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Veröffentlicht am 07.09.2025

Spannender Kriminalroman mit typisch britischem Humor und Setting

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Das Buch „Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste“ ist ein spannender Kriminalroman mit typisch britischem Humor und Setting in einem wunderschönen Herrenhaus. Als die 77 Jahre alte Rosemary, genannt ...

Das Buch „Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste“ ist ein spannender Kriminalroman mit typisch britischem Humor und Setting in einem wunderschönen Herrenhaus. Als die 77 Jahre alte Rosemary, genannt Mimi, eine Einladung ihrer reichen Nachbarin Jane zu einer Auktion erhält, möchte sie am liebsten absagen. Leider ist dies keine Option, denn der Einladung liegt gleich der Hinweis bei, dass der Absender ihr Geheimnis kennt. So macht sich Mimi zusammen mit ihrer nervenstarken Enkelin Addie auf den Weg zur Auktion. In Janes Herrenhaus treffen sie auf die geladenen Gäste, die ebenfalls alle ein brisantes Geheimnis wie ihren Schatz hüten. Als die Gastgeberin Jane ermordet aufgefunden wird, ist klar, dass der Täter mitten unter ihnen weilt und ein perfides Spiel treibt.

Der Kriminalroman im Stil von Agatha Christie hat mir sehr gut gefallen. Das Cover ist hochwertig gestaltet und sieht wunderschön aus. Im Innenteil finden wir kleine Gemälde, die die während des Mordes anwesenden 12 Personen zeigen, was ich sehr schön finde. Der Schreibstil ist schön locker sowie flüssig und gespickt mit viel britischem Humor. Die Charaktere sind alle sehr eigenwillig und differenziert ausgearbeitet. Die beiden Protagonistinnen Mimi, mit ihrer eigenbrötlerischen Art und ihre Enkelin Addie, eine clevere junge Dame, die als Spieleentwicklerin für Kriminalfälle arbeitet, muss man einfach gernhaben. Durch Addies clevere Überlegungen und Handlungen kommt bei den Ermittlungen zum Mord so richtig Schwung in die noble Bude. Interessant finde ich auch die charakterliche Entwicklung und das großartige Teamwork des Großmutter-Enkelin Duos, das sich hervorragend ergänzt.

Die Handlung ist interessant aufgebaut und von Beginn bis zum Ende äußerst spannend. Es hat mir viel Freude bereitet, die ganze Zeit mitzuraten und Vermutungen anzustellen, wer denn jetzt Janes Mörder und der Drahtzieher des Auktion ist. Mir persönlich ist es bis zur Auflösung am Ende nicht gelungen, das Geheimnis des Mordes und das perfide Spiel des Mörders zu lüften. Das Setting im charmanten, verschneiten englischen Herrenhaus fand ich sehr schön. Die Handlung des Kriminalromans spielt zwar in der Gegenwart, strahlt aber die Vibes der goldenen zwanziger Jahre aus, was mir sehr gut gefallen hat. Trotz der allgegenwärtigen Spannung fand ich durch den Schneesturm den Roman auch irgendwie cozy und perfekt für kalte, gemütliche Tage.

Fazit: Packender Kriminalroman für alle Fans von Geheimnissen, Agatha Christie und einem typisch britischen Humor und Setting. Sehr unterhaltsam und empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Großartiges, intensives und spannendes Buch – sehr lesenswert

Peggy Guggenheim
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Das Buch „Peggy Guggenheim“ von Mona Horncastle liefert eine intensive Biografie über die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die oft auch als Freigeist, Mäzenin und Femme fatale beschrieben wird. Das Buch ...

Das Buch „Peggy Guggenheim“ von Mona Horncastle liefert eine intensive Biografie über die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, die oft auch als Freigeist, Mäzenin und Femme fatale beschrieben wird. Das Buch ist sehr hochwertig gebunden sowie mit dickem Papier und vielen Bildern aus dem Leben von Peggy kunstvoll gestaltet. Die Gliederung des Buchs ist sehr übersichtlich und die Themen reichen von ihrer Herkunft über ihre Emanzipation und ihr Wirken zu der Zeit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg, bis hin zu ihrer Galerie in NYC und später in Venedig. Am Ende des Buchs kann man viele Themen und Begriffe noch in den Anmerkungen vertiefen. Außerdem gibt es ein Personenregister, Literaturverzeichnis und die Bildnachweise.

Das Buch ist ganz großartig und hat mich sehr begeistert. Man erfährt sehr viel über das Leben und Wirken von Peggy Guggenheim. Eine starke Frau mit einem starken Willen und ganz eigenen Ansichten sowie Zielen. Ich kannte sie nur als Kunstsammlerin aber sie war viel mehr als das. Sie hat junge, unbekannte Künstler sehr gefördert, sie aus existenziellen Nöten befreit und ihre Kunst bekannt gemacht. Außerdem hat sie vor Beginn des zweiten Weltkriegs viele Kunstwerke versteckt und nach NYC verschiffen lassen, um sie vor der deutschen Wehrmacht in Sicherheit zu bringen. Dass zu der sogenannten entarteten Kunst, wie sie damals von den Nationalsozialisten genannt wurde, auch heutzutage bekannte Künstler wie Miró, Dalí etc. gehörten, deren Werke sonst unwiederbringlich verloren gewesen wären, war mir vorher gar nicht bewusst. Ohne sie hätte der Surrealismus sowie der Expressionismus und die gesamte moderne Kunst vermutlich gar keinen so großen Anklang und keine zahlenden Käufer gefunden. Auch war sie unermüdlich darum bemüht, nicht nur die Werke zu retten, sondern auch den Künstlern vor Beginn des zweiten Weltkriegs über Marseille, Madrid und Lissabon eine Ausreise nach NYC per Schiff oder Flugzeug zu ermöglichen. Ihr Wirken war so vielfältig, wie ich es nie vermutet hätte. Peggy hat sich ebenfalls für die Emanzipation der Frau und der Förderung von Künstlerinnen eingesetzt, was in der von Männern dominierten Kunstwelt damals schon eine Konfrontation war. Sie war eine Exzentrikerin und Femme fatale und hat auch die spießige Gesellschaft mit ihren Ansichten und Feiern etwas aufgelockert.

Sehr gut gefallen hat mir, dass wir auch einen guten Einblick in gesellschaftliche Themen wie den Antisemitismus gegenüber reichen Juden in NYC, die Repressalien ggü. Menschen, die auf der Liste der Nationalsozialisten standen und den Feminismus bekommen. Das Buch ist zudem unglaublich spannend, lebensnah und ungeschönt geschrieben. Das Privatleben von Peggy, ihr Verhältnis zu ihren Kindern und ihre Liebschaften werden hier nicht so ausführlich behandelt, aber das ist auch gut so, da ihr Wirken im Vordergrund stehen soll.

Fazit: Eine großartige Biografie über Peggy Guggenheim. Spannend, interessant und ungeschönt. Für Kunstliebhaber aber auch für alle Menschen, die Interesse an der Biografie einer starken, unbequemen und eigenwilligen Frau haben, der die Kunstwelt so unfassbar viel zu verdanken hat.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Wunderschöne, tiefgehende Love Story mit cozy Hygge Flair

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate
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Der Roman „Copenhagen Cinnamon – Delicate“ ist der erste Band der New-Adult-Romance Reihe von Stefanie Neeb. Im Roman werden die Geschichten von Jonna und Mads erzählt. Jonna ist 21 Jahre alt und hat genauso ...

Der Roman „Copenhagen Cinnamon – Delicate“ ist der erste Band der New-Adult-Romance Reihe von Stefanie Neeb. Im Roman werden die Geschichten von Jonna und Mads erzählt. Jonna ist 21 Jahre alt und hat genauso wie der 23-jährige Mads in der Vergangenheit familiär schon einiges durchgemacht. Als in Jonnas Leben erneut Turbulenzen auftreten, fängt sie kurzerhand als Barista in Mads Café „Copenhangen Cinnamon“ an. Durch die Nähe ihrer Zusammenarbeit gerät bei beiden einiges in Bewegung, das sie jahrelang tief vergraben hatten.

Das Cover ist außergewöhnlich schön sowie edel und auch der Farbschnitt mit den Blättern versprüht absoluten Herbst-Charme. Dieser Herbstvibe setzt sich auch im Inneren des Buchs fort und Jonnas Pumpkin-Spice Latte Rezept ist der absolute Knaller.

Mir hat der Roman insgesamt sehr gut gefallen. Jonna mit ihrer lebendigen, außergewöhnlichen und unkonventionellen Art ist nach außen hin ein echter Sunshine Charakter, der Jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, unter der Oberfläche ist sie aber auch sehr verletzlich. Mads ist ein echter grumpy Charakter, launisch, unberechenbar aber mit einem guten Herzen und daher auch irgendwie liebenswert. Man muss sie beide einfach gernhaben. Zwischen ihnen knistert es von Beginn an und die Spannung wird mit jeder Begegnung weiter aufgebaut. Ihre Familiengeschichten sind herzberührend und verleihen dem Roman eine wunderbare Tiefe. Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet und fein gezeichnet. Hierbei hat Knud einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenommen. Der Roman ist für mich nicht nur eine Love Story sondern auch ein Coming of Age Roman bei dem es um Selbstfindung, persönliches Wachstum, Identität und emotionale Herausforderungen geht.

Das Setting im Coffeeshop ist super cozy und das herbstliche Kopenhagen wird so schön atmosphärisch und bildhaft dargestellt, dass man sich schnell dorthin träumen kann. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Jonna und Mads in Ich-Form erzählt, sodass man tief in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen kann. Der Roman ist sehr emotional und nimmt uns mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, was äußerst herzberührend ist. Die Story ist turbulent, stürmisch, von Beginn bis zum Ende spannend und dabei locker und spritzig erzählt.

Fazit: Sehr süße, berührende und knisternde New-Adult-Romance mit cozy Herbstvibes und viel Hygge Flair mit tiefgehenden Themen wie mentale Gesundheit, Selbstfindung und persönlichem Wachstum. Ich habe den Roman geliebt und freue mich schon sehr auf den zweiten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Sehr wertvoller, praxisnaher und einfühlsamer Ratgeber

Too Much!
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Der Ratgeber „Too Much!“ beschäftigt sich mit der hochfunktionalen Co-Abhängigkeit kurz HFC in Beziehungen, mit der wir als soziale Wesen tagtäglich konfrontiert sind. Wenn wir gesunde Beziehungen führen, ...

Der Ratgeber „Too Much!“ beschäftigt sich mit der hochfunktionalen Co-Abhängigkeit kurz HFC in Beziehungen, mit der wir als soziale Wesen tagtäglich konfrontiert sind. Wenn wir gesunde Beziehungen führen, in denen wir glücklich und entspannt sind, wo Geben und Nehmen im Ausgleich stehen und wir frei und selbstbestimmt unseren Weg gehen können, ist das wunderbar. Die Realität sieht jedoch oft ganz anders aus. Wir haben das Gefühl, zu viel zu Geben, zu Fühlen und zu Managen, die Probleme anderer zu unseren zu machen und sind am Ende des Tages einfach nur erschöpft, frustriert sowie körperlich und mental ausgelaugt. Wir haben das Gefühl, alles für andere Menschen gegeben zu haben, aber uns selbst zu vernachlässigen und unser Leben nicht so zu leben, wie wir es uns wünschen, da wir dafür gar keine Zeit und Kraft mehr haben. Die zugelassene Psychotherapeutin und Expertin für Beziehungen und Empowerment Terri Cole hat mit „Too Much!“ einen Ratgeber geschrieben, der genau da ansetzt. In leicht verständlicher Sprache und sehr empathisch zeigt sie uns, warum wir in hochfunktionalen Co-Abhängigkeiten verharren und wie wir sie überwinden können.

Ich finde des Buch ganz großartig, da es auf so viele Aspekte von der Ursachenforschung bis zum Ziel eines erfüllten Lebens eingeht. Wir werden zur Selbstreflexion angeregt und erhalten viele Hinweise, warum wir uns so verhalten, was Narzissten und toxische Beziehungen sind und warum wir einen zu hohen Preis zahlen, wenn wir in diesen Beziehungen bleiben. Wir erhalten sehr viele Ratschläge und praktische Übungen, um emotional widerstandsfähiger zu werden, eine gute Abgrenzung zu praktizieren und uns echte Selbstfürsorge zukommen zu lassen. Wir erhalten so unglaublich viel Wissen und Übungen, die leicht und praxisnah umsetzbar sind. Wir werden in dem Buch Schritt für Schritt angeleitet, um eine Bestandsaufnahme zu machen und unser Leben neu auszurichten. Ganz toll finde ich, dass uns die Autorin immer motiviert, alles in unserem Tempo zu tun und genau so, dass wir uns wohlfühlen. Der Leser steht in diesem Buch absolut im Mittelpunkt. Er wird abgeholt, auf seinem einzigartigen Weg begleitet und motiviert, sich selbst ohne Schuldgefühle in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen. Man merkt, dass der Autorin wirklich daran gelegen ist, dass wir jetzt starten, uns um uns selbst zu kümmern und das Leben zu leben, das uns glücklich macht.

Es gibt im Buch auch ganz tolle Affirmationen und viele Kästchen in denen wir anhand der Fragen zurück zu uns selbst finden können. Denn Selbstliebe und Selbstfürsorge stehen bei diesem Buch im Vordergrund. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass am Ende des Buchs jedes Kapitel nochmal kurz zusammengefasst und vertieft wird. So kann man auch zwischendurch mal kurz reflektieren und sich wieder auf Kurs bringen.

Fazit: Ich habe selten einen Ratgeber zum Thema Selbstfürsorge und Selbstliebe gelesen, der so fundiert, praxisnah und umfassend ist und mit dem man sofort anfangen kann, aktiv an sich zu arbeiten, um positive Veränderungen zu bewirken. Das Buch ist sehr empfehlenswert für alle Menschen die aktiv an ihrer Selbstliebe und Selbstfürsorge arbeiten möchten.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Herzberührender, bittersüßer aber auch hoffnungsvoller und ermutigender Roman

Honigtage
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Der Roman „Honigtage“ ist das zweite Buch der Reihe „Die Schwestern von Eden Fields“ von #1-Kindle-Bestsellerautorin Josephine Cantrell. Die Autorin nimmt uns auch in diesem Band mit nach Irland auf die ...

Der Roman „Honigtage“ ist das zweite Buch der Reihe „Die Schwestern von Eden Fields“ von #1-Kindle-Bestsellerautorin Josephine Cantrell. Die Autorin nimmt uns auch in diesem Band mit nach Irland auf die zauberhafte Apfelfarm Eden Fields. Nachdem im ersten Band „Sommergold“ die Lebens- und Liebesgeschichten von Loreena und der Schwester ihrer Ururgroßmutter Grace, Gwendolyn, beschrieben werden, werden in „Honigtage“ die Geschichten von Flora und ihrer Ururgroßmutter Grace erzählt. Beide Geschichten sind eng miteinander verwoben, die Bücher können jedoch unabhängig voneinander gelesen werden, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind.

Die Geschichte von Flora Swan, die ihren Verlobten Rian noch vor ihrer Hochzeit beerdigen musste, spielt in der Gegenwart. Während ihrer Arbeit auf Eden Fields findet sie in einem Bienenstock einen Brief und Fotos ihrer Ururgroßmutter Grace und begibt sich auf die aufregenden Spuren ihres Lebens, um das Geheimnis von ihr und dem Arzt Seamie Cullen, über den Grace nie gesprochen hat, zu erforschen. Eine große Hilfe ist ihr dabei Jonathan, Rians bester Freund, der als Regisseur eine mehrteilige Dokumentation über Eden Fields und seine Bewohner drehen möchte und die Familie Swan diesen Sommer mit seinem Team auf Eden Fields begleitet. Während der Dreharbeiten und gemeinsamen Nachforschungen kommen sich Flora und Jonathan näher. Aber haben die Gefühle, die beide empfinden, eine Zukunft, oder werden sie von den dunklen Schatten der Vergangenheit eingeholt?

Der Roman ist herzzerreißend, sehr berührend und bittersüß. Ich bin absolut begeistert und liebe das Buch sehr. Der Schreibstil ist so bildgewaltig, teils schon poetisch und einfach wunderschön. Der Roman ist für mich persönlich ein Kunstwerk an feiner, herzberührender Erzählkunst. Josephine Cantrell, die so unglaublich eindringlich und tiefgehend erzählen kann, wie kaum eine andere Autorin, nimmt uns mit auf eine ergreifende Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der einem ganz schwindelig wird. Sowohl Flora als auch Grace sind sehr starke, mutige und warmherzige Charaktere, die das Herz auf dem rechten Fleck haben. Trotz des sehr berührenden Themas Trauerbewältigung, das ebenfalls im Roman einen Platz einnimmt, sind die Geschichten von Grace und Flora sehr hoffnungsvoll, ermutigend und voller positiver, sprudelnder Energie. Auch der feine Humor kommt in diesem Roman nicht zu kurz und viele Szenen sind sehr amüsant und humorvoll geschrieben.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Flora in der Gegenwart und von Grace in der Vergangenheit, um das Jahr 1911 erzählt. Die abwechselnden Perspektiven und verschiedenen Zeitebenen verleihen der Geschichte eine anhaltende Spannung, sodass man förmlich durch die Zeilen fliegt. Die Charaktere sind fein gezeichnet und man kann so tief in die Gedanken und Gefühle von Grace und Flora eintauchen, dass man richtiggehend mitfiebert und das Gefühlt hat, man sei hautnah dabei. Auch die anderen Charaktere finde ich so interessant und liebenswert gestaltet, dass ich insbesondere die Familie Swan tief in mein Herz geschlossen habe. Als Roman mit einer historischen Zeitebene um 1911 werden die damaligen Lebensverhältnisse und der Stand der medizinischen Forschung absolut authentisch dargestellt. Die Geschichte ist bis zum Ende äußerst spannend geschrieben und ich habe viel über Bienenzucht, irische Mythen sowie Legenden und die medizinische Versorgung zur damaligen Zeit dazulernen dürfen. Nach und nach werden mit dem Fortschreiten der Geschichte kleine Geheimnisse gelüftet und Puzzleteile zusammengesetzt, um dem Leser das ganze Ausmaß der Geschichte und ihre Wirkung auf die Familie Swan in der Gegenwart zu offenbaren. Das Setting in Irland auf Eden Fields ist so bildgewaltig und eindrücklich beschrieben, dass man das Gefühl hat, durch die Wiesen und Felder um Eden Fields zu streifen und die wunderschöne Natur Irlands mit allen Sinnen in sich aufzunehmen.

Fazit: Ein wunderbares, emotionsgeladenes Buch über die Schicksale zweier starker Frauen. Warmherzig und sehr berührend wie eine innige Umarmung und tröstlich wie eine kuschelige, samtweiche Decke. Absolut empfehlenswert.

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