Profilbild von CorniHolmes

CorniHolmes

Lesejury Star
offline

CorniHolmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CorniHolmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2025

Einfach zum Verlieben!

Huhu und Momo – Für dich trau ich mich!
0

Die kleine Eule Huhu lebt glücklich und zufrieden in einem großen Baum inmitten eines Waldes. Sie schätzt die Sicherheit und Gemütlichkeit ihres Zuhauses und hält nichts davon, hinauszugehen, denn draußen ...

Die kleine Eule Huhu lebt glücklich und zufrieden in einem großen Baum inmitten eines Waldes. Sie schätzt die Sicherheit und Gemütlichkeit ihres Zuhauses und hält nichts davon, hinauszugehen, denn draußen lauern überall Gefahren. Auch ihr bester Freund Maus Momo, der sie jede Nacht besuchen kommt, kann sie nicht dazu bewegen, ihr Nest zu verlassen. Auf Abenteuer hat sie keine Lust, die sind ihr viel zu gefährlich und aufregend. Immer wieder versucht der abenteuerlustige Momo seine Freundin zu überreden, mit ihm auf Entdeckungsreise zu gehen, doch vergebens. Als Momo eines Abends nicht wie sonst auftaucht, beginnt sich Huhu Sorgen zu machen. Ob Momo etwas passiert ist? Schließlich nimmt sie ihren ganzen Mut zusammen und wagt sich hinaus, um nach ihm zu suchen. Als sie ihn in den Fängen eines Fuchses entdeckt, setzt sie sofort alles daran, ihren kleinen Freund zu retten...

Die Illustrationen von Lucy Fleming verzaubern mich jedes Mal aufs Neue und auch die Autorin Smriti Halls konnte mich mit ihren Werken nun schon mehrmals begeistern. Auf „Huhu und Momo – Für dich trau ich mich!“ habe ich mich daher sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht.

Schon das Cover ist zum Verlieben und dahinter geht es ganz genauso weiter. Vor allem optisch ist dieses Buch ein ganz besonderes Vergnügen. Die unverwechselbaren Bilder von Lucy Fleming sind wie gewohnt unglaublich süß und detailverliebt gezeichnet und strahlen mit ihren herbstlichen Farbtönen ganz viel Wärme und Behaglichkeit aus. Ob die kleine Eule Huhu mit ihren Lieblingsschlappen, ihr gemütliches Zuhause, der Vogel vom Lieferservice oder der nächtliche Wald – auf sämtlichen Seiten gibt es einfach so viel zu entdecken, sodass man sich stundenlang in ihren verlieren kann, um sich an den vielen herrlichen Kleinigkeiten zu erfreuen.

Neben der Gestaltung sorgt aber auch der Inhalt für einen absoluten Wohlfühlfaktor. In melodisch-stimmigen Reimen (wunderbar übersetzt von Franziska Jaekel) erzählt Smriti Halls von der warmherzigen Freundschaft zwischen Eule Huhu und Mäuserich Momo. Gemeinsam mit den beiden ungleichen Freunden erlebt man hier ein bezauberndes Bilderbuchabenteuer, das kuschelig beginnt, stellenweise ziemlich spannend wird und mit einer wertvollen Botschaft endet. Die Geschichte zeigt uns, was Freundschaft ausmacht und dass es sich lohnt, seine Komfortzone zu verlassen. Sich seinen Ängsten zu stellen, ist nicht leicht, doch man gewinnt eine Menge, wenn man trotzdem mutig ist. Es ist einfach toll mitzuerleben, wie die kleine Eule Huhu über ihren Schatten springt und über sich hinauswächst – für sich selbst und für Momo. Smriti Halls beschreibt das Ganze einfühlsam und leicht verständlich, sodass das Buch zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren sehr gut geeignet ist. Doch auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran und nimmt es immer wieder gerne in die Hand.

Fazit: „Huhu und Momo – Für dich trau ich mich!“ ist eine herzerwärmende Geschichte ab 4 Jahren über die Kraft der Freundschaft und Hilfsbereitschaft und den Mut, über sich hinauszuwachsen. Ein zauberhaftes Mutmachbilderbuch mit wunderschönen Illustrationen zum Einkuscheln, Schmunzeln und Wohlfühlen. Ich bin begeistert von diesem Buch und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2025

Einfach wundervoll!

Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig
0

Die 12-jährige Weike ist vor kurzem mit ihren Eltern von der Großstadt aufs Land gezogen, worüber sie alles andere als glücklich ist. Sie vermisst Berlin, den Duft ihrer alten Wohnung und ihre beste Freundin ...

Die 12-jährige Weike ist vor kurzem mit ihren Eltern von der Großstadt aufs Land gezogen, worüber sie alles andere als glücklich ist. Sie vermisst Berlin, den Duft ihrer alten Wohnung und ihre beste Freundin Minh. In Lütjenhausen ist ihr alles fremd, ihr neues Zuhause ist noch total leer und der erste Tag an ihrer neuen Schule ist schneller da als ihr lieb ist. Als die Neue möchte sie auf keinen Fall zu den Außenseitern gehören, doch ausgerechnet die Nerds in ihrer Klasse sind besonders nett zu ihr. Die angesagten Mädchen dagegen scheinen ziemlich eingebildet zu sein und ihr Kleidungsstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ihre Tanzeinlagen sind allerdings ziemlich cool...Weike weiß einfach, wer sie eigentlich sein möchte und wohin sie gehört. Sie möchte ein Teil von Sophias Clique sein, fühlt sich bei den beiden Außenseitern Tuba und Hinnerk aber viel wohler. Kann man gleichzeitig glitzern und nerdig sein? Und was hat es eigentlich mit dieser geheimnisvollen Oma auf sich, die immer zur rechten Zeit auftaucht?

Bei einem Blick ins diesjährige Herbstprogramm von Fischer Sauerländer ist mir der neue Titel von Regina Feldmann direkt ins Auge gesprungen. Das Cover verzauberte mich auf Anhieb und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Dieses Buch musste ich einfach lesen und ich habe es nicht bereut!

Regina Feldmann hat hier einen wunderbaren Kinderroman geschaffen, in dem trotz seiner Kürze enorm viel steckt. Aus der Sicht ihrer 12-jährigen Protagonistin erzählt sie vom Umziehen, Ankommen und neue Freunde finden, von dem Gefühl, anders zu sein, dem Wunsch nach Zugehörigkeit, Familie, Rassismus, Toleranz und Selbstfindung. Sie zeigt uns, dass vieles oft anders ist als es auf den ersten Blick scheint und wie wichtig es ist, ehrlich zueinander zu sein und miteinander zu reden – vor allem in Freundschaften. Und sie erinnert uns daran, dass niemand von uns perfekt ist und wir gerade deswegen genau richtig sind, mit all unseren Ecken und Kanten.

Trotz der Vielzahl an Themen wirkt die Handlung an keiner Stelle überladen und auch den erhobenen Zeigefinger findet man hier nicht, dafür ganz viel Herz, Witz und Echtheit – und eine Prise Magie. Der Autorin ist es gelungen, all das einzufangen, was diese verwirrende Pre-Teen-Zeit ausmacht: Die vielen Herausforderungen, Fragen und Unsicherheiten und noch vieles mehr. Sämtliche Charaktere sind großartig getroffen, besitzen Persönlichkeit und Tiefe, was sie lebendig und einzigartig macht. Vor allem Weike ist eine Protagonistin, wie man sie sich für ein Kinderbuch nur wünschen kann: Herrlich unperfekt und echt. Sie fühlt sich anfangs ziemlich lost und trifft öfters mal falsche Entscheidungen, doch sie erkennt ihre Fehler, lernt aus ihnen und findet schließlich noch den Mut, an sich selbst zu glauben. Es macht einfach richtig Freude sie zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben. Auf ihrem Weg gibt es allerhand zum Mitfühlen und Nachdenken, aber auch sehr viel zum Schmunzeln und Mitfreuen.

Die bezaubernden schwarz-weiß Kapitelvignetten von Laura Rosendorfer runden das Ganze perfekt ab und das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Lassen wir uns überraschen!

Fazit: „Einfach Weike – Nicht perfekt, aber genau richtig“ ist ein herzerwärmender Kinderroman ab 9 Jahren über die Suche nach dem richtigen Platz im Leben und den Mut, sich selbst treu zu bleiben. Ein absolutes Wohlfühlbuch mit Glücklich-mach-Garantie. Humorvoll, empowernd und erfrischend ehrlich. Ich bin begeistert davon, was uns Regina Feldmann hier gezaubert hat, über ein Wiedersehen mit Weike und Co. würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2025

So süß und herzerwärmend!

Tilly - Jeder Tag ein Abenteuer: Igel, Erdbeeren und ganz viel Liebe: kurze Vorlesegeschichte. Bilderbuch ab 3 Jahren – einfühlsam illustriert
0

Das kleine Igelmädchen Tilly liebt Gespenster, Schaukeln und ihr Lieblingskuscheltier Clem. Doch am allermeisten liebt sie Oma. Oma wiederum mag Riesenerdbeeren, warme Pullover...und Tilly natürlich. Zusammen ...

Das kleine Igelmädchen Tilly liebt Gespenster, Schaukeln und ihr Lieblingskuscheltier Clem. Doch am allermeisten liebt sie Oma. Oma wiederum mag Riesenerdbeeren, warme Pullover...und Tilly natürlich. Zusammen erleben die beiden viele tolle kleine Abenteuer. Da wäre zum Beispiel die Geschichte über Tillys Lieblingsdecke, die mit der Zeit immer kleiner und kleiner wurde - und heute Tillys Lieblingshalstuch ist. Oder die, in der sich Tilly als Gespenst verkleidet, um Oma mit einem lauten „Buh!“ zu erschrecken. Manchmal zieht Tilly aber auch alleine los – wie an dem Tag, an dem sie sich ihre schlechte Laune wegpusten lassen möchte. Und jede Nacht liest Oma ihrer Enkelin eine Gutenachtgeschichte vor. Denn die beiden lieben Geschichten.

Seit „Flora und Otto“ bin ich ein großer Fan von Stephanie Graegins bezaubernden Bildern und freue mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Werk von ihr erscheint. „Tilly“ war daher natürlich ein absolutes Muss für meine Sammlung und hach, was soll ich sagen, sie ist um ein Herzensbuch reicher geworden.

Stephanie Graegin hat uns hier mal wieder ein entzückendes Kinderbuch gezaubert, das Jung und Alt gleichermaßen anspricht. Mit kurzen Sätzen und liebenswerten Illustrationen erzählt die US-amerikanische Künstlerin zehn kleine Anekdoten aus dem Alltag von Igelmädchen Tilly und ihrer Oma. Auf den ersten Blick mögen die Geschichten recht einfach und banal erscheinen, doch gerade darin liegt ihr besonderer Zauber. Schon nach der ersten Seite ist man dem Charme dieses Buches komplett verfallen und möchte nicht mehr daraus auftauchen. Die kleine Tilly und ihre Großmutter sind ein tolles Team, die zusammen jeden Tag ein neues Abenteuer erleben. Es sind Erlebnisse, die Kinder selbst aus ihrem eigenen Leben gut kennen, sodass sie sich leicht mit Tillys Welt identifizieren können. Ob die Geschichte vom geschrumpften Pullover, vom Schaukeln oder der weggeblasenen schlechten Laune – jede einzelne ist voller Liebe, Humor und Wärme und hält am Ende einen breiten Schmunzler bereit. Man kann gar nicht anders, als dieses Buch mit einem Dauerlächeln im Gesicht zu lesen. Und in Tilly und ihre Oma muss man sich einfach verlieben. Denn die beiden zeigen uns, wie schön es ist, Zeit miteinander zu verbringen und dass das große meist Glück in den kleinen Dingen liegt.

Die wundervollen Illustrationen von Stephanie Graegin sind mal wieder ein ganz besonderer Genuss. Mal ganzseitig, mal in mehreren kleinen Bildern setzen sie das Erzählte perfekt in Szene und schaffen mit ihren sanften Farben eine heimelige Wohlfühlatmosphäre. Man möchte dieses Buch am liebsten immer wieder durchblättern, um sich an den vielen niedlichen Details zu erfreuen.

Fazit: So süß und herzerwärmend! „Tilly – Jeder Tag ein Abenteuer“ ist ein zauberhaftes Vorlesebilderbuch ab 3 Jahren über eine liebevolle Oma-Enkelin-Beziehung und die Magie der kleinen Momente. Zehn lustig-charmante kurze Alltagsgeschichten zum Einkuscheln, Schmunzeln und immer wieder Angucken. Das perfekte Geschenk für kleine und große Igel-Fans! Ich bin total verliebt in dieses Buch und kann es jedem nur ans Herz legen. Über ein Wiedersehen mit Tilly und Oma würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2025

Spannend, düster, unterhaltsam. Ein toller historischer Kinderkrimi!

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
0

Stockholm, 1880. Die 12-jährige Mika lebt in einem Waisenhaus und arbeitet nebenbei in einer Spelunke. Sie ist das harte Leben daher gewohnt, doch dieser Winter ist unerbittlich. Die Nächte sind bitterkalt, ...

Stockholm, 1880. Die 12-jährige Mika lebt in einem Waisenhaus und arbeitet nebenbei in einer Spelunke. Sie ist das harte Leben daher gewohnt, doch dieser Winter ist unerbittlich. Die Nächte sind bitterkalt, es fehlt an Brennholz, die Vorräte sind knapp...In einer besonders eisigen Nacht taucht plötzlich ein verängstigter Junge auf, drückt der verwirrten Mika ein Neugeborenes in die Arme und verschwindet einfach wieder. Woher kommt das Kind? Und wer ist der Dunkle Engel, von dem der Junge gesprochen hat? Als wenig später ein Mord geschieht, spürt Mika, dass die Vorfälle irgendwie zusammenhängen. Sie hat einen sehr geschärften Blick und das Talent, die kleinsten Details zu erkennen. Dies bemerkt auch der ermittelnde Kommissar Valdemar Hoff während einer Befragung. Imponiert von Mikas einzigartiger Fähigkeit bittet er sie um ihre Hilfe bei seinen Ermittlungen. Er ist sich sicher, dass der rätselhafte Mord das Werk des Nachtraben war, ein berüchtigter Serienmörder. Aber kann das wirklich sein? Schließlich wurde der Nachtrabe doch eigentlich hingerichtet. Und welche Rolle spielt das Baby bei dem Ganzen? Ob Mika und der Kommissar den Fall wohl rechtzeitig aufklären können?

Bei diesem Buch war sofort klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Das Cover hat mich direkt magisch angezogen und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Von der heimeligen äußeren Erscheinung sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen. Denn zwischen den Buchdeckeln geht es überraschend rau und finster zu.

Johan Rundberg präsentiert hier einen gelungenen Auftakt einer mehrbändigen Kinderkrimi-Reihe, in der er seinen jungen Leserinnen einiges zutraut. Die Altersangabe ist durchaus mit Vorsicht zu genießen – nicht für jedes zehnjährige Kind wird dieses Buch etwas sein. Die Geschichte spielt im Jahr 1880, während eines bitterkalten Winters in Stockholm. Dem schwedischen Autor gelingt es mit wenigen Worten, eine bedrückende und geheimnisvolle Atmosphäre zu kreieren und ein realistisches Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Eindringlich und bildhaft beschreibt er das Leben eines Waisenmädchen Ende des 19. Jahrhunderts, mit all seinen Grausamkeiten: Die klirrende Kälte, der ständige Hunger und Überlebenskampf, die Sehnsucht nach Familie und Geborgenheit...Johan Rundberg beschönigt nichts, lässt die Stimmung aber niemals zu hoffnungslos erscheinen. Auch der Zusammenhalt, die Loyalität und Freundschaft unter den Waisenkindern haben hier ihren Platz gefunden und im gesamten Verlauf schwingt immer ein gewisser Humor mit. Geübte junge Leserinnen mit wenig Zimperlichkeit sollten hier ohne Bedenken zugreifen können, doch auch als Erwachsener hat man seine helle Freude an diesem Buch. Der Fall ist sehr raffiniert aufgebaut, lädt zum Miträtseln ein und endet in einer befriedigenden Auflösung, die sogar erfahrene Krimileser*innen zu überraschen vermag.

Mit Mika hat der Autor eine wunderbar sympathische und starke Protagonistin erschaffen, die uns zeigt, dass es sich lohnt, niemals aufzugeben, ganz egal, welche Hindernisse sich einem in den Weg stellen. In gewisser Hinsicht erinnert Mika an Nancy Springers Enola Holmes. Sie ist ähnlich mutig, taff und scharfsinnig, wirkt älter als sie eigentlich ist und ist mit einer beeindruckenden Beobachtungs- und Kombinationsgabe gesegnet. Bisweilen sind ihre Handlungen etwas überzogen dargestellt, was das Lesevergnügen aber in keiner Weise schmälert.
Gemeinsam mit dem etwas brummigen, aber sehr charmanten Kommissar Valdemar Hoff bildet Mika ein herrlich ungleiches Duo und es macht einfach Spaß, die Zwei bei ihren Ermittlungen zu begleiten und mitzuerleben, wie sie allmählich zu einem unschlagbaren Team zusammenwachsen. Wie gut, dass es sich hierbei um einen Serienstart handelt und wir uns auf weitere Abenteuer mit den beiden freuen dürfen. Da am Ende einige Fragen rund um Mikas Herkunft offenbleiben, kann man das Weiterlesen kaum erwarten.

Fazit: „Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben“ ist ein fesselnder und düsterer, historischer Kinderkrimi mit einer cleveren Heldin und einem ungewöhnlichen Ermittlergespann. Ein gelungener Reihenauftakt ab 10 Jahren, der Lust auf mehr macht. Spannend, nachdenklich und unterhaltsam. Ich bin richtig begeistert von diesem Detektivroman und schon voller Vorfreude auf den zweiten Band. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2025

So ein wunderschönes Bilderbuch!

In meiner Welt
0

Wenn Bruno groß ist, möchte er Welterfinder werden und alles anders bestimmen. Als er mit seinem Opa das Haus verlässt und loszieht, erzählt er ihm auf ihrem Weg, was er alles neu erfinden würde. In seiner ...

Wenn Bruno groß ist, möchte er Welterfinder werden und alles anders bestimmen. Als er mit seinem Opa das Haus verlässt und loszieht, erzählt er ihm auf ihrem Weg, was er alles neu erfinden würde. In seiner Welt wird niemand sterben. Opa meint daraufhin, dass Brunos Welt dann aber ganz schön voll wäre und es bald an allem fehlen würde. Bruno hat jedoch für alles eine Lösung: In seiner Welt würde einfach niemand mehr neu geboren, er würde die Zeit anhalten, Bäume bis in den Himmel wachsen lassen...Doch Opa hat jedes Mal ziemlich überzeugende Gegenargumente, die seinen Enkel nachdenklich stimmen. Als die beiden am Friedhof ankommen, möchte er wissen, ob Opa denn gar nicht böse auf den ist, der die Welt erfunden hat. Weil Oma ja jetzt nicht mehr da ist. Opas Antwort darauf lässt Bruno schließlich erkennen, dass der Welterfinder seine Sache vielleicht doch ziemlich gut gemacht hat.

Ein neues Bilderbuch aus der Feder von einer meiner liebsten Kinderbuchautorinnen, illustriert von einer meiner liebsten Illustratorinnen – das kann doch nur fantastisch sein! Für mich stand natürlich sofort fest, dass das neue gemeinsame Werk des Bestseller-Duos Sabine Bohlmann und Simona Ceccarelli bei mir einziehen muss und hach, was soll ich sagen, ich liebe es!

Schon bei einem Blick aufs Cover wird einem richtig warm ums Herz und dahinter geht es ganz genauso weiter. Mit viel Feingefühl und Wärme erzählt Sabine Bohlmann eine zauberhaft poetische und tiefgründige Geschichte über eine liebevolle Opa-Enkel-Beziehung und die großen Fragen des Lebens. Ein zu Herzen gehender Dialog zwischen Kind und Großvater erwartet einen hier – über das Leben und Sterben, Trauer, Veränderungen und Dankbarkeit. Als Leser*in begleitet man den kleinen Bruno und seinen Opa auf ihrem Spaziergang – was das Ziel ist, wissen wir zunächst nicht und auch der Beweggrund für Brunos fantasievolles Gedankenspiel ist zunächst nicht offensichtlich. Erst zum Ende hin erkennt man, warum gerade der Satz „In meiner Welt wird niemand sterben.“ der Startschuss für seine Welterfindung ist. Das schwierige Thema Verlust wird hier einfach wundervoll behandelt: Behutsam, kindgerecht und voller Hoffnung. Man kann Brunos Gedanken nur zu gut nachempfinden – seinen Wunsch nach einer anderen Welt, in der niemand stirbt und man keinen Abschied nehmen muss. Besonders all diejenigen, die ebenfalls gerade jemanden verloren haben, werden sich sehr gut in Bruno hineinversetzen können und in diesem Buch eine Menge Trost finden. Denn es zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind und der Tod zum Leben eben dazugehört. Darüber hinaus regt es auch dazu an, selbst ein „Was wäre, wenn…“- Spiel zu starten und sich die Welt so zu malen, wie sie einem gefällt.

Apropos malen: Neben Sabine Bohlmann hat sich auch Simona Ceccarelli mal wieder selbst übertroffen. Ihre farbenfrohen und detailreichen Illustrationen sind genauso sanft und gefühlvoll wie der Text und laden zum Verweilen und Entdecken ein. Sie setzen das Erzählte einfach perfekt in Szene, vor allem Brunos Ideen und Opas Erwiderungen darauf werden großartig dargestellt.

Fazit: „In meiner Welt“ ist eine unheimlich herzerwärmende und berührende Opa-Enkel-Geschichte ab 4 Jahren über kindliche Vorstellungskraft und die Kunst, das Leben so anzunehmen, wie es ist. Ein echter Schatz für jedes Bücherregal zum Nachdenken, Schmunzeln und Staunen. Philosophisch, tröstlich und wunderschön illustriert. Ich bin total verliebt in dieses Bilderbuch, mein Herz hat es im Sturm erobert! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere