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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ein bewegender Roman

Wir sehen uns wieder am Meer
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Ein sehr feinfühliger und tiefgründiger Roman, der das Leben von drei Frauen beleuchtet, die Schreckliches am Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit erleben müssen.

Birgit, die Krankenschwester, ...

Ein sehr feinfühliger und tiefgründiger Roman, der das Leben von drei Frauen beleuchtet, die Schreckliches am Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit erleben müssen.

Birgit, die Krankenschwester, die der russischen Sprache mächtig ist. Nadia, die Zwangsarbeiterin, die aus der Ukraine verschleppt wurde und nun in der Fischfabrik arbeiten muss. Sowie Tekkla, das Deutschenmädchen, die aus Liebe Norwegen verlässt und nach Deutschland geht.

Drei Frauen, drei unterschiedliche Lebenswege am Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit. Drei Schicksale, die die Autorin sensibel und mit viel Fingerspitzengefühl zum Leben erweckt. Die Geschichte ist eindringlich, und man leidet und fiebert mit den Protagonistinnen mit. Yara Blümel spricht das Buch sehr behutsam, dem Thema angepasst und dennoch mit Hoffnung in der Stimme. Für mich eine große Sprecherinnenleistung.

Denn die Themen des Romans sind unbequem: Besatzung, Widerstand, Flucht, Zwangsarbeit, Misshandlungen, Folter – aber auch positive Themen wie Hoffnung, Neuanfang, Schwangerschaft und Aufbruch.

Alle drei Frauen gehen ihren Weg, auch wenn er unbequem und steinig ist. Sie gehen ihn mit Mut und Vertrauen in die eigene Stärke.

Ein bewegender Roman, der noch lange nachhallt und den ich nur allen empfehlen kann, die sich für europäische Zeitgeschichte begeistern können.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ein düsterer atmosphärischer Thriller

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Ein düsterer atmosphärischer Thriller, der mit den Charakteren spielt.

Svea kehrt nach über zwanzig Jahren in ihre alte Heimat zurück. Sie hat an diese keine gute Erinnerung. Aber als die Leiche ihrer ...

Ein düsterer atmosphärischer Thriller, der mit den Charakteren spielt.

Svea kehrt nach über zwanzig Jahren in ihre alte Heimat zurück. Sie hat an diese keine gute Erinnerung. Aber als die Leiche ihrer damals besten Freundin gefunden wird, versucht Svea gegen die Ängste aus der Vergangenheit anzukämpfen. Das Schicksal ihrer Schwester liegt ihr am Herzen und diese führt ein sonderbares abgeschottetes Leben in der Nähe eines Waldes. Ihr Mann Erik, ist ein Mann voller Geheimnisse. Bald merkt Svea, dass sie sich auf gefährlichem Terrain bewegt.

Svea ist ein Charakter, der zwischen starker Frau und führsorglicher Schwester sowie Freundin wankt. Sie hat ihre starken Momente und weiß sich im Leben zu behaupten, aber manchmal sorgen einige Situationen bei ihr für eine innere Überforderung, was mir persönlich gut gefallen hat.

Die zahlreichen Nebencharaktere sind gut in die Handlung eingebaut worden. Dabei ist mir Erik besonders aufgefallen, da dieser durchaus mehr charakterlich aufweist, als man am Anfang des Buches denken mag.

Sehr atmosphärisch und mit düsteren Elementen behaftet ist der Schreibstil der Autorin. Man hat an manchen Stellen das Gefühl, das viel Schlechtes in den Charakteren steckt, was die allgemeine Empfindung beim Lesen noch einmal verstärkt. Es geht in dem Buch auch viel um die Natur und ihre Umgebung, was dem Roman eine zusätzliche Atmosphäre verleiht.

Das Ende war für mich überraschend, aber ich hatte auch eine leichte Vorahnung. Ein spannender Thriller, der mich gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein Buch was sich wie Urlaub anfühlt

Zypressensommer
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“Nur wenn wir uns erinnern, können wir die Fehler der Vergangenheit meiden. […] Denn die Schatten der Vergangenheit lösen sich nicht auf, indem man die Augen vor ihnen verschließt.” (S. 273)

Ein Buch, ...

“Nur wenn wir uns erinnern, können wir die Fehler der Vergangenheit meiden. […] Denn die Schatten der Vergangenheit lösen sich nicht auf, indem man die Augen vor ihnen verschließt.” (S. 273)

Ein Buch, dass sich wie Urlaub anfühlt und doch so viel mehr zu erzählen hat. Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei mutige Frauen, Julia auf der Zeitebene 1998 und Giulia 1943-1945.

Julias Großvater hat ihr ein Vermächtnis hinterlassen, welches sie in seine alte Heimat Italien führt. Dort kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, was nicht nur für sie sehr überraschend ist. Giulia muss die letzten Kriegstage miterleben, doch sie will nicht tatenlos zusehen, wie die Deutschen ihre Heimat drangsalieren. Sie schließt sich mit einigen anderen, dem Widerstand an. Die Resistenza hat eine wichtige Rolle gespielt. Auf der anderen Seite werden Italiener nach Deutschland verschleppt und dort als “Arbeitssklaven” missbraucht. Zudem buhlen gleich drei Männer um ihre Liebe, doch ihr Herz gehört nur einem und der wurde nach Deutschland verschleppt.

Über die IMI, die italienischen Militärintervenierten, sind wenig bekannt, dennoch gibt es dieses Schicksal und Teresa Simon setzt ihnen mit dieser Geschichte ein Denkmal. Zudem ist der Roman gespickt mit vielen kleinen Details über das Leben in Italien zur Zeit des zweiten Weltkriegs, aber auch in den 90er Jahren. Kulinarisch bietet der Roman auch so einiges und man bekommt direkt Lust durch die engen Gassen zu schlendern und das Leben in Italien zu feiern.

Um so richtig in Urlaubstimmung zu kommen, gibt es im Anhang viele Rezepte, die man nachkochen kann. Ein Nachwort rundet das gute Gesamtbild ab und erklärt noch einmal ein paar wichtige Dinge zum historischen Hintergrund.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen, die vielen italienischen Ausdrücke fördern die Authentizität, aber auch wer nicht des Italienischen mächtig ist kann dem Roman problemlos folgen, da die meisten Sätze übersetzt werden bzw. in Gedanken auf deutsch wiederholt werden. Der Roman wird größtenteils aus drei Perspektiven erzählt.

Für mich mal wieder ein überzeugender Roman aus der Feder von Brigitte Riebe / Teresa Simon, der direkt Lust macht auf den nächsten Italien Urlaub.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Düsterer dreckiger spannender Krimi

Die schwarze Stunde
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Ein etwas dreckiger, aber sehr atmosphärischer Krimi mit einem sehr eigenwilligen Ermittler der zwischen Bewunderung und Belauerung im Leben hin und her schwankt.

Im Juli 2007 ermittelt Rocco vor seiner ...

Ein etwas dreckiger, aber sehr atmosphärischer Krimi mit einem sehr eigenwilligen Ermittler der zwischen Bewunderung und Belauerung im Leben hin und her schwankt.

Im Juli 2007 ermittelt Rocco vor seiner Versetzung in das Aostal noch in seiner Heimat in Rom. Dort wird er eines Tages zu der Leiche eines jungen Mannes in einem Steinbruch gerufen. Der junge Mann wurde brutal ermordet. Als ein paar Tage später ein weiterer junger Mann tot aufgefunden wird, beginnt eine Spirale der Ermittlung und Verfolgung quer durch Rom, die auch Rocco für immer verändern wird.

Rocco ist ein sehr interessanter, aber zwielichtiger Charakter. Er hat seine eher kriminelle Vergangenheit offiziell abgelegt, aber der Umgang mit seinem “alten Freundeskreis” deutet darauf hin, dass er nicht komplett sein altes Leben einfach abstreifen kann. Er wirkt nach außer sehr hart und etwas ungehobelt, aber tief im Inneren ist er ein liebenswürdiger, leidenschaftlicher Charakter, der alles tut, damit seine Frau und große Liebe Marina glücklich ist.

Seine Freunde Furio, Brizio und Sebastiano sind sehr gute Nebencharaktere und sorgen für so einige interessante Situationen im Roman. Sebastiano war dabei mein Lieblingsnebencharakter, vielleicht auch weil er der Zwielichtige von allen ist. Die Spannung der Geschichte ist sehr gut konstruiert und im Laufe der Erzählung steigert sich diese noch ein wenig.

Der Roman lebt von seiner Atmosphäre und der Autor schafft es fast so eine Art “Italo-Western-Atmosphäre” zu schaffen. Sehr gut beschreibend sind die einzelnen Handlungsorte in Rom und als lesende Person macht man einen interessanten Roadtrip durch die ewige Weltmetropole. Das Ende ist sehr interessant und dramatisch was mir sehr gut gefallen hat. Ein rundum gelungener Krimi einer Reihe die ich definitiv weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Mord an Oligarchen

Boom Boom Babuschka
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Ein sehr lustiges und abwechslungsreiches Hörbuch, was ich einfach nur genießen konnte. Bei Rufus und Ray, den beiden Erdmännchen, die mit ihren Artgenossen in einem Wald in Brandenburg leben ist irgendwie ...

Ein sehr lustiges und abwechslungsreiches Hörbuch, was ich einfach nur genießen konnte. Bei Rufus und Ray, den beiden Erdmännchen, die mit ihren Artgenossen in einem Wald in Brandenburg leben ist irgendwie die Stimmung schlecht. Schon länger hat ihr Menschenfreund Phil, ein Agent aus Berlin keinen neuen Auftrag mehr an Land gezogen und dass nagt an ihrem Ego. Als sie die Hoffnung schon aufgegeben haben, kommt Phil mit einem Spezialauftrag um die Ecke. An mehreren illustren Orten in Europa gibt es eine sonderbare Selbstmordserie unter russischen Oligarchen. Irgendwas ist faul in Europa und Euro-Pol ermittelt. Ein Glücksmoment für Ray und Rufus, die sich beide mit Phil in ein erneutes Abenteuer stürzen.

Das Hörbuch lebt von seinem Sprecher Christoph Maria Herbst. Mit unterschiedlichen Stimmlagen und verstellter Stimme sorgt er für ein Hörspielerlebnis der Extraklasse. Der Humor und der Facettenreichtum in der Handlung sorgen für ein ganz besonderes Hörerlebnis. Ich persönlich konnte das Hörbuch kaum ausmachen, ohne den Drang zu spüren es sofort weiterzuhören. Ich habe Ray und Rufus einfach in mein Herz geschlossen. Der etwas selbstbewusste Ray und der technisch und brillant belesene Rufus sind ein kongeniales Duo, was Hörerherzen höherschlagen lässt. Nur eine Bitte: Mehr davon!

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