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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2025

Sehr spannend

Der Schwarm
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Ein Buch, von dem mein Vater gefühlt seit 20 Jahren der Meinung war, ich sollte es mal lesen (ganz so ist es nicht, vermutlich eher 10), und nachdem ich nun das Hörbuch in der Bibliothek gefunden hatte ...

Ein Buch, von dem mein Vater gefühlt seit 20 Jahren der Meinung war, ich sollte es mal lesen (ganz so ist es nicht, vermutlich eher 10), und nachdem ich nun das Hörbuch in der Bibliothek gefunden hatte und eine Woche ohne Internet war, kann ich sagen: Ich hab's endlich geschafft, und ich bin froh, dass er's empfohlen hat, weil es hat tatsächlich viel Spaß gemacht. Eindeutig kein gutes Einschlaf-Buch (niemand ist überrascht), aber das hat mich nicht daran gehindert, dass ich es mehrere Tage lang in jeder Freien Minute (auch vorm Einschlafen) gehört habe, weil es so spannend und unterhaltsam war, und ich einfach immer unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.
Mich hat nicht alles überzeugt, und zum Beispiel von den ganzen Beziehungs-Sachen zwischendurch war ich die ganze Zeit eher genervt, dadurch, dass ich den Plot selbst aber so spannend fand, und der durchgängig im Vordergrund war oder zumindest aller paar Seiten wieder in den Vordergrund gerutscht ist, war ich aber auch nicht enttäuscht.
Gab's Figuren, bei denen ich das Buch am liebsten gegen eine Wand geworfen hätte? Ja. Aber da die auch eindeutig so gewollt waren, kann ich das der Geschichte wohl kaum vorwerfen, und die Figuren, die ich mögen sollte, mochte ich großteils auch. Nicht alle, oder ich fand nicht alle toll, aber ich fand sie alle interessant, und ich war ihnen auf jeden Fall durchgängig wohlgesonnen. Sie sind menschlich, sie machen Fehler, und manchmal nerven sie, aber ... das tun meine besten Freunde auch, also nichts, was mich Leute hassen lassen würde, auch nicht, wenn sie fiktional sind.
Etwas unstimmig bin ich über ganz viele Referenzen im Buch, bei denen ich dann häufiger dachte "ist mir das jetzt zu direkt?", und ich bin auch immer noch nicht sicher. Das präsenteste Beispiel, dass ich bei der Schwarm persönlich ganz oft an "Die Vögel" denken musste (habe den Film nie gesehen, aber irgendwie entsteht da trotzdem eine Assoziationskette bei mir) und im Buch irgendwann auch jemand davon spricht, das aktuelle Geschehen verfilmen zu lassen, und am besten von Hitchcock Fichtung Die Vögel. Einerseits war's ein netter Moment, weil ich beides eben auch miteinander verbinde, andererseits ist es mir irgendwie auch zu direkt.
Insgesamt nicht schlimm, aber ich weiß auch nichts, ob's mir beim Lesen dadurch mehr Spaß gemacht hat.
Ändert aber nichts daran, dass ich grundsätzlich sehr viel Spaß hatte, und mir das Buch von Anfang bis Ende großteils gut gefallen hat. Sehr unterhaltsam!

Veröffentlicht am 01.09.2025

Einer meiner Lieblings-Fälle

Die drei ??? und das versunkene Dorf (drei Fragezeichen)
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Eventuell liegt es am sentimentalen Wert (habe das Buch von meinem Opa bekommen), eventuell war es tatsächlich einfach nur richtig gut (ich erinnere mich nicht), eventuell verbinde ich einfach mehr Erinnerungen ...

Eventuell liegt es am sentimentalen Wert (habe das Buch von meinem Opa bekommen), eventuell war es tatsächlich einfach nur richtig gut (ich erinnere mich nicht), eventuell verbinde ich einfach mehr Erinnerungen mit dem Buch als mit anderen, aber irgendwie hat es tatsächlich einen höheren Wert für mich als die meisten anderen ???-Bücher, die ich habe.
Ich habe das Buch insgesamt sogar drei Mal gelesen: Einmal als ich's bekommen habe, einmal ein paar Jahre später, und dann einmal mit einem Schulkind, dem ich in der Hortzeit immer mal ein paar Kapitel vorgelesen habe, sodass wir die Geschichte gemeinsam genießen können.
Vermutlich auch einer der gründe, warum ich mich hier an ein bisschen mehr erinnern kann, als bei vielen anderen Büchern. Aber ich fands schön schnell und spannend geschrieben damals, mochte die Auflösungen und wie geisterhaft das ganze ist, und auch für das Kind im Hort war es eine schön düstere aber nicht zu gruselige Geschichte, die einfach für viel Spannung und eine gute Zeit gesorgt hat.
Vermutlich ist es objektiv betrachtet keinesfalls der beste Fall der drei ???, aber zumindest für mich ist das vermutlich ein ???-Buch, das ich nicht einfach weitergeben würde, weil ich damit mehr verbinde als nur die Geschichte, ich mit der und allem darum herum aber eigentlich nur gutes Verbinde.

Veröffentlicht am 01.09.2025

Amüsanter Kinder-Krimi

Rico, Oskar und das Herzgebreche (Rico und Oskar 2)
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Ich hatte wieder einmal eine Menge Spaß mit Rico und Oskar, und ihrem neuen Fall. Der erste damals hat mir auch schon gut gefallen, ich glaube diesen hier fand ich sogar noch etwas besser. Ich finde besonders ...

Ich hatte wieder einmal eine Menge Spaß mit Rico und Oskar, und ihrem neuen Fall. Der erste damals hat mir auch schon gut gefallen, ich glaube diesen hier fand ich sogar noch etwas besser. Ich finde besonders schön, wie man so sehr in Ricos Kopf bleibt, und alles durch seine Augen sieht, man mit einem gewissen Verständnis für die Situationen aber wesentlich schneller erfasse kann, was genau Sache ist. Nicht immer natürlich, dafür sind die Geschichten teils auch zu chaotisch, aber ich hatte schon an so einigen Stellen das Gefühl, dass ich als erwachsene Person vielleicht sogar mehr von der Geschichte hatte, als wenn ich sie als Kind gelesen hätte, und da mein Humor tatsächlich großteils einfach Chaos ist, haben die Witze mich ganz oft auch überzeugen können.
Und ich mochte auch, dass teils sehr differenziert auf erwachsenen-Themen eingegangen wird, wenn auch gleichermaßen Gefühl zu viel oder zu wenig. Für ein Kinderbuch finde ich es eher schon zu viel, auch wenn der Begriff Prostitution nie fällt und Kinder entsprechend mit den ganzen Andeutungen vermutlich nichts anfangen können, für wie sehr es thematisiert wurde fand ich es dann aber auch schon fast wieder etwas zu wenig, weil zwar einmal die Erwähnung fällt, dass die Mutter nichts gegen ihren Willen tut und auch nichts tun muss, das scheint aber auch recht viel damit zusammenzuhängen, dass sie eher als Geschäftsführerin arbeitet als irgendwas anderes, an sich trifft die Aussage ja aber zu (bzw. sollte theoretisch zutreffen). Es hat mir aber auf jeden Fall gut gefallen, dass Oskar da Konter gegeben wird, als er ursprünglich was anderes behauptet.
Die Figuren waren auch alle wieder sehr schön lebendig und liebenswürdig gestaltet, und für die Geschichte auch wieder äußerst realistisch. In einem ernsteren Buch hätte ich sie vielleicht nicht so schnell akzeptiert, aber in dieser Geschichte wirkten sie vollkommen richtig am Platz.
Das Ende hat mich ebenfalls überzeugen können, und auch wenn nicht alles mir total gut gefallen hat, kommt es mir doch realistisch vor, und ich mochte die Auflösungen, bzw. wie sich alles ergeben hat. War wieder sehr unterhaltsam das Buch, und ich freue mich schon auf's nächste.

Veröffentlicht am 30.08.2025

Tolle Fortführung von Band 1

Silber - Das zweite Buch der Träume
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Band 2 hat mich auf jeden Fall noch mal mehr abgeholt, als Band 1. Liv fand ich hier einen sehr viel stärkeren Charakter, auch wenn sie immer mal wieder trotzdem zu leicht einknickt meiner Meinung nach, ...

Band 2 hat mich auf jeden Fall noch mal mehr abgeholt, als Band 1. Liv fand ich hier einen sehr viel stärkeren Charakter, auch wenn sie immer mal wieder trotzdem zu leicht einknickt meiner Meinung nach, die Geschichte fand ich noch mal spannender, und die Plottwists fand ich auch gut gelungen. Nicht zwingend so, dass ich das Gefühl hatte, ich hätte sie vorhersehen können, aber ich war auch absolut nicht überrascht von allem, was passiert ist, und entsprechend stimmig kam die ganze Geschichte mir vor.
Ich mag die Zusammenarbeit der Hauptfiguren, und die Konflikte zwischen allen Charakteren, und ich sehe auf jeden Fall auch so einiges in Band 3 auf uns zukommen, auf das ich mich sehr freue. Außerdem mochte ich, wie sehr die (oder zumindest ein Teil der) Familie hier zusammengehalten hat, auch unabhängig von Blutsverwandtschaft, hat mich sehr glücklich gemacht.
Etwas irritiert war ich davon, dass das Ende praktisch identisch zu Band 1 war (bzw. ich glaube der letzte Satz sogar fast wortwörtlich einfach wiederholt wird), was für mich hier leider nicht das Gefühl von "in sich geschlossen" gegeben, sondern eher die Wirkung der ganzen Szene gemindert hat, abgesehen davon hatte ich aber glaube ich nicht wirklich was auszusetzen an dem Buch (außer vielleicht, dass ein bisschen mehr Kommunikation niemandem schaden würde, auch wenn ich in diesem Fall zu 100% nachvollziehen kann, warum es die nicht gab, und es auch durchaus zu den Figuren passte, entsprechend war ich nicht zu frustriert davon), und bin einfach insgesamt jetzt nach dem Lesen ziemlich zufrieden.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie alles ausgeht (und wann ich's erfahre, bisher bin ich nämlich noch nicht im Besitz des letzten Bandes).

Veröffentlicht am 29.08.2025

Nach ewiger Pause mein Lieblingsband bisher

The Gender of Mona Lisa 6
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Ich hatte die Reihe jetzt fast zwei Jahre pausiert, bevor ich in Band 6 eingestiegen bin, kam allerdings auch ohne Reread super rein ins Geschehen und hatte keine Schwierigkeiten, dem Plot zu folgen, ...

Ich hatte die Reihe jetzt fast zwei Jahre pausiert, bevor ich in Band 6 eingestiegen bin, kam allerdings auch ohne Reread super rein ins Geschehen und hatte keine Schwierigkeiten, dem Plot zu folgen, und kann außerdem sagen, dass dieser Band mir bisher am besten gefallen hat. Auch noch nicht zwingend perfekt, und vielleicht wird es mit den nächsten Bänden auch wieder abnehmen, denn bisher war es auch immer ein auf und ab, aber ganz viele Fragen, die sich mir in den ersten Büchern gestellt haben, und die ich ziemlich oberflächlich beantwortet fand, sind hier endlich zumindest erwähnt worden, und das hat mich doch sehr glücklich gemacht.
Unter anderem die Tatsache, dass es trans Menschen tatsächlich gibt, und dass Hinase sich entschieden hat, erst einmal sich selbst darüber im klaren zu werden, was sier eigentlich möchte, haben mich sehr glücklich gemacht. (Besonders ersteres hat bei mir bisher große Fragen aufgeworfen, und zweiteres ist hauptsächlich eine eigene Vorliebe.) Außerdem fand ich es schön, dass man zumindest einen kleinen Einblick in die queeren Tatsachen dieser Welt hatte.
In meinen Augen ist es irgendwie zu wenig, bzw. finde ich, dass dafür, dass Ungeschlechtlichkeit eine so große Rolle spielt, die ganze Welt auch weiterhin sehr heteronormativ vorkommt, war mir nicht ganz richtig/logisch erscheint, aber es wurde aufgegriffen, und man merkt, dass die Person, die die Reihe schreibt, das ganze zumindest nicht vergessen hat.
Mir stößt immer noch ein wenig auf, wie genau mit nicht-binären Menschen in der Welt umgegangen wird, bzw. wie "abnormal" das trotz allem Verständnis doch zu sein scheint, was ich echt kritisch finde (und besonders in Kombination mit der Tatsache, dass die letzten Bände X/Y heißen, ahne ich da irgendwie nicht viel Gutes), aber gleichzeitig hat Yoshimura mich bisher auch immer mal positiv überrascht, und ich find's bisher auch durchaus gut, also bleibe ich einfach mal gespannt, wie sich alles weiter entwickelt.
(Zu den Figuren muss ich außerdem sagen, dass ich sie hier fast alle richtig gerne hatte. Und eventuell war Shiori mit seiner Erkenntnis Aoi gegenüber tatsächlich mal mein Favorit, weil er endlich mal richtig über den Tellerrand geschaut hat, was ich die ersten 5 Bände tatsächlich nie erwartet hätte, also ... mal sehen, wie sich das noch entwickelt.)