Solide Fantasygeschichte, die Spaß macht
Mondia-Dilogie 1: Silent SecretsAchtung, die Rezension könnte dich spoilern!
Inhaltsangabe
„Tief unter den Gassen von Paris schlummert ein uraltes Mysterium, das das fragile Gleichgewicht der Welt bewahrt: die Weltenbibliothek Mondia, ...
Achtung, die Rezension könnte dich spoilern!
Inhaltsangabe
„Tief unter den Gassen von Paris schlummert ein uraltes Mysterium, das das fragile Gleichgewicht der Welt bewahrt: die Weltenbibliothek Mondia, ein verborgener Ort voller Bücher, die über das Schicksal der Menschheit wachen. Davon ahnt die 19-jährige Remy jedoch nichts, die ein normales Leben führt und ihre Zeit am liebsten in der Werkstatt im Blumenladen ihrer Schwester verbringt. – Bis eines Tages Kasimir in den Laden stolpert und ein magisches Kästchen verlangt, das in Remys Besitz sein soll. Denn sie ist die letzte Erbin der Ripari, einer Familie, deren Blutlinie seit Jahrhunderten die Bibliothek beschützt. Und nun liegt es in ihren Händen, die Mondia vor den Schatten der Zerstörung zu bewahren. Doch während Remy und Kasimir sich den drohenden Gefahren stellen, lauern ihre Feinde bereits im Verborgenen, entschlossen, die Welt, wie wir sie kennen, für immer zu vernichten … „
Daten
Erscheinungsdatum: 27.09.2024
Autor/in: Alexandra Flint
Seitenanzahl: 473
Verlag: Planet!
Schreibstil
Einfacher, leicht verständlicher und flüssiger Schreibstil. Die Autorin konnte Szene gut Beschreiben, sodass man sich diese Bildlich gut vorstellen konnte. Es gab hier und da vereinzelt Wiederholungen, diese haben mich hier aber nicht gestört, da es sich absolut im Rahmen hilt.
Meinung
Ich hatte vorher noch nie etwas von der Autorin gelesen. Das Thema hatte mich aber angesprochen (Thema Weltenbibliothek) und daher war ich gespannt, was es damit auf sich hat. Ich bin sehr neutral an die Story ran.
Sie beginnt im Prolog ziemlich heftig und dramatisch mit einer Szene von einer Familie (die Eltern und 2 Kinder), die zu dem Zeitpunkt noch, aus unerklärlichen Gründen aus Paris fliehen mag. Bzw. Jeanne, möchte schleunigst raus aus Paris. Es kommt zu einem Unfall und die Eltern und der ältere Bruder sterben bei diesem Unglück, jedoch das Baby (Genevieve) überlebt. Ein Panther erscheint plötzlich und nimmt das Baby mit. Dies hatte mich stutzen lassen und ich war neugierig, was es genau mit dem Panther auf sich hat.
Das erste Kapitel startet dann aus der Sicht einer jungen Erwachsenen Namens Aramena, Spitzname Remy. Jedoch wird dem Leser super schnell klar, das es sich bei ihr nur um das Baby, das den Unfall damals überlebt hat, handeln kann. Man lernt ihre Vorliebe fürs reparieren von Geräten kennen und ihre Beutefreundin Ninnie. Sowie ihre Familie und wo sie arbeitet.
Das zweite Kapitel ist aus der Sicht eines jungen Mannes Namens Kasimir, Spitzname Sim, geschrieben. Die Kapitel sind auch immer jeweils aus der Sicht von den Beiden. Sim ist ein Weltenschreiber und lebt aktuell in London und reist zurück nach Paris, in seine Heimat, da es dort ein Problem mit der Mondia gibt. Der Weltenbibliothek.
Sim soll den Duplicator zurück in den sogenannten Pariser Untergrund, der Heimat der Weltenschreiber holen.
Dabei trifft er auf Remy, die diesen besitzt, da eine Dame ihr diesen gebracht hat und ihn repariert haben wollte. Sie kam ihn aber nie abholen und erkundigte sich auch nie wieder nach ihm.
Die erste Begegnung unserer Protas ist distanziert und ungewöhnlich, da Sim einen Seitenspringen an seiner Seite hat, den nur Menschen aus der Welt der Mondia sehen konnten. Komischerweise kann Remy diesen sehen und ist verwirrt und verwundert, da er aussieht wie ein zu groß geratener weißer Fuchs/Wolf. Sim macht das stutzig und kann sie vorerst mit einer Ausrede, das Dot (der Name des Seitenspringers) eine außergewöhnliche Hunderasse sei.
Remy möchte die seltsame kleine Kiste nicht rausgeben, da die Box ja von einer Dame abgegeben wurde und diese auch noch gar nicht repariert ist, da sie die Kiste nicht aufbekommen hat. Als Sim sich diese einfach nimmt, Remy ihm diese abnehmen will, berühren sich die beiden und Beide trifft ein Schlag. Sim weiß nun, das Remy eine Ripari sein muss, was nicht sein kann, da Cassandra, die letzte Ripari, vor kurzem verstorben war. Der Tod der Ripari ist ein riesen Problem, da die Mondia sich zu schließen droht, was eine Katastrophe für die Welt bedeuten würde. Remy überlässt ihm die Box und Sim kehrt zurück. Verwirrt, was er davon halten soll.
Später trifft Remy Sim in der Ubahn und möchte ihn nochmal mit dem „Diebstahl“ konfrontieren. Jedoch entsteht eine Verfolgungsjagt, da Sim in der Bahn auf Zella, einer Nova (die Feinde der Weltenspringer) trifft. Sie entkommen und Sim nimmt Remy mit in den Untergrund und sie verlangt nun antworten. Denn Sim hat die große Hoffnung, das wenn Remy wirklich eine Ripari ist, die Schließung der Mondia verhindert werden kann. Ab hier startet dann so richtig unsere Story.
Im Laufe der Story, haben sich viele Frage in mir aufgetan. Z.B. läuft es in der Mondia so ab, das die Weltenspringer dafür zuständig sind, das alle Bücher, die auf der Welt verteilt sind, in die Mondia, an einen bestimmten Platz kommen. Wenn die Bücher nicht an den vorhergesehen Platz stehen, kommt es schon zu großen Ungleichgewichten in der Welt. Die Weltenschreiber müssen die Bücher ausfindig machen, Kopien davon erstellen und diese gegen die Originale austauschen, da die Bücher auch oft in Museen stehen. Hier zu benötigen sie den, bereits oben angesprochenen, Duplicator. Ausfindig machen können sie die Bücher mit einem Lucator. Hier Frage ich mich – Wieso steht sie genau in Paris? Wie sind die Bücher entstanden? Wieso sind sie so verteilt? Wie kommt der genau Platz in der Mondia zustanden? Den es wurde als Beispiel genannt, das wenn das Buch der Finanzen nicht an Ort und stelle steht, das DAX einbrechen könnte. Den DAX gibt es aber ja nicht schon immer... wie also ist dieses Buch entstanden, bzw. wie ist der Teil mit dem DAX im Buch ergänzt worden?
Dann die Frage, wie es sein kann, das es so wenig Riparis gibt, wenn diese so wichtig für die Mondia ist?
Was genau hat es mit den Novas auf sich? Wieso sind so so darauf erpicht, die Weltenschreiber auszuschalten?
Was genau hat es mit Remys Kette auf sich, die sie von Geburt an bei sich trägt? Es ist ein Zahnrad und das „Herz“ der Mondia besteht aus einem Uhrwerk und somit auch aus Zahnrädern. Aber die Kette hat nicht einmal einen „wichtigen“ Auftritt im Buch. Es kann aber doch kein Zufall sein, das Remy diese Kette besitzt?
Irgendwann denkt man, man erfährt den Grund, warum Jeanne damals aus Paris flüchten wollte. Und zwar ist sie eine Blindgängerin und hat die Ripari Fähigkeiten nicht geerbt, sondern eben Remy. Man dachte, sie wolle ihre Tochter von allem fernhalten, weil Jeanne weiß, was für ein Druck auf Remy in Zukunft lasten würde. Jedoch hatte ich mich auch da gefragt, wenn es so wenig Riparis gibt, warum Jeanne flüchtet. Am Ende des Buches erfährt man allerdings, das es wohl einen anderen, bzw. zusätzlichen Grund gibt. Und zwar kommt das Geheminis zur Sprache, das Remys Vater gar nicht ihr Vater ist. Sondern das Jeanne eine Affäre hatte. Es wird nicht gesagt mit wem, sondern nur, das sie weg muss, um die Kleine zu schützen, da sie die Befürchtung hat, das man sie nicht akzeptieren würde.
Ich dachte zuerst, Jeannes bester Freund wäre es vielleicht. Das hat aber nicht ganz gepasst. Dann kam mir der Gedanke, ob es ein Nova ist. Aber wieso sollte Jeanne mit einem Nova eine Affäre haben?
Also ihr merkt, Fragen über Fragen und wenn man denkt, man hat die Antwort, ergeben sich neue Fragen.... Dies muss man mögen und mir war es ehrlich gesagt, etwas zu viel, da man am Ende von Band 1 wirklich mit vielen Fragen zurück bleibt und hoffen muss, das sie im zweiten und somit dem Abschluss Band, alle beantwortet werden.
Das Buch wird unter anderem mit einer so beworben „eine magische Liebesgeschichte, die Herzen brechen wird“. Ich hatte einige Meinungen gelesen, wo kritisiert wird, das die Romance aber sehr zu kurz kommt. Die Kritik kann ich gut nachvollziehen, da eben damit geworben wurde.
Es handelt sich allerdings um eine Slow-burn romance die wirklich sehr langsam aufgebaut wird und es relativ spät zum ersten Kuss kommt. Ich persönlich, fand das aber sehr passend für den Fluss der Geschichte und den Geschehnissen. Ich hätte, bei allem, was passiert ist, eine zu übertriebene oder früh aufgebaute Romanze, als unpassend empfunden.
Was allerdings auch noch ein Kritikpunkt meinerseits ist, ist das der Ablauf, ob sehr ähnlich ablief. Sim und Remy müssen im laufe der Geschichte oft reisen. Immer haben die Novas die Nase vorn und erst spät, kommen ihnen Gedanken wie, „Sind wir gehackt worden?“. Noch später erst „Gibt es einen Maulwurf?“. Und am Ende ist es ein Sender, den sie Sim und Remy unter geschmuggelt haben. Auf die Idee sind sie nie gekommen. Wo war dieser Sender? Wieso ist der nie aufgefallen? Wie können die Novas aber immer VOR den Beiden am Ziel sein, bevor sie durch den Sender feststellen konnten, wo Sim und Remy sind? Oder hat der Sender auch eine Abhör-Funktion?
Wieder Fragen, über Fragen. Und die Begegnungen sind wirklich immer ähnlich. Verfolgungsjagt und/oder Kampf wo Remy verletzt wird. Dann wird Remy einmal entführt und am Ende, womit das letzte Kapitel auch endet, wird dann Sim entführt. Somit wissen wir, wie Teil 2 weiter gehen wird. Denn Remy möchte natürlich unter allen Umständen, Sim zurückholen.
Fazit
Alles in allem eine solide Fantasygeschichte. Es hat mir, trotz meiner Kritikpunkte, spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich werde Band 2 auf jeden Fall lesen und hoffe sehr, das ALLE oder wenigsten die wichtigen Fragen, beantwortet werden.
Ich würde dem Buch eher 3,5 Sterne geben, da hier aber keine halben Sterne möglich sind, vergebe ich 4, da ich 3 Sterne dann doch zu wenig fände.