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Veröffentlicht am 07.10.2025

Rosen-Liebe!

Was uns Rose heißt. Über die trefflichste aller Blumen
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"Wie keine andere Blume verfügt die Rose über ihre ganz eigene Botschaft und steht für Liebe, Mut und Respekt."

Dieses Buch ist ein kleines Kunstwerk - nicht nur durch seine hochwertige Aufmachung, sondern ...

"Wie keine andere Blume verfügt die Rose über ihre ganz eigene Botschaft und steht für Liebe, Mut und Respekt."

Dieses Buch ist ein kleines Kunstwerk - nicht nur durch seine hochwertige Aufmachung, sondern auch durch die spürbare Leidenschaft, mit welcher der britische Künstler Simon Morley hier seiner Faszination für die "beliebteste Blume weltweit" nachgeht.

Besonders gelungen finde ich die Mischung aus historischen, kulturellen und persönlichen Einblicken: Von der Damaszener-Rose bis hin zum Valentinstagsstrauß, von Mythen über Liebessymbolik bis zur Kommerzialisierung unserer Tage … die Rose wird hier wirklich von allen Seiten beleuchtet.

Was mich begeistert hat: Die Fülle an Details! Die Passion des Autors für die "Königin der Blumen" war für mich in jedem Kapitel greifbar. Obgleich sich das Werk sehr interessant las, waren die Formulierungen für mich stellenweise ein klein wenig zu sachlich gehalten, da hätte ich mir mehr Leichtigkeit gewünscht. Beispiel:

"Rosen bewegen sich aufgrund ihres Fototropismus (der Krümmung oder des Wachstums von Pflanzen hin oder weg vom Licht) oder ihres Thigmotropismus (der Krümmungs- oder Wachstumsbewegung aufgrund von Berührungsreizen). Das befähigt sie nicht, selbstständig auf Wanderschaft zu gehen, schon gar nicht über Breitengrade hinweg. Wie also kam dann das Gen für wiederholtes Blühen nach
Europa?"

Nichtsdestotrotz hatte ich viel Freude mit diesem hübschen Sachbuch und empfehle es sehr gerne weiter.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein hochwertiges, umfassend recherchiertes Werk - das perfekte Geschenk für Rosenliebhaber:innen, Gartenfreund:innen und alle, die ein Interesse für Kulturgeschichte hegen.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Schottland-Liebe

My Highland Heart
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Oh wie sehr hatte ich diesem wunderbaren Werk aus der Feder von Nadine Kerger entgegengefiebert - und ich wurde nicht enttäuscht. Vorab: Der Romaninhalt kann definitiv mit der traumhaft schönen Gestaltung ...

Oh wie sehr hatte ich diesem wunderbaren Werk aus der Feder von Nadine Kerger entgegengefiebert - und ich wurde nicht enttäuscht. Vorab: Der Romaninhalt kann definitiv mit der traumhaft schönen Gestaltung mithalten!

(Apropos: Nicht nur Cover und Farbschnitt begeisterten mich - speziell die gälischen Begriffe im Innencover fand ich so eine coole Idee!)

Seit jeher zählt Schottland (neben Irland) zu meinen absoluten Sehnsuchtsorten - und dank der atmosphärischen Beschreibungen in "My Highland Heart" hat sich mein Wunsch, diese atemberaubende Landschaft mit eigenen Augen zu sehen, nur noch mehr verstärkt.

Neben dem zauberhaften Setting zählten insbesondere die gelungene Umsetzung der Tropes Grumpy x Sunshine und Found Family zu meinen persönlichen Highlights. Ich habe in der Vergangenheit ja schon mehrere Romane der sympathischen Autorin gelesen, daher wusste ich im Vorfeld, dass ich mich mit ihrem angenehmen Schreibstil rundum wohlfühlen würde - sie hat einfach ein Gespür dafür, die perfekte Balance zwischen kuschelig-wohltuend und mitreißend-emotional zu finden.

DAS große Thema der Story war natürlich Summers Geheimnis, das sie vor dem Sohn ihres verstorbenen Bruders bewahrt - Stichwort: Secret Identity. Dumm nur, dass Duncan, der Onkel des Kleinen, ein Einhorn ist = eine 12/10 … also quasi too hot to be true. Aber hat eine Liebe, die auf solch einem bedeutungsschweren Geheimnis aufbaut, überhaupt eine Chance?

Übrigens: Auch wenn mir der Grund für Owens Vernachlässigung seiner Vaterpflichten relativ früh klar war, störte mich das keineswegs; vielmehr war ich gespannt auf die Art und Weise, wie Summer sich dem Ganzen stellen würde. Was ich sehr begrüßte: ihren Charakterzug, stets einen wahren Kern in ihren Aussagen beizubehalten (- kein bewusstes Herumlügen).

Viel zu schnell waren die 400+ Seiten verschlungen, und nun freue ich mich auf den Folgeband ("My Highland Secret"), der im April 2026 erscheint.


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein gleichermaßen tiefgründiger wie romantischer Feel-Good-Roman vor malerischer Kulisse - Herz, was willst du mehr?! Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Herbstliche Small-Town-Romance

Love will stay
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"Diese Frau hängt mit aller Macht am Leben, sie hält es fest, als wäre es ein kostbarer Schatz, den man nicht loslassen darf."

Wenn mich ein Buch schon beim Aufschlagen durch sein wunderschönes Cover ...

"Diese Frau hängt mit aller Macht am Leben, sie hält es fest, als wäre es ein kostbarer Schatz, den man nicht loslassen darf."

Wenn mich ein Buch schon beim Aufschlagen durch sein wunderschönes Cover und die detailverliebte Innengestaltung verzaubert, ist das ein ganz besonderer Moment, der die Vorfreude auf die Lektüre noch mehr anheizt - und genau so ging es mir beim vorliegenden Roman. Denn bereits im Innencover verrät uns »Love Will Stay« viel über Willow und Samuel, und auch zwischen den Seiten entfaltet sich ihre Geschichte voller Wärme und Emotionen, angereichert mit traumhaft herbstlichem Flair.

Die Atmosphäre dieses Romans ist einfach wie geschaffen zum Wohlfühlen: Berryfield mit seinen bunten Straßen, der malerischen Natur und den liebevollen Bewohner:innen ist ein Sehnsuchtsort, den man nie wieder verlassen möchte.

"Wenn man mal hier ist, will man nicht mehr weg." … und genauso habe ich es beim Lesen empfunden. Ob die atemberaubenden Farbenspiele des Indian Summer, die klaren Seen oder die gemütlichen Kleinstadt-Momente – Isabel Bennett malt bezaubernde Bilder, die mich mitten hinein ins Herz des Ortes versetzt haben.

Dazu kommt eine sympathische Freundesgruppe, die Willow offen aufnimmt und der Geschichte eine zusätzliche Ebene schenkt. Auch die vielen tierischen Protagonisten verleihen der Handlung einen besonderen Charme, gerade weil Sam sich mit so viel Hingabe um verletzte Tiere kümmert.

Inhaltlich überzeugt das Buch durch eine rundum gelungene Balance: einerseits eine cozy, slow-burn SmallTown-Romance, andererseits eine Geschichte mit ernsten Themen, die feinfühlig und nachvollziehbar behandelt werden (wie der Umgang mit Traumata, Panikattacken und Trauer). Besonders Willow hat mich inspiriert - trotz allem Leid, das sie erlebt hat, bewahrt sie sich ihre optimistische, lebensbejahende Haltung, die einfach ansteckend wirkt und fröhlich macht. Ein wahrer Sonnenschein!

Isabel Bennetts Schreibstil kenne ich bereits aus anderen Werken und auch hier enttäuschte sie mich nicht. (Wie auch, gekonnt ist schließlich gekonnt.) Ihr gleichermaßen einladender wie mitreißender Erzählton ist wie immer ungemein bildreich, voller Details und Farben … als hätte jemand "riesige Töpfe voller leuchtender Farben über die Welt gekippt". Dieses Leuchten war Balsam für mein Herbst-liebendes Herz, speziell diese Natur-Passagen gefielen mir außerordentlich gut.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Klare Leseempfehlung! Für mich war diese wundervolle Geschichte ein herrlich kuscheliges Herbstbuch mit Tiefgang, und ich bin mir sicher, dass Berryfield noch sehr viele Leser:innen in seinen Bann ziehen wird.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Wie immer: absolut wunderbar!

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Ich habe schon sämtliche Bände der gleichermaßen cleveren wie entzückenden Online-Omi gelesen und würde 'Oma Nate' am liebsten höchstpersönlich adoptieren!

Auch in Band 21 beweist sie wieder einmal, ...

Ich habe schon sämtliche Bände der gleichermaßen cleveren wie entzückenden Online-Omi gelesen und würde 'Oma Nate' am liebsten höchstpersönlich adoptieren!

Auch in Band 21 beweist sie wieder einmal, dass sie Herz, Humor und jede Menge klaren Menschenverstand hat. Hinter dem Pseudonym steckt übrigens Erfolgsautor Torsten Rohde - den ich an dieser Stelle offiziell darum bitte, dass Renate mindestens ein stolzes Alter von 100 Jahren oder mehr erreichen muss, denn ohne sie geht es nicht!

Als alte Berliner Pflanze (halb Berlin, halb Brandenburg) hat mich der sympathische Dialekt der knuffig-patenten Omi direkt an meine Spreewald-Heimat erinnert. Was soll ich euch sagen … jedes Renate-Buch fühlt sich wie ein gemütlicher Plausch mit einer lang vertrauten Freundin an - und tut meiner Seele einfach gut.

Ihre Tipps fürs Dorfleben habe ich ebenso geliebt wie die Beobachtungen zum Unterschied von Ost- und West - absolut on point, da musste ich beim Lesen so schmunzeln:

"An den kleinen Marktplätzen in den Dörfern erkennt man übrigens bis heute den Unterschied zwischen Osten und Westen. (…) Mit der Straßenumbenennerei haben sie es ja, davon kann ich auch ein Lied singen. Die Zeiten ändern sich und mit ihnen auch die Menschen, derer gedacht wird und die man wertschätzt. Manchmal fällt es einem ja direkt ins Auge, dass der Geehrte nicht mehr in die Zeit passt und dass umgetauft werden sollte. […]"

Renates spontaner Wahlkampf in Spreeweide ist ein echtes Lesevergnügen - immer voll authentisch und lebendig, stets mit einem Augenzwinkern erzählt und manchmal auch mit einem kleinen Hauch Melancholie.

Mein Lieblingszitat dieses Mal:

"Man soll immer sagen, was man denkt, und wenn man das Herz auf dem rechten Fleck hat, denkt man auch meist gute Sachen. Und wofür hat man ein Herz, wenn man nicht drauf hört, frage ich Sie."

Das ist nicht nur typisch Bergmann, sondern auch ein Lebensmotto, das ich mir am liebsten sofort in großen Lettern an den Kühlschrank pinnen möchte.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Auch wenn andere Online-Omi-Bücher (wie z.B. meine Highlights "Das ist ja wohl die Krönung", "Fertig ist die Laube" oder "Man muss sich nur trauen") mir inhaltlich mehr zusagen das Thema Politik/Wahlkampf, war es wieder einmal ein wunderbar gelungenes Werk - warmherzig, liebenswert, voller Situationskomik und mit viel Herz geschrieben. Besonders das relativ offene Ende überraschte mich und verstärkte meine Neugier auf den nächsten Band. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Warmherzig und bittersüß

Frank & Red
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"Er hatte einmal eine Spruchweisheit gehört, die sinngemäß lautete: »Man braucht keinen Fallschirm, wenn man nur einmal springen will.« Daran dachte er: Sich in jemanden zu verlieben und dieses Gefühl ...

"Er hatte einmal eine Spruchweisheit gehört, die sinngemäß lautete: »Man braucht keinen Fallschirm, wenn man nur einmal springen will.« Daran dachte er: Sich in jemanden zu verlieben und dieses Gefühl zuzulassen, war wie ein freier Fall ohne Schirm. Und das war okay, wenn es die Liebe des Lebens war und man vorhatte, nur einmal zu springen. Aber als er jetzt auf den Tag genau fünfundvierzig Jahre nach ihrer ersten Begegnung in diesem Krankenhauszimmer saß, begriff Frank, dass er in gewisser Weise die ganze Zeit gefallen war. Ohne Fallschirm, seit Jahrzehnten. "

Es gibt Bücher, bei denen ich schon nach den ersten Seiten ahne, dass sie mein Herz erobern werden - und "Frank & Red" von Matt Coyne hat es mit einem lauten 'BÄM!' getan. Warmherzig, bittersüß, lebensbejahend, dazu ein feinsinniger Humor, der punktgenau meine Tränendrüsen anpeilt … was für ein emotionales Leseerlebnis!

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive des mürrischen, einsamen Witwers Frank und des sechsjährigen, unerschütterlich freundlichen Red erzählt, der sein neuer Nachbar ist. Zwei Seelen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich doch genau im richtigen Moment begegnen mussten. Talk about destiny!

Ich habe so oft Tränen des Mitgefühls und der Rührung in den Augen gehabt!! Franks Trauer um seine geliebte Marcie ist absolut greifbar und wird mit einer herzzerreißenden Intensität geschildert, dass es einem fast den Atem nimmt. Besonders ihr Abschiedsbrief ließ mich schniefen …

"[…] Weißt du, wie sie am Ende dieser Reality-Shows, die du dir immer mit mir angucken musstest, jedes Mal zu der Person sagen: Schauen wir uns die Highlights an, die besten Teile Ihres Lebens? Die Sache ist die, Frankie ... Meine besten Teile warst du.
Du und unser Junge. Ich liebe dich. Es tut mir so leid, dass ich nicht bleiben
kann."

Ebenso ergreifend: die schwierige Dynamik zwischen Frank und seinem Sohn Mikey (ihr Verhältnis ist zerrüttet, denn Mikey trägt Frank nach, dass dieser ihm Marcies Krankheit - auf ihren Wunsch hin - verheimlicht hatte) … oder die Szenen, in denen Red an der neuen Schule gemobbt wird … oder der Moment, als Reds Vater Jamie nicht zum gemeinsamen Wegfahr-Wochenende auftaucht … Taschentuch-Alarm pur!!

Doch so sehr mich diese stillen, schweren Szenen ergriffen haben, so herrlich habe ich auch während der humorvollen Augenblicke gelacht. Reds kindliche Direktheit - I love it!!
Ob er Frank lauthals versichert, er sei kein "Peedovieler", oder ihm durch den Briefschlitz besorgt zuruft, er solle sich beim "AA machen" Zeit lassen, damit er keine "Verstoffung" bekommt - ich fand's köstlich!

In meinen Augen sind es genau diese Kontraste, die diesen tiefgründigen Roman zu etwas Besonderem machen: große Emotionen, echte Freundschaft, ein bisschen Lebensphilosophie, Authentizität. … und das alles in angenehm kurzen Kapiteln, die man 'nur noch schnell' lesen will … bis plötzlich das halbe Buch durch ist.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Berührend, humorvoll, herzerwärmend! Eine unwahrscheinliche Bekanntschaft, die so viel mehr ist als nur eine nette Geschichte. Das Werk handelt von Verlust, Neubeginn, und davon, wie Kinder mit ihrer aufrichtigen Offenheit Großes bewirken können. Von mir gibt es eine begeisterte Empfehlung an alle, die sich beim Lesen sowohl ein bisschen amüsieren als auch ein kleines Stückchen heilen lassen wollen.

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