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Veröffentlicht am 26.03.2026

süße Liebesgeschichte mit etwas Fantasy

Wolke Sieben ganz nah
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Meinen ersten Roman von Kirsty Greenwood habe ich an zwei Tagen durchgelesen - es war so schön. Delphi Bookham stirbt und landet in einer seltsamen Zwischenwelt. Ihre "Therapeutin" schickt sie auf die ...

Meinen ersten Roman von Kirsty Greenwood habe ich an zwei Tagen durchgelesen - es war so schön. Delphi Bookham stirbt und landet in einer seltsamen Zwischenwelt. Ihre "Therapeutin" schickt sie auf die Erde zurück, um ihren Seelenverwandten zu finden. Doch ganz so einfach ist das nicht und ihr Nachbar hilft ihr. Kann sie ihn finden und was ist mit dem Nachbarn?

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive der Hauptperson geschrieben. Dadurch sind für mich alle Gedanken und Gefühle nachvollziehbar. Delphi als Charakter gefällt mir richtig gut. Sie ist sehr sympathisch und menschlich beschrieben. Auch konnte ich eine gute Entwicklung erkennen, sodass sie eine selbstbewusstere junge Frau wurde. Dabei war alles klar und nachvollziehbar. Ich hatte nie (wie sonst oft) das Gefühl, dass etwas nicht passte oder es ein ewiges Hin und Her war.

Die Handlung an sich war richtig schön. Es war süß und romantisch, dabei aber in keiner Weise kitschig. Die Dialoge mit Cooper haben mir wahnsinnig gut gefallen und (ACHTUNG SPOILER) ich habe während des Lesens schon gehofft, dass die beiden zusammenkommen. Die sich anbahnende Liebe, die neckischen Dialoge und das klassische Enemy-Love-Thema waren toll geschrieben. Ich fand es auch ganz angenehm, dass die klassischen Bestandteile so offen kommuniziert wurden (enemy to love, triangle-Beziehung,...).

Ganz wenige Inhalte waren für mich unvorhersehbar. Viele habe ich gehofft oder mir schon gedacht. Lediglich der Fakt, wer die Therapeutin ist, kam mir erst kurz vorher in den Sinn. Das war aber gar nicht schlimm. Das Buch war dennoch spannend. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, ob Delphi ihren Seelenverwandten findet oder ob doch Cooper der Richtige ist. Auch die kurzen Kapitel haben dazu eingeladen, immer weiter lesen zu wollen.

Im Buch wurden auch eine Vielzahl an Nebenfiguren beschrieben. Diese wurden mit viel Liebe und Tiefe charakterisiert. Obwohl alle Charaktere negative Erfahrungen gesammelt haben, war der Umgang untereinander wertschätzend. Das hat mir gefallen. Ob das so in der Realität immer vorkommt, ist allerdings fraglich. Dennoch hat das in die Handlung gut reingepasst.

Fazit: Das Buch ist wunderbar romantisch, dabei aber nicht kitschig. Suchfaktor 100!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

ein einfühlsamer Tod begleitet Tiere auf die andere Seite - traurig, aber liebevoll

Loving Reaper - Die Seelen, die uns brauchten
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"[Aber] so sehr vermisst zu werden, ist der Preis dafür, so sehr geliebt worden zu sein" (S. 188).

Jenny Jinya beschreibt in ihren Comics, wie Tiere unter Menschen leiden und wie Tod und Leben agieren. ...

"[Aber] so sehr vermisst zu werden, ist der Preis dafür, so sehr geliebt worden zu sein" (S. 188).

Jenny Jinya beschreibt in ihren Comics, wie Tiere unter Menschen leiden und wie Tod und Leben agieren. Die einzelnen Comics sind immer recht kurz und umfassen sowohl Haus- als auch Wildtiere.

Ich muss gestehen, dass ich ab Comic 3 geweint habe und das Buch auch nicht mit einem mal durchlesen konnte. Die Zeichnungen sind so schön und eindrucksvoll, dass ich komplett mitfühlen konnte. Das Leid der Tiere war so greifbar. Die Themen sind heftig, traurig, ergreifend und leider auch sehr realitätsnah. Das hat es für mich umso eindrücklicher gemacht.

Ich finde die Autorin hat die Charaktere der Tiere (besonders von Hund und Katze) gut eingefangen und mich dadurch auch an der ein oder anderen Stelle zum Schmunzeln gebracht. Am meisten ist mir der Comic mit den beiden Katzen und den Schmetterlingen in Erinnerung geblieben - im Tod kann man unendlich lange Schmetterlinge jagen (also etwas total schönes tun).

Der Tod wird in schwarz-weiß/grau dargestellt und das Leben bunt. Das ist der Autorin auch sehr gut gelungen, denn dadurch wurden zumindest bei mir auch andere Gefühle angesprochen.

Es war schön zu sehen, wie einfühlsam und tröstend der Tod, trotz seiner scheinbaren Grausamkeit und Endgültigkeit dargestellt wurde. Das war auf eine ganz eigene Art schön. So liebevoll, wie Tod und Leben in dem Buch miteinander umgehen, habe ich bisher selten gesehen. Ich finde den Gedanken schön, dass man "nur" die Seite wechselt, aber nie vergessen wird. Auch das ist sehr tröstlich.

Am Ende jedes Comics gibt es eine Erklärung zu dem Thema. Das finde ich auch toll. So kann man selbst auch nochmal reflektieren.

Ich finde das Buch wirklich großartig und die Zeichnungen einfach nur toll. Es ist trotz des Themas so wunderbar und liebevoll dargestellt. Wirklich toll!

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Tiefsinnige Beschäftigung mit dem eigenen Leben

Die Mitternachtsbibliothek
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Die Mitternachtsbibliothek ist der erste Roman, den ich von Matt Haig gelesen habe und schon nach den ersten Kapiteln war ich begeistert. Nora Seed hat keinen Grund mehr zu leben, ihre Katze ist tot, ihr ...

Die Mitternachtsbibliothek ist der erste Roman, den ich von Matt Haig gelesen habe und schon nach den ersten Kapiteln war ich begeistert. Nora Seed hat keinen Grund mehr zu leben, ihre Katze ist tot, ihr Job ist weg, sie hat keine Freunde und auch keinen Kontakt zu ihrem Bruder. Also beschließt sie, das Ende herbeizuführen. Doch so einfach ist es nicht: Sie kommt in ihre persönliche Zwischenwelt - die Mitternachtsbibliothek. Dort kann sie mit Hilfe ihres "Engels" in Form der alten Schulbibliothekarin alle möglichen Leben ausprobieren, die hätten eintreten können. Macht sie eins davon glücklich?

Ich bin wirklich begeistert von der Tiefgründigkeit des Buches: alle Leben, die man hätte leben können, auszuprobieren. Das ist schon ein faszinierender Gedanke. Klar ist, dass nicht alle Leben glücklich verlaufen und dass muss die Protagonistin am eigenen Leib erfahren. Eigentlich ein ganz tröstlicher Gedanke: So toll, wie man es sich immer vorgestellt hat, ist es dann doch gar nicht. In jedem Leben gibt es etwas, das nicht funktioniert und Nora kann das am eigenen Leib erfahren.

Ich finde es auch ganz interessant, dass sie einen Gleichgesinnten trifft, einen Mann, der ebenfalls alle möglichen Leben probiert. Doch schon da wird deutlich, dass es gar nicht einfach ist, das perfekte Leben zu finden. Auch Nora erfährt das am eigenen Leib. Zu Beginn werden die Leben noch ausführlich beschrieben. Im Verlauf sind es nur noch eine Aneinanderreihung von Sätzen, nichts scheint besonders genug zu sein. Mehrfach gerät die Bibliothek ins Wanken, Nora ist unentschlossen: Will sie so weitermachen? Gibt es ein gutes Leben für sie? Ich finde es sehr gut, dass auch alle möglichen negativen Emotionen von der Protagonistin erlebt werden (Angst, Zweifel, Wut). Auch, dass sie selbst ins Grübeln und Nachdenken kommt ist klasse. Sie entwickelt sich so sehr weiter und hinterfragt sich und ihr bisherigen Leben.

Das Ende war für mich vorhersehbar, denn das ist die Moral von der Geschichte (hier aber kein weiterer Spoiler). Dennoch war es schön, den Weg von Nora mitzuverfolgen und für mich selbst den Gedanken zu fassen: "Mein Leben ist toll, so wie es ist - mit allen Ecken und Kanten - denn nicht perfekt sein ist menschlich."

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Veröffentlicht am 27.08.2025

"Unerwarte es" - ein wundervoller Roman über den Tod und das Danach

Das unglaubliche Leben des Wallace Price
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Nachdem mich das Hörbuch "Aus Sternen und Staub" von T.J. Klune so begeistert hatte, habe ich nun dieses Hörbuch gehört. Wallace Price ist ein Anwalt ohne Moral und Empathie. Ehe er sich versieht, ist ...

Nachdem mich das Hörbuch "Aus Sternen und Staub" von T.J. Klune so begeistert hatte, habe ich nun dieses Hörbuch gehört. Wallace Price ist ein Anwalt ohne Moral und Empathie. Ehe er sich versieht, ist er tot und landet im Teehaus von Hugo, dem Fährmann. Mit dabei sind Mei, der Sensenmann, Nelson, Hugos Opa und Apollo, sein Hund. Eigentlich sollte er nur kurz bleiben und "durch die Tür gehen". Doch wie es mit dem plötzlichen Tod ist, Wallace akzeptiert es nicht und versucht in sein altes Leben zurückzukommen. Doch so langsam fängt er an zu hinterfragen, Dinge anders zu betrachten und wertzuschätzen.

Gelesen wird das Hörbuch von Julian Horeyseck. Er hat eine ganz angenehme Stimme und gibt jeder Figur eine eigene Note. Es hat mir viel Freude bereitet seiner Stimme zu lauschen, für diese Thematik wirklich ganz toll und passend.

Die Themen Tod und Sterben sind recht schwer, mit viel Schmerz und negativen Gefühlen verbunden. T.J. Klune schafft es, eine Leichtigkeit einzubringen, die nicht nur die Figuren, sondern auch mit als Zuhörer zum Lächeln bringen und wie ich finde, die Angst davor nehmen kann. Alle Facetten werden betrachtet: Leugnung, Wut und Aggression, Trauer,... - dabei bleibt er in seiner Erzählweise authentisch, offen und gleichzeitig mitfühlend. Es ist schön, sich vorzustellen, dass es so sein könnte. Auch die Art und Weise, wie der Fährmann und der Sensenmann damit umgehen wirkt so menschlich und gefühlvoll - einfach toll.

Mit über 15 Stunden ging das Hörbuch doch recht lang und ich hatte mich zu Beginn gefragt, was denn alles passieren wird. Irgendwie "plätscherte" es so dahin. Es ist wahnsinnig viel passiert, aber gleichzeitig auch irgendwie nicht. Das ist für mich gar kein Kritikpunkt, da ich der Handlung aufmerksam folgen konnte, immer mit der Frage, wie es denn ausgehen wird. Es gab einige Spannungsbögen, die aber nicht extrem ausgeprägt waren. Dennoch haben sie Abwechslung eingebracht.

Wallace Price war für mich als Figur zu Beginn schrecklich unangenehm. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich ihn mögen könnte. Da habe ich mich aber getäuscht. Am Ende ist mir sein Charakter sehr sympathisch geworden. Er hat eine große Veränderung durchlebt (Wortwitz). Von dem kalten, berechnenden Mann war nichts mehr übrig. Seine menschliche, mitfühlende und weiche Seite ist hervorgekommen, die von Anfang bis Ende authentisch wirkte. Die Entwicklung war schön mitzubekommen und es war auch toll, dass ein weiterer "Gast" mit einem ähnlichen Ausgangspunkt ins Teehaus kam.
Den Fährmann Hugo habe ich von Beginn an ins Herz geschlossen. Er wurde als mitfühlend und sehr freundliche beschrieben. Trotz einer Beschreibung seiner Erscheinung, habe ich ihn mir die ganze Zeit anders vorgestellt. Das hat mich aber gar nicht gestört. Es war toll, dass er sich Stück für Stück mehr geöffnet hat und den Lesern mehr und mehr bewusst wurde, was in seinem Inneren vorgeht. Die zwischen Hugo und Wallace aufkeimenden Gefühle haben den Anflug einer tragischen Liebe vermittelt. Die unausgesprochenen Worte haben die Spannung zwischen den beiden aufrechterhalten, was mich auch nicht losgelassen hat. Die Charaktere sind alle wunderbar sympathisch und authentisch. Es ist schön, wie liebevoll sie miteinander agieren.

Das Ende war für mich anfangs etwas ernüchternd. Ich hätte es mir etwas dramatischer vorgestellt. Nach dem Epilog war ich dann aber anderer Meinung. Es hat gut gepasst - ein Abschluss und Neubeginn. Irgendwie war es schlimm und schön zugleich. So wurde mir am Ende auch nochmal eindrücklich deutlich, dass der Tod auch als etwas Schönes angesehen werden kann (man trifft Menschen aus seinem Leben wieder).

Fazit: Ich kann das Hörbuch wirklich empfehlen. Es ist sehr tiefsinnig und lädt zum Nachdenken ein.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

ein Ort kämpft für seine Bibliothek - authentisch und mitreißend

Die letzte Bibliothek der Welt
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Durch Zufall bin ich auf das Buch von Freya Sampson gestoßen. June Jones, Bibliothekarin in einer kleinen Ortschaft lebt ein tristes Leben. Nur in ihrer Bibliothek hat sie Abwechslung, trifft Leute und ...

Durch Zufall bin ich auf das Buch von Freya Sampson gestoßen. June Jones, Bibliothekarin in einer kleinen Ortschaft lebt ein tristes Leben. Nur in ihrer Bibliothek hat sie Abwechslung, trifft Leute und hilft anderen. Nun soll diese Bücherei geschlossen werden. Eine Ortschaft stellt sich der Kreisverwaltung entgegen, besonders die Rentner protestieren. Wird June aus ihrem Schneckenhaus herauskommen und ihre Stimme erheben?

Schon der Anfang des Buchs hat mich mitgerissen: June überlegt sich zu den ausgeliehenen Büchern Geschichten und Charakterzüge der einzelnen Menschen. Das finde ich toll. June als Hauptcharakter war mir schon von da an sympathisch, was sich auch durch das ganze Buch durchzog. Sie ist eine "graue Maus", die ihr langweiliges Leben lebt. Eigentlich möchte sie ausbrechen, kann aber keine ausreichende Motivation und Kraft aufbringen, viel lieber zieht sie sich zurück. Ihre Entwicklung hin zu einer selbstbewussteren Frau erschien mir durch und durch glaubhaft und nachvollziehbar.
Alle Nebencharaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen, besonders Stanley. Alle Figuren wurden mit viel Tiefe beschrieben, jede war anders, aber für sich stimmig. Obwohl es viele offene Inhalte rund um deren Vergangenheit gab, hatte ich nicht das Bedürfnis weitere Infos haben zu wollen.

Freya Sampson hat einen sehr schönen Schreibstil. Obwohl alles aus der Erzählperspektive geschrieben wurde, hatte ich das Gefühl dabei zu sein und in die Handlung eintauchen zu können. Es hat sich einfach schön gelesen und ich habe mit Freude Seite für Seite umgeblättert. Vieles von der Geschichte war vorhersehbar, aber das fand ich gar nicht so schlimm. Es hat einfach gepasst.

Es hat mir gut gefallen, dass es kein allumfängliches Happy End gab. Das spiegelt für mich die Realität wider. Dadurch die die Authentizität beibehalten. Die Entschlossenheit von June am Ende hat mir sehr gut gefallen, sie hat sich aus ihren "Ketten herausgekämpft" und genießt die Freiheit - einfach toll.

Vor allem gefällt mir bei dem Buch der Gemeinschaftsgedanke. Eine Dorfgemeinschaft steht füreinander ein, egal welche Konsequenzen drohen und was das Ergebnis ist. Dieser Zusammenhalt hat in mir das Herz aufgehen lassen. Jung und alt stehen für dieselben Werte ein. Wenn man genauer darüber nachdenkt, vermittelt das Buch wahnsinnig viel und das, obwohl es recht unscheinbar und einfach wirkt.

Fazit: Das Buch ist ein ganz wundervoller Roman, der sich wahnsinnig gut gelesen hat. Die Handlung hat viele "Aufs und Abs", ist teilweise vorhersehbar, aber dennoch schön. Es gibt ein paar Twists und Spannungsbögen, das Lesen wurde mir nicht langweilig.

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