Profilbild von CynthiaM94

CynthiaM94

Lesejury Star
offline

CynthiaM94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CynthiaM94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2025

Zwischen Folklore und Fantasy

A Pact Made by Darkness – Liebe im Schatten der Welten
0

Ich finde dieses Buch ist perfekte Fantasy für Einsteiger. Es handelt sich im Urban Fantasy mit starkem Folklore-Einfluss, sodass es auch für Fantasy-Neulinge sehr einfach ist, der Handlung zu folgen. ...

Ich finde dieses Buch ist perfekte Fantasy für Einsteiger. Es handelt sich im Urban Fantasy mit starkem Folklore-Einfluss, sodass es auch für Fantasy-Neulinge sehr einfach ist, der Handlung zu folgen. Das magische Worldbuilding umfasst in diesem Band hauptsächlich einen Überblick über die neun Welten der nordischen Mythologie, die Handlung spielt sich aber ausschließlich auf und um einen Campingplatz in Norwegen ab, sodass man gut reinkommt und den Überblick behält.

Die Story wird eher langsam aufgebaut, es ist fast schon ein vorsichtiges Herantasten an die Mythen der Region. Das wirkt nahbar und authetisch, gleichzeitig hat mir da so ein bisschen die Spannung gefehlt.

Alles rund um Ellis Begabung fand ich (wie in derartigen Büchern aber üblich) etwas weit hergeholt. Und dann folgte das (ebenfalls nicht unübliche) von zero to superhero. Das überzeugt mich ja immer eher nicht so. Die Story besteht dann zum großen Teil aus einer Suche und dem Aufeinandertreffen mit verschiedenen Wesen der anderen Welten.

Die Erzählung ist schön, irgendwie mythisch angehaucht und durch die Kulisse auch idyllisch. So richtig Spannung kam bei mir nicht auf und auch alles rund um Vidar selbst blieb eher oberflächlich, wodurch auch keine echte Nähe zwischen den Figuren zustande kam.

Ich fands ganz gut, kurzweilig und eher seicht geplottet für diesen ersten Band. Ob ich Band 2 lesen würde, weiß ich grad noch nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2025

Bisschen viel

Bite Risk – Kein Entkommen
0

Ich hatte richtig Lust auf diese Mischung aus Fantasy und Grusel und weil ich Jugendbücher immer noch super gerne lese, war ich sehr gespannt, was es mit Tremorglade auf sich hat. Das Lesevergnügen blieb ...

Ich hatte richtig Lust auf diese Mischung aus Fantasy und Grusel und weil ich Jugendbücher immer noch super gerne lese, war ich sehr gespannt, was es mit Tremorglade auf sich hat. Das Lesevergnügen blieb aber hinter meiner Erwartungshaltung zurück, was hauptsächlich daran lag, dass das Buch gefühlt vollgestopft mit Themen war. Denn das Buch ist nicht nur Fantasy und leichter Grusel, sondern auch Dystopie mit humoristischen Zügen. Bleibt dadurch aber auch recht oberflächlich

Den Einstieg nach Tremorglade fand ich richtig cool, der Leser wird mitten rein geworfen in diese Realität, wo Kinder ihre Eltern wegschließen. Da hab ich mich total abgeholt gefühlt und fands auch spannend, was in den Sperrnächten passiert.

Ich fand einige Szenen irgendwie überzogen und dass Jugendliche mal eben eine groß angelegte Verschwörung auflösen, wobei keiner der Erwachsenen ihnen auch nur ein Wort glaubt bzw. überhaupt ernsthaft eingebunden wird, das war für mich schon irgendwie drüber.
Generell erfolgt hier eine Aneinanderreihung unheimlicher Zufälle, die durch das knackige Erzähltempo natürlich trotzdem interessant sind.

Das Buch ist durchaus kurzweilig und unterhaltsam zu lesen und es gibt viele interessante und auch überraschende Wendungen, aber hintenraus wurde es mir dann einfach ein bisschen zu abstrus.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2025

ausbaufähig

Fae Isles − Der Henker der Königin
0

Ich mag so Fantasy über Fae ganz gerne und mochte vor allem die Idee den unbarmherzigen Henkers, der auf die Hilfe einer Sterblichen angewiesen ist. Natürlich entwickelt sich die Story ganz anders als ...

Ich mag so Fantasy über Fae ganz gerne und mochte vor allem die Idee den unbarmherzigen Henkers, der auf die Hilfe einer Sterblichen angewiesen ist. Natürlich entwickelt sich die Story ganz anders als gedacht. Es handelt sich hier um einen Reihenauftakt und ich finde, das merkt man dem Buch auch an, es werden einige Baustellen eröffnet, die vermutlich die Folgebände vorbereiten, was natürlich bedeutet, dass zum Ende dieses Bandes super viele Fragen offenbleiben.

Die Romance fand ich tatsächlich ziemlich gut umgesetzt und sehr catchy. Ich mochte, wie viel mehr hinter dem Silent Death steckt, welche Lasten er mit sich trägt, welche Bürde ihm auferlegt wurde. Für mich ist er der spannendste Charakter des Buches, was auch daran liegen mag, dass alle anderen seltsam blass neben ihm erscheinen.
Selbst Protagonistin Emelin rückt so ein bisschen in den Schatten. Nach anfänglichen Magieübungen hört man davon nicht mehr viel und sie rutscht hauptsächlich in die Rolle des Love Interests, was ich sehr schade fand. Am Ende zeigt sie was sie drauf hat, aber genau das kam dann für mich auch ein bisschen aus der Luft gegriffen. Hier fehlte für mich ein bisschen die Relation dazu, dass vorher quasi ein niemand war, ihre Magie nicht trainierte und eigentlich keinen Schimmer hatte worauf sie sich einließ. Und plötzlich holt die die Badass-Skills raus und überrumpelt alle erfahrenen Krieger-Fae- weiß ich jetzt nicht…

Generell hätte für meinen Geschmack in diesem Buch deutlich mehr passieren können. Vor allem die erste Hälfte des Buches plätschert eher so vor sich hin, weder beziehungstechnisch und noch was den Pakt der beiden Protagonisten angeht, tut sich hier besonders viel. Auch Worldbuilding und Magiekonzept sind eher dünn ausgestattet, da gibt echt noch Potential das Gesamtkonzept runder zu machen.

Das Buch ist aber angenehm geschrieben, sodass ich super schnell durch die Seiten gekommen bin. Das Fantasykonzept ist bisher nicht allzu komplex und die Personenzahl überschaubar, wodurch man sich gut und schnell zurechtfindet. Spannungstechnisch in der ersten Hälfte eher mau, wird aber ab der Hälfte besser. Vom Spicelevel eher auch wenig bis Mittelmaß, was ich gut fand, ich brauch das bei Fantasy nicht.

Als Reihenauftakt ganz gut, aber in den Folgebänden müsste für meinen Geschmack mehr kommen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2025

Der Buchtitel ist hier Programm

Sleeping with Friends
0

Ich fand die Idee dieses Romans super spannend- was, wenn man sich nicht mehr an die Menschen erinnert, denen man am nächsten ist? Und was, wenn denen das gerade recht ist, weil sie viel zu verbergen haben? ...

Ich fand die Idee dieses Romans super spannend- was, wenn man sich nicht mehr an die Menschen erinnert, denen man am nächsten ist? Und was, wenn denen das gerade recht ist, weil sie viel zu verbergen haben? Ds hört sich doch erstmal richtig packend an und das Buch legt da auch erstmal ganz solide los. Es gibt eher weniger Hintergrundinformationen, sodass der Leser zusammen mit der Erinnerungslosen Mia ihre Freunde und auch sie selbst kennenlernt.

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, das ich den Großteil der referenzierten Filme nicht kenne, aber ich habe mich schwer daran getan Mias Erinnerungen von den Filmsequenzen abzutrennen, auch wenn sie von ihren Freunden immer entsprechend darauf hingewiesen wird. Trotzdem fand ich es spannend anhand dessen zu rekonstruieren was für ein Mensch sie ist, vor allem auch in den Augen ihrer Freunde.

Ein bisschen klischeehaft und auch irgendwie unsympathisch fand ich es, wir der Buchtitel hier scheinbar Stichwort für Mias Verhalten ist, die sich scheinbar fröhlich durch ihren Freundeskreis geschlafen hat, ohne deren Gefühle zu berücksichtigen oder sie vielleicht auch nur zu Kenntnis zu nehmen. Das schafft eine sehr angespannte Atmosphäre im Buch, sodass es teilweise wirklich anstrengend war, den Interaktionen zwischen den Figuren zu folgen, sie voller Misstrauen, Groll und altem Schmerz sind. Ganz ehrlich, es hätte mich bei keinem aus der Gruppe gewundert wenn es oder sie sich als Täter entpuppt. Zuzutrauen wäre es ihnen allen und für mich war das eigentlich der große Pluspunkt der Geschichte: die Abgründe innerhalb dieser langjährigen Freundschaften.

Das Ende fand ich insgesamt nicht schlecht, die Auflösung wirkt ganz gut geplottet. Für mich ein Buch, das aber nicht so richtig Eindruck macht. Es ist kurzweilig, phasenweise unterhaltsam, aber irgendwie durch den negativen Grundton auch nicht so richtig einladend. der Who-Dunnit-Charakter hätte ausgeprägter sein können. Für mich nur drei Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2025

eine Frage der Schuld

Löwen wecken
0

Das Buch ging sehr direkt und ungeschönt los, man wird als Leser direkt in die Handlung und Etans moralisches Dilemma geworfen. Wobei mir der Protagonist bereits zu Angang schon recht unsympathisch war. ...

Das Buch ging sehr direkt und ungeschönt los, man wird als Leser direkt in die Handlung und Etans moralisches Dilemma geworfen. Wobei mir der Protagonist bereits zu Angang schon recht unsympathisch war. Man erfährt etwas über Etans berufliche Hintergründe, aber auch hier merkt man schnell, dass es ihm irgendwie an Rückgrat mangelt.

Am spannendsten war für mich eigentlich Sirkit, weil sie eine fast schon geheimnisvolle Aura umgibt. Bei ihr weiß man nie so recht woran man ist und man sollte als Leser nicht den Fehler machen, sie zu unterschätzen. Für mich macht sie die überraschendste Entwicklung durch und ich hatte ihr gegenüber sehr ambivalente Gefühle.

Ich fand die Geschichte wirkte sehr gestellt, teilweise einfach total überzogen, wie sie Figuren sich verhalten und welche Entscheidungen sie treffen. Und mittendrin diese sehr unangemessene sexuelle Anspannung zwischen Etan und Sirkit, die für mich nicht unbedingt ins Bild passen wollte. Die Sprache gleitet ihr teilweise auch ins obszöne ab, das ist immer nicht so ganz mein Fall.

Was mir aber gut gefallen hat war, die die Themen Flucht und Rassismus hier aufgearbeitet worden. Es werden verschiedene Aspekte dessen beleuchtet, sodass es Berührungspunkte aus verschiedenen Blickwinkeln gab.

Das moralische Dilemma, das die Grundprämisse des Buches bildet, wird in meinen Augen schwach aufgelöst. Mir hat dieses Ende einfach überhaupt nicht gefallen und nach dem durchaus immer wieder sehr zähen Mittelteil ein bisschen enttäuscht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere