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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

Tierisch schöne Bilder, aber holprige Spurensuche!

Sherlock Holmes & Dr. Watson. Die Jagd nach dem Geisterzug (Band 1)
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Dieses Comic-Abenteuer rund um Sherlock Holmes und Dr. Watson als tierische Ermittler ist optisch ein echtes Highlight. Die Illustrationen sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und geben der Geschichte ...

Dieses Comic-Abenteuer rund um Sherlock Holmes und Dr. Watson als tierische Ermittler ist optisch ein echtes Highlight. Die Illustrationen sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und geben der Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre – besonders die niedliche Tierbesetzung sorgt für Charme und macht das Buch auch für jüngere Leser*innen ansprechend.

Inhaltlich konnte mich die Umsetzung allerdings nicht ganz überzeugen. Die Geschichte wirkt stellenweise sehr verwirrend – es passiert viel auf einmal, oft ohne klare Übergänge, und die vielen Informationen auf einer Seite machen das Ganze etwas unübersichtlich. Für ein Comic dieser Art hätte ich mir etwas mehr Klarheit und Struktur gewünscht.

Der Textanteil ist insgesamt eher gering, was prinzipiell gut für Comic-Einsteigerinnen ist, aber in diesem Fall hat es dazu geführt, dass man als Leserin manchmal nicht ganz mitkommt. Die Handlung hätte an einigen Stellen mehr Raum gebraucht, um sich wirklich entfalten zu können.

Trotzdem ist das Buch optisch ein Genuss, mit kreativen Illustrationen und einer originellen Idee. Wer Comics vor allem wegen der Bilder liest, wird hier auf seine Kosten kommen – für alle, die eine klare, gut nachvollziehbare Geschichte suchen, bleibt das Leseerlebnis etwas hinter den Erwartungen zurück.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Konnte mich leider nicht vollends mitreißen!

Strandgut
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Benjamin Myers kann schreiben – daran gibt es für mich keinen Zweifel. Die Sprache in Strandgut ist stellenweise richtig stark: klar, rhythmisch, manchmal poetisch, ohne zu verkitschen. Atmosphärisch ist ...

Benjamin Myers kann schreiben – daran gibt es für mich keinen Zweifel. Die Sprache in Strandgut ist stellenweise richtig stark: klar, rhythmisch, manchmal poetisch, ohne zu verkitschen. Atmosphärisch ist der Roman ebenfalls gelungen. Man spürt das Meer, das Grau der englischen Küste, die Schwere in der Luft – das ist wirklich gut gemacht.

Trotzdem konnte mich die Geschichte leider nicht richtig mitnehmen. Inhaltlich war sie für meinen Geschmack zu eintönig, fast schon träge. Vieles plätschert dahin, ohne dass ich als Leserin wirklich das Gefühl hatte, voranzukommen oder emotional tiefer einzutauchen. Die Figuren – vor allem Bucky – blieben mir merkwürdig fern, obwohl ich verstanden habe, was Myers mit ihnen erzählen wollte.

Was mir persönlich gar nicht gefallen hat, war der starke Fokus auf Drogenkonsum und die detaillierte Darstellung davon. Ich verstehe, dass das zur Figur gehört und Teil ihrer Geschichte ist – aber es hat für mich einen zu großen Raum eingenommen. Statt Empathie oder Interesse hat es bei mir eher eine gewisse Distanz ausgelöst.

Fazit:
Strandgut ist sprachlich absolut lesenswert – aber inhaltlich konnte es mich nicht fesseln. Wer sehr viel Wert auf Atmosphäre legt und keine durchgängige Handlung erwartet, könnte hier trotzdem etwas finden. Ich selbst hatte mir mehr Tiefe und weniger Leerlauf gewünscht.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Vielschichtiger Roman mit komplexem Einstieg!

Die Hummerfrauen
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Der Einstieg in Hummerfrauen war für mich ehrlich gesagt ziemlich schwer. Schon auf den ersten Seiten wird man mit einer Flut von Namen und Figuren konfrontiert, und die ständigen Rückblenden machen das ...

Der Einstieg in Hummerfrauen war für mich ehrlich gesagt ziemlich schwer. Schon auf den ersten Seiten wird man mit einer Flut von Namen und Figuren konfrontiert, und die ständigen Rückblenden machen das Ganze am Anfang eher verwirrend als spannend. Es fühlte sich fast so an, als würde man mitten in ein Gespräch platzen, bei dem man noch nicht ganz weiß, wer gerade spricht und warum.

Der Roman spielt überwiegend in der Jetzt-Zeit, aber immer wieder reißen diese Rückblenden den Lesefluss auf, was mich persönlich oft aus der Geschichte herausgerissen hat. Die Rückblicke sind wichtig für das Verständnis der Figuren, doch ihre Platzierung und die Menge an Informationen verlangen schon ein bisschen Durchhaltevermögen.

Was mir gefallen hat, ist, dass die Autorin den Fokus auf starke Frauen legt, die in ihrem Alltag mit ganz eigenen Herausforderungen kämpfen. Die Figuren wirken authentisch, mit Ecken und Kanten – das macht sie glaubwürdig. Doch gerade weil so viel Zeit auf die Vergangenheit verwendet wird, hat sich die Handlung für mich teilweise etwas gezogen.

Der Schreibstil ist insgesamt angenehm und flüssig, wenn man sich erst mal eingefunden hat. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass der Einstieg etwas leichter zugänglich ist, damit die vielen Namen und Zeitebenen nicht so sehr anstrengen.

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