auf. Die Gruppendynamik und auch die sich entwickelnde Beziehung zwischen dem Schurken und Evie war für mich das Herzstück dieser Geschichte.

Worldbuilding ist recht simpel, zur Magie wird unterm Strich eher wenig erklärt und mir ist zum Beispiel noch nicht so 100% klar, was genau die Magie des Schurken alles beinhaltet. Spielt aber für den Plot selbst auch eher am Rande eine Rolle und ist daher ok für mich.

Der Plot selbst ist irgendwie kunterbunt. Es passiert allerlei und gleichzeitig irgendwie nichts. Macht das Sinn? Also ja, es werden ein paar Leute gefoltert, ein Drache gezähmt und auch eine größere Intrige aufgedeckt, wobei das alles so ein bisschen wirkt wie der alltägliche Wahnsinn ihm Leben des Schurken und daher gar nicht so bemerkenswert- im Vergleich zur Erkenntnis, dass man gegebenenfalls Gefühle haben könnte. Hat mir aber genau diese Nebensächlichkeit gut gefallen- ja total. No big deal eben.

Ich hatte einfach großen Spaß an diesem Buch, was super kurzweilig und amüsant war. So eine Geschichte, bei der man nicht nachdenken muss, immer wieder schmunzelt und sich einfach fallen lassen kann.

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