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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Gute Unterhaltung

Gesetz des Midas – Wiener Abgründe
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Es ist mein erster Krimi rund um den Wiener Ermittler Leo Kernund sein Faktotum, den er irgendwie geerbt hat und der ihm so manche verschlossene, gesellschaftliche Tür öffnet. Dieser Mensch ist einfach ...

Es ist mein erster Krimi rund um den Wiener Ermittler Leo Kernund sein Faktotum, den er irgendwie geerbt hat und der ihm so manche verschlossene, gesellschaftliche Tür öffnet. Dieser Mensch ist einfach genial, auch die Art, wie die beiden miteinander umspringen! Herrlich, allein dafür lohnt sich dieser Krimi bereits. Dazu werden historische Begebenheiten fesselnd mit der fiktiven Geschichte verknüpft und lässt das "alte" Wien recht plastisch vor dem inneren Augen entstehen. Kern eckt gern an, auch das macht ihn sympathisch, und er hat eigene Wege, die zum Erfolg führen, die seine Vorgesetzten nicht so gern sehen. Er kriegt oft einen auf den Deckel und der Ausgang eines Disziplinarverfahrens gegen ihn ist noch ungewiss. Vom Typ her passt er nicht in den Polizeidienst, so, wie Lorath ihn darstellt. Kern ist zu eigenständig.

Sehr gut verfasst und mit hervorragend gesetzten Spannungsbögen fühlte ich mich sehr gut unterhalten. Da ich Wien noch nicht kenne, wuchs der Wunsch doch mal hinzureisen!

Veröffentlicht am 19.08.2025

Lohnenswerte Erzählung

Aylas Lachen
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Kein Krimi dieses Mal, kein Südtirol, kein Mahler. Stattdessen: Anatolien. Und eine Erzählung, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ihren Anfang nimmt. Bei Mesut, der seine Kindheit und sein Erwachsenenleben ...

Kein Krimi dieses Mal, kein Südtirol, kein Mahler. Stattdessen: Anatolien. Und eine Erzählung, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ihren Anfang nimmt. Bei Mesut, der seine Kindheit und sein Erwachsenenleben in einem Bergdorf verbrachte, der seine Gülüm viel zu früh verlor, aber ihr eine Tochter da ließ. Bevor es um seine Enkelin Ayla geht, erfährt man viel über das Leben in jenem Bergdorf und über Mesut, der ein wahrer Geschichtenerzähler war. Bei manchen Dingen, die es wirklich gibt und von denen ihm Verwandte aus Istanbul erzählen, amüsierte ich mich gewaltig. Denn Mesut glaubt bei diesen, dass sein Vetter ihm seinerzeit Geschichten auftischt. Von Hotelschiffen, höher als viele Gebäude, etwa. Koppelstädter erzählt so, dass man sich das Ganze gut vorstellen kann und Mesut ist eine Figur, die auch wirklich so existieren könnte - ob in Anatolien oder woanders. Einer, der sich die dollsten Geschichten ausdenkt, wunderbar erzählt und sein Leben genießt.

Hava ist Aylas Mutter, auch sie kommt zu Wort, und Ayla natürlich. Denn sie wächst in Deutschland als Gastarbeiterkind auf und liebt ihren Opa Mesut wegen seiner abenteuerlichen Geschichten. Die erzählt er unter einem Feigenbaum. Es ist auch mehr eine Erzählung rund um eine türkische Familie, die im Lauf der Jahrzehnte Wandlungen durchmacht. Die Tochter hat ihr Päckchen zu tragen, darf ihre große Liebe nicht heiraten und muss in Deutschland klarkommen. Ayla hingegen wächst nicht im Bergdorf auf sondern lernt es in den Ferien kennen. So entstehen unterschiedliche Welten mitten in Europa. Und Koppelstädter fängt die Entstehung und das, was sich daraus mit und in Mesut, Hava und Ayla entwickelt, wunderbar ein. Dazu erfährt man viel über türkische Traditionen, Anatolien früher und heute und wie sich das Leben allmählich änderte oder auch nicht, je nachdem, wo sich Mesuts Nachkommen aufhalten.

Es ist eine sehr lesenswerte Erzählung für die man sich Zeit nehmen sollte.

Veröffentlicht am 17.08.2025

Abgründe tun sich auf

Französische Lügen
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Margeaux Surfin ist wieder als Ermittlerin und Mimikexpertin gefragt. Dieses Mal geht es in ein kleines Bergdorf bei Grasse. Dort findet ein geheimese Treffen von Multimillionären bei denen einer tot aufgefunden ...

Margeaux Surfin ist wieder als Ermittlerin und Mimikexpertin gefragt. Dieses Mal geht es in ein kleines Bergdorf bei Grasse. Dort findet ein geheimese Treffen von Multimillionären bei denen einer tot aufgefunden wird. Es steckt weit mehr dahinter als anfänglich gedacht. Und es gilt, wirklich viele Lügen zu durchschauen. Um was es sich tatsächlich dreht, dreht allen Ermittelnden den Magen um. Nix für schwache Nerven! Ein Krimi, der sich so nach und nach aufbaut und der immer spannender wird. Aber auch interessanter und viel Abgründiges enthält.
Wer die Reihe kennt, wird sich freuen so manchen Figuren wiederzubegegnen, wenn auch anders als sonst. Aus Gründen wird der Fokus mehr auf Madeleine und Frank gelegt, die beide an etwas dran sind, was wohl den nächsten Fall beschäftigen wird. Bei diesem rätselt man gerne mit, lässt sich auf falsche Spuren ein und fragt sich so manches. Einiges wird aufgeklärt, anderes bleibt im abgründigen Dunkel. Vorerst. Lesenswert!

Veröffentlicht am 17.08.2025

Ebenbürtige Fortsetzung!

Flammen – The Secrets of Dracon Rock
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Alyssa ist zurück bei den Rebellen und erinnert sich wieder an ihre Vorgeschichte. Als die Rebellen bei einer Aktion ihren Freund bei der gegnerischen Seite entführen und gefangen nehmen, wird sie sauer. ...

Alyssa ist zurück bei den Rebellen und erinnert sich wieder an ihre Vorgeschichte. Als die Rebellen bei einer Aktion ihren Freund bei der gegnerischen Seite entführen und gefangen nehmen, wird sie sauer. Sie merkt, dass Verior seinen Reiter sucht und kann dessen Wut, Frust und Kummer gut verstehen.
Der zweite Roman rund um Dracon Rock ist ebenso flüssig verfasst und spannend zu lesen, wie der erste. Man kommt gut wieder in die Geschichte hinein, was auch nötig ist. Denn es geht nahtlos weiter. Die Situation der Rebellen ist eine völlig andere als im Rest von Ignia und die Rebellen züchten u. a. Gargoyles, die sie im Kampf gegen die Drachenherrschaft einsetzen. Dazu kommt ein gut gehütetes Geheimnis eben dieser, dass Alyssas Vater herausfand und sie über seine Tagebücher erliest. Fängt man an zu lesen, fesselt die Geschichte derart, dass man nicht aufhören möchte, weiterzulesen! Freu mich auf den dritten Band und hoffe, dass er bald erscheint!

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Hach!

Das kleine Zuhause in Prag
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Julie Caplin versteht es wunderbar nett zu lesende Liebesromane zu schreiben. Sie sind immer von leicht-seichter Natur mit gut beschriebenen Örtlichkeiten und Figuren, die frau sich gut vorstellen kann. ...

Julie Caplin versteht es wunderbar nett zu lesende Liebesromane zu schreiben. Sie sind immer von leicht-seichter Natur mit gut beschriebenen Örtlichkeiten und Figuren, die frau sich gut vorstellen kann. Aus dem Leben gegriffen ohne zu nah am Alltag zu sein, aber auch nicht zu abgedriftet. Dieses hier spielt in Prag und nimmt Besonderheiten der Stadt und des Umlandes aufs Korn. Wer die Stadt noch nicht kennen sollte, bekommt nicht nur kulinarische Lust dorthin zu reisen. Prag lohnt sich in verschiedenen Perspektiven und Caplin zeigt immer mal wieder einige davon auf. Es bereitet Freude diesen Roman zu lesen. Sehr kurzweilig mit ein paar romantischen Sequenzen und einem "Unhold", der ein bissel Grummel hineinbringt, das gut passt! Herrlich zu lesen!

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