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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ein Leben in Briefen

Die Briefeschreiberin
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Hier habe ich ein Buch gelesen, das mir besonders viel Freude gemacht hat.
Das Buch von Virginia Evans hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Ihre Protagonistin Sybil van Antwerp ist eine ...

Hier habe ich ein Buch gelesen, das mir besonders viel Freude gemacht hat.
Das Buch von Virginia Evans hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Ihre Protagonistin Sybil van Antwerp ist eine Briefeschreiberin vom Feinsten.
Mit jedem Brief, den sie an total unterschiedliche Personen schreibt, ihr Bruder, ihre Schwägerin, ihr Patensohn, ein Fremder, Autoren von Büchern, die ihr am Herzen liegen, Verehrer, Nachbarn, Institutionen, alle werden brieflich kontaktiert, kommt man dem Leben von Sybil etwas näher. Und fast alle schreiben zurück.
Sybil hat auch andere Hobbies, sie gärtnert gerne und ist Mitglied in einem Gartenclub.
Als sie noch im Berufsleben stand, war sie die persönliche Referentin eines Richters.
Sie schreibt aber auch Briefe, die sie nie abschickt.
Und sie ist adoptiert und bekommt einen Account bei einer Firma geschenkt, die anhand von DNA Verwandte suchen können, wenn der Kunde das wünscht.
Zuerst ist sie gar nicht erfreut.......
Das Cover zeigt die Ansicht, die sie sieht, wenn sie ihre Briefe schreibt.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

11 Briefe eines Imkers

Wilder Honig
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Die preisgekrönte walisische Autorin Caryl Lewis siedelt ihren Roman im walisischen Örtchen Berllan Deg an. Die Hauptpersonen sind der Wichtigkeit nach
Hannah, Witwe des Imkers und Briefeschreibers ...

Die preisgekrönte walisische Autorin Caryl Lewis siedelt ihren Roman im walisischen Örtchen Berllan Deg an. Die Hauptpersonen sind der Wichtigkeit nach
Hannah, Witwe des Imkers und Briefeschreibers John.
Sadie, Hannahs jüngere Schwester
Megan, Johns uneheliche Tochter.
Die einzelnen Kapitel bekommen durch die Briefe ihre Richtung und stehen als Vergleich zu den Situationen.
Hannah hat eine Abtreibung, als sie von John schwanger wird, die Eltern wollten es so und John kam zu spät, um es zu verhindern.
Nach Monaten, in denen Hannah nichts von John hörte, kam es zurück, heiratete Hannah und blieb in ihrem Elternhaus. Hanna hatte dann aber nur noch Fehlgeburten und so blieb die Ehe kinderlos. John, ein sehr gebildeter Mann, schrieb Bücher, um die walisische Sprache zu erhalten, wurde Imker, die Ehe war trotz der im Haus lebenden Schwiegereltern gut. Als dann die Eltern gestorben waren, ging es besser, auch weil da kein Widerstand mehr war. Hannah kam, im Gegensatz zu ihrer Schwester nie aus dem Dorf heraus und war es zufrieden.
Als dann John gestorben war, kam Sadie , inzwischen geschieden, in ihr Elternhaus und stand ihrer Schwester in der schweren Zeit bei. Beim Durchsehen des Nachlasses fand sie einen Brief, der klar machte, dass John ein uneheliches Kind, eine Tochter hatte.
Zwischen den zwei, und als auch die Tochter dazu kam, zwischen den drei Frauen entwickelte sich nach und nach ein feine Beziehung, ganz ohne Wertigkeit und die drei bestellten den Hof und das Haus, so gut sie konnten. Hilfe hatten sie dabei auch von Jack, einem in einem Wohnwagen lebenden jüngeren Mann, der sich viel von John bei den Bienen und viel von Hannahs Vater bei den Obstbäumen abgeschaut hatte und dieses Wissen nun einbringen konnte.
Auch er wurde in die Gemeinschaft einbezogen.
Wie sich dies alles ganz langsam und fließend entwickelt, was daraus wurde und wie die einzelnen Charaktere sich veränderten, erzählt diese Roman mit einer mitreißenden Langsamkeit, die aber nie langweilig wird.
Ein wunderschönes Cover lädt zum Zugreifen und Lesen ein.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ende einer langen Geschichte

Finale Curioso
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In einer vornehmen Bozener Villa werden vier unterschiedlich getötete Frauen gefunden. Wer macht so etwas?

Relativ schnell stellt sich heraus, dass in dem als Hotel gemeldeten Haus ein Edelbordell etabliert ...

In einer vornehmen Bozener Villa werden vier unterschiedlich getötete Frauen gefunden. Wer macht so etwas?

Relativ schnell stellt sich heraus, dass in dem als Hotel gemeldeten Haus ein Edelbordell etabliert ist. Und dort verkehrt die männliche Creme de la Creme von Bozen und Umgebung.

Fabio, Francesca und Eduard ermitteln in alle Richtungen, der Vicequestore Marzollo ist gar nicht erfreut und verhängt einen Informationsstop für die Presse. Was natürlich Fragen aufwirft.

Aus Innsbruck kommt der Mieter des Hotels und macht seine Aussage, er will helfen, den oder die Täter zu finden, ist doch seine Lebensgefährtin eine der Toten. Er vermutet ganz offen einen Bandenkrieg und die Morde sollten eine Warnung sein.

Der pensionierte Polizist Tommaso hingegen vertreibt sich seine nun reichliche Freizeit mit dem Hauen auf eine Pauke, vertretungsweise, aber er findet Gefallen an der Südtiroler Musikkapellenwelt.

Fabio, der von den Eltern Immobilien bekommen hat, schlägt sich mit Umbauplänen herum, kommt aber zeitlich wegen der anfallenden Ermittlungen nicht so recht weiter, auch ist er unsicher, was und wie er an die Sache herangehen soll. Er betreibt mittlerweile Yoga und es gefällt ihm sogar.

Im Mordfall allerdings haben die Ermittler inzwischen ordentlich umgerührt und die Unterwelt ins Rotieren gebracht.

Wer diesen Krimi, es ist der 12. und letzte der Reihe von Ralph Neubauer, liest, wird keine Anschlussprobleme haben, denn was man aus den vergangenen Büchern wissen muss, erfährt man.

Das Buch ist außerordentlich gut und leicht zu lesen, man will gar nicht aufhören.

Schade, dass es nicht weitergeht.

Das Cover ist wieder mit einem typischen Motiv geschmückt und hat hohen Wiedererkennungswert.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Das frühe Gemälde

Kirsten Bertram / Kunstgerecht
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Beate Baum weiß ganz genau, wie sie in ihren Krimis Realität und Einfallsreichtum mischen muss. Für Spannung ist also gesorgt.

Da gibt es einen Maler, Markus Zwönitz, der verhindern will, dass seine ehemalige ...

Beate Baum weiß ganz genau, wie sie in ihren Krimis Realität und Einfallsreichtum mischen muss. Für Spannung ist also gesorgt.

Da gibt es einen Maler, Markus Zwönitz, der verhindern will, dass seine ehemalige Freundin Marion Schneider, die das Geld wirklich benötigt, ein frühes Werk von ihm verkauft. Und dann ist da noch ein netter Nachbar, Victor, der vermitteln will. Er vertraut sich einer Journalistin, Kirsten Bertram, an, die für eine Zeitung über Kunst und Künstler berichtet.

Und diese Journalistin ist ihrerseits mit einem Kollegen, Andreas Rönn, verheiratet, der über die Jugend in der AFD einen Artikel schreibt, aber wegen eines Herzinfarktes in einer Klinik festsitzt.

Das Ehepaar wird bedroht und es kommt zu unschönen Vorkommnissen, weswegen Kirsten in die Wohnung eines Freundes umzieht.

Kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung in Dresden stirbt der Assistent des Künstlers und direkt nach der Beerdigung wird seine Frau ermordet.

Das und noch ganz viel mehr an Politik, Kriminalität und dem Versuch Andreas´, gesund zu werden und seinen Artikel fertig zu schreiben, wird jeden, der das Buch zur Hand nimmt, nicht mehr loslassen, bevor das Buch zu Ende gelesen ist.

Ein sehr schönes und passendes Cover rundet das Leseerlebnis ab.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Vor der Wende, knapp an der Grenze

Ewige Schuld
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Die Geschichte von Fritz Tiedemann, geschrieben von Arne Dessaul, beginnt im Jahr 1974 ganz normal. Junge Burschen an der Grenze zu Ostdeutschland, aber auch an der Grenze zum Erwachsenwerden.

Da kommt ...

Die Geschichte von Fritz Tiedemann, geschrieben von Arne Dessaul, beginnt im Jahr 1974 ganz normal. Junge Burschen an der Grenze zu Ostdeutschland, aber auch an der Grenze zum Erwachsenwerden.

Da kommt viel auf einen Burschen zu.

Zuerst der Abstand, was Bildung betrifft, Mädchen spielen ebenfalls bald eine Rolle, dann kommt die erste Erfahrung mit Liebe ins Spiel und plötzlich ist man erwachsen, trägt Verantwortung, fühlt sich sogar schuldig, wenn man in fremden Revieren gewildert hat. Da stürzt die ganze Welt auf einen ein.

Auch Fritz Tiedemann entgeht diesen Vorgängen nicht, er versinkt sogar etwas tiefer darin. Er liebt Freda, fühlt sich körperlich aber sehr zu seiner " Ersten", Elke, hingezogen, die aber mit seinem besten Freund Helmut verlobt ist. Also Schuldgefühle.

Irgendwann beginnen Fritz und Freda sich für Vergangenes zu interessieren und befragen Leute aus dem Dorf, die etwas darüber wissen könnten. Denn zwei Gräber, die sehr gepflegt sind und in denen zwei russische " Erntehelfer ", die angeblich beim Einsturz einer Scheune ums Leben gekommen sind, erwecken ihre Neugier.

Das passt nicht allen.

Schließlich, als Fritz sich von Elke lösen will, geschieht ein Mord.

Und nun fragt sich Fritz, ob es richtig war, diese ganze Geschichte zu hinterfragen.

Und das tut er auch noch, als er 40 Jahre später an den Ort zurückkommt.

Ein sehr schönes Cover macht Lust aufs Lesen.

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