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Veröffentlicht am 07.10.2025

Das erkaufte Glück – spannend mit kleinen Schwächen.

Das erkaufte Glück
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Das erkaufte Glück, von Anna Johannsen

Cover:
Es passt zu einem Nordsee-Kriminalroman.

Inhalt und meine Meinung:
Um für ihren an Demenz erkrankten leiblichen Vater (der sie und ihre Mutter vor Jahren ...

Das erkaufte Glück, von Anna Johannsen

Cover:
Es passt zu einem Nordsee-Kriminalroman.

Inhalt und meine Meinung:
Um für ihren an Demenz erkrankten leiblichen Vater (der sie und ihre Mutter vor Jahren verlassen hat) da zu sein, wechselt Lea Nielsen vom LKA in Hannover nach Ostfriesland. Kaum dort angekommen bekommt ie ihren ersten Fall. Der 19-jährige Maya wird vermisst.

Der Krimi entwickelt sich schnell zu einem ‚spannenden und mysteriösen Fall. Nichts scheint zu passen, kein plausibles Motiv ist erkennbar. Lea muss auch gegen Widerstände in ihrer Polizeistelle kämpfen, ist sie doch die Neue und dazu noch eine Frau (knapp am Klischee vorbei).

Das Ende kommt dann etwas plötzlich und Lea und ihre Kollegin starten einen etwas unglaubwürdigen Alleingang.
Das Privatleben von Lea finde ich gut eingebunden (es bleiben noch einige Geheimnisse), vor allem die Demenz des Vaters ist gut dargestellt.

Dies ist der 1. Fall von Lea Nielsen, so dass noch einige Fragezeichen offen bleiben für nachfolgende Bücher.

Autorin:
Anna Johannsen, aufgewachsen im hohen Norden, liebt die Landschaft und die Menschen der Region. Besonders verbunden ist sie den nordfriesischen Inseln.

Mein Fazit:
Ein spannender temporeicher Krimi, mit kleinen Schwächen.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 17.09.2025

Über die Toten nur Gutes – charmanter und humorvoller Krimi

Über die Toten nur Gutes
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Über die Toten nur Gutes, von Andreas Izuquierdo

Cover:
Gefällt mir, macht neugierig auf den Inhalt.

Inhalt und meine Meinung:
Dieses Buch ist wirklich eine Mischung aus Krimi und Roman.
Wir begleiten ...

Über die Toten nur Gutes, von Andreas Izuquierdo

Cover:
Gefällt mir, macht neugierig auf den Inhalt.

Inhalt und meine Meinung:
Dieses Buch ist wirklich eine Mischung aus Krimi und Roman.
Wir begleiten den Trauerredner Mad Madsen in seinem Alltag. Als ein Freund aus Kindertagen, den er aus den Augen verloren hat, plötzlich tot ist und er Nachforschungen anstellt, was er so gemacht hat, wie er gelebt hat und wie genau und warum er sterben musste, gerät er in ein kriminelles Wespennest das ihn am Ende massiv bedroht.

Das Buch beginnt relativ harmlos, ja sogar eher witzig und humorvoll. Dieser Humor bleibt das ganze Buch über, vor allem wenn es um die Beziehung von Mads und seinem Vater gehrt (bis am Ende, da kommt dann ein großer Paukenschlag).
Der Krimi gestaltet sich langsam heraus, ist aber nicht so nervenaufreibend und verursacht kenne Gänsehaut.
Teilweise ist einiges recht konstruiert oder der „Zufall“ irgendwie unglaubwürdig.

Die Schreibweise ist flüssig, locker und mit schönen, fast schon poetischen Stellen.

Autor:
Andreas Izquierdo ist Schriftsteller und Drehbuchautor

Mein Fazit:
Ein interessanter Kriminalroman, mit Humor, Charme und einem ungewöhnlichen und sympathischen Ermittler.
Von mir 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2025

Muckdiwupp – auf nach Pifo - so sollte es sein

Muckdiwupp – Auf nach Pifo
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Muckdiwupp – auf nach Pifo , von Die Michalskis, Shari Böttcher, Daisy Lotta
Es ist wirklich schade, dass wir solche Bücher brauchen, in denen es ganz normal ist, wenn die Familienkonstellation nicht ...

Muckdiwupp – auf nach Pifo , von Die Michalskis, Shari Böttcher, Daisy Lotta
Es ist wirklich schade, dass wir solche Bücher brauchen, in denen es ganz normal ist, wenn die Familienkonstellation nicht dem Durchschnitt entspricht.
In diesem Buch wird hervorragend gezeigt, dass dies egal ist. Wichtig ist, dass man Freunde findet, denn zusammen kann man viel mehr erreichen. Hier im Buch z.B. eine gigantische Sandburg bauen, weil jeder eigene Fähigkeiten hat und diese in Kombination mit den anderen zum großen Ganzen führt.
Ich bin beim Vorlesen leider nur immer wieder über das sie/er/they gestolpert, das Mukelino oft vorangestellt ist.
Ist zwar gut gemeint, dem Vorleser zu überlassen ob er Muckelino weiblich, männlich oder divers machen will, aber diese Form ist beim Lesen doch etwas hinderlich.
Von mir 4 Sterne

Veröffentlicht am 22.08.2025

Die Buchhändlerin, Die Macht der Worte

Die Buchhändlerin: Die Macht der Worte
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Die Buchhändlerin, Die Macht der Worte, von Ines Thorn

Cover:
Passt sehr gut zum Inhalt.

Inhalt und meine Meinung:
Dies ist der 2. Band und wir begleiten die junge Christa von 1950 bis 1098.
Ich habe ...

Die Buchhändlerin, Die Macht der Worte, von Ines Thorn

Cover:
Passt sehr gut zum Inhalt.

Inhalt und meine Meinung:
Dies ist der 2. Band und wir begleiten die junge Christa von 1950 bis 1098.
Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, habe mich aber gut zurechtgefunden, mir hat keine Information gefehlt.

Der Schreibstil ist flüssig und interessant.
Christa ist eine junge Frau, die einfach mehr möchte, aber immer wieder an den Normen der Gesellschaft und an ihren eigenen Maßstäben scheitert.
Sie hat aber immer wieder Glück und steht doch irgendwie immer auf der Sonnenseite.

Es wird sehr viel Politisches und gesellschaftliches aus dieser Zeit eingebaut, das Ganze wirkt auf mich sehr authentisch.

Mein Fazit:
Ich finde, ein gut recherchierter historischer Roman.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 18.08.2025

Furchen und Dellen, von Ela Meyer

Furchen und Dellen
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Furchen und Dellen, von Ela Meyer

Chris (Mitte 40) kehrt in ihre Heimatstadt (der sie vor ca 7 Jahren den Rücken gekehrt hat) zurück, weil ihr Großvater im Sterben liegt.
Es gibt zwei Hauptgründe warum ...

Furchen und Dellen, von Ela Meyer

Chris (Mitte 40) kehrt in ihre Heimatstadt (der sie vor ca 7 Jahren den Rücken gekehrt hat) zurück, weil ihr Großvater im Sterben liegt.
Es gibt zwei Hauptgründe warum Chris sich fern gehalten hat.

Erstens: die vielen Furchen und Dellen die ihr dominanter Großvater ihr (und ihrem Bruder) zugefügt hat. Dabei ist es nicht so einfach den Opa als „Bösewicht“ zu sehen, es gibt ganz klar auch schöne Zeiten.
Der zweite Grund ist ihre Freundschaft zu Doro und Antonia, die Chris durch ihre Flucht „beendet“ hat. Die Drei hatten eine langjährige Freundschaft und eine WG. Doro wollte sich nun endlich ihren Kinderwunsch erfüllen, mit einer offenen Familienplanung, doch dem sah sich Chris nicht gewachsen und hat die Flucht ergriffen.

Nun ist sie wieder zurück und muss sich selber erst wieder finden.
Ein Buch, wie das Leben es schreiben könnte, mit vielen Fallstricken des Lebens, Verletzungen, Täuschungen, aber auch Freundschaft, Vergebung und viel Offenheit.

Von mir 4 Sterne.