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Veröffentlicht am 06.10.2019

Ein ganz wundervolles Buch!

Emmy & Oliver
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Emmy und Oliver sind praktisch seit Geburt an die besten Freunde. Sie sind am selben Tag im selben Krankenhaus geboren, sie sind Nachbarn und zusammen aufgewachsen. Sie teilen ihre Hobbys und sie teilen ...

Emmy und Oliver sind praktisch seit Geburt an die besten Freunde. Sie sind am selben Tag im selben Krankenhaus geboren, sie sind Nachbarn und zusammen aufgewachsen. Sie teilen ihre Hobbys und sie teilen ihr Leben. Und als Oliver auf einem kleinen Zettel gefragt wird, ob er Emmy mag, umkringelt er das Ja dreimal. Nichts könnte sich je zwischen die beiden drängen. Bis Oliver vom einen auf den anderen Tag plötzlich spurlos verschwindet und Emmy allein zurückbleibt.

"Emmy & Oliver" ist ein Buch, das mir unglaublich gut gefallen hat und auch extrem viel mit mir als Leserin gemacht hat. Ich war von Anfang an gefangen von der Geschichte und den unglaublich lebendig Charakteren und das Buch hat sich als wahrer Schatz präsentiert. Nicht nur äußerlich, sondern auch inhaltlich. Ich habe mit Emmy zusammen Oliver vermisst, habe mich nach ihm gesehnt, war genervt von den Eltern, die alles verbieten, habe dem Augenblick, in dem er und Emmy sich wiedersehen würden, herbeigesehnt und gefürchtet, habe ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Und am Ende das Buch mit einem zufriedenen Seufzer geschlossen und es noch lange nachhallen lassen. Ihr müsst es unbedingt selbst lesen, wahrscheinlich reichen meine Worte gar nicht aus, um zu beschreiben, was für ein wundervolles Buch "Emmy & Oliver" ist.

Total anschaulich und eindringlich beschreibt Robin Benway durch ihre Ich-Erzählerin Emmy, wie es sich anfühlt, wenn völlig unerwartet ein Mensch aus dem eigenen Leben verschwindet. Wie man am Anfang die Hoffnung nicht verliert und jeden Tag denkt, dass heute der Tag ist, an dem er zurückkehren wird. Wie dann aber doch nach und nach die Zuversicht schwindet und man lernt, sich einen neuen Alltag zu formen. Und wie am Ende doch am meisten der Gedanke zählt, dass man selbst immer noch da ist.

Ganz schwierig war für mich das Verhalten von Emmys Eltern. Ja, es ist schlimm, dass Oliver verschwunden ist. Und ja, natürlich macht man sich als Eltern Sorgen. Aber es ist ja nicht so, als wäre ein Wildfremder in das Leben von Olivers Familie und dadurch irgendwie auch in das Leben von Emmys Familie eingedrungen. Es war immer noch sein Dad, der so gehandelt hat. Also warum bitte wird Emmy in Watte gepackt, warum darf sie kaum einen Fuß alleine vor die Tür setzen, warum wird ihr alles verboten? Ja, ich kann die Eltern in einem gewissen Maße verstehen, aber ihr Verhalten, vor allem das der Mutter, fand ich völlig übertrieben und es hat mich teilweise auch echt extrem genervt. Ich weiß nicht, wie oft ich beim Lesen innegehalten habe, um mich über Emmys Mutter aufzuregen. Die Frau ist echt der absolute Hammer! Und das meine ich jetzt nicht positiv.

Umso froher war ich, dass Emmy ihr Ding durchgezogen hat. Und mit "Ding" meine ich vor allem das Surfen. Es hat so gutgetan, mit ihr zusammen zu erleben, wie sie sich heimlich mit ihrem Board an den Strand schleicht und sich den Wellen hingibt. Überhaupt mochte ich Emmy mit ihrer frischen Art total, was aber im Übrigen auch für ihre Freunde Drew und Caro gilt. Die drei, später vier, sind einfach so eine geniale Gruppe. Ich habe die Schlagabtäusche und Dialoge so geliebt. Auch wenn es um ganz alltägliche Sachen im Leben der Teenager geht, hatte ich nicht das Gefühl, hier Sachen zu lesen, die man schon tausendmal gelesen hat. Auch ist überhaupt keine Langeweile bei dem üblichen Alltagsgeplänkel aufgekommen, weil der Schreibstil der Autorin einfach so mitreißend und ihr Humor so genial ist. Die Freundschaft der drei spielt natürlich auch eine große Rolle, stellt fast eines der Hauptthemen dar, denn natürlich ändert sich hier auch einiges, als Oliver zurückkommt.

Diesem Augenblick, als Oliver nach zehn Jahren plötzlich wieder nach Hause kommt, habe ich richtig entgegengefiebert. Emmy beschreibt toll, was dabei in ihr vorgeht, und es fällt so leicht, sich in sie hineinzuversetzen. Das Aufeinandertreffen der beiden hatte ich mir dann stellenweise doch etwas anders vorgestellt, vor allem die Tatsache, dass Oliver sich nicht mehr wirklich an sie oder Caro oder Drew erinnern konnte, hat mich total verwundert und ich fand es auch nicht ganz logisch. Aber wahrscheinlich liegt das daran, dass Oliver für Emmy immer präsent war, auch wenn ihr Leben in der Zwischenzeit einfach einen anderen Inhalt bekommen hat. Aber dennoch hat sie immer an ihn gedacht und sich an die Momente mit ihm erinnert. Während Oliver im Gegensatz dazu in ein völlig neues Leben geschmissen wurde. Die ersten sieben Jahre seines Lebens haben einfach keine Rolle mehr gespielt. Und so eben auch Emmy oder Caro oder Drew. Wahrscheinlich ist es da ganz normal, dass Dinge in Vergessenheit geraten.

Natürlich wird alles anders, als Oliver plötzlich wieder da ist. Aber nicht nur seine Beziehung zu Emmy wird thematisiert, sondern natürlich auch einfach sein Leben an sich. Oliver hat in den letzten zehn Jahren kein schlechtes Leben geführt. Sein Vater ist nicht das Monster, für das ihn alle halten. Oliver kommt in eine für ihn völlig fremde Familie. Er hat auf einmal Schwestern und eine Mutter und einen Stiefvater, dafür keinen Vater mehr. Und keiner fragt ihn, wie es ihm geht. Bis auf Emmy. Und sie ist es dann natürlich auch, der er sich öffnet.

Die Handlung ist stellenweise sehr emotional und feinfühlig, fast zerbrechlich und häufig auch sehr ernst. Nicht immer ist es angenehm, was man als Leser vorgesetzt bekommt, aber gerade das macht dieses Buch auch so aus. Es ist einfach ganz besonders. Und natürlich passiert zwischen Emmy und Oliver auch viel auf zwischenmenschlicher Ebene. Ich denke, dass kann ich ruhigen Gewissens verraten. Denn diese Szenen waren es, die besonders schön zu lesen waren.

Neben der Handlung, die in der Gegenwart spielt, gibt es immer wieder Zwischenkapitel in kursiver Schrift, die Episoden aus Emmys und Olivers gemeinsamer Vergangenheit wiedergeben. Sie runden das Buch perfekt ab und haben mich rückblickend fast noch mehr berührt als die Kapitel, die in der Gegenwart spielen, da sie die Grundlage für die tiefe und innige Freundschaft zwischen Emmy und Oliver bilden und einfach nur zuckersüß sind. Manchmal wird in diesen Zwischenkapitel auch eine Sache angesprochen, die sich bis in die Zukunft auswirkt und in der Gegenwart wieder aufgegriffen wird. Das hat mir auch richtig gut gefallen.

Wenn die übertrieben nervige Mutter und das merkwürdige Verhalten beim ersten Aufeinandertreffen mit seinen ehemaligen Freunden nicht gewesen wäre, hätte das Buch definitiv die volle Punktzahl bekommen. So ziehe ich am Ende einen halben Stern ab, spreche aber guten Gewissens eine Leseempfehlung von ganzem Herzen aus!

Veröffentlicht am 28.09.2025

Zuckersüß!

Spookily Yours
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"Spookily yours" ist eines dieser Bücher, die man einfach nur als zuckersüß beschreiben kann. Die Charaktere sind süß, die Handlung ist süß, das Setting ist süß. Es passiert nichts Aufregendes in diesem ...

"Spookily yours" ist eines dieser Bücher, die man einfach nur als zuckersüß beschreiben kann. Die Charaktere sind süß, die Handlung ist süß, das Setting ist süß. Es passiert nichts Aufregendes in diesem Buch, und doch liest es sich so schön weg. Es ist fast schon gemütlich. Obwohl es keine großartige Spannung in diesem Roman gibt, hält die Atmosphäre doch bei Laune. Das Buch bietet gute Unterhaltung, ohne Drama, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Die Handlungszusammenhänge sind naheliegend und vorhersehbar, aber das ist leicht zu verzeihen. Eine Prise Humor ist auch dabei und so kann das Buch gut unterhalten. Für einen verregneten Herbstnachmittag ist es genau das Richtige, wo man nichts weiter erwartet und möchte, als seine Zeit auf angenehme Weise zu verbringen. Das gelingt mit diesem Buch definitiv. Wer auf den Herbst, Katzen, ein Kleinstadt-Setting und Knistern zwischen den Buchfiguren steht, macht mit diesem Buch nichts falsch.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Fantasy vom Feinsten für jüngere Lesende

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Wo Markus Heitz draufsteht, ist auch Markus Heitz drin. Das gilt sogar für Jugendbücher. Scheint, als könnte er für jede Zielgruppe und für jede Altersklasse richtig gute Fantasygeschichten erzählen. Denn ...

Wo Markus Heitz draufsteht, ist auch Markus Heitz drin. Das gilt sogar für Jugendbücher. Scheint, als könnte er für jede Zielgruppe und für jede Altersklasse richtig gute Fantasygeschichten erzählen. Denn genau so eine erwartet die Lesenden von "Irida und die Stadt der Geheimnisse". Eingebettet in ein von Sagen und Legenden umranktes Städtchen, erlebt Irida zusammen mit ihren Freunden ein Abenteuer nach dem nächsten. Denn dies ist nur der erste Band, weitere Abenteuer werden folgen. Gut so, denn in diesem Reihenauftakt werden ganz schön viele Geheimnisse angeteasert, aber noch lange nicht aufgeklärt. Es bleibt spannend, denn so einige Handlungsstränge dürfen sich noch zusammenfügen und gemeinsam ein Gesamtbild ergeben. Schon jetzt ist klar: Irgendetwas geht vor sich, und Irida und ihre Freunde erwartet Großes. War ja auch nicht anders zu erwarten bei einem Buch dieses Autors.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens

Himmel ohne Ende
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In Charlies Welt hat sich von einen Tag auf den anderen alles verändert. Und es scheint, als würde sich diese Erfahrung immer und immer wieder wiederholen. Sie ist noch so jung und muss mit so vielem klarkommen. ...

In Charlies Welt hat sich von einen Tag auf den anderen alles verändert. Und es scheint, als würde sich diese Erfahrung immer und immer wieder wiederholen. Sie ist noch so jung und muss mit so vielem klarkommen. So ist es, das Erwachsenwerden. Und ich glaube, niemand sonst könnte diese Lebensphase mit einem so besonderen Blick in erzählende Worte fassen wie Julia Engelmann. Es war so toll, dieses Buch zu lesen, weil ich bei so vielen Szenen die Stimme der Autorin im Ohr hatte. Es ist ein ganz feines, ganz besonderes Buch, mit ganz feinfühligen und einzigartigen Details, die von der Autorin aufgefangen und in Worte gefasst wurden. Die Hochs und Tiefs des Erwachsenwerdens werden von ihr auf so tiefgründige Weise in Worte gefasst, dass es auch für mich als erwachsene Leserin leicht war, mich in die Protagonisten, aber auch die anderen Figuren hineinzuversetzen. Dabei sind die unterschiedlichsten Emotionen wachgerufen worden. Aber vor allem wird mir in Erinnerung bleiben, wie laut ich bei manchen Szenen gelacht habe. Denn auch wenn Charlie in diesem Buch viel weint und traurig ist, hat jede Medaille doch auch ihre andere Seite.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Von erfüllten und unerfüllten Wünschen

Lebensschlenker
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Wir sind alle auf unserem eigenen Weg, und das ist, was uns verbindet. Jeder und jede von uns weiß selbst am besten, was für ihn und sie richtig und wichtig ist. Wir sind nicht perfekt. Wir gehen Umwege, ...

Wir sind alle auf unserem eigenen Weg, und das ist, was uns verbindet. Jeder und jede von uns weiß selbst am besten, was für ihn und sie richtig und wichtig ist. Wir sind nicht perfekt. Wir gehen Umwege, ändern unsere Meinung, ändern die Richtung. All das darf genau so sein. Weil wir dadurch lernen und vor allem uns selbst immer besser wahrnehmen, spüren und erkennen. Es ist der Prozess, sich selbst zu kennen, sich selbst treu zu bleiben, zu sich selbst zu stehen. Gerade dann, wenn um uns herum so viele Stimmen so laut sind und wir uns mit unserer eigenen, vielleicht leisen Stimme so übersehen und ungehört fühlen. Es lohnt sich immer, den eigenen Weg zu gehen. Und weil es dafür Mut braucht, ist dieses Buch so wichtig. Weil es von Frauen erzählt, die ihren eigenen Weg gegangen sind. Und nur darum geht es. Nicht darum, wie anderen dieser Weg gefällt. Und deshalb ist dieses Buch so wichtig. Weil Frauen darin ihre Stimme erheben, sich zeigen und und sich hören lassen. Und damit das in Worte fassen, was so viele andere Frauen im Stillen fühlen, glauben und erleben.

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