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Veröffentlicht am 17.08.2025

Leichter Urlaubskrimi

Tod im Piemont - Trüffel, Nougat und Barolo
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Ein leichter Urlaubskrimi mit viel kulinarischem Flair.
Ich konnte mich gut mit Sofia identifizieren – sie wirkt sympathisch, bodenständig und liebt ihr kleines Café. Mit Leidenschaft kocht und backt ...

Ein leichter Urlaubskrimi mit viel kulinarischem Flair.
Ich konnte mich gut mit Sofia identifizieren – sie wirkt sympathisch, bodenständig und liebt ihr kleines Café. Mit Leidenschaft kocht und backt sie, bis eine Begegnung mit einem Mann, der kurze Zeit später verstirbt, ihr friedvolles Leben auf den Kopf stellt. Plötzlich ermittelt sie auf eigene Faust.

Besonders gut gefallen haben mir die detaillierten Landschaftsbeschreibungen und die zahlreichen kulinarischen Ausflüge, die das „Dolce Vita“ lebendig einfangen. Weniger überzeugt hat mich jedoch der Ermittlungsanteil: Für meinen Geschmack fehlten Fallstricke und überraschende Wendungen, die einen Krimi richtig fesselnd machen.

Die Figuren – auch rund um Commissario Alessandro – sind gut ausgearbeitet und leicht vorstellbar. Allerdings wirkte Alessandro auf mich etwas zu geradlinig und hätte mehr Ecken und Kanten vertragen. Vielleicht lag es auch daran, dass der Liebesgeschichte ein recht großer Raum gegeben wurde, sodass der Krimianteil für mich etwas in den Hintergrund rückte. Die Spannung war solide, spielte jedoch eher eine Nebenrolle in der Handlung.

Als Urlaubslektüre oder für alle, die sich nach Italien sehnen, ist dieser Roman dennoch eine Empfehlung wert – leicht, charmant und mit viel italienischem Lebensgefühl.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Unterhaltsames Hörbuch mit Licht und Schatten

Ein mörderisches Paar. Das Versprechen
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Ein Hörbuch mit Licht und Schatten, das mir insgesamt gut gefallen hat. Allerdings weist die Geschichte einige Längen auf, sodass ich zwischendurch ein wenig Durchhaltevermögen brauchte. Die Hauptfiguren ...

Ein Hörbuch mit Licht und Schatten, das mir insgesamt gut gefallen hat. Allerdings weist die Geschichte einige Längen auf, sodass ich zwischendurch ein wenig Durchhaltevermögen brauchte. Die Hauptfiguren – Dr. Sommerfeldt und seine Freundin Frauke – haben mir gut gefallen. Beide Charaktere sind facettenreich angelegt, mit Stärken und Schwächen, und man kann trotz ihrer Rolle als Verbrecherpaar oft über sie schmunzeln. Dr. Sommerfeldt agiert mit Härte und mordet aus einer Art „Gerechtigkeitsempfinden“ heraus.

Allerdings wirkt dieser moderne Robin Hood in seinem Handeln mitunter etwas zu glatt. Alles gelingt ihm mühelos, ganz so, wie er es geplant hat. Das war für mich einer der Kritikpunkte – selbst wenn der Krimi eher im Bereich der „Krimi-Komödie“ angesiedelt ist. Auch das Ende empfand ich als etwas zu einfach und wenig überraschend. Zwar tragen Humor und Lokalkolorit viel zum Charme des Hörbuchs bei, dennoch hätte die Handlung insgesamt etwas mehr Tiefe vertragen.

Der Autor liest das Hörbuch selbst, und man kann der Geschichte gut folgen. Etwas mehr stimmliche Variation bei den Figuren wäre wünschenswert gewesen, doch insgesamt habe ich an der Lesung selbst nichts auszusetzen.

Ein unterhaltsames Hörbuch, das nicht ganz ernst gemeint ist – und Teil einer Reihe, aus der ich vielleicht noch einen weiteren Roman lesen würde. In der Hoffnung, dass die Handlung dann etwas raffinierter und das Ende spannender und abwechslungsreicher gestaltet ist.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Liebevolle Geschichte mit feinem Humor

Die Buchverliebten
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Ich habe das Hörbuch „Die Buchverliebten“ sehr gerne gehört. Es ist eine sehr liebevolle Geschichte für Literatur- und Buchliebhaber*innen. Dennoch konnte mich das Hörbuch leider nicht vollends überzeugen ...

Ich habe das Hörbuch „Die Buchverliebten“ sehr gerne gehört. Es ist eine sehr liebevolle Geschichte für Literatur- und Buchliebhaber*innen. Dennoch konnte mich das Hörbuch leider nicht vollends überzeugen – was vor allen Dingen an der Naivität der Hauptfigur Gesa lag.

Gesa ist Versicherungskauffrau. Sie verkauft bei der Lübeck Safe GmbH Buchversicherungen, obwohl sie – nach dem Tod ihres Lebensgefährten, der Schriftsteller war – Bücher hasst. Sie hat einen Zwillingsbruder namens Gero, der Bestatter ist. Beide stehen kurz vor ihrem 60. Geburtstag.
Gesa war mir in ihrem Handeln oft zu naiv und verträumt. Sie hat für mich nicht wie eine fast 60-jährige Frau agiert – gefühlt war sie wesentlich jünger.

Auch dass die Eltern von Gesa und Gero noch so aktiv in der Geschichte mitmischen – die Mutter, eine ehemalige Krankenschwester, und der Vater, Polizist a. D. – war für mich nicht glaubhaft. Gleiches gilt für diese Buchelementarversicherung, die ich mir nicht vorstellen konnte.

Was ich an dem Buch besonders mochte, war die liebevolle und gefühlvolle Erzählweise. Man merkt in jeder Minute des Hörbuchs, dass sowohl die Autorin als auch die Sprecherin die Literatur- und Buchwelt lieben.

Das Buch ist mit einem wunderbar feinen und leisen Humor durchzogen, was das Ganze so leicht macht. Auch Romantik-Fans kommen auf ihre Kosten, denn der Buchhändler Ole Oevermann hat eine romantische Ader und zitiert häufig berühmte Schriftsteller.

Eva Gosciejewicz macht ihre Sache wieder einmal sehr gut. Ich mag die Sprecherin sehr gerne und finde, dass ihre Stimme auch durchaus zu so einer Buch- und Literaturgeschichte passt.

Weitere Themen des Romans sind Hoffnung und Heilung, sowie Neubeginn und Lübeck. Gerade die Stadt Lübeck spielt eine wichtige Rolle als Schauplatz. Dazu gehören nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch der große Sohn der Stadt, Thomas Mann, sowie das Haus Niederegger mit seinem Marzipan.

Zu erwähnen ist noch, dass auch die Veränderungen im Buchhandel thematisiert werden – ebenso wie die Bedeutung von Social Media für die Buchwelt.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Was hat Churchill mit einem Mord zu tun?

Was am Ufer lauert
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Ein Kriminalroman, der interessant konzipiert ist, aber der meiner Meinung nach zu viel wollte.

Die junge Journalistin Gianna Pitti findet eine Frauenleiche im Wasser mit einer mysteriösen CD-ROM-Hülle ...

Ein Kriminalroman, der interessant konzipiert ist, aber der meiner Meinung nach zu viel wollte.

Die junge Journalistin Gianna Pitti findet eine Frauenleiche im Wasser mit einer mysteriösen CD-ROM-Hülle mit der Beschriftung “Churchills Geheimnis”. Was hat der ehemalige und bereits verstorbene britische Politiker mit diesem Mord zu schaffen? Alsbald ermittelt Gianna auf eigene Faust zusammen mit ihrem Vater und Onkel, warum die Frau sterben musste. Doch die Gefahr lauert an jeder Ecke. Gianna wirkte auf mich manchmal etwas verbissen, auch wenn sie mir ansonsten jedoch sympathisch war. In ihrer Familie gibt es eine Vergangenheit und mit der Zeit erfährt man so einiges über die Geheimnisse dieser. Ihr Onkel, der Marchese ist ein sehr spezieller Charakter, der mir aber gut gefallen hat. Dieser sonderbare Kauz sorgte für sehr lustige Elemente in dem Krimi.

Was mir nicht so gut gefallen hat war die Struktur der Story. Für mich wirkte es manchmal etwas zu gehetzt. Ich hätte mir mehr ruhigere Passagen gewünscht. Außerdem spielt die ermittelnde Polizei in diesem Roman eine äußerst passive Rolle und man hat das Gefühl, dass die Familie machen kann, was sie möchte, was ich etwas zu übertrieben fand. Die Grundidee der Geschichte ist aber gut und ich konnte dieser einiges abgewinnen. Die Spannung des Romans ist in Ordnung, wirkt aber manchmal etwas zähflüssig.

Ein guter Turn am Ende hätte der Geschichte gutgetan. Ein solider Krimi, der aber meiner Meinung noch Ausbaupotential in Spannung und Handlung hat. Die Charakterzeichnung der Figuren ist aber gut gelungen.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Ein leiser Roman über drei Menschen in unterschiedlichen Lebensabschnitten

Flusslinien
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Ein leiser Roman über drei Menschen, die sich in unterschiedlichen Lebensabschnitten befinden und die dennoch vieles gemeinsam haben.

Der Roman “Flusslinien” von Katharina Hagena umfasst lediglich 12 ...

Ein leiser Roman über drei Menschen, die sich in unterschiedlichen Lebensabschnitten befinden und die dennoch vieles gemeinsam haben.

Der Roman “Flusslinien” von Katharina Hagena umfasst lediglich 12 Tage und erzählt intensiv die Situation von Margit, Luzie und Arthur. Das Erzähltempo ist sehr langsam und die Figuren lassen uns teilhaben an ihren Gedanken und Gefühlen. Es geht um existenzielle Fragen des Lebens und Liebens.

Schauplatz ist Hamburg, eine Seniorenresidenz am Elbufer. Margit lässt sich jeden Tag von Arthur in den römischen Garten fahren, dort hängt sie ihren Gedanken nach. Sie denkt sehr viel über die Geliebte ihrer Mutter nach, die den Garten entworfen hat. Sie denkt weniger an ihren Sohn und den Vater ihres Kindes. Wichtig ist für sie ihre Enkelin Luzie, die gerade die Schule geschmissen hat. Sie will erfahren, was ihre Enkelin quält, doch diese ist noch nicht bereit mit ihrer Großmutter darüber zu reden, was sie belastet. Arthur läuft ebenfalls vor der Vergangenheit weg, was ihn beschäftigt wird erst sehr spät deutlich.

Ein Roman, der von dem Allein-Sein erzählt; ein Roman, der von Verlusten und schmerzhaften Erinnerungen handelt und von seinen Lesern einiges abverlangt. Der poetisch, melancholische Schreibstil kommt zwar mit feinem Humor daher, dennoch macht er sehr nachdenklich und traurig. Zudem hat die Geschichte leider einige Längen, manches hätte man meiner Meinung nach nicht so ausführlich erzählen müssen. Nicht alle Informationen sind für den Ausgang des Romans zwingend erforderlich und nur einige erwähnte Figuren wie Luzies Mutter bleiben sehr blass. Die verschiedenen Erzählperspektiven ermöglichen es eine Beziehung zu Margit, Luzie und Arthur aufzubauen. Aber gerade Margit hat es mir nicht leicht gemacht, ihre ausschweifenden Gedanken haben manchmal auch Zeitsprünge, sodass ich teilweise Mühe hatte ihr zu folgen. Aus diesem Grund habe ich auch lange für das Buch gebraucht, weil es mir meine ganze Konzentration abverlangte und dies für mich keine Abendlektüre nach einem anstrengenden Arbeitstag war. Ein Roman für alle, die gerne leise Romane mögen und die sich nicht davor scheuen sich intensiv mit den Gedanken von Figuren auseinanderzusetzen. Zudem hat der Roman einige Weisheiten für uns parat, besonders schön fand ich den Satz: “Reue ist etwas Schreckliches. Versuche, möglichst so zu leben, dass du nicht allzu viel bereust.” (Seite 258)

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