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Veröffentlicht am 02.09.2025

Wenn Süßigkeiten die Seele berühren

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Endlich wieder einmal ein richtig schöner, einfühlsamer und träumerischer asiatischer Wohlfühlroman. Autorin Hiyoko Kurisu hat meiner Meinung nach hier alles richtig gemacht und Liebhaber von Romanen wie ...

Endlich wieder einmal ein richtig schöner, einfühlsamer und träumerischer asiatischer Wohlfühlroman. Autorin Hiyoko Kurisu hat meiner Meinung nach hier alles richtig gemacht und Liebhaber von Romanen wie "Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen", "Das kleine Café der zweiten Chancen" oder "Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei" werden hier auf ihre Kosten kommen. Besonders freut mich, dass es bereits einen Folgeroman gibt, auch wenn dieser leider noch nicht in der deutschen Übersetzung vorliegt.
Normalerweise halte ich mich bei meinen Rezensionen nicht lange mit der Optik und Haptik von Büchern auf. Dies liegt daran, dass ich vermehrt E-Books lese, bei denen beide Punkte nicht so relevant sind. In diesem Fall muss ich aber eine Ausnahme machen und dem Droemer Knaur Verlag wirklich zu der Aufmachung des Buches gratulieren. Denn auch optisch und haptisch ist dieses Buch ein kleines Highlight. Das dunkelblaue Cover mit den goldenen Elementen passt perfekt zu Titel und Inhalt des Buches und stimmt einen beim Betrachten bereits auf den Inhalt ein. Zusätzlich wurde beim Cover auch noch mit einem Prägeverfahren gearbeitet und einige der Elemente sind spürbar erhöht.
Da das Äußere des Buches mich bereits restlos überzeugt hatte, war ich umso gespannter, ob Kurisu-san mich auch inhaltlich begeistern wird können. Zu meiner großen Freude kann ich diese Frage mit einem lauten Ja beantworten.
Das Buch ist in sechs Kapitel bzw. Episoden eingeteilt. Jede Geschichte ist in einem gewissen Maße in sich abgeschlossen und trotzdem gibt es den berühmten roten Faden, der sich durch das gesamte Buch zieht und alles miteinander verbindet. Wie so häufig gibt es Kapitel, die einem mehr zusagen als andere. Wobei es in diesem Fall so ist, dass mir alle Geschichten gefallen haben, ich mich aber mit der einen oder anderen besser identifizieren konnte, da sie näher an meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen ist.
Der Erzählstil der Autorin ist poetisch, ein klein wenig mystisch und mythisch. Das ganze Buch wirkt wie ein Märchen oder eine Fabel und dies ist sicher nicht durch Zufall passiert. Kurisu-san vermischt sehr gekonnt alltägliche Dinge und Probleme mit Fabelwesen und einer Prise Magie. Wie bereits erwähnt handelt es sich um einen Wohlfühlroman, der aber nicht nur darauf abzielt dem Leser oder der Leserin ein gutes Gefühl zu geben. Viel mehr lädt das Buch ein tief ins Innere zu blicken, in das der Protagonisten, aber vor allem auch in das eigene. Es geht um Wünsche und Träume, um Unsicherheiten und Selbstzweifel. In gewisser Weise handelt es sich hierbei auch um einen Selbsthilferoman. Das Thema Selbsthilfe wird jedoch nicht so plump angegangen, wie es in anderen Büchern oft der Fall ist. Hier sind es die leisen Zwischentöne, die uns aufrütteln und uns erkennen lassen, wie wir selbst unser Leben beeinflussen können. Oft braucht es nur einen kleinen Anstoß von außen, wie eben die magischen Süßigkeiten von Kogetsu, damit wir unser Leben ändern oder erkennen, dass wir eigentlich sowieso alles haben, was wir uns wünschen. Es oft aber aufgrund unserer Selbstzweifel nicht sehen oder zulassen können.
Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt und fasziniert und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die gut 200 Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen. Wobei ich mir sicher bin, dass dies einer der Bücher ist, die ich bestimmt noch einmal lesen werde.
Ich kann und möchte dieses Buch wirklich von ganzem Herzen weiterempfehlen und hoffe, dass es bald eine deutsche Übersetzung für die Fortsetzung geben wird. Denn ich kann es gar nicht erwarten wieder in die Zwischenwelt der Mondlichtgasse eintauchen zu dürfen.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Wie eine RomCom der 90er – warmherzig, verschachtelt, wunderbar

Storybook Ending - Bis ans Ende aller Seiten
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Dieses Hörbuch hat mich, obwohl es stellenweise einige Längen aufweist, wirklich begeistert und mich ein wenig nostalgisch werden lassen. Dies liegt vor allem an der Art und Weise wie die Geschichte aufgebaut ...

Dieses Hörbuch hat mich, obwohl es stellenweise einige Längen aufweist, wirklich begeistert und mich ein wenig nostalgisch werden lassen. Dies liegt vor allem an der Art und Weise wie die Geschichte aufgebaut ist und an den vielen Anspielungen an die romantischen Komödien der Neunziger Jahre. Da ich diese Filme damals sehr geliebt habe, vielleicht könnte man sich die ja sogar wieder einmal anschauen, hat das Hörbuch angenehme und schön Erinnerungen hervorgebracht.
Erzählt wird die Geschichte vornehmlich aus der Sicht der 3 Hauptcharaktere April. Laura und Westley. Dazu kommen dann immer wieder mal kleine Episoden bzw. Kapitel, die aus der Sicht der vielen Nebencharaktere erzählt werden. An manchen Stellen hatte ich so meine Schwierigkeiten hierbei den Überblick zu behalten, aber dies lag weniger an einem verwirrenden Aufbau des Buches, sondern, dass ich die Angewohnheit habe, verschiedene Dinge während dem Hören eines Hörbuches zu erledigen.
Die Geschichte baut sich langsam auf und wie bereits anfangs erwähnt gibt es durchaus einige Stellen, die sich ein wenig gezogen haben. Des Weiteren hatte ich auf mit den kurzen Erzählungen der Nebencharaktere so meine Probleme, da ich nicht gleich von Anfang an verstanden habe, wie sich das in das große Ganze einfügen soll. Ich denke aber, dass dies von der Autorin Moira Macdonald so gewünscht ist. Das Buch erinnert mich vom Aufbau her an einige bekannte Filme wie z.B. „Love Actually“, „Happy New Year“ und „Valentinsday“. Auch dort hat man das Gefühl, dass parallel mehrere Geschichten erzählt werden und erst nach und nach verweben sich die Geschichten miteinander und ergeben ein großes Ganzes. Genauso diesen Kunstgriff erlaubt sich auch Moira Macdonald in ihrem Buch.
Das Buch besticht durch seine leisen und sanften Töne und vermittelt einem beim Lesen oder Hören ein wohlig warmes Gefühl. Dennoch wird nicht alles durch die rosarote Brille betrachtet und verschönert dargestellt. Die Autorin spricht einige ernstere Themen an und hin und wieder kommt durchaus eine eher melancholische Stimmung auf. Ich würde aber nicht so weit gehen und behaupten, dass es sich um ein trauriges Buch handelt. Denn die Autorin schafft es sehr gut die Balance zu halten und es gibt neben den melancholischen auch einige sehr erheiternde Passagen.
Gelesen wird das Hörbuch von Viola Müller. Für mich war es überraschend, dass sich der Argon Verlag dazu entschieden hat, für dieses Buch nur eine Sprecherin zu engagieren. Ich hätte eher damit gerechnet, dass zumindest April, Laura und Westley eine eigene Stimme bekommen. Doch bereits nach kurzer Zeit habe ich feststellen müssen, dass ich die Entscheidung des Verlages befürworten kann. Viola Müller erledigt ihre Aufgabe mit Bravour und macht das Hörerlebnis zu einem wahren Genuss.
Man spürt in jedem ihrer Worte, dass Moira Macdonald eine besondere Liebe für Bücher, Buchhandlungen und romantische Komödien hat. Mit viel Fingerspitzengefühl baut sie Referenzen und Anspielungen an diese Filme ein. Manche sind natürlich sehr offensichtlich, bei manchen habe ich ein klein wenig länger gebraucht, um dies zu erkennen. Wobei mir hierbei wichtig ist zu betonen, dass es sich bei dieser Geschichte um keinen billigen Abklatsch von was auch immer handelt.
Ich möchte dieses Buch allen ans Herz legen, die wie Moira Macdonald und ich, RomComs lieben und ein Faible für verwinkelte Geschichten haben. Mich hat dieses Buch auf jeden Fall absolut überzeugt.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Ein Buch wie eine Kuscheldecke – nur schwer wieder loszulassen

Falling Like Leaves
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Es gibt Bücher, in die taucht man nicht einfach nur ein, sondern von denen wird man eingesaugt. Man kann es kaum erwarten zu erfahren, wie das Buch ausgeht, aber wenn man dann feststellt, dass es sich ...

Es gibt Bücher, in die taucht man nicht einfach nur ein, sondern von denen wird man eingesaugt. Man kann es kaum erwarten zu erfahren, wie das Buch ausgeht, aber wenn man dann feststellt, dass es sich wirklich dem Ende neigt, überkommt einen eine unglaubliche Traurigkeit. Genau so ist es mir mit diesem Buch gegangen.
Obwohl ich alterstechnisch nicht mehr zur Zielgruppe von Young Adult zähle, greife ich hin und wieder gerne zu Büchern dieses Genres. Meine Erwartungen sind dabei meistens eher gering, was den literarischen Anspruch betrifft, aber nicht immer muss es hohe Literatur sein.
Misty Wilson hat mich mit ihrem Roman aber wirklich umgeworfen. Ihre detaillierten Beschreibungen der Kleinstadt Bramble Falls haben mich das Städtchen wirklich vor meinem inneren Auge sehen lassen und ich konnte zusammen mit Ellis und Cooper durch die Straßen streifen. Aber auch die ganze Herbstatmosphäre war so glaubwürdig und eindrucksvoll beschrieben, dass ich jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren habe. Dies ging bei mir so weit, dass ich phasenweise über die Außentemperatur am Balkon überrascht war, wenn ich eine Lesepause eingelegt habe. Im ersten Augenblick konnte ich nicht nachvollziehen, warum es über 30 Grad hat, bis ich mir wieder einfiel, dass in der "richtigen" Welt gerade Hochsommer ist.
Doch nicht nur das ganze Drumherum hat dazu geführt, dass mich dieses Buch so begeistert hat. Auch mit den Charakteren hat die Autorin genau ins Schwarze getroffen. Natürlich erscheint vor allem Ellis auf den ersten Blick manchmal etwas naiv, störrisch und kindisch. Doch hier muss man sich immer wieder das Alter der Charaktere und auch der Zielgruppe vor Augen rufen. Denn wenn man dies berücksichtigt, sind sowohl das Verhalten von Ellis als auch ihre Sorgen, Ängste und Kommunikationsschwierigkeiten verständlich und nachvollziehbar.
Cooper ist der klassische Teenagerschwarm, herzensgut, freundlich, hilfsbereit und natürlich unglaublich gutaussehend. Hier hätte man fast das Gefühl bekommen können, dass die Autorin ein klein wenig zu sehr in die Klischeekiste greift. Doch Misty Wilson hat auch hier wieder elegant die Kurve bekommen und Cooper ein paar unerwartete Details eingebaut. Auf diese möchte ich aber, aufgrund von Spoilergefahr, nicht näher eingehen.
Apropos Spoilergefahr: Die Geschichte an sich ist an vielen Stellen vorhersehbar und es gibt nur einige wenige Überraschungen. Bei einem Liebesroman, der sich an ein erwachsenes Publikum richtet, hätte mich dies vielleicht dazu verleitet, dass ich bei der Bewertung Punkte abziehe. In diesem Fall hat es mich aber nicht gestört. Dies liegt vor allem daran, dass es eben doch die eine oder andere mehr oder weniger unerwartete Wendung gab. Andererseits finde ich aber bei Young Adult Büchern eher die Charakterentwicklung ausschlaggebend. Auch diesen Punkt konnte Misty Wilson meiner Meinung nach mit Bravour erledigen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und wie bereits anfangs erwähnt, konnte sie die herbstliche Stimmung und das Kleinstadtlebensgefühl perfekt einfangen. Beides ist ein absoluter Pluspunkt des Buches und hebt es auch von anderen Büchern dieses Genres ab. Das Einzige, dass mir ein klein wenig sauer aufstößt ist, dass ich das Buch leider schon beendet habe und mich von Bramble Falls und von ganz vielen liebgewonnen Charakteren verabschieden musste. Denn auch die Nebencharaktere haben sich einen Platz in meinem Herzen erobert.
Für dieses Buch möchte ich wirklich von ganzem Herzen eine Leseempfehlung aussprechen. Und zwar besonders auch für Personen die eigentlich nicht zur Zielgruppe gehören. Dieses Buch ist perfekt für alle, die die deutsche Erstausstrahlung von Gilmore Girls, One Tree Hill und ähnlichen Serien erlebt haben.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Herbstzauber mit Hufspuren

Ein Einhorn namens Oktober
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Obwohl der kleine Leser bereits eine ziemlich umfangreiche Kinderbuchsammlung hat, muss ich zugeben, dass bis dato noch kein Buch über Einhörner dabei war. Dies lag vor allem daran, dass mir die meisten ...

Obwohl der kleine Leser bereits eine ziemlich umfangreiche Kinderbuchsammlung hat, muss ich zugeben, dass bis dato noch kein Buch über Einhörner dabei war. Dies lag vor allem daran, dass mir die meisten Einhörner zu grell und zu kitschig waren. Dieses Buch hat mich vor allem dadurch angesprochen, neben dem sehr interessanten Klappentext, dass die Farbgestaltung eher ein wenig gedeckt und zurückhaltend ist. Und glücklicherweise hat mich der erste Eindruck nicht in die Irre geführt und das Buch konnte uns wirklich verzaubern.
Dieses Buch vermittelt für mich ein wunderbares Herbstgefühl und lässt mich in der Sommerhitze von flauschigen Decken, langen Spaziergängen im Wald und warmen Tee träumen. Die Illustrationen von Juliana Kralik sind wirklich stimmungsvoll und passen hervorragend zu der Geschichte. Die Farben hat sie mit Bedacht ausgewählt und durchwegs dominieren die Braun, Gold und Rosatöne. Natürlich darf aber auch das eine oder andere kitschig-bunte Detail nicht fehlen und auch der unvermeidliche Regenbogen findet seinen Platz.
Die Autorin Maria Höck hat mit Oktober einen wirklich entzückenden Charakter erschaffen. Der obwohl natürlich als Fantasiewesen nicht real, doch für die kleinen Leser greifbar und verständlich ist. Doch natürlich muss Oktober sein Abenteuer nicht allein bestehen und so dürfen wir noch viele weitere magische Wesen, darunter natürlich vornehmlich Einhörner, kennenlernen. Gerade Oktobers bester Freund hat mich besonders begeistert. Wobei ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen möchte, um nicht unabsichtlich zu spoilern.
Die Geschichte ist wohldurchdacht und auf jeden Fall kindgerecht verfasst, aber auch als Erwachsene hat man Spaß am Betrachten der Bilder und am Vorlesen der Geschichte. Die Texte sind nicht in Reimform verfasst und haben durchaus eine beachtliche Länge. Wobei ich dies für das empfohlene Lesealter von 4 Jahren als angemessen empfinde. Das Buch eignet sich meiner Meinung nach aber auch für jüngere Kinder. Je nach Bucherfahrung der Kinder kann es aber eventuell vorteilhaft oder notwendig sein, dass Buch auf mehreren Etappen zu lesen. Der kleine Leser mit gut zwei Jahren und relativ viel Bucherfahrung hatte aber keine Probleme mit der Länge der Texte und viel Spaß mit dem Buch.
"Ein Einhorn namens Oktober" besticht aber nicht nur durch die Optik und einer netten Geschichte. Wie in Kinderbüchern üblich und meiner Meinung nach auch notwendig und sinnvoll, gibt es eine Moral von der Geschichte. Auch an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen, um nicht zu spoilern. Uns hat die Aussage des Buches aber sehr gut gefallen und was fast noch viel wichtiger ist, es handelt sich um eine sehr wertvolle und wichtige Lektion, die man in diesem Buch lernen kann.
Obwohl das Buch eindeutig ein Herbstbuch ist, kann es meiner Meinung nach auch unabhängig von der Jahreszeit gelesen werden. In unserem Fall wird dies auch durchaus der Fall sein, denn Oktober und die suche nach seiner Zauberkraft hat uns einfach verzaubert.
Dies ist wieder einmal ein Kinderbuch, das ich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann. Und zwar nicht nur Fans von Einhörnern.

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Freude, Reime und Fernweh - Das 2te Abenteuer mit Giraffenhund und Kratzbürste

Giraffenhund und Kratzbürste - Eine Reise nach Tokio
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Da uns das erste Abenteuer von Giraffenhund und Kratzbürste so begeistert hat, mussten wir natürlich gleich auch noch den zweiten Teil lesen. Und wie erhofft, wurden wir auch dieses Mal nicht enttäuscht.
Interessanterweise ...

Da uns das erste Abenteuer von Giraffenhund und Kratzbürste so begeistert hat, mussten wir natürlich gleich auch noch den zweiten Teil lesen. Und wie erhofft, wurden wir auch dieses Mal nicht enttäuscht.
Interessanterweise hat die Autorin bei diesem Buch mit einem anderen Illustrator zusammengearbeitet. Beim ersten Buch war Kathleen Hoffmann für die wunderschönen und äußerst aussagekräftigen Bilder zuständig so ist es beim zweiten Teil Michael Stapper. Diese Tatsache hat mich im ersten Augenblick ein wenig abgeschreckt, da ich befürchtet habe, dass sich am Stil der Bilder etwas geändert haben könnte. Zu meinem großen Erstaunen und auch zu meiner großen Begeisterung kann ich aber sagen, dass es mir im ersten Augenblick überhaupt nicht aufgefallen wäre.
Die Illustrationen passen wieder perfekt zum Text und lassen diesen umso lebendiger wirken. Die Reime sind gewohnt gut gemacht, obwohl es wieder den einen oder anderen unsauberen oder holprigen Reim gibt. Dies sehe ich der Autorin Isabelle Schelling aber gerne nach. Immerhin besitzt das Buch doch eine stattliche Länge auf, in Bezug auf die Anzahl der Reime und das empfohlene Lesealter. Da habe ich schon deutlich kürzere Bücher, bzw. Bücher mit einer merklich geringen Anzahl an Reimen gelesen, bei denen die Anzahl der unsauberen Reime eklatant höher war.
Das Schema des Buches ist ziemlich ident mit dem des ersten Buches. Für uns war dies äußerst positiv, da wir, wie bereits anfangs erwähnt vom ersten Teil begeistert waren. Auch dieses Mal gibt es wieder die lustigen Dialoge zwischen Giraffenhund und Kratzbürste und wir durften uns wieder einmal über die Unterschiedlichkeit der beiden amüsieren.
Auch dieses Mal handelt es sich wieder nicht um einen Reiseführer für Kinder. Wer also so etwas sucht, sollte sich eher woanders umschauen. Dennoch bin ich der Meinung, dass sich dieses Buch hervorragend dazu eignet bereits kleinen Kinder, das empfohlene Lesealter ist mit ab 5 Jahren angegeben, die Stadt Tokio und die Kultur Japans ein wenig näher zu bringen. Auch als Einstimmung, wenn man entweder vor hat mit dem Kind oder den Kindern dorthin zu reisen ist das Buch einfach optimal.
Es werden einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Tokio beschrieben und man lernt auch dies und das über das richtige Verhalten in Japan. Als großen Pluspunkt empfinde ich, dass man so gar noch ein paar japanische Wörter kennenlernt.
Das empfohlene Lesealter mit 5 Jahren finde ich durchaus angemessen. Mit Kindern dieses Alters kann man das Gelesene dann auch schon leichter besprechen und eventuell mit Hilfe von anderen Büchern das Wissen noch vertiefen. Das Buch ist aber durchaus auch schon für ein jüngeres Publikum geeignet. Der 2jährige kleine Leser in unserem Haushalt hat das Buch sehr genossen und sich über die ungleichen Freunde sehr amüsiert. Wobei ich, wie immer, dazusagen muss, dass der kleine Leser eine (Vor-)Leseratte ist und Bücher in dieser Länge für ihn normal sind. Andere Kinder in dem Alter sind eventuell mit der Länge überfordert.
Wir haben die Reise mit Giraffenhund und Kratzbürste wirklich sehr genossen und können dieses Buch aus vollem Herzen weiterempfehlen. Leider muss ich aber diese Rezension mit einem lachenden und einem weinenden Auge schreiben. Das weinende Auge kommt daher, dass ich bis dato noch keine Informationen über einen dritten Band gefunden habe. Ich hoffe aber, dass sich dies bald noch ändert und wir uns zeitnah wieder auf ein wunderbar unterhaltsames und informatives Reiseabenteuer mit unseren Freunden machen dürfen.

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