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Veröffentlicht am 25.08.2025

Höhenangst trifft Herzklopfen: Viktor im Großstadtdschungel

Der Junge, der auf ein Haus stieg
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Auf dem Dach sitzen und plötzlich klar sehen – das klingt erstmal verrückt, oder? Genau da setzt die Geschichte an, und meine Tochter und ich haben uns beim Buddyread öfter gefragt: Würden wir uns selbst ...

Auf dem Dach sitzen und plötzlich klar sehen – das klingt erstmal verrückt, oder? Genau da setzt die Geschichte an, und meine Tochter und ich haben uns beim Buddyread öfter gefragt: Würden wir uns selbst trauen, auf ein Dach zu klettern, nur um den Überblick zurückzubekommen? Antwort: eher nein. Aber Viktor tut’s – und was er da oben über sich, sein Leben und seine Gefühle erkennt, hat uns beide umgehauen.

Wir haben das Buch abwechselnd laut gelesen, und manchmal musste eine kleine Pause her, weil meine Tochter plötzlich mitten in einer Szene meinte: „Papa, das ist wie bei uns, wenn …!“ Zack, nächster Lachanfall. Andere Stellen dagegen gingen richtig tief rein – Trennung der Eltern, Verlust des besten Freundes, dieses Gefühl, dass nichts mehr so ist, wie es mal war. Da blieb es bei uns beiden nicht trocken ums Herz.

Besonders mochte ich, dass Viktor nicht in Selbstmitleid versinkt, sondern auf seine eigene, schräge Art nach vorne schaut. Es gibt keine übertriebenen Action-Szenen, kein künstliches Drama – alles wirkt ehrlich, nachvollziehbar und manchmal so nah, dass man fast vergisst, dass man liest. Meine Tochter sagte irgendwann: „Das ist wie in einem Film, nur dass man selbst drinsteckt.“ Genau so fühlt es sich an.

Humor blitzt an den richtigen Stellen auf, und diese Dach-Perspektive ist einfach genial gewählt: Oben sein, runtergucken, plötzlich merken, dass die Probleme nicht mehr ganz so riesig wirken. Wir haben beim Lesen manchmal so getan, als würden wir mit Viktor über Berlin schauen – ein kleiner Buddyread-Trick, der das Ganze noch lebendiger machte.

Fazit: Dieses Buch ist ein leises, ehrliches, herzliches Abenteuer über Freundschaft, Familie und das Chaos im Kopf, wenn man groß wird. Wir haben’s gefeiert. Klare 5 Sterne von uns beiden – Dachtest bestanden!

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Bücher, Rätsel, Wahnsinn – mein Lieblingsmix

Die Bibliothek meines Großvaters
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Versehentlich ein gebrauchtes Buch aufschlagen und plötzlich mitten in einem Rätsel landen? Genau mein Humor! Masateru Konishi schafft es, aus so einer kleinen Beiläufigkeit ein Abenteuer zu stricken, ...

Versehentlich ein gebrauchtes Buch aufschlagen und plötzlich mitten in einem Rätsel landen? Genau mein Humor! Masateru Konishi schafft es, aus so einer kleinen Beiläufigkeit ein Abenteuer zu stricken, das mich zwischen Lachen, Stirnrunzeln und Herzklopfen jonglieren ließ. Da sitzt man als Leser gemütlich im Sessel, und schwupps – fühlt man sich wie der heimliche Enkel des Großvaters. Der alte Herr mit seiner Demenz ist nämlich alles andere als schwach oder bemitleidenswert. Er ist clever, schlagfertig, schräg – ein wandelndes Lexikon der Kriminalliteratur, das Sherlock Holmes locker die Pfeife ausblasen würde.

Und Kaede? Diese Frau hat Energie, Witz und den Mut, selbst in brenzligen Momenten nicht einfach das Handtuch zu werfen. Gemeinsam bilden die beiden ein Duo, das so herrlich ungleich und doch unfassbar harmonisch ist. Ich meine: Eine junge Lehrerin aus Tokio und ein alter Knacker mit löchriger Erinnerung, die zusammen Rätsel knacken und sich in Geschichten verlieren – das ist pures Kopfkino deluxe.

Die Story hat dabei die perfekte Mischung: mal verspielt, mal melancholisch, dann wieder spannend wie ein Krimi, der einen um Mitternacht noch wachhält. Ich habe so oft gegrinst, dass mein Spiegelbild sich irgendwann gefragt hat, ob ich heimlich einen Clown verschluckt habe. Und dann diese leisen Momente, in denen das Alter, die Demenz, die Endlichkeit des Lebens durchschimmern … die treffen direkt ins Herz.

Kurzum: Wer Bücher liebt, wird dieses Buch nicht einfach lesen, sondern inhalieren. „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist wie eine Schatztruhe voller Rätsel, Geschichten und Emotionen. Ein Roman, der zeigt, dass Literatur mehr sein kann als Zeitvertreib – nämlich ein Rettungsanker, eine Brücke und manchmal sogar ein Schutzschild. Fünf Sterne? Aber sowas von.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Kalter Wind, heiße Lektüre: Unterwegs mit Thumann

Eisiges Schweigen flussabwärts
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Kalter Wind im Gesicht, ein Rucksack voller Geschichten und dann dieses Buch in der Hand – so fühlt sich „Eisiges Schweigen flussabwärts“ an. Michael Thumann schreibt nicht einfach über Grenzen, er macht ...

Kalter Wind im Gesicht, ein Rucksack voller Geschichten und dann dieses Buch in der Hand – so fühlt sich „Eisiges Schweigen flussabwärts“ an. Michael Thumann schreibt nicht einfach über Grenzen, er macht sie spürbar. Man hört die Stiefel der Grenzer knirschen, spürt den Druck im Magen bei den endlosen Befragungen, und fragt sich nebenbei: Wie verdammt oft muss der Mann seinen Pass vorgezeigt haben?

Die Mischung aus Reportage, Memoir und politischem Seismograph ist genial. Thumann reist von Moskau bis Berlin – nicht als gemütlicher Tourist mit Latte Macchiato, sondern mitten durch Stacheldraht, Misstrauen und kalten Atemzügen der Geschichte. Dabei schafft er es, mir gleichzeitig die große Politik zu erklären und kleine, persönliche Begegnungen so lebendig zu erzählen, dass ich das Gefühl hatte, neben ihm im stickigen Abteil zu sitzen oder mit russischen Flüchtlingen Tee zu schlürfen.

Ganz ehrlich: selten so ein Buch gelesen, das den Nerv der Zeit so treffsicher trifft. Während hierzulande gern hitzig über Sicherheit, Krieg und Abschreckung diskutiert wird, nimmt Thumann einfach seinen Koffer, geht los und liefert Beobachtungen, die hängen bleiben wie Frost im Bart. Klar, das ist kein Wohlfühlbuch zum Wegträumen – aber es ist eine Reise, die einen wachrüttelt. Und gleichzeitig streut er persönliche Rückblicke ein: Mauerfall, Euphorie, Ernüchterung in der Putin-Ära. Plötzlich wird klar, wie nah uns das alles geht.

Ob nun Geschichtsfreak, Politiknerd oder einfach jemand, der wissen will, was in Osteuropa wirklich los ist – dieses Buch macht wach, weht einem eisigen, aber auch erfrischenden Wind um die Ohren und zeigt, dass Stillstand keine Option ist. Für mich: Pflichtlektüre, wenn man verstehen will, warum unser Kontinent wieder kälter geworden ist.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Kochbuch mit Herz, Seele und Suchtfaktor

Boustany
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Gibt’s eigentlich ein Gesetz dagegen, dass Kochbücher süchtig machen? Falls ja, dann müsste „Boustany“ sofort auf den Index gesetzt werden. Dieses Teil liegt auf meinem Küchentisch wie eine Dauer-Einladung ...

Gibt’s eigentlich ein Gesetz dagegen, dass Kochbücher süchtig machen? Falls ja, dann müsste „Boustany“ sofort auf den Index gesetzt werden. Dieses Teil liegt auf meinem Küchentisch wie eine Dauer-Einladung nach Palästina – und zwar in die vegetarisch-vegane Genuss-Lounge. Kaum aufgeschlagen, schon riecht man gedanklich nach Kreuzkümmel, Zitrone und frisch gerösteten Kichererbsen. Und ganz ehrlich: Wenn ein Kochbuch es schafft, dass ich freiwillig ein Glas Tahin aus dem Schrank hole, ohne dass mich jemand dazu zwingt, dann ist das schon die halbe Miete.

Sami Tamimi bringt in seinen Rezepten eine solche Wärme rüber, dass man fast meint, er sitzt persönlich am Herd und ruft: „Mach mehr Knoblauch rein, Bruder, vertrau mir!“ Und ja, ich hab’s getan. Ergebnis? Mein Freundeskreis denkt seitdem, ich wäre ein heimlicher Mezze-König. Ob Linsen-Fatteh, das am nächsten Tag noch besser schmeckt, oder Auberginen mit Zitronen-Kick – das hier ist kein Standard-Kochbuch, das ist ein Festival der Geschmacksknospen.

Natürlich habe ich schon so einige Hochglanz-Kochbücher durchprobiert, die mehr zum Blättern als zum Kochen taugen. „Boustany“ ist das Gegenteil: fleckig, weil ständig in Gebrauch, mit Kichererbsenresten zwischen den Seiten und Olivenöl-Fingerabdrücken als Erinnerungsstücke. Und wisst ihr was? Genau so soll’s sein.

Fazit: Dieses Buch ist nicht nur eine Sammlung von Rezepten, sondern eine Einladung, sich einmal quer durch die palästinensische Seele zu futtern. Und das ganz ohne Fleisch. Wer also meint, vegetarisch sei langweilig, sollte sich warm anziehen – „Boustany“ bläst dir diese Ausrede direkt vom Teller.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Wenn Therapie auf Liebe trifft – ein Vater-Tochter-Lesemoment

Erlebnisse einer Reittherapeutin
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Mitten ins Herz galoppiert – so lässt sich dieses Buch wohl am besten beschreiben. Meine Tochter und ich haben es uns als Buddyread geschnappt, und schon nach wenigen Seiten waren wir beide restlos begeistert. ...

Mitten ins Herz galoppiert – so lässt sich dieses Buch wohl am besten beschreiben. Meine Tochter und ich haben es uns als Buddyread geschnappt, und schon nach wenigen Seiten waren wir beide restlos begeistert. Einerseits, weil wir Pferde lieben (okay, sie ein bisschen mehr als ich 😉), andererseits, weil Antonie Ebbesmeyer es schafft, eine unglaublich persönliche Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig voller Fachwissen steckt.

Zwischendurch haben wir uns gegenseitig vorgelesen – manchmal lachend, manchmal ganz still, wenn es ernst wurde. Besonders das Fallbeispiel mit dem autistischen Kind hat uns beide tief bewegt. Meine Tochter meinte sogar, sie hätte richtig „Gänsehaut im Herzen“ (ja, so drückt sie sich aus – und ich finde, es passt perfekt). Pferde scheinen in diesem Buch nicht einfach Tiere zu sein, sondern heilende Begleiter mit einer besonderen Gabe.

Die Mischung aus Familienalltag, Therapieerfahrungen und den kleinen Alltagschaos-Momenten machte das Ganze für uns so lebendig. Ich gebe zu: An ein paar Stellen musste ich an unser eigenes Vater-Tochter-Chaos denken, wenn mal wieder einer von uns vergisst, wer den Pferdestall sauber machen sollte. 😂 Genau diese Nähe macht das Buch so besonders – es fühlt sich an, als würde Antonie direkt mit einem am Küchentisch sitzen und erzählen.

Mein Buddyread-Moment-Highlight: Wir haben uns darüber gestritten, wer die nächste Passage lauter vorlesen darf. Sie hat gewonnen. Natürlich. Wie immer. Aber hey, das Buch hat uns beide so gefesselt, dass selbst die kleinste Lesepause fast schon ein Drama war.

Unterm Strich: Ein echtes Herzensbuch ❤️. Für Pferdefans sowieso, für Familien auch – und für alle, die verstehen wollen, warum Pferde so unfassbar gut tun.

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