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Veröffentlicht am 24.08.2025

Oma Käthe macht sauber

Die eiskalte Strohwitwe von Sylt
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Um den Spannungen mit der zu Besuch erschienen Schwester ihres Lebenspartners Hinnerk zu entfliehen und einer Bekannten einen Gefallen zu tun, übernimmt Oma Käthe vorübergehend den Job der Hausdame bei ...

Um den Spannungen mit der zu Besuch erschienen Schwester ihres Lebenspartners Hinnerk zu entfliehen und einer Bekannten einen Gefallen zu tun, übernimmt Oma Käthe vorübergehend den Job der Hausdame bei den betuchten Lindholms auf Sylt. Kaum ist sie in der Familie angekommen stirbt auch schon die Millionärsgattin Fernanda und mit dem Gärtner ist für die ermittelnde Polizei auch schnell der Täter ermittelt. Nur Käthe glaubt nicht an diese Theorie und beginnt undercover ihre eigenen Recherchen. Da das Opfer kein Sympathieträger war, mehren sich die potentiellen Täter und Täterinnen und die Suche nach dem vermeintlich "wahren" Täter gestaltet sich deutlich schwieriger als gedacht...

Ich habe bereits einige Kriminalromane aus der Feder von Dany R. Wood gelesen, welche mit Jupp Backes mit seiner Familie als Hauptakteure stets gute Laune verbreitet. Mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung habe ich Oma Käthe bei ihrem zweiten Fall auf Sylt nun begleitet. Dany R. Wood erzählt die Geschichte in seinem gewohnt temperamentvollen und unterhaltsamen Schreibstil, in dem ihm aus meiner Sicht eine tolle Mischung aus Spannung und Humor gelingt. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod der Millionärsgattin zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über Käthes aufwendigen und zum Teil ungewöhnlichen Ermittlungen stets auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die stellenweise schrägen Typen und die unkonventionelle Art der Hauptprotagonistin tragen zum Gelingen des Buches bei und die vielen Verdächtigen haben immer wieder dazu angeregt, die eigene Überlegungen bezüglich Täter und Täterhintergründe zu hinterfragen und neu aufzustellen. Das Ganze konnte mich bis zum Finale in den Bann ziehen, wo dann eine sehr gut nachvollziehbare und für mich überraschende Auflösung die Geschichte gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Die eiskalte Strohwitwe von Sylt" für mich ein äußerst unterhaltsamer und guter Kriminalroman, der mit den toll gezeichneten Charakteren, einer durchdachten Story, einem wohldosierten Lokalkolorit und dem Erzähltalent des Autors zu überzeugen weiß. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen weiter.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Die Lasten einer Schuld

Ewige Schuld
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Fritz Tiedemann ist der einzige Gymnasiast seines kleinen Heimatdorfes und wird daher schon als Außenseiter betrachtet. In der Schule lernt er die jung und schöne Freda kennen, der er kurze Zeit später ...

Fritz Tiedemann ist der einzige Gymnasiast seines kleinen Heimatdorfes und wird daher schon als Außenseiter betrachtet. In der Schule lernt er die jung und schöne Freda kennen, der er kurze Zeit später verfallen ist. Gleichzeitig verführt ihn aber auch die Verlobte seines besten Freundes, von der er ebenfalls nicht die Finger lassen kann. Er manövriert sich so in ein vorprogrammiertes Fiasko und stochert zudem noch in der nazibehafteten Vergangenheit des Dorfes. Er weckt Geister, die er eigentlich ruhen lassen sollte und es entwickeln sich Tragödien, die sein Gewissen noch für lange Zeit belasten sollen...

Der deutsche Autor Arne Dessaul besticht mit seinen Kriminalromanen um den Kriminalkommissar Helmut Jordan, in seinem neuen Roman "Ewige Schuld" taucht der Ermittler auch in einer Nebenrolle auf. Ich bin mit einer hohen Erwartungshaltung in das Buch gestartet und wurde nicht enttäuscht. Dessaul erzählt die Geschichte in einem bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mir die Geschehnisse der damaligen Zeit lebendig vor Augen führt. Obwohl es sich nicht um einen klassischen Kriminalroman handelt, baut sich zunehmend ein Spannungsbogen auf, der von Fritz Tiedemanns verzwickter Situation und den Geheimnissen der Ortschaft getragen wird. Arne Dessaul gelingt es aus meiner Sicht sehr gut, die damalige Zeit in das Leben des politisch engagierten Hauptprotagonisten zu integrieren und den Leser so auf eine authentische Reise in die Vergangenheit schickt. Das Ganze konnte mich bis zum fesselnden Finale in den Bann ziehen, wo es dann mit einer überraschenden und aus meiner Sicht völlig überzeugenden Auflösung abgerundet wird.

Insgesamt ist "Ewige Schuld" ein bewegender Roman, in dem der engagierte Protagonist unausgesprochenen Geheimnissen auf der Spur ist und damit nicht nur in seinem Leben die Weichen für die Zukunft stellt. Der Roman konnte mich mit seiner besonderen Art und dem integrierten Genre-Mix voll und ganz überzeugen, so dass ich ihn gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Gute-Laune-Roman

Inselhippies
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Herbert hält um die Hand von Anja an und hat sich um die anstehende Hochzeit noch überhaupt keine richtigen Gedanken gemacht. Die reichen Eltern von Anja haben hingegen schon sehr konkrete Pläne und gehen ...

Herbert hält um die Hand von Anja an und hat sich um die anstehende Hochzeit noch überhaupt keine richtigen Gedanken gemacht. Die reichen Eltern von Anja haben hingegen schon sehr konkrete Pläne und gehen natürlich davon aus, dass die Feierlichkeiten auf Ibiza stattfinden. Während Anjas Besuch bei ihren Eltern, wird ihr dann mit einem Highlight nach dem anderen der Mund wässrig gemacht, nur Herbert ist so gar nicht davon begeistert, seine Hochzeit nicht in seiner Heimat zu feiern. Erbeschließt kurzfristig mit seinem Trauzeugen Hans Richtung Ibiza aufzubrechen, um zu retten was zu retten ist. Es droht ein Fiasko...

Mit seiner "Herbert-Reihe" hat der deutsche Autor Friedrich Kalpenstein schon einige Leser immer wieder begeistern können. Ich bin daher mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk um Herberts möglicher Hochzeit gestartet. Er erzählt die Geschichte in seinem geschätzten Lockeren und mehr als unterhaltsamen Schreibstil, der mich schnell wieder in den Bann ziehen konnte. Mit viel Leichtigkeit dürfen wir bei den Hochzeitsvorbereitungen dabei sein, welche durch die völlig unterschiedlichen Vorstellungen, wie eine solche Feier stattfinden soll, für viel Heiterkeit und gute Laune sorgt. An einigen Stellen findet sich der eine oder andere wieder und die Geschichte wirkt so, wie mitten aus dem Leben gerissen. Gefühlvoll und extrem unterhaltsam fliegt das buch nur so an mir vorbei.

Insgesamt ist "Inselhippies" aus meiner Sicht ein mehr als gelungener Unterhaltungsroman, der für die aktuelle Urlaubszeit wie gemacht erscheint. Viel gute Laune, ehrliche und ergreifende Gefühle sowie das Erzähltalent des Autors sorgen für ein tolles Leseerlebnis, welches ich sehr gerne weiterempfehle und dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Jäger und Beute

Asa
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Asa hat die letzten sechs Jahre im Gefängnis verbracht und sie hat nach ihrer Entlassung einen großen Rachefeldzug geplant. In den letzten hundert Jahren mussten viele aufgrund einer alten und aus Asas ...

Asa hat die letzten sechs Jahre im Gefängnis verbracht und sie hat nach ihrer Entlassung einen großen Rachefeldzug geplant. In den letzten hundert Jahren mussten viele aufgrund einer alten und aus Asas Sicht völlig sinnlosen Tradition sterben. Auch sie war in ihrer Vergangenheit in Gefahr, konnte sich aber behaupten, was allerdings in den darauffolgenden Jahren zu einem persönlichen Desaster führte, welches sie letzten Endes auch ins Gefängnis brachte. Kann Asa die alte Tradition ihrer mittlerweile sehr mächtigen Familie stoppen?

Der in Kroatien geborene und in Deutschland lebende Autor Zoran Drvenkar hat mit "Asa" einen Thriller um eine mehr als düstere Familienchronik veröffentlicht, der mich bis zur letzten Seite in den Bann ziehen konnte. Er erzählt die Geschichte in einem gut zu lesenden, aber auch schon poetisch angehauchten Schreibstil, der dem Buch eine zusätzliche Tiefe verleiht. Der Spannungsbogen wird um die Hauptprotagonistin und der rätselhaften Vergangenheit ihrer Familie direkt zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die dramatischen Rückblenden aus meiner Sicht auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Dabei entwickelt sich eine immer komplexere Geschichte, die aufgrund vieler Protagonisten und diversen Zeitsprüngen schon die volle Aufmerksamkeit erfordert, aber das "Dranbleiben" lohnt sich. Die düstere Atmosphäre die sich in der Familienchronik eingenistet hat wird hervorragend eingefangen und macht den Thriller für mich zu einem besonderen Leseereignis. Das ganze konnte mich bis zum fulminanten Finale komplett in den Bann ziehen und wird mit einer nachdenklich stimmenden Auflösung gelungen abgerundet.

Insgesamt ist "Asa" für mich in seiner Komplexität und Intensität eines der herausragenden Leseerlebnisse in diesem Jahr. Ein toller Thriller, der mich mit der vielschichtigen Story, eine mehr als interessant gezeichneten Hauptprotagonistin und letzten Endes auch mit dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Sehr gute Fortsetzung

Das heimliche Zimmer: Thriller
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Spezialermittlerin Laura Kern bekommt es in ihrem neuen Fall mit einem sehr berührenden Fall zu tun, denn das Opfer ist ein gerade mal 16-jähriger Schüler, der an einem verlassenen Bahnhofsbahnsteig aufgefunden ...

Spezialermittlerin Laura Kern bekommt es in ihrem neuen Fall mit einem sehr berührenden Fall zu tun, denn das Opfer ist ein gerade mal 16-jähriger Schüler, der an einem verlassenen Bahnhofsbahnsteig aufgefunden wird. Die Ermittlungen führen schnell Richtung Schule, wo das Opfer vor kurzem Streit mit einem Mitschüler hatte. Kann ein Jugendlicher eine solche Tat begehen? Kurze Zeit später gibt es ein weiteres Opfer und wieder ist der Schüler tatverdächtig...

Die Thriller-Reihen von Catherine Shepherd haben mich bisher immer begeistert, so dass ich mit viel Vorfreude und einer entsprechenden Erwartungshaltung in den neuen Fall für Laura Kern gestartet bin. Die Autorin erzählt die Geschichte in ihrem gewohnt temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der das Buch für mich schnell wieder zu einem Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit dem tragischen Tod des sechzehnjährigen Schülers direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die spannenden und mit vielen überraschenden Wendungen gespickten Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Die ständig steigende Anzahl der Tatverdächtigen lässt viel Raum beim Lesen, eigene Überlegungen in Bezug auf Täter und vor allem Tathintergrund anzustellen, um dann im fulminanten Finale von einer gut nachvollziehbaren Auflösung überrascht zu werden.

Insgesamt ist "Das heimliche Zimmer" die für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer besonderen Thriller Reihe, die mich mit einer starken und interessant gezeichneten Ermittlerin, spannenden und sehr gut konzipierten Fällen und natürlich mit dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich empfehle den Thriller daher sehr gerne weiter und bewerte ihn folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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