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Veröffentlicht am 30.08.2025

Sehr unterhaltsam

Wie heiratet man einen Marquis?
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„Wie heiratet man einen Marquis?“ von Julia Quinn ist eine unterhaltsame und mitreißende Regency Romance in der ein fragwürdiger Ratgeber doch noch zum Glück führt.
Elizabeth Hotchkiss ist zwar die Tochter ...

„Wie heiratet man einen Marquis?“ von Julia Quinn ist eine unterhaltsame und mitreißende Regency Romance in der ein fragwürdiger Ratgeber doch noch zum Glück führt.
Elizabeth Hotchkiss ist zwar die Tochter eines Baronets, aber seit dem Tod ihrer Eltern vor fünf Jahren muss sie sich allein um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern und steht kurz vor dem Bankrott. Ihre Arbeit als Gesellschafterin bei der älteren Lady Danbury reicht kaum aus, um den Lebensunterhalt für alle zu bestreiten, geschweige denn, um ihren kleinen Bruder jemals nach Eton schicken zu können. Also bleibt Elizabeth nur eine Möglichkeit. Sie muss schnellstmöglich einen wohlhabenden Ehemann finden. In der Bibliothek von Lady Danbury findet sie zufällig das Buch „Wie heiratet man einen Marquis“ und auch wenn ihr die Ratschläge teils fragwürdig erscheinen, probiert Elizabeth ihre Kenntnisse gleich am neuen Gutsverwalter James Siddons aus.

Julia Quinn ist die unangefochtene Queen des Regency und auch wenn die Charaktere im Buch diesmal nicht unmittelbar zum Bridgerton Clan gehören, dürfen sie trotzdem amüsante und romantische Abenteuer erleben. Ich liebe den mitreißenden und humorvollen Schreibstil, der mich gefühlt viel zu schnell durch die Seiten fliegen lässt.
Elizabeth ist eine absolut passende Heldin, denn die schlagfertige und toughe junge Lady lässt sich selbst von Lady Danbury nicht einschüchtern. Gleichzeitig kümmert sie sich fürsorglich und selbstlos um ihre Geschwister, für die sie sogar eine Zweckehe eingehen würde. Ihre Mission liegt meilenweit außerhalb ihrer Komfortzone und so wird es sehr witzig, wenn Elizabeth ihre Verführungskünste ausprobiert.
James hat seine ganz eigene Mission, von der ihn die wunderschöne Gesellschafterin permanent ablenkt. Irgendwie reagiert sie völlig anders, als alle Frauen, die James jemals begegnet sind. Aber gerade diese Unberechenbarkeit fasziniert ihn.
Ich habe viel gelacht, aber es gibt auch berührende Momente, so dass das Gesamtpaket wieder absolut gelungen ist.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2025

Plötzlich Familie

Wild Side
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„Wild Side“ von Elsie Silver ist der dritte Band ihrer gefühlvollen Rose Hill Reihe.
Schon immer hat sich Tabitha um ihre ältere Schwester Erica und deren mittlerweile dreijährigen Sohn Milo gekümmert. ...

„Wild Side“ von Elsie Silver ist der dritte Band ihrer gefühlvollen Rose Hill Reihe.
Schon immer hat sich Tabitha um ihre ältere Schwester Erica und deren mittlerweile dreijährigen Sohn Milo gekümmert. Doch die Drogensucht von Erica und deren Lügen standen immer wie ein Schatten über ihrem Leben. Als Erica überraschend stirbt, ist Tabitha am Boden zerstört. Aber für Milo würde sie alles tun, auch wenn es sie ans Ende ihrer Kräfte bringt. Leider hat Erica in ihrem Testament eine böse Überraschung hinterlassen, denn sie überlässt das Sorgerecht ihrem Vermieter Rhys Dupris. Der schweigsame Muskelprotz ist nach Tabithas Kenntnissen größtenteils schuld an Ericas Tod, aber für Milo ist sie sogar bereit, ihren Erzfeind zu heiraten. Während dieser unfreiwilligen Zweckehe lernt Tabitha ihren Ehemann jedoch von einer ganz anderen Seite kennen und vielleicht sogar lieben.

Das idyllische Rose Hill ist nicht frei von Schicksalsschlägen und Tabitha erwischt es ziemlich heftig. Elsie Silver hat für die toughe Bistrobesitzerin eine emotionale Lovestory geschaffen, die perfekt zu ihrem Charakter passt. Dafür braucht es natürlich einen starken Mann, und Rhys ist die Idealbesetzung für diese Rolle.
Ich wollte Tabby manchmal gern vor sich selbst schützen, denn während sie sich um alle anderen kümmert, damit es ihnen gut geht, vergisst sie sich selbst und ihre Bedürfnisse komplett. Sie ist unglaublich stark und verbirgt ihre verletzliche Seite, denn wenn sie zusammenbricht, bricht alles zusammen.
Rhys erkennt dies auf den ersten Blick und ist für sie der Fels in der Brandung, auch wenn sie ich anfangs am liebsten mit einem Bagger wegschieben würde. Die funkensprühende Dynamik zwischen den beiden beginnt mit einer Art Hassliebe, bei der beide jedoch nie den gegenseitigen Respekt verlieren, auch wenn sie zu fiesen Maßnahmen greifen, um den anderen aus der Reserve zu locken.
Ich mag die Entwicklung ihrer Beziehung, deren Wandlung man live mitverfolgen kann. Die Geschichte von Rhys bricht einem stellvertretend das Herz und es ist zuckersüß, wie Tabby für ihn kämpft und ihm Rückendeckung gibt.
Ich bin ein Fan der gesamten Reihe und auch der dritte Teil konnte mich absolut begeistern.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Dunkle Omen

The Knight and the Moth
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„The Knight and the Moth“ von Rachel Gillig ist der erste Teil ihrer neuen düsteren und mystischen Romantasy-Dilogie Stonewater Kingdom.
In der Kathedrale von Aisling dienen stets sechs Findelkinder für ...

„The Knight and the Moth“ von Rachel Gillig ist der erste Teil ihrer neuen düsteren und mystischen Romantasy-Dilogie Stonewater Kingdom.
In der Kathedrale von Aisling dienen stets sechs Findelkinder für zehn Jahre als Weissagerinnen. Sybil Delling ist eine von ihnen und genau wie ihre Schwestern hat sie ihren Dienst fast beendet. Doch dann taucht der neu gewählte König in der Kathedrale auf und wünscht eine Weissagung über seine Zukunft. In seinem engsten Gefolge befindet sich der unverschämte Ritter Roderick Myndacious, der aus seinem Unglauben an die Prophezeiungen und Rituale kein Geheimnis macht. Er provoziert Sybil bei jeder Gelegenheit, aber als sie einen Blick auf sein Schicksal wirft, erscheint nur ein seltsames Omen, welches Sybil sehr beunruhigt. Kurz darauf verschwindet eine nach der anderen ihrer Schwestern auf geheimnisvolle Art und nur Roderick kann Sybil bei der Suche nach ihnen helfen.

Die düstere und spannungsgeladene Atmosphäre gelingt Rachel Gillig nach ihrer The Sheperd King Dilogie, die ich verschlungen habe, auch in ihrem neuen Buch ganz hervorragend. Das Ganze hat irgendetwas märchenhaftes und geheimnisvolles, mit einer übermächtigen Dunkelheit, die im Hintergrund lauert und von der man nie weiß, wann sie zuschlägt.
Sybil strahlt auch in der Gemeinschaft ihrer Schwestern eine Art Einsamkeit aus, die sie erst im Laufe der Handlung und ihrer gemeinsamen Reise mit Rory ein wenig ablegen kann. Sie fällt schmerzhaft aus ihrer abgeschirmten Blase, in der sie die letzten zehn Jahre gelebt hat. Ob sich ihre Hoffnungen jedoch erfüllen, oder ob das Schicksal außerhalb der Mauern der Kathedrale noch schlimmer ist, werden wir sehen.
Rory und Sybil sind eher Slow Burn, was absolut passt, denn alles andere hätte unglaubwürdig gewirkt. Das Vertrauen muss sich erst entwickeln, vor allem, das Verrat und Gefahr an jeder Ecke lauern und auch von denen drohen, die einem vielleicht am nächsten stehen.
Mein Lieblingscharakter war der Gargoyle, der mit seinem ungefilterten Enthusiasmus und seiner Loyalität zu Sybil für viele schöne Momente sorgt. Mit dem Twist am Ende und dem wirklich bösen Cliffhanger hätte ich nie gerechnet und so hoffe ich, dass die Fortsetzung möglichst schnell folgen wird.

Mein Fazit:
Düster, spannend und atmosphärisch. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Halloweenzauber

Spookily Yours
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„Spookily Yours“ von Jennifer Chipman ist eine magische Feel-Good-Halloween-Romance, in der ein Dämon im Hexendorf für Aufregung sorgt.
In der kleinen Stadt Pleasant Grove sind ausschließlich Magiebegabte ...

„Spookily Yours“ von Jennifer Chipman ist eine magische Feel-Good-Halloween-Romance, in der ein Dämon im Hexendorf für Aufregung sorgt.
In der kleinen Stadt Pleasant Grove sind ausschließlich Magiebegabte zuhause und so leben dort auch die junge Hexe Willow und ihre Schwester. Seitdem Willow nach dem Tod ihrer Eltern zurückkehren musste, verläuft ihr Leben ziemlich zurückgezogen und unspektakulär. Das könnte sich jetzt ändern, denn Willow findet zufällig einen sprechenden Kater, der sie um Hilfe bittet. Damien ist eigentlich ein Dämon, der von einer Hexe verflucht wurde und nun nicht mehr in seine richtige Gestalt zurückkehren kann. Willow ist bereit, ihm zu helfen, auch wenn sie Dämonen grundsätzlich nicht traut. Aber als er dann verwandelt vor ihr steht, kann sie das Knistern zwischen ihnen nicht mehr leugnen.

Dieses Buch ist die perfekte Lektüre für einen gemütlichen herbstlichen Leseabend auf der Couch. Das Halloween-Setting ist absolut großartig und hüllt einen wie eine warme Decke ein. Man muss sich von Willows Begeisterung für Halloween und Pumpkin-Spice einfach mitreißen lassen und die süße Lovestory zaubert automatisch ein Lächeln auf das Gesicht.
Die Small-Town-Atmosphäre von Pleasant Grove ist zauberhaft, so dass man die wunderschöne Halloween-Deko bildlich vor sich sieht. Jennifer Chipman hat einen leichten und lockeren Schreibstil und sowohl Willow als auch Damien erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Die Handlung bleibt weitestgehend dramafrei, auch wenn es ein paar unerwartete Twists gibt. Wenn sich Hexe und Dämon langsam näherkommen, steigt auch der Spice-Level, so dass die Temperatur in Halloweentown ziemlich ansteigt.
Dass die Handlung ein wenig weichgezeichnet ist, hat mich persönlich nicht gestört. Ich mag die cosy Grundstimmung und die romantische Chemie zwischen Willow und Damien, die von Anfang an besteht. Das Buch ist einfach zuckersüß und die perfekte Einstimmung auf den Herbst und Halloween.

Mein Fazit:
Einfach zauberhaft. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Herzlos

Die Blutbestie (Tom-Bachmann-Serie 5)
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„Die Blutbestie“ von Chris Meyer ist der fünfte Band seiner blutigen Thrillerreihe um den ganz besonderen Profiler des BKA Tom Bachmann.
Tom Bachmann befindet sich eher unfreiwillig auf einer internationalen ...

„Die Blutbestie“ von Chris Meyer ist der fünfte Band seiner blutigen Thrillerreihe um den ganz besonderen Profiler des BKA Tom Bachmann.
Tom Bachmann befindet sich eher unfreiwillig auf einer internationalen Tagung in Belgien, wo er die Sekunden bis zu seiner Abreise zählt. Aber dann wird er von einem belgischen Kollegen um Hilfe gebeten. Ganz in der Nähe des Tagungshotels wurden in einer abgelegenen Fledermaushöhe im Moor fünf Leichen gefunden, die sich in unterschiedlichen Stadien der Verwesung befinden und grausam verstümmelt wurden. Offenbar handelt es sich um den Ablageplatz eines Serienkillers, der seinen Opfern bei vollem Bewusstsein fachmännisch das Herz entfernt hat. Tom holt sein Team nach Belgien und schnell ist klar, dass die Abstände zwischen den Morden mit der Zeit immer kürzer wurden und der Killer noch lange nicht fertig zu sein scheint.

Diese blutige und brutale Reihe von Chris Meyer ist wirklich nichts für schwache Nerven, aber dafür eben auch hochspannend. Genau wie seine Hauptfigur Tom Bachmann taucht er tief in die Psyche des Täters ein und lässt auch dessen Sichtweise in einigen Kapiteln zu. Dadurch zieht die Dynamik noch mehr an, denn es entwickelt sich erneut ein packender Wettlauf zwischen Tom und dem Killer.
Menschliche Abgründe sind wirklich unendlich und auch die facettenreiche Figur von Tom Bachmann ist nicht frei davon. Seine düsteren Seiten hat er ins Gegenteil verkehrt, aber trotzdem reißt die Verbindung zu seiner Vergangenheit nie ab.
Die Handlung ist mal wieder sehr geschickt und fesselnd aufgebaut. Ich mag es, wenn die verschiedenen Charaktere aus ihrer eigenen Perspektive erzählen dürfen, was vor allem bei den unschuldigen Opfern unter die Haut geht. Aber auch die Einblicke in die dunklen Gedanken des Killers haben ihre ganz eigene Faszination, denn sie beweisen erneut, dass auch hinter einer harmlosen Fassade das Böse lauern kann.
Die Kombination aus dem spannenden Fall und den persönlichen Beziehungen von Tom hat für mich das perfekte Maß, so dass der eigentliche Fokus nie in den Hintergrund gerät und man trotzdem eine Verbindung zum Ermittler aufbaut. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Einsatz.

Mein Fazit:
Hier gibt es eine klare Leseempfehlung!

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