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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2025

Sehr emotional, aber die Wendung war leider nicht meins

Was wir leise hofften
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Achtung: Band 3 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Willow ist immer auf Achse. Mit ihrem umgebauten Schulbus reist sie überall hin, wohin der Wind sie auch trägt. Sie erträgt es nicht, lange an ...

Achtung: Band 3 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Willow ist immer auf Achse. Mit ihrem umgebauten Schulbus reist sie überall hin, wohin der Wind sie auch trägt. Sie erträgt es nicht, lange an einem Ort zu bleiben, vor allem nicht in ihrem Heimatort. Doch jetzt beschließt sie, für eine längere Zeit in Honey Creek zu bleiben, um ihrer Freundin beizustehen, mit deren Mann es langsam zu Ende geht.
Ihren Bus parkt sie auf dem Grundstück von Theo, dem Enkel ihrer Freundin, der alles andere als begeistert von Willow ist. Er kann hinter ihre Maske der Fröhlichkeit und Freundlichkeit blicken und hält ihr regelmäßig den Spiegel vor. Er will, dass Willow zu sich selbst steht, obwohl auch Theo seine wahren Gefühle oft für sich behält.


Willow hat viel durchgemacht. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt und das allein sorgte schon dafür, dass Willow keine besonders positiven Gefühle sich selbst gegenüber hatte, als dann noch ein Unfall dazukam, schickte sie das auf eine andauernde Flucht. Sie traut sich kaum noch nach Hause und wenn, dann gibt es jemanden, der immer mehr als deutlich macht, dass Willow in dem Ort unerwünscht ist.

Willow versucht das mit Fröhlichkeit und Freundlichkeit allen Menschen gegenüber auszugleichen. Es ist nicht direkt eine Maske oder aufgesetzt, aber sie entscheidet sich immer dafür zu lächeln und freundlich zu sein, anstatt negative Gefühle zuzulassen.

Theo ist ein sehr zurückgezogener Mensch. Ihm reicht sein begrenztes Leben und er glaubt, nicht mehr zu brauchen als das. Wegen seines Stotterns und weil ihn seine Mutter als Kind verließ, wurde er in der Schule gemobbt, am allermeisten aber von seinem Cousin, dem es bis heute gelingt, allen etwas vorzumachen, außer seinem eigenen Sohn. Der verbringt lieber Zeit mit seinem Onkel als seinem Vater.


Fazit: Ich fand das Buch sehr emotional aber echt schön. Willow tat mir unheimlich leid. Ich konnte ihre Gefühle teilweise verstehen, aber ich fand es auch schade, dass sie nicht darüber redete. Auch Theo tat mir schrecklich leid. Allein dass ihn seine Mutter auf so brutale Weise verließ ist schon schlimm genug, aber sein Cousin ist wirklich furchtbar.

Die Wendung war mir zu vorhersehbar und nicht meins. Was mich zudem noch richtig gestört hat, waren zwei Namensverwechslungen. Ich weiß, nur zwei in einem Buch, aber die waren wirklich schlimm platziert und haben mich total aus dem Buch geworfen.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Endlich mal kein Alpha-Male-Protagonist

Crown & Creature – Schicksal der Nacht (Crown & Creature 2)
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Achtung: Band 2 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Ezra will einfach nur seine Ruhe und möglichst bald zurück an die Uni. Doch beides scheint ihm so schnell nicht vergönnt zu sein. Seine Familie ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Ezra will einfach nur seine Ruhe und möglichst bald zurück an die Uni. Doch beides scheint ihm so schnell nicht vergönnt zu sein. Seine Familie ist tot. Sie waren an einer Verschwörung gegen den Vampirkönig und die Kronprinzessin beteiligt, aber obwohl Ezra seit Jahren keinen Kontakt mehr mit ihnen hatte, glauben gefühlt alle, er sei ebenso schuldig – dass ihn das Gericht gerade freigesprochen hat, zählt nicht. Er steht quasi mittellos da und muss herausfinden, was das alles für ihn und seine Zukunft bedeutet.
Und dann ist auch noch ein Angreifer unterwegs, der es auf Creatures abgesehen hat und Ezra schafft es, immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Noch dazu will die Kronprinzessin, dass er bei den Ermittlungen hilft und stellt ihm ihre Assistentin Gwendolyn zur Seite, die Ezra irgendwie fasziniert. Er ahnt nicht, dass sie bereits mehr verbindet, als er sich vorstellen könnte.


Ich fand es interessant, dass man in Band 2 die andere Seite zu sehen bekommt. In Band 1 ging es um die Kronprinzessin, die zwar unehelich geboren worden war und deswegen mit reichlich Hass zu kämpfen hatte, aber doch eine Prinzessin war. Ezra ist ein Lord – nach dem Tod seiner Familie ging der Titel auf ihn über – aber im Inneren war er das nie. Er hat sich von seiner Familie losgesagt, weil er nicht länger mit ihrer rassistischen Ideologie leben konnte. Das verlangt viel innere Stärke.

Zu Beginn des Buches ist Ezra verloren und überfordert. Eben noch stand er vor Gericht, jetzt ist er frei, aber viele glauben, er stecke mit den Verschwörern unter einer Decke. Doch die Prinzessin glaubt das nicht und bittet Ezra für sie zu arbeiten. Aber er will einfach nur die Angelegenheiten seiner Familie regeln und zurück zu seinem Studium in die USA.

Gwen hat Schreckliches durchgemacht und überlebt. Sie hat eine deutliche Entwicklung zwischen Band 1 und 2 hingelegt und scheint in ihrer Rolle als Assistentin der Prinzessin voll aufzugehen. Sie ist kompetent, tough und weiß, was sie will – zum Beispiel Ezras Hilfe bei den Ermittlungen, wer Creatures angreift und verschleppt oder gar umbringt. Sie glaubt an Ezras Unschuld, auch als es immer mehr danach aussieht, als sei Ezra in die Angriffe verwickelt.


Fazit: Ich fand es toll, dass Ezra kein Alpha-Male, sondern sehr gefühlsbetont ist. Man musste ihn einfach mögen. Aber es tat weh, wie sehr er immer noch unter den rassistischen und toxisch-männlichen Vorstellungen seines Vaters litt. Man wollte ihn einfach nur in den Arm nehmen und seinem Vater die Meinung geigen.

Gwen hat so viel erlebt und überlebt – ihre Erinnerungen und ihr Trauma sind wirklich heftig. Aber umso beeindruckender ist es, dass sie sich da durchgekämpft hat.

Die Ermittlungen fand ich interessant, aber der Tod eines Charakters war echt gemein.

Insgesamt gefiel mir das Buch sehr gut, allerdings kam mir das Ende zu abrupt. Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ich mochte das Buch, habe aber auch Kritik

Damsel – Der Pfad des Feuers
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Elodie wollte nur ihre Heimat retten, ein von einer jahrelangen Dürre geplagtes Königreich, doch sie wurde verraten. Zwar hat sie der Prinz von Aurea geheiratet, aber nur um sie im Anschluss einem Drachen ...

Elodie wollte nur ihre Heimat retten, ein von einer jahrelangen Dürre geplagtes Königreich, doch sie wurde verraten. Zwar hat sie der Prinz von Aurea geheiratet, aber nur um sie im Anschluss einem Drachen zum Fraß vorzuwerfen. Doch Elodie ist weder dumm noch eine hilflose Prinzessin in Not – gut in Not ist sie schon, aber sie weiß sich selbst zu helfen und will nur eins: Rache!


Elodie würde am liebsten für immer in ihrem Reich bleiben. Sie weiß zwar, dass das nicht geht, dass alle Prinzessinnen irgendwann einen Prinzen heiraten und fortziehen müssen, aber ginge es nach ihr, würde sie für immer bleiben und ihr Reich regieren helfen. Doch der Tag kommt viel schneller als gedacht. Als das Königreich Aurea ihnen seine Hilfe bei der Dürre und der Nahrungsmittelknappheit anbietet, im Austausch für Elodies Hand, können sie nicht Nein sagen – auch wenn Elodie vielleicht gern würde.

Aurea ist ein Kulturschock. Das Reich ist so reich an allem, was man sich vorstellen kann. Eine Idylle und der Prinz ist auch gar nicht so übel. Doch all das ist eine Farce. Im Inneren ist das Königreich verrottet. Sie haben einen Deal mit einem Drachen gemacht und ihm immer wieder junge Frauen geopfert – Elodie soll die Nächste sein.

Doch wer jetzt eine Jungfrau in Nöten erwartet, darf staunen. Elodie wartet nicht darauf, gerettet zu werden – von wem auch? Der Prinz ist immerhin einer der Bösen. Nein, Elodie gibt alles, um sich selbst zu retten.


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand es toll, wie die Geschichte aufgebaut wurde. Man hat alles größtenteils aus Elodies Sicht erlebt, aber es wurden auch weitere Sichtweisen ergänzt, zum Beispiel die des Prinzen und seiner Mutter, als dieser entscheiden durfte, ob er Elodie „behalten“ will, oder sie geopfert werden soll, oder die eines einfachen Mädchens, das es einfach nicht richtig findet, was im Land geschieht und etwas dagegen tun will, obwohl es keine Macht hat.

Es werden toll alle Seiten dieses moralischen Konflikts dargestellt. Wer wann was weiß, und wer bereit ist, etwas zu unternehmen oder wer lieber wegsieht und weiterhin seine Privilegien erhalten will.

Es wird immer wieder spannend und besonders das Ende fand ich super. Aber es hat sich leider zwischendrin auch immer wieder gezogen und nicht immer war die Spannung konstant da.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ich mochte das Buch

Wild Eyes
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Achtung: Band 2 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Skylar braucht dringend eine Auszeit, aber das wird im Musik-Business nicht gern gesehen, und bei ihr schon gleich gar nicht, immerhin soll sie ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Skylar braucht dringend eine Auszeit, aber das wird im Musik-Business nicht gern gesehen, und bei ihr schon gleich gar nicht, immerhin soll sie doch weiterhin den verschwenderischen Lebensstil ihrer Eltern finanzieren. Doch wie dringend sie eine Pause braucht ist offensichtlich, nachdem sie mehrmals buchstäblich nicht in der Lage war auch nur ein Wort hervorzubringen. Helfen soll ein Aufenthalt in der kanadischen Wildnis, doch dort lauern ganz andere Gefahren … und wilde Tiere.


Ich fand die erste Begegnung zwischen Skylar und Weston einfach mega, ich meine, sie will gerade ein Reel mit einem Bären drehen, hat aber null Ahnung von den Tieren und weiß nicht, dass sie gerade in Lebensgefahr schwebt, bis er sie rettet. Gut, eigentlich sollte man wissen, dass man nicht zu nah rangehen sollte, aber Skylar lebte ihr gesamtes Leben in einem goldenen Käfig, sie konnte es nicht wissen.

Weston ist eigentlich ein sehr großer Fan von Skylar, da sie aber jetzt auf seinem Grundstück lebt, um eine Auszeit zu nehmen, will er sie nicht mit seinem Fan-Ich belästigen. Seine Kinder sind da weniger zurückhaltend, aber echt süß dabei.

Westons Umgang mit seinen Kindern führt Skylar vor Augen, wie viel in ihrer eigenen Kindheit falsch gelaufen ist und wie ein Vater bzw. Elternteil eigentlich sein sollte.

Skylar hat mir da echt mehrmals das Herz gebrochen. Sie tat mir so leid! Je mehr man über ihre Kindheit erfahren hat, desto mehr wollte man ihre Eltern verprügeln.

Im letzten Viertel wurde es, wie fast immer in Romanen, dramatisch – allerdings konnte ich das nachvollziehen. Was mir aber besonders gut gefiel, war eine Szene etwas später, zu der ich nichts sagen kann, da ich nicht spoilern will, aber das war so ein richtiger High-Five-Moment.


Fazit: Ich mochte das Buch. Skylar und Weston waren mir beide sympathisch und es gab sowohl Spice, als auch Tiefgang. Skylar hat mir dabei schon ab und an das Herz gebrochen, weil Westons Umgang mit seinen Kindern der komplette Gegenentwurf zu ihren eigenen Eltern ist.

Anfangs fand ich es deprimierend, aber es entwickelte sich schön.

Zwischendurch plätscherte es mir eine Weile zu sehr vor sich hin, aber dafür wurde das berühmte „Drama bei 75%“ gut gelöst und wirkte für mich nachvollziehbar.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ich mochte das Buch, obwohl ich auch ein paar Kritikpunkte habe

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Dorothy Darling lebt schon seit Jahrzehnten in einer alten viktorianischen Villa, dem Shelley House in Chalcot, in der Poet's Road und sorgt dort für Recht und Ordnung. Jeden Tag macht sie einen Rundgang ...

Dorothy Darling lebt schon seit Jahrzehnten in einer alten viktorianischen Villa, dem Shelley House in Chalcot, in der Poet's Road und sorgt dort für Recht und Ordnung. Jeden Tag macht sie einen Rundgang und schreibt Mängel auf, beobachtet ihre Nachbarn und notiert deren Fehlverhalten und sie sortiert die Post, weil es sonst keiner tut.

Als eine junge Frau als Untermieterin bei ihrem direkten Nachbarn auf derselben Etage einzieht, ist Dorothy entsetzt, die junge Frau schrie geradezu nach Ärger – sie hatte pinke Haare!

Doch bald darauf wird Dorothys Welt noch viel nachhaltiger erschüttert, als ein Brief eintrudelt, um sie darüber zu informieren, dass der neue Eigentümer Shelley House abreißen würde – alle Bewohner mussten gehen.

Aber manche von ihnen sind bereit für ihr Zuhause zu kämpfen.





Ich mochte die Charaktere – besonders die Schrägen und fand auch die Idee richtig toll. Dorothy ist nicht gerade der sympathischste Mensch der Welt. Ich meine, seien wir mal ehrlich, wir alle kennen solche Nachbarn, die gefühlt ständig am Fenster hängen und sich über jeden Mist beschweren. Aber andererseits sind es auch diese Nachbarn, die es als erste bemerken, wenn etwas nicht stimmt.



Kat – die junge Frau mit den pinken Haaren – hat einiges erlebt und viel unter ihrer chaotischen, abhängigen Mutter gelitten. Was es mit ihr auf sich hat erfährt man Stück für Stück – ebenso wie Dorothys Geschichte, die einem echt weh tut.

So wenig wie Kat eigentlich wieder in dieser Stadt sein will, so schnell wachsen ihr Joseph und sein kleiner Hund ans Herz. Und als Joseph, nachdem er den Protest gegen den Vermieter aufgenommen hat, scheinbar angegriffen wird, will Kat herausfinden, was passiert ist. Sie tut sich sogar mit einem Reporter zusammen.



Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen was anderes erwartet, aber ich fand es toll, was für unterschiedliche Persönlichkeiten in dem Haus lebten, deren Geschichten man im Verlauf des Buches erfuhr.



Fazit: Ich hatte ehrlich gesagt etwas anderes erwartet, aber das Buch an sich gefiel mir.



Dorothy ist ein sehr eigener Charakter. Manchmal kann sie wirklich furchtbar sein, aber irgendwie ist sie dabei auch irgendwie liebenswert schräg. Lange Zeit blieb sie für sich, man erfährt gegen Ende des Buches erst, wieso. Durch den drohenden Abriss von Shelley House, den vermeintlichen Angriff auf Joseph und den Protest gegen die Zwangsräumung lernt sie aber ihre Nachbarn deutlich besser kennen und dabei bekommt ihre Fassade des „alten Mistviehs“ Risse und man lernt langsam die echte Dorothy kennen.



Auch Kat hat ihr Päckchen zu tragen und muss mit einigen neuen Erkenntnissen klarkommen.



Zwischendurch hatte das Buch aber seine Längen und ein paar Dinge waren weniger meins. Deswegen bekommt es von mir 3,5 Sterne.

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