Sehr emotional, aber die Wendung war leider nicht meins
Was wir leise hofftenAchtung: Band 3 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.
Willow ist immer auf Achse. Mit ihrem umgebauten Schulbus reist sie überall hin, wohin der Wind sie auch trägt. Sie erträgt es nicht, lange an ...
Achtung: Band 3 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.
Willow ist immer auf Achse. Mit ihrem umgebauten Schulbus reist sie überall hin, wohin der Wind sie auch trägt. Sie erträgt es nicht, lange an einem Ort zu bleiben, vor allem nicht in ihrem Heimatort. Doch jetzt beschließt sie, für eine längere Zeit in Honey Creek zu bleiben, um ihrer Freundin beizustehen, mit deren Mann es langsam zu Ende geht.
Ihren Bus parkt sie auf dem Grundstück von Theo, dem Enkel ihrer Freundin, der alles andere als begeistert von Willow ist. Er kann hinter ihre Maske der Fröhlichkeit und Freundlichkeit blicken und hält ihr regelmäßig den Spiegel vor. Er will, dass Willow zu sich selbst steht, obwohl auch Theo seine wahren Gefühle oft für sich behält.
Willow hat viel durchgemacht. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt und das allein sorgte schon dafür, dass Willow keine besonders positiven Gefühle sich selbst gegenüber hatte, als dann noch ein Unfall dazukam, schickte sie das auf eine andauernde Flucht. Sie traut sich kaum noch nach Hause und wenn, dann gibt es jemanden, der immer mehr als deutlich macht, dass Willow in dem Ort unerwünscht ist.
Willow versucht das mit Fröhlichkeit und Freundlichkeit allen Menschen gegenüber auszugleichen. Es ist nicht direkt eine Maske oder aufgesetzt, aber sie entscheidet sich immer dafür zu lächeln und freundlich zu sein, anstatt negative Gefühle zuzulassen.
Theo ist ein sehr zurückgezogener Mensch. Ihm reicht sein begrenztes Leben und er glaubt, nicht mehr zu brauchen als das. Wegen seines Stotterns und weil ihn seine Mutter als Kind verließ, wurde er in der Schule gemobbt, am allermeisten aber von seinem Cousin, dem es bis heute gelingt, allen etwas vorzumachen, außer seinem eigenen Sohn. Der verbringt lieber Zeit mit seinem Onkel als seinem Vater.
Fazit: Ich fand das Buch sehr emotional aber echt schön. Willow tat mir unheimlich leid. Ich konnte ihre Gefühle teilweise verstehen, aber ich fand es auch schade, dass sie nicht darüber redete. Auch Theo tat mir schrecklich leid. Allein dass ihn seine Mutter auf so brutale Weise verließ ist schon schlimm genug, aber sein Cousin ist wirklich furchtbar.
Die Wendung war mir zu vorhersehbar und nicht meins. Was mich zudem noch richtig gestört hat, waren zwei Namensverwechslungen. Ich weiß, nur zwei in einem Buch, aber die waren wirklich schlimm platziert und haben mich total aus dem Buch geworfen.
Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.