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Veröffentlicht am 27.08.2025

Viel gelernt

MAMA SPRACHLOS
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Marie ist 17 und eine normale unbeschwerte Jugendliche – bis ihre Mutter plötzlich mit gerade 39 einen Schlaganfall erleidet. Trotz bester Versorgung bleibt sie rechtsseitig gelähmt und kann nur noch ganz ...

Marie ist 17 und eine normale unbeschwerte Jugendliche – bis ihre Mutter plötzlich mit gerade 39 einen Schlaganfall erleidet. Trotz bester Versorgung bleibt sie rechtsseitig gelähmt und kann nur noch ganz eingeschränkt sprechen. Das Leben der Familie – und speziell auch von Marie – ändert sich radikal.

Das Buch hat mich berührt, ich habe viel gelernt und empfand es als wirklich wichtig. Vorab muss ich sagen, dass ich Gedichte nicht mag und nicht gläubig/religiös bin. Nach dem Lesen des Buches hat sich zumindest etwas geändert: ich fand die Gedichte einfach wunderschön und passend. Mir hat gut gefallen, dass die Geschichte aus Sicht einer 17-jährigen geschrieben wurde. So erlebt man hautnah mit, wie sich die Familie ändert und was das mit einem Menschen macht, der eigentlich selbst gerade erwachsen werden will und es jetzt im Schnelltempo werden muss. An manchen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, dass Buch „weiß nicht“, was es sein soll: Familiengeschichte, Sachbuch, Selbsthilfebuch. Manchmal häuften sich die Fachbegriffe geradezu und das Lesen wurde holprig. Während gerade die Stellen, in denen der schwierige Alltag geschildert wird, sehr berühren und absolut nachvollziehbar sind. Ich bin bisher nur mit Schlaganfall-Betroffenen in Berührung gekommen, die zwar teilweise gelähmt waren und langsamer sprachen, aber die nicht so extrem betroffen waren wie Maries Mutter. Man kann die Familie „bewundern“, wie sie alles meistert. Wobei bewundern nicht das richtige Wort ist: man kann viel davon lernen und mitnehmen – auch für andere Krankheiten.
Mit dem Schutzengel wird eine sehr spezielle Figur eingeführt. Wie gesagt, ich bin nicht religiös, trotzdem konnte ich mich damit anfreunden und ihn nicht ablehnen. Ob real oder nur vorgestellt, für Marie war diese Figur einfach wichtig, um die schwierige Zeit zu bewältigen. Andere „himmeln“ Musikstars oder Fernsehschauspieler an – Marie glaubt an ihren Engel und dies hilft ihr.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung – für betroffene Familien, aber eigentlich für jeden Leser, der sich nur ein wenig für dieses Thema interessiert.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Guter Regionalkrimi

Kuhhandel
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In einer Burgruine wird die Leiche der Tierärztin Svenja gefunden. Schnell wird Selbstmord festgestellt, denn es gibt keine anderen Spuren. Doch so recht will niemand, der Svenja näher kannte, an einen ...

In einer Burgruine wird die Leiche der Tierärztin Svenja gefunden. Schnell wird Selbstmord festgestellt, denn es gibt keine anderen Spuren. Doch so recht will niemand, der Svenja näher kannte, an einen Selbstmord glauben. Sie hatte so viele Pläne. Da fällt der Verdacht auf ihren Chef …

Das Buch ist ein guter Regionalkrimi. Die Besonderheiten der Menschen werden eingearbeitet, auch der Dialekt kommt vor, ist aber so eingesetzt, dass man ihn gut verstehen kann. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar, die Alleingänge manchmal nicht unbedingt. Es ist genügend Spannung vorhanden, weil einiges passiert und immer neue Möglichkeiten präsentiert werden.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Gute Fortsetzung

Die Brandung – Nebelschwester
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An der Ostsee wird in einem Steinkreis eine junge Frau gefunden, die komplett mit Blut beschmiert ist. Sie kann sich an nichts erinnern. Die Ermittlungen ergeben, dass an diese Stelle eine Gruppe mittelalterliche ...

An der Ostsee wird in einem Steinkreis eine junge Frau gefunden, die komplett mit Blut beschmiert ist. Sie kann sich an nichts erinnern. Die Ermittlungen ergeben, dass an diese Stelle eine Gruppe mittelalterliche Riten um Schamanismus feiert. Doch darüber hinaus scheint wohl jeder in der Gruppe noch zusätzlich etwas im Hintergrund zu haben. Fria wird wiederum als Beraterin zu Hilfe gerufen und kommt mehrmals in sehr gefährliche Situationen.

Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um die Ermittler Ohlsen und Fria. Das Thema ist wiederum sehr speziell und insgesamt ist es eine gute Fortsetzung der Reihe. Wie immer sind die Ermittlungen nachvollziehbar, es ist auch reichlich privates vorhanden. Und es gibt insgesamt auch genügend Spannung. Von daher kann ich eine Leseempfehlung aussprechen

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Guter Regionalkrimi

Das Teufelshorn
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Die frühere Polizistin Isabel betreibt auf Mallorca eine Ferienhausvermietung. Mit der Polizei will sie eigentlich nichts mehr zu tun haben, doch dann verschwindet ein kleines Mädchen. Weil sie Spezialistin ...

Die frühere Polizistin Isabel betreibt auf Mallorca eine Ferienhausvermietung. Mit der Polizei will sie eigentlich nichts mehr zu tun haben, doch dann verschwindet ein kleines Mädchen. Weil sie Spezialistin für solche Fälle ist, lässt sie sich überreden, die Polizei bei der Suche zu unterstützen. Dabei bleibt es allerdings nicht der einzige Fall, bei dem sie helfen muss. Und so kommt sie mehrfach in Lebensgefahr, denn es geht um richtig große Verbrechen.

Das Buch ist ein sehr guter Regionalkrimi. Neben den örtlichen Gegebenheiten (sowohl die Insel wie auch die Orte), dem besonderen Essen, den Festen auf der Insel gibt es sowohl spannende Ermittlungen wie auch spezielle Personen und Tiere. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und diese Mischung macht das Buch sehr gut und flüssig lesbar und so kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Lenchen

Revolution im Herzen
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Das Buch erzählt die Geschichte des berühmten Karl Marx aus Sicht seines Dienstmädchens Helena Lenchen Demuth.

Als Jugendliche habe ich natürlich von Karl Max erfahren. Es gab ein Kinderbuch, dass die ...

Das Buch erzählt die Geschichte des berühmten Karl Marx aus Sicht seines Dienstmädchens Helena Lenchen Demuth.

Als Jugendliche habe ich natürlich von Karl Max erfahren. Es gab ein Kinderbuch, dass die Situation der Familie vor allem in London schildert, auch die ständige Armut, den Tod der Kinder. Auch Lenchen kam darin vor, aber nur als Hausgehilfin und Retter in der Not. Ein Kind mit Karl Marx wurde nie erwähnt.
Das jetzige Buch zeichnet ein etwas anderes Bild der Familie und auch von Stand und der Wichtigkeit von Lenchen. Zum Teil fiktiv erzählt es den Werdegang aus einer armen Familie stammend und in die Welt kommend, viel Wissen und mehrere Sprachen sprechend. Es erzählt das schwierige Leben eines Dienstmädchens, obwohl Lenchen in der Familie Marx sicher eine andere Stellung einnahm als normale Bedienstete. Es zeigt den großen Marx auch als schwachen Mann. Schwach in Bezug auf die Liebschaft, aber noch schwächer in Bezug auf seinen unehelichen Sohn.

Gut gefallen hat mir am Ende die Aufstellung, was Fiktion ist und was überliefert an der Geschichte. Ein wenig bedauert habe ich, dass das Buch nach dem Tod des Sohnes abbricht. Denn auch das weitere Leben der Familie Marx und später der Kinder ist echt interessant. Vielleicht schreibt darüber jemand noch ein Buch.
Das vorliegende ist jedenfalls des Lesens mehr als wert und zeigt neben viel Zeitgeschichte auch das Leben der einfachen Menschen in dieser Zeit.

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