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Veröffentlicht am 15.09.2025

Magische Süßigkeiten aus der Mondlichtgasse

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Meine Meinung

Ich habe "Der Laden in der Mondlichtgasse" mit großer Neugier gelesen, weil mich die Grundidee sofort angesprochen hat. Ein unscheinbarer kleiner Laden, geführt von einem Fuchsgeist, der ...

Meine Meinung

Ich habe "Der Laden in der Mondlichtgasse" mit großer Neugier gelesen, weil mich die Grundidee sofort angesprochen hat. Ein unscheinbarer kleiner Laden, geführt von einem Fuchsgeist, der japanische Süßigkeiten verkauft und Menschen in persönlichen Krisen begleitet – das klingt nach einer Mischung aus Märchen und Alltagsgeschichte, die mich sofort in den Bann gezogen hat.

Der Erzählstil ist ruhig und klar. Die sechs miteinander verbundenen Episoden entfalten sich langsam und jede einzelne Figur steht für ein eigenes Thema wie Einsamkeit, Selbstzweifel oder das Gefühl, nicht in die Welt zu passen. Genau diese ruhige Art des Erzählens hat mir gefallen, weil sie Zeit lässt, nachzudenken und die Stimmungen auf sich wirken zu lassen. Die Lösungen, die sich für die Figuren ergeben, sind oft sanfte Anstöße, keine großen Umbrüche. Für mich reicht das, weil es die warme, tröstliche Wirkung des Buches unterstützt.

Besonders berührt hat mich Kogetsu, der Fuchsgeist. Er bewegt sich zwischen den Welten und beobachtet die Menschen mit einer Mischung aus Neugier und leiser Distanz. Seine geheimnisvolle Art gibt der Geschichte eine besondere Tiefe, auch wenn ich mir manchmal mehr Einblicke in seine eigene Vergangenheit gewünscht hätte.

Am stärksten bleibt mir die Atmosphäre im Gedächtnis. Die Beschreibungen der japanischen Süßigkeiten, die Mondlichtgasse selbst, dieses Gefühl, einen Ort zu betreten, der nur für einen kurzen Moment existiert – all das wirkt sinnlich und zugleich beruhigend. Ich konnte die Düfte und Geschmäcker fast spüren (und hätte dort auch am liebsten einen Besuch mal abgestattet).

Für mich ist dieses Buch ein leiser Trostspender. Es bietet keine dramatischen Überraschungen, sondern kleine, feine Geschichten, die Zuversicht schenken. Wer sich auf diese sanfte Magie einlässt, bekommt ein warmes, poetisches Leseerlebnis.

Für alle Leser, die auch "Bevor der Kaffee kalt wird" (auch eine Empfehlung von mir!) gelesen haben und mochten :)


Über den Autor

Die Autorin Hiyoko Kurisu wurde in der Präfektur Ibaraki geboren. Sie hat mehrere Romane verfasst, und ihr Debüt, Confectionary Senpai’s Delicious Recipes, wurde mit dem Sonderpreis des »Let´s Become a Novelist«-Preises von Starts Publishing ausgezeichnet. Ihr jüngstes Buch war The Twilight Post Office in the Night Alley, das die Fortsetzung zu Der Laden in der Mondlichtgasse ist.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Toller Schreibstil, leise intensive Story!

Der letzte Tag des vorigen Lebens
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Meine Meinung

Ich habe "Der letzte Tag des vorigen Lebens" mit großer Aufmerksamkeit gelesen und gebe dem Buch klar fünf von fünf Sternen. Es ist ein stiller, konzentrierter Roman, der ohne laute Effekte ...

Meine Meinung

Ich habe "Der letzte Tag des vorigen Lebens" mit großer Aufmerksamkeit gelesen und gebe dem Buch klar fünf von fünf Sternen. Es ist ein stiller, konzentrierter Roman, der ohne laute Effekte auskommt und gerade dadurch eine enorme Spannung entfaltet. Die Erzählerin, eine Maklerin, betrachtet Häuser nicht bloß als Objekte, sondern als Speicher vergangener Leben. Als sie auf eine Geschichte stößt, die sie nicht mehr loslässt, kippt ihre professionelle Distanz langsam in eine gefährliche Nähe.

Was mich beeindruckt hat, ist die Sprache. Die Sätze sind präzise, unaufdringlich und doch voller Nachhall. Vieles geschieht zwischen den Zeilen, und gerade das macht den Text so dicht. Es ist keine klassische Geistergeschichte, und doch liegt eine unterschwellige Unruhe über allem. Die Figuren sind komplex und fehlerhaft, ohne jemals konstruiert zu wirken. Der Roman stellt Fragen nach Verantwortung, Erinnerung und Selbsttäuschung, ohne sie je platt zu beantworten.

Ein leises, kluges Werk, das seinen vollen Sinn erst entfaltet, wenn man ihm Zeit zum Nachklingen gibt.


Klappentext

Sie ist eine Immobilienmaklerin mittleren Alters, Tochter eines Friseurs, seit zwei Jahren verheiratet mit einem älteren Mann, zu dem sie sich nicht mehr hingezogen fühlt. Sie übt ihren Beruf mit Leidenschaft aus. Mit einer solchen Hingabe, dass es für sie eine Kunst, eine Art Poesie ist, für jedes Haus den perfekten Besitzer zu finden. Sie ist stolz darauf, Häuser zu ertasten und ihre Vergangenheit zu erspüren. Eines Tages, als sie eine leer stehende Villa für die Besichtigung vorbereitet, stößt sie auf einen achtjährigen Jungen in einer braunen Schuluniform, der nicht blinzelt. Er scheint aus einer anderen Zeit zu kommen, gefangen an diesem Ort wie ein Insekt in einem Glas. Das Kind erwartet etwas von ihr, das spürt sie. Nach und nach entwickelt sich zwischen ihnen eine verstörende Abhängigkeit, die das Leben der Frau für immer verändern wird.


Über den Autor

Andrés Barba, 1975 in Madrid geboren, ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller Spaniens. Sein Werk ist mehrfach preisgekrönt: Für den Roman »Die leuchtende Republik« erhielt er den renommierten Premio Herralde de Novela. »Der letzte Tag des vorigen Lebens« wurde mit dem Premio Finestres de Narrativa ausgezeichnet. Andrés Barba hat Autoren wie Herman Melville, Henry James, Joseph Conrad und Thomas De Quincey übersetzt. Er lebt in Argentinien.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Wenn das Ende einer Liebe alles verschlingt

Die Rosenschlacht
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Meine Meinung

Ich habe "Die Rosenschlacht" als eine bitterböse Komödie gelesen, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Was als Trennung beginnt, steigert sich schnell zu einem unerbitterlichen ...

Meine Meinung

Ich habe "Die Rosenschlacht" als eine bitterböse Komödie gelesen, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Was als Trennung beginnt, steigert sich schnell zu einem unerbitterlichen Kampf um Haus, Besitz und verletzten Stolz. Gerade dieses ständige Überbieten an Bosheiten nimmt ein erschreckendes Ausmaß an und macht den Roman so beklemmend wie faszinierend.

Mich hat besonders beeindruckt, wie Adler das gemeinsame Zuhause zum Schlachtfeld macht und wie die Dialoge sitzen wie Nadelstiche. Oft musste ich lachen, während mir gleichzeitig klar wurde, wie zerstörerisch dieser Krieg in Wahrheit ist. Manche Szenen sind bewusst überzeichnet, doch genau das hält die Spannung hoch. Ich war als Leser gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, wer am Ende aufgibt und wie dieses gnadenlose Duell ausgeht.

Am stärksten bleibt für mich der Eindruck, dass hier nicht nur eine Ehe zerfällt, sondern ein ganzes Lebensmodell infrage gestellt wird. Das macht das Buch für mich zeitlos und absolut lesenswert.

Für alle die sowas wie "Gott des Gemetzels" mochten.


Klappentext

Jonathan und Barbara Rose sind das perfekte Paar. Sie leben in einem wunderschönen Haus voller wertvoller Antiquitäten, haben zwei wohlgeratene Kinder und in der Garage einen teuren Ferrari. Was wünscht man sich mehr? Doch als Jonathan plötzlich einen Herzinfarkt erleidet (oder zumindest glaubt, er habe einen), wird Barbara klar, dass sie mehr vom Leben möchte - ohne ihn. Es gibt nur ein Problem: Beide wollen das Haus. Und nun beginnt ein Krieg, in dessen Verlauf alles zerstört wird, was ihnen kurz zuvor noch ach so wichtig gewesen ist ...


Über den Autor

Warren Adler ist der Autor vieler erfolgreicher Romane und Kurzgeschichten, von denen mehr als ein Dutzend für die große Leinwand und das Fernsehen adaptiert wurden. DER ROSENKRIEG ist sein bekanntestes Werk, das 1989 mit Kathleen Turner, Michael Douglas und Danny DeVito verfilmt und für drei GOLDEN GLOBES (darunter für die beste Komödie) und den BAFTA-Award nominiert wurde.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Wenn Vergangenheit und Zukunft sich kreuzen

Die erste Bahn
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Meine Meinung

"Dies ist die erste Morgenstunde des 14. Novembers 2004. Und für jenen jungen Mann, der die letzten Stufen mit einem Sprung nimmt und zu einem Sprint ansetzt, wird diese Nacht für den ...

Meine Meinung

"Dies ist die erste Morgenstunde des 14. Novembers 2004. Und für jenen jungen Mann, der die letzten Stufen mit einem Sprung nimmt und zu einem Sprint ansetzt, wird diese Nacht für den Rest seines Lebens Gegenwart bleiben." (ZITAT)


"Die erste Bahn" hat mich sofort mit seiner bedrückenden Atmosphäre gepackt. Die menschenleere U-Bahn-Station mitten in der Nacht ist mehr als nur Schauplatz, sie wird zum Spiegel der Figuren. Kai Trollmann ist ein Charakter, der mich gleichzeitig abgestoßen und fasziniert hat. Sein Zynismus, sein Alkoholrausch, seine Wut – all das wirkt schonungslos echt und macht ihn greifbar, auch wenn er oft unsympathisch bleibt.

Die Begegnung mit Helen ist der Moment, in dem die Geschichte ihre eigentliche Kraft entfaltet. Aus einem banalen Warten wird ein psychologisches Ringen, das immer intensiver und unheimlicher wird. Veith schreibt direkt, roh und ohne Schnörkel, manchmal anstrengend, aber gerade dadurch glaubwürdig.

Am Ende hatte ich das Gefühl, eine einzige Nacht miterlebt zu haben, die alles verändert. Keine leichte Lektüre, aber eine, die hängenbleibt.


„„Die Chronologie ändert sich nicht gravierend. Und das Ergebnis gleicht sich an“, korrigiert Helen. „Es heißt, die Vergangenheit verhalte sich wie
eine zähflüssige Masse: Nimmt man einen Löffelvoll der Substanz heraus, so glättet sich die Stelle wieder von allein. Nach einem Eingriff rückt immer jemand oder irgendein anderes Ereignis in die Lücke. Danach ist das Geschehene nicht mehr genau so, wie es war; es fehlt schließlich etwas. Aber es ist wieder, na ja, eben chrono-logisch.““ (ZITAT)



Klappentext

Kai Trollmann verpasst die letzte U-Bahn. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als auf die erste Bahn des nächsten Morgens zu warten. Er bekommt Gesellschaft von Helen, einer älteren Frau.
„Ich bin deine Tochter. Ich komme aus der Zukunft. Und ich werde dich erschießen.“
Durch eine fatale Wendung werden sie gezwungen, die Zeit bis zur Ankunft der Bahn gemeinsam zu verbringen: Kai und seine mögliche Zukunft. Helen und das vergangene Leben mit ihrem Vater. Und eine Gegenwart, die alles verändern könnte.


Über den Autor

Markus Veith, am 5. März 1972 in Dortmund geboren, arbeitet seit 1997 als freischaffender Schauspieler und Autor.
Als Autor hält er regelmäßig Lesungen, produzierte Hörbücher und Hörspiele und wurde mit mehreren Preisen und Nominierungen geehrt. Seine Texte umfassen viele Genres, sowohl inhaltlich als auch stilistisch.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Ein Neuanfang in Dänemark

Hier wohnt dein Glück
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Meine Meinung und Inhalt

Ich habe Hier wohnt dein Glück als ruhigen Roman über Neuanfang und Zugehörigkeit gelesen und fühlte mich schnell in Julianes Kopf und in das kleine Ebeltoft versetzt. Für mich ...

Meine Meinung und Inhalt

Ich habe Hier wohnt dein Glück als ruhigen Roman über Neuanfang und Zugehörigkeit gelesen und fühlte mich schnell in Julianes Kopf und in das kleine Ebeltoft versetzt. Für mich trägt die Freundschaft zu Lotte das Buch, weil sie Juliane ermutigt, eigene Wünsche ernst zu nehmen und im Ladenalltag Schritt für Schritt mutiger zu werden. Die Liebesfäden bleiben dabei leise und glaubwürdig, auch weil es für Juliane nicht nur um Herzklopfen geht, sondern um Entscheidungen zwischen alten Sicherheiten und neuen Möglichkeiten. Der Ton ist leicht, dialognah und oft gemütlich. Vorhersehbare Stationen gibt es, trotzdem blieb ich gern in dieser Welt und legte das Buch mit dem Gefühl beiseite, einer Frau beim Aufräumen ihres Lebens zugesehen zu haben.

​Fazit - tolles Wohlfühlbuch, bin gespannt auf Band 2 :)

Klappentext

Die dreißigjährige Juliane glaubt, in ihrer wunderschönen Wohnung im malerischen Stadtteil Herrenhausen mit ihrem Lebensgefährten Alexander das perfekte Leben zu führen. Doch als Alex plötzlich verkündet, aus beruflichen Gründen für ein Jahr nach New York zu gehen, wird ihre einst so sichere Welt erschüttert. Zwischen Enttäuschung und Ärger findet sich Juliane in einem emotionalen Dilemma wieder - sie kann ihn nicht begleiten und steht plötzlich vor der grundsätzlichen Frage, was sie wirklich will.


Über die Autorin

Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Doch zunächst schlug sie ganz andere berufliche Wege ein und begann erst nach der Geburt ihres ersten Sohnes damit, ihren Kindheitstraum wahr werden zu lassen. Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Beim Schreiben liebt sie es vielseitig und schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen, ist sich aber ganz sicher, ihr Genre gefunden zu haben. Antje Szillat ist verheiratet und hat mit ihrem Mann vier Kinder. Zu der lustigen "kleinen" Großfamilie gehören Pferde, Hunde, Kaninchen, Goldfische und natürlich viele, viele Bücher. Sie lebt und arbeitet vor den Toren ihrer Lieblingsstadt Hannover. Auf ihrer Webside: www.antjeszillat.de erfährt man mehr über sie und ihre Bücher.

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