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Veröffentlicht am 21.08.2025

Spannend, düster, unterhaltsam. Ein toller historischer Kinderkrimi!

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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Stockholm, 1880. Die 12-jährige Mika lebt in einem Waisenhaus und arbeitet nebenbei in einer Spelunke. Sie ist das harte Leben daher gewohnt, doch dieser Winter ist unerbittlich. Die Nächte sind bitterkalt, ...

Stockholm, 1880. Die 12-jährige Mika lebt in einem Waisenhaus und arbeitet nebenbei in einer Spelunke. Sie ist das harte Leben daher gewohnt, doch dieser Winter ist unerbittlich. Die Nächte sind bitterkalt, es fehlt an Brennholz, die Vorräte sind knapp...In einer besonders eisigen Nacht taucht plötzlich ein verängstigter Junge auf, drückt der verwirrten Mika ein Neugeborenes in die Arme und verschwindet einfach wieder. Woher kommt das Kind? Und wer ist der Dunkle Engel, von dem der Junge gesprochen hat? Als wenig später ein Mord geschieht, spürt Mika, dass die Vorfälle irgendwie zusammenhängen. Sie hat einen sehr geschärften Blick und das Talent, die kleinsten Details zu erkennen. Dies bemerkt auch der ermittelnde Kommissar Valdemar Hoff während einer Befragung. Imponiert von Mikas einzigartiger Fähigkeit bittet er sie um ihre Hilfe bei seinen Ermittlungen. Er ist sich sicher, dass der rätselhafte Mord das Werk des Nachtraben war, ein berüchtigter Serienmörder. Aber kann das wirklich sein? Schließlich wurde der Nachtrabe doch eigentlich hingerichtet. Und welche Rolle spielt das Baby bei dem Ganzen? Ob Mika und der Kommissar den Fall wohl rechtzeitig aufklären können?

Bei diesem Buch war sofort klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Das Cover hat mich direkt magisch angezogen und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Von der heimeligen äußeren Erscheinung sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen. Denn zwischen den Buchdeckeln geht es überraschend rau und finster zu.

Johan Rundberg präsentiert hier einen gelungenen Auftakt einer mehrbändigen Kinderkrimi-Reihe, in der er seinen jungen Leserinnen einiges zutraut. Die Altersangabe ist durchaus mit Vorsicht zu genießen – nicht für jedes zehnjährige Kind wird dieses Buch etwas sein. Die Geschichte spielt im Jahr 1880, während eines bitterkalten Winters in Stockholm. Dem schwedischen Autor gelingt es mit wenigen Worten, eine bedrückende und geheimnisvolle Atmosphäre zu kreieren und ein realistisches Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Eindringlich und bildhaft beschreibt er das Leben eines Waisenmädchen Ende des 19. Jahrhunderts, mit all seinen Grausamkeiten: Die klirrende Kälte, der ständige Hunger und Überlebenskampf, die Sehnsucht nach Familie und Geborgenheit...Johan Rundberg beschönigt nichts, lässt die Stimmung aber niemals zu hoffnungslos erscheinen. Auch der Zusammenhalt, die Loyalität und Freundschaft unter den Waisenkindern haben hier ihren Platz gefunden und im gesamten Verlauf schwingt immer ein gewisser Humor mit. Geübte junge Leserinnen mit wenig Zimperlichkeit sollten hier ohne Bedenken zugreifen können, doch auch als Erwachsener hat man seine helle Freude an diesem Buch. Der Fall ist sehr raffiniert aufgebaut, lädt zum Miträtseln ein und endet in einer befriedigenden Auflösung, die sogar erfahrene Krimileser*innen zu überraschen vermag.

Mit Mika hat der Autor eine wunderbar sympathische und starke Protagonistin erschaffen, die uns zeigt, dass es sich lohnt, niemals aufzugeben, ganz egal, welche Hindernisse sich einem in den Weg stellen. In gewisser Hinsicht erinnert Mika an Nancy Springers Enola Holmes. Sie ist ähnlich mutig, taff und scharfsinnig, wirkt älter als sie eigentlich ist und ist mit einer beeindruckenden Beobachtungs- und Kombinationsgabe gesegnet. Bisweilen sind ihre Handlungen etwas überzogen dargestellt, was das Lesevergnügen aber in keiner Weise schmälert.
Gemeinsam mit dem etwas brummigen, aber sehr charmanten Kommissar Valdemar Hoff bildet Mika ein herrlich ungleiches Duo und es macht einfach Spaß, die Zwei bei ihren Ermittlungen zu begleiten und mitzuerleben, wie sie allmählich zu einem unschlagbaren Team zusammenwachsen. Wie gut, dass es sich hierbei um einen Serienstart handelt und wir uns auf weitere Abenteuer mit den beiden freuen dürfen. Da am Ende einige Fragen rund um Mikas Herkunft offenbleiben, kann man das Weiterlesen kaum erwarten.

Fazit: „Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben“ ist ein fesselnder und düsterer, historischer Kinderkrimi mit einer cleveren Heldin und einem ungewöhnlichen Ermittlergespann. Ein gelungener Reihenauftakt ab 10 Jahren, der Lust auf mehr macht. Spannend, nachdenklich und unterhaltsam. Ich bin richtig begeistert von diesem Detektivroman und schon voller Vorfreude auf den zweiten Band. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.08.2025

So ein wunderschönes Bilderbuch!

In meiner Welt
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Wenn Bruno groß ist, möchte er Welterfinder werden und alles anders bestimmen. Als er mit seinem Opa das Haus verlässt und loszieht, erzählt er ihm auf ihrem Weg, was er alles neu erfinden würde. In seiner ...

Wenn Bruno groß ist, möchte er Welterfinder werden und alles anders bestimmen. Als er mit seinem Opa das Haus verlässt und loszieht, erzählt er ihm auf ihrem Weg, was er alles neu erfinden würde. In seiner Welt wird niemand sterben. Opa meint daraufhin, dass Brunos Welt dann aber ganz schön voll wäre und es bald an allem fehlen würde. Bruno hat jedoch für alles eine Lösung: In seiner Welt würde einfach niemand mehr neu geboren, er würde die Zeit anhalten, Bäume bis in den Himmel wachsen lassen...Doch Opa hat jedes Mal ziemlich überzeugende Gegenargumente, die seinen Enkel nachdenklich stimmen. Als die beiden am Friedhof ankommen, möchte er wissen, ob Opa denn gar nicht böse auf den ist, der die Welt erfunden hat. Weil Oma ja jetzt nicht mehr da ist. Opas Antwort darauf lässt Bruno schließlich erkennen, dass der Welterfinder seine Sache vielleicht doch ziemlich gut gemacht hat.

Ein neues Bilderbuch aus der Feder von einer meiner liebsten Kinderbuchautorinnen, illustriert von einer meiner liebsten Illustratorinnen – das kann doch nur fantastisch sein! Für mich stand natürlich sofort fest, dass das neue gemeinsame Werk des Bestseller-Duos Sabine Bohlmann und Simona Ceccarelli bei mir einziehen muss und hach, was soll ich sagen, ich liebe es!

Schon bei einem Blick aufs Cover wird einem richtig warm ums Herz und dahinter geht es ganz genauso weiter. Mit viel Feingefühl und Wärme erzählt Sabine Bohlmann eine zauberhaft poetische und tiefgründige Geschichte über eine liebevolle Opa-Enkel-Beziehung und die großen Fragen des Lebens. Ein zu Herzen gehender Dialog zwischen Kind und Großvater erwartet einen hier – über das Leben und Sterben, Trauer, Veränderungen und Dankbarkeit. Als Leser*in begleitet man den kleinen Bruno und seinen Opa auf ihrem Spaziergang – was das Ziel ist, wissen wir zunächst nicht und auch der Beweggrund für Brunos fantasievolles Gedankenspiel ist zunächst nicht offensichtlich. Erst zum Ende hin erkennt man, warum gerade der Satz „In meiner Welt wird niemand sterben.“ der Startschuss für seine Welterfindung ist. Das schwierige Thema Verlust wird hier einfach wundervoll behandelt: Behutsam, kindgerecht und voller Hoffnung. Man kann Brunos Gedanken nur zu gut nachempfinden – seinen Wunsch nach einer anderen Welt, in der niemand stirbt und man keinen Abschied nehmen muss. Besonders all diejenigen, die ebenfalls gerade jemanden verloren haben, werden sich sehr gut in Bruno hineinversetzen können und in diesem Buch eine Menge Trost finden. Denn es zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind und der Tod zum Leben eben dazugehört. Darüber hinaus regt es auch dazu an, selbst ein „Was wäre, wenn…“- Spiel zu starten und sich die Welt so zu malen, wie sie einem gefällt.

Apropos malen: Neben Sabine Bohlmann hat sich auch Simona Ceccarelli mal wieder selbst übertroffen. Ihre farbenfrohen und detailreichen Illustrationen sind genauso sanft und gefühlvoll wie der Text und laden zum Verweilen und Entdecken ein. Sie setzen das Erzählte einfach perfekt in Szene, vor allem Brunos Ideen und Opas Erwiderungen darauf werden großartig dargestellt.

Fazit: „In meiner Welt“ ist eine unheimlich herzerwärmende und berührende Opa-Enkel-Geschichte ab 4 Jahren über kindliche Vorstellungskraft und die Kunst, das Leben so anzunehmen, wie es ist. Ein echter Schatz für jedes Bücherregal zum Nachdenken, Schmunzeln und Staunen. Philosophisch, tröstlich und wunderschön illustriert. Ich bin total verliebt in dieses Bilderbuch, mein Herz hat es im Sturm erobert! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Ein wunderschönes Mutmach-Bilderbuch!

Lupo, was bedrückt dich?
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Lupo ist ein kleiner Wolf, der sich ziemlich viele Gedanken macht. Die anderen Wölfe in seinem Rudel sind groß, mutig und wild – eben richtig wölfisch. Lupo aber befürchtet, dass er nichts davon ist und ...

Lupo ist ein kleiner Wolf, der sich ziemlich viele Gedanken macht. Die anderen Wölfe in seinem Rudel sind groß, mutig und wild – eben richtig wölfisch. Lupo aber befürchtet, dass er nichts davon ist und das macht ihm sehr große Sorgen. Er tut daher so als wäre er groß, mutig und wild. Doch so zu tun, als ob, scheint kein guter Plan zu sein – Lupo sorgt sich dann nur noch mehr. Zum Glück hat er Pablo, seinen besten Freund. Als dieser merkt, dass es Lupo schlecht geht, möchte er ihm unbedingt helfen. Er zeigt ihm, wie man mit bedrückenden Gedanken umgehen kann – wie man über sie spricht, sie wegpustet und sich ablenkt. Und Lupo erkennt, dass jeder mal Sorgen hat und sie wirklich kleiner werden, wenn man sie mit anderen teilt.

Seit ich die britische Künstlerin Catherine Rayner für mich entdeckt habe, freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Buch von ihr auf Deutsch erscheint. Als der Thienemann-Esslinger Verlag „Lupo“ ankündigte, war natürlich sofort klar, dass ich ihn kennenlernen möchte. Und ich habe es definitiv nicht bereut!

Catherine Rayner hat uns mal wieder ein entzückendes Bilderbuch gezaubert, das Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Beruhigend, sanft und voller Wärme erzählt sie die Geschichte vom kleinen Lupo und seinem Weg zu mehr Selbstbewusstsein. Mit ihm und Pablo hat die Autorin zwei überaus einnehmende Charaktere erschaffen, mit denen man sich sofort verbunden fühlt. Denn wer kennt sie nicht? Diese sorgenvollen Gedanken, die einem hartnäckig im Kopf herumkreisen. Wir alle haben sie ab und an, mal sind sie leise, mal richtig laut, manchmal verschwinden sie schnell wieder und manchmal begleiten sie uns eine lange Zeit. Junge Kinder, denen es gerade ähnlich wie Lupo geht, werden sich sehr gut mit ihm identifizieren können und aus seiner Geschichte Mut und Kraft schöpfen. Mit seiner freundlichen Art zeigt er ihnen, dass sie mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine sind und ermutigt sie dazu, über ihre Gefühle zu reden. Wenn man seine Probleme mit anderen teilt, werden sie kleiner und man selbst größer und stärker. Eine ganz tolle und wichtige Botschaft, die auch schon die Kleinsten verstehen.

Genauso liebevoll wie der Text sind auch die farbenfrohen, großflächigen Illustrationen von Catherine Rayner, die das Erzählte wundervoll untermalen. Ihre ausdrucksstarken und zarten Aquarellbilder laden zum Verweilen und Wohlfühlen ein und sind wie gewohnt ganz zauberhaft anzuschauen. Vor allem in die beiden kleinen Wolfswelpen muss man sich einfach verlieben.

Fazit: „Lupo, was bedrückt dich?“ ist ein warmherzige, einfühlsame und wunderschön illustrierte Mutmachgeschichte ab 3 Jahren über Sorgen, Ängste, Mut und Selbstvertrauen. Mit seiner stärkenden Botschaft und den kleinen Achtsamkeitstricks im Umgang mit Grübeleien ist dieses Bilderbuch der ideale Begleiter für ängstliche Kinder, denen es schwer fällt, über ihre Gefühle zu sprechen. Ich bin total verliebt in dieses Buch, mein Herz hat der kleine Lupo im Sturm erobert. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ein bezauberndes Bilderbuch mit wunderschönen Bildern und tollen Botschaften!

Wir alle geMEINSam!
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Als das Eichhörnchen Herr Rot eines warmen Tages einen großen Baum entdeckt, beschließt es kurzerhand, dass er fortan ihm ganz allein gehört. Der dicke Stamm, auf den man so toll hinaufflitzen kann; die ...

Als das Eichhörnchen Herr Rot eines warmen Tages einen großen Baum entdeckt, beschließt es kurzerhand, dass er fortan ihm ganz allein gehört. Der dicke Stamm, auf den man so toll hinaufflitzen kann; die vielen Äste zum Schwingen und Springen; die Blätter, die so herrlich rascheln – alles MEINS, denkt der kleine Herr Rot. Er ist daher überhaupt nicht begeistert, dass es sich auch andere Tiere auf seinem Baum gemütlich machen. Erst knabbert eine Raupe ganz frech an einem Blatt (SEIN Blatt!), eine Schwalbe landet auf einem Ast (SEIN Ast!), dann kommt auch noch eine ganze Schwalbenschar, danach noch ein Elefant…Die Miene von Herrn Rot wird immer finsterer. Mit all diesen Tieren ist es hier einfach viel zu voll und laut. Der alte Baum, der sich durch Herrn Rots Schimpfereien nicht aus der Ruhe bringen lässt, erinnert den kleinen Egoisten liebevoll daran, dass alle willkommen sind und gemeinsam hier leben. Verärgert fasst Herr Rot den Entschluss, sich einen anderen Baum zu suchen. Doch dann begegnet er der gefährlichen Frau Leopard und er beginnt zu erkennen, dass gemeinsam doch viel besser ist alleine.

Letztes Jahr habe ich die englische Illustratorin Jessica Meserve entdeckt und mich sofort in ihren bezaubernden Zeichenstil verliebt. Auf ihr neues Bilderbuch „Wir alle geMEINSam“! (übersetzt von Eva Hierteis) habe ich mich daher sehr gefreut. Schon das Cover schaut absolut entzückend aus und der kreative Titel könnte passender kaum sein (ich liebe dieses Wortspiel). Beides verspricht auch nicht zu viel!

Sanft und humorvoll erzählt Jessica Meserve hier eine wunderbare Geschichte über das Teilen und Zusammenhalten und die Schönheit der Natur. Vor allem für Kinder, die sich gerade in der Meins-Phase befinden, ist dieses Buch der ideale Begleiter, da es ihnen spielerisch zeigt, wie schön es ist zu teilen und offen für Neues zu sein. Das kleine Eichhörnchen Herr Rot ist ein Protagonist, der in gewisser Hinsicht an ein trotziges Kleinkind erinnert. Er ist der festen Überzeugung, dass der Baum SEINS ist und hält anfangs gar nichts davon, ihn mit anderen zu teilen. Doch als es drauf ankommt, erkennt er seinen Fehler. Er merkt, dass es eigentlich doch viel schöner (und sicherer) ist, wenn man zusammenlebt und gute Freunde hat, auf die man sich immer verlassen kann. Denn gemeinsam ist man stark und schafft viel mehr als alleine!
Auch die Bedeutung von Bäumen spielt hier eine wichtige Rolle. Anhand des weisen, gutmütigen Baumes mit seiner freundlichen Mimik wird kindgerecht veranschaulicht, dass Bäume unzähligen Tieren Lebensraum bieten wie Vögel, Insekten und Eichhörnchen. Es gibt hier einfach so viel zu entdecken und zu bestaunen! Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss. Jessica Meserves zarte und ausdrucksstarke Illustrationen in sanft-leuchtenden Aquarellfarben sind mal wieder zum Hineinträumen und strahlen viel Wärme und Geborgenheit aus. Man könnte einfach stundenlang in ihnen verweilen, um sich an den vielen liebevollen Details zu erfreuen.

Fazit: „Wir alle geMEINSam“! ist eine warmherzige Geschichte über die Bedeutung des Teilens und die Kraft der Gemeinschaft. Ein wundervoll illustriertes Bilderbuch ab 4 Jahren, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. Ich bin richtig verliebt in dieses Buch und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Ein zauberhaftes Bilderbuch, das rundum glücklich macht!

Eingeladen!
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Postbotin Pauline hat heute viel zu tun. Sieben Briefe muss sie austragen. Der erste geht an Marienkäfer Marie, die in einer großen Walnuss lebt und eine leidenschaftliche Gärtnerin ist. Nachdem sie den ...

Postbotin Pauline hat heute viel zu tun. Sieben Briefe muss sie austragen. Der erste geht an Marienkäfer Marie, die in einer großen Walnuss lebt und eine leidenschaftliche Gärtnerin ist. Nachdem sie den Brief gelesen hat, macht sie sich mit einem Lächeln auf den Lippen auf den Weg. Auch Feldgrille Ferdinand, Raupe Radegunde, Maus Magdalena, Maulwurf Manuel und Igel Isidor wurden heute von Postbotin Pauline besucht und sind daraufhin glücklich losgezogen – im Gepäck eine nette Kleinigkeit. Doch wohin gehen sie nur? Was steht wohl in den Briefen? Nun, das wird hier nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden.

Als großer Fan von Maja P. Kastelics wunderbarer Zeichenkunst konnte ich mir ihr neues Werk „Eingeladen!“ natürlich nicht entgehen lassen. Schon das Cover ist einfach zum Verlieben und lädt einen buchstäblich dazu ein, in die Geschichte dahinter einzutauchen. Eine Einladung, der man unbedingt nachkommen sollte!

Maja P. Kastelic hat mal wieder ein echtes Schätzchen für jede Bilderbuchsammlung geschaffen. Liebevoll erzählt sie eine bezaubernde Geschichte über Freundschaft, Glück, Dankbarkeit und Zufriedenheit. Es ist eine Geschichte, die ein wohlig-warmes Gefühl hinterlässt und uns daran erinnert, mehr Dinge zu tun, die uns glücklich machen. Sie zeigt, wie schön es ist, anderen eine Freude zu bereiten, gemeinsam zu feiern und Spaß zu haben und dass gute Freunde das wohl größte Geschenk im Leben sind. Die slowenische Künstlerin hat eine überaus sympathische Truppe von Tiercharakteren kreiert, die man mit großer Begeisterung und Neugier begleitet. Man möchte unbedingt wissen, was wohl in den Briefen steht, die Postbotin Pauline verteilt und ist bei jedem Umblättern immer ganz gespannt, wer wohl als nächstes einen Umschlag erhält und was es in den jeweiligen Behausungen zu bestaunen gibt.
Optisch ist dieses Buch ein ganz besonderer Genuss! Maja P. Kastelics zarte, farbenfrohe Aquarellbilder sind mit unglaublich viel Liebe zum Detail gezeichnet und erinnern fast schon an Wimmelbilder. Jede Illustration strotzt nur so vor süßen Kleinigkeiten, sodass man sich stundenlang darin verlieren kann und auch nach mehrmaligem Betrachten ständig etwas Neues findet. Vor allem in den verschiedenen Häusern, in die wir hineinlugen dürfen, gibt es so viel zu entdecken! Und wenn man mag, kann man mit Kindern ein kleines Suchspiel machen: Wo sind die vierblättrigen Kleeblätter? Denn passend zum Thema hat sich mindestens ein Exemplar dieses bekannten Glückssymbols auf nahezu jeder Seite versteckt.

Vermutlich würde die Geschichte auch sehr gut ohne Worte funktionieren. Allerdings ist der Textanteil ohnehin sehr gering gehalten und überzeugt mit kurzen, einfachen Sätzen (übersetzt von Sebastian Walcher). Für Kinder ab 3 Jahren ist dieses Buch ideal geeignet, aber auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran.

Fazit: „Eingeladen!“ ist ein warmherziges und wunderschön gestaltetes Bilderbuch, das zum immer wieder Angucken und Entdecken einlädt und einfach rundum glücklich macht. Es feiert das Glück der Freundschaft und gemütliche Beisammensein und verzaubert Jung und Alt mit detailverliebten Illustrationen und ganz viel Lebensfreude. Maja P. Kastelic hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern, ich kann ihr neues Bilderbuch nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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