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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2025

Vielfältige Rezept-Auswahl für den Schmortopf

Cocotte
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Im Kochbuch, mit dem Titel „Cocotte“, gestaltet von der französischen Foodbloggerin und Kochbuchautorin Amandine Bernardi, verbergen sich 100 wunderbare Rezepte für den Schmortopf. Ob deftig fleischigen ...

Im Kochbuch, mit dem Titel „Cocotte“, gestaltet von der französischen Foodbloggerin und Kochbuchautorin Amandine Bernardi, verbergen sich 100 wunderbare Rezepte für den Schmortopf. Ob deftig fleischigen Genuss oder aber Vegetarisches, die Auswahl ist groß. Auch etwas Süßes, Brot oder gar Popcorn ist mit dem Schmortopf zu machen!
Die Auswahl und Aufmachung des Buches finde ich insgesamt sehr gut gelungen. Jedes Gericht wird mit einem aussagekräftigen Foto und einer kurz gehaltenen Beschreibung dargestellt, für mich perfekt.
Einzig den französischen Klassiker „Coq au vin“ habe ich vergeblich gesucht, den beherrsche ich zur Not aber auch auswendig.
Informativ fand ich noch die kurze Einführung mit Tipps und Tricks zum Thema Topf, sowie die praktischen Übersichten nach Rubriken, oder aber nach Themengebieten, sowie das abschließende ABC nach Zutaten. Da findet jeder für sich, das für ihn am besten passende System.
Das Cover ist schlicht und passend, es gefällt mir gut.

Mein Fazit:
Es gibt eine Menge zum Ausprobieren und ich finde, das Buch ist eine inspirierende Bereicherung für meine Küche. Die Rezepte ist vielleicht schon einen klein wenig fleischlastig, aber das macht mir persönlich nichts aus. Alles kommt aus einem Topf, das macht am meisten Laune und war Anlass mir gleich einen solchen Topf zu besorgen;).

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Kurzweiliger historischer Roman

Ein verhängnisvolles Testament
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In grauer Vorzeit hat ein Vorfahre des Thannberger Rittergeschlechts mit dem Kurfürsten von Trier einen unseligen Vertrag geschlossen. Er besagt, das bis in die siebte Generation immer nur ein männlicher ...

In grauer Vorzeit hat ein Vorfahre des Thannberger Rittergeschlechts mit dem Kurfürsten von Trier einen unseligen Vertrag geschlossen. Er besagt, das bis in die siebte Generation immer nur ein männlicher Nachkomme erben kann, sonst verliert die Familie ihren Besitz an das Kurfürstentum. Dem Geistlichen Erhard von Kellheim, birgt die Entdeckung dieses Dokuments eine willkommene Gelegenheit, für sich und seine Familie an Reichtum und Einfluss zu kommen. Mit der Absicht den Besitz des todkranken Burgherren zu übernehmen klopften die Kellheimer an das Burgtor der Thannberger. Doch so ganz einfach ist die Sache dann doch nicht, denn die Frau von Ritter Leopold ist schwanger und ihre Hoffnung groß noch für männlichen Nachwuchs zu sorgen. Um den Besitz vielleicht auch anderweitig zu sichern, ruft Elisabeth auch noch ihre kluge Cousine Anna zu Hilfe, um ihr gegen die zwei unsäglich aufdringlichen Kellheimer Geier beizustehen.
„Ein verhängnisvolles Testament“ ist ein unter dem bekannten Pseudonym Iny Lorenz verfasster historischer Roman, der in der Zeit um 1590 spielt. Es geht um die Erbfolge einer Ritterfamilie und weist dabei besonders auf die geringe Wertschätzung des weiblichen Geschlechts hin. Nicht nur was das Erben, sondern auch was Selbstbestimmung oder Klugheit anbelangt, wurden Frauen damals rigoros unterschätzt, benachteiligt und unterdrückt. Dieses Unrecht wird in einer spannenden Geschichte sichtbar gemacht, in der neben der schwangeren Elisabeth auch ihre Cousine Anna eine tragende Rolle spielt. Mit den Kellheimer Brüdern gibt es zwei unfassbar üble Gesellen, über die man sich ordentlich ärgern kann! Es gibt unzählige Attacken auf die armen Frauen sowie andere Überraschungen und die ganze Angelegenheit bleibt bis zum Schluss eine spannende Sache. Besonders den Charakter und Humor von Cousine Anna hat mir sehr gut gefallen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich habe mich trotz ein paar Längen gut unterhalten gefühlt.
Mein Fazit:
Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit einem starken Frauencharakter und einem gelungenen Ausflug in die Spätrenaissance.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Gelungenes mörderisches Rätselraten

HEN NA E - Seltsame Bilder
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Der ungewöhnliche Blog eines Mannes Namens Ren Nanashino erregt die Aufmerksamkeit von zwei neugierigen jungen Studenten, die Mitglieder eines Okkult-Clubs und mysteriösen Geschehen auf der Spur sind. ...

Der ungewöhnliche Blog eines Mannes Namens Ren Nanashino erregt die Aufmerksamkeit von zwei neugierigen jungen Studenten, die Mitglieder eines Okkult-Clubs und mysteriösen Geschehen auf der Spur sind. Im Blogeintrag geht um ein glückliches junges Paar das ein Kind erwartet. Die Geburt scheint leider tragisch zu verlaufen, die junge Frau verstirbt, hinterlässt ihrem Mann aber rätselhafte Bilder. Besonders der letzte Blogeintrag ist voller Rätsel: “Welches Leid du ertragen musstest, kann ich nicht ermessen. Wie schwer die Schuld wiegt, die du auf dich geladen hast, ist mir nicht klar. Ich kann dir nicht vergeben. Doch ich werde dich immer lieben.” Mit diesen Worten enden die Einträge. Was ist mit dem Autor passiert?

In dem Buch mit dem deutschen Titel “HEN NA E - Seltsame Bilder” geht durchgängig um rätselhafte Bilder und deren Bedeutung für die beteiligten Charaktere. Sogar der Autor Uketsu bleibt dabei ein Mysterium, unter weißer Maske und schwarzen Ganzkörperanzug verbirgt sich angeblich ein bekannter japanischer YouTuber. Dieser Kriminalroman gehört zur neuen Kategorie “Sketch Mystery” bei der sich Text und Bilder zu wichtigen Kriterien vereinen. Die Geschichte findet in verschiedenen Teilabschnitten statt, die anscheinend zunächst einmal nicht viel miteinander zu tun haben und in unterschiedlichen Zeitebenen und Episoden ablaufen. Jedes Kapitel ist daher ein Rätsel für sich. Die Überraschung kommt dann am Ende, indem doch alles zusammen gehört.

Eine wirklich faszinierende Krimierfahrung, die mich gefordert und gut unterhalten hat. Es war nur manchmal ein wenig schwierig, sich all die japanischen Namen zu merken und im Hinterkopf zu behalten. Auch die Bilderrätsel haben mir einiges an Kopfzerbrechen verursacht. Am Ende hat sich dann überraschend alles ineinander gefügt und lückenlos aufgeklärt.

Mein Focus auf das Buch selbst, kam durch sein auffallendes Cover und die aufwendige prächtige Gestaltung, mit Lesebändchen, sowie dem geschwärzten Schnitt. Wirklich eine außergewöhnlich tolle Aufmachung.

Mein Fazit:

Interessant gestalteter Kriminalroman, der sich einmal in einer völlig ungewohnten Art und Weise präsentiert. Überhaupt ist das Buch fesselnd anders und zeigt uns auch einen Einblick in die japanische Kultur.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Von allem etwas: Love, Sex & Spionage

Emma
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Die jungen Französin Emma kämpft seit dem Unfalltod ihrer Mutter mit Schuldgefühlen. Ihren Job als Masseurin in einem bekannten französischen Luxus-Resort erfüllt sie mit Leidenschaft und sie ist dort ...

Die jungen Französin Emma kämpft seit dem Unfalltod ihrer Mutter mit Schuldgefühlen. Ihren Job als Masseurin in einem bekannten französischen Luxus-Resort erfüllt sie mit Leidenschaft und sie ist dort bekannt für ihre magischen Hände. Als Emma den Auftrag bekommt Tariq, einen wichtigen VIP aus dem Oman zu massieren, sprühen zwischen den Beiden die Funken.

Niemand weniger als der bekannte französische Schauspieler Jean Reno ist der Autor dieses abwechslungsreichen Thrillers mit dem Titel „Emma“. Für mich war das Buch aber mehr eine interessante Mischung aus Abenteuer-, Liebes- und Spionage-Roman, weniger ein Thriller. Mit einer besonderen und starken Frauenrolle, die ihren männlichen Gegenspielern mehr als gewachsen ist. Mit Emma als Main Charakter, hat Reno Emma, hat Reno eine Art französischen weiblichen Bond geschaffen, die ihre Berufung während der Handlung findet. In der Geschichte entwickelt Emma ihre besonderen Kräfte und entdeckt ihr Faible für die Spionage. Auch wenn vielleicht, was die Spannung anbelangt noch ein wenig Luft nach Oben bleibt, fand ich die Geschichte fesselnd und gut geschrieben. Besonders gefallen haben mir seine Wahl der beiden Locations mit dem Start in der Bretagne und dem Twist in den Oman. Einige Handlungsstränge blieben leider offen und es ist hoffentlich eine Fortsetzung vorgesehen? Man merkt dem Buch Jean Renos Verbindung zur Filmbranche an, so einen Stoff würde ich sehr gerne im Kino sehen!
Das wunderschöne Cover zieht natürlich alle Blicke auf sich, es besitzt eine wunderbare Farbe und Gestaltung.

Mein Fazit:

Ein schönes Debüt, mit einer interessanten Story, die unbedingt nach Fortsetzung verlangt, denn Emmas Talent als Spionin ist noch nicht fertig erzählt und hat Potenzial!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Unterhaltsam, aber auch ein wenig vorhersehbar

Die Schanze
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Die junge Ärztin Ellen Roth bricht ihre Zelte in Hamburg ab und kehrt zurück in ihre alte bayrische Heimat. Dort übernimmt sie die vakante Arztpraxis im Ort. Trotz einer verhängnisvollen und traumatischen ...

Die junge Ärztin Ellen Roth bricht ihre Zelte in Hamburg ab und kehrt zurück in ihre alte bayrische Heimat. Dort übernimmt sie die vakante Arztpraxis im Ort. Trotz einer verhängnisvollen und traumatischen Vergangenheit zieht es sie zurück zu Vater und Schwester.
Doch gleich am ersten Abend wird ein Toter an der Schanze gefunden, dessen Identität Ellen sogleich wieder zurück in ihre alptraumhafte Vergangenheit katapultiert. Der ersehnte Schritt in eine neue Zukunft scheint weit entfernt, doch Ellen beschließt zu kämpfen.

Der Debüt-Thriller „Die Schanze“ von Autor Lars Menz, fällt sofort durch sein cooles und auffallendes Cover ins Auge. Ein schockierender Blick in die bodenlose Tiefe einer Skisprungschanze lässt den Puls steigen und auch der Plot machte mich neugierig auf den Inhalt.
Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung kurzweilig zu lesen, allerdings war für mich recht vorhersehbar, wohin sich die Geschichte im nächsten Moment entwickeln wird. Meine Ahnung wurde dann zumeist bestätigt, daher hätte ich mir manche Szenen etwas subtiler gewünscht, mit mehr Überraschungsmomenten. Die Stimmung im Ort wirkt auf mich äußerst düster und deprimierend, ein Schaudern ist auf alle Fälle geboten. Die Charaktere sind clever ausgewählt, wirken allesamt recht suspekt und verdächtig. Auch Hauptprotagonistin Ellen, ist nicht recht greifbar und schwer einzuschätzen, das machte sie mir nicht gerade sympathisch, aber ich schätze mal, das soll die Intension dahinter sein.

Mein Fazit:
Insgesamt ein wirklich unterhaltsamer Kriminalfall für zwischendurch. Es fehlten mir zwar noch ein klein wenig Zündstoff und ein paar Spannungsmomente zum Thriller, doch für ein Debüt finde ich die Geschichte recht gut gelungen.

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