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Veröffentlicht am 08.09.2025

ein Buch über Identität und Zusammengehörigkeitsgefühl

Der Kuckuck
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Gina Mayer ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen und habe mich natürlich gefreut, dass ein neues Buch von ihr auf den Markt kam.
Wie der Name des Buches es schon ...

Gina Mayer ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen und habe mich natürlich gefreut, dass ein neues Buch von ihr auf den Markt kam.
Wie der Name des Buches es schon sagt, geht es hier um Kuckuckskinder oder Findelkinder, denn der Kuckuck legt seinen Nachwuchs auch in fremde Nester.

Dieses Buch wird auf zwei Zeitebenen geschrieben und startet in den neuziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Ella, die mit ihrem Freund zusammenlebt, erfährt , dass sie schwanger ist. Zeitgleich teilt ihr ihre Mutter mit, zu der sie immer ein distanziertes Verhältnis hatte, dass sie ein Adoptivkind ist. Mit dreißig Jahren erfährt Ella, dass sie vor einem Krankenhaus abgelegt wurde. Dies zieht ihr den Boden unter den Füßen weg . Für sie ist es wichtig, gerade in ihrer Situation als werdende Mutter, woher sie kommt und wer ihre Eltern sind. Sie begibt sich auf Spurensuche.

Diese Spurensuche wird sie in die zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts führen in ein kleines Dorf in Bayern, in dem drei Mädchen, Ellen, Babett und Rosl, aus sehr unterschiedlichen gesellchaftlichen Schichten, zu Freundinnen werden und in der Zukunft ein Geheimnis teilen.
Denn auch Babett, die einen Bauern heiratet und gerade eine Tochter geboren hat, findet eines nachts ein Findelkind vor ihrer Tür, Das Kind hat ein Medaillon dabei mit einem Zettel darin auf dem der Name Kaspar steht. Kasper bleibt in ihrer Familie an Kindes statt und sie glaubt die Mutter dieses Jungen zu kennen. Die Geschichte erzählt Kaspers Lebensweg und seine Verbindung zu Ella.

Mich hat dieses Buch von Gina Mayer sehr berührt, handelt es doch von Identitätssuche und den Konsequenzen, wenn man erst spät von seiner Ursprungsfamilie erfährt. Ganze Lebenswege werden dadurch bestimmt, die nicht immer gut enden.
Die Auflösung der Geschichte fand ich sehr spannend und auch berührend umgesetzt. Die Figuren waren sehr nahbar beschrieben, vor allem Anna und Kaspar haben mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher der Autorin, die hoffentlich nicht wieder so lange auf sich warten lassen.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

absolutes Lesevergnügen

Die Familienangelegenheiten der Johanne Johansen
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Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen, zuletzt immer wieder ihre wahren Lebensgeschichten, die meist schwere Schicksale wiedergaben. und schwer verdaulich waren.
Dieses Buch ist eine tolle ...

Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen, zuletzt immer wieder ihre wahren Lebensgeschichten, die meist schwere Schicksale wiedergaben. und schwer verdaulich waren.
Dieses Buch ist eine tolle Familiengeschichte, die mich von Anfang an begeistern konnte.

Johanne Johannsen geht nach 42 Jahren in den Ruhestand. sie war eine geschätzte Angestellte und Kollegin, die in der Schiffslogistiki gearbeitet hat und sich jetzt auf ihren Ruhestand freut. Doch dieser währt nicht lange.

Das Familienunternehmen Kurt Johannsen& Söhne, an der Johanne auch Anteile hält, steht kurz vor der Pleite. Der Mann ihrer zehn Jahre jüngeren Cousine Luise Gehrke, Thilo Alexander und sein missrater Sohn, haben die Reederei abgewirtschaftet. Louie hat ihrem Mann vertraut und Jpohanne, die damals in das Unternehmen einsteigen wollte und von ihrem Onkel schroff abgewiesen wurde, weil sie eine Frau war, hat sich auch nicht mehr gekümmert, doch jetztb ist ihr Ehrgeiz geweckt, denn schließlich handelt es sich um das Familienunternehmen. Und das wa´ihr Onkel damals nicht wollte, Frauen ins Unternehmen zu holen, ist jetzt die Rettung desselbigen. Mit voller Frauenpower machen sich die Frauen der Familie daran das Unternehmen zu retten. Werden sie es schaffen?

Von Anfang an war ich drin in dieser Familiegeschjichte. Sowohl der Schreibstil , als auch die Charaktere haben es mir sehr leicht gemacht mich in der Geschichte wohl zu fühlen. Johanne ist eine unnahbare Frau, die Sachen immer pragmatisch angeht und von " Schnickschnack" und Gefühlsduselei nicht viel hält. Und Luise, die Jahrzehnte lang nur als " Schmuckstück" ihres Mannes diente und ein oberflächliches High Socitiy Leben führte, macht eine erstaunliche Entwicklung in diesem Buch durch.
Viel hanseatisches Flair und humorige Schilderungen runden dieses Buch ab, das ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe.

Einfach ein tolles Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

was für ein Buch

Am Meer ist es schön
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Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen und jedes Mal bin ich begeistert.
Auch mit diesem Buch das ein Kapitel unserer Geschichte beschreibt, das sicherlich viele meiner Generation betraf ...

Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen und jedes Mal bin ich begeistert.
Auch mit diesem Buch das ein Kapitel unserer Geschichte beschreibt, das sicherlich viele meiner Generation betraf und das gern unter den Tisch gekehrt wird, hat Barabara Leciejewski mich wieder begeistert.

Sie verbindet zwei Themen miteinander, die es in sich haben, die Kinderverschickung von hunderttausenden von Kindern und ihre Konsequenzen und die Zustände in Pflegeheimen und der Abschied der Kinder von ihrer Mutter.

Susanne Lach ist als Kind nach St. Peter- Ording verschickt worden, da sie für zu leicht befunden wurde. 6 Wochen sollte sie eine schöne Zeit am Meer verbringen mit vielen anderen Kindern. Die Eltern wähnten sie in guten Händen.
In den sechziger Jahren ein gängige Praxis bei vielen Kinder, was sich allerdings in diesen Heimen zugetragen hat an psychicher und physischer Gewalt, ist erst vor einigen Jahren durch eine Dokumentation im Fernsehen publik gemacht worden. Seitdem nehmen sich viel Autoren dieses Themas an.
Diese Autorin hat dieses Thema sehr sensibel und kenntnisreich umgesetzt.

Erzählt wird diese Geschichte, in dem Susanne, die ihre Mutter in einem Pflegeheim betreut, ihrer Tochter, die sie begleitet, diese Geschichte erzählt. Auch ihre Mutter , die im Sterben liegt, will plötzlich wissen, wie das denn früher gewesen ist, denn als Susanne aus der Kur zurückkam und erzählte, was ihr dort Schreckliches passiert ist, haben die Eltern ihr nicht geglaubt. Sie wurde mit dem Erlebten allein gelassen und das hat tiefe Traumata hinterlassen, die bis ins Erwachsenenalter nachhallen und ihr Leben maßgeblich beeinflusst haben.

Es ist schon erschreckend zu lesen, was sich in diesen Heimen teilweise zugetragen hat. Erzeihungsmethoden, die noch die deutliche Handschrift der Nazipädagogik trugen, haben die Seelen vieler Kinder verletzt und sie konnten sich nicht wehren.
Fast jeder hat in der Familie jemanden, der in solch einer Kur war. Nicht alle Heime waren so schrecklich , wie das hier beschriebene, aber es gab auch welche, die noch schlimmer waren. Es soll sogar zu Todesfällen gekommen sein.

Hoffen wir, das solch eine Zeit nicht wiederkommt.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

die Geschichte über Theklas Freundinnen

Wir sehen uns wieder am Meer
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In den ersten beiden Büchern der Autorin wird über Juni`s Großmutter und Großvater geschrieben, das letzte Buch ihrer Trilogie widmet die Autorin Theklas Freundinnen Birgit, Nadia und Annelies.
" Wie ...

In den ersten beiden Büchern der Autorin wird über Juni`s Großmutter und Großvater geschrieben, das letzte Buch ihrer Trilogie widmet die Autorin Theklas Freundinnen Birgit, Nadia und Annelies.
" Wie sehen uns wieder am Meer" hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen, weil es über die Kriegszustände und die Nachkriegszeit in Norwegen und Russland berichtet, Ländern, die nicht so häufig in Büchern vorkommen.

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen Birgit und Nadia.
Nadia wird von den Deutschen aus der Ukraine verschleppt, die Norwegen besetzt haben und muss als Zwangsarbeiterin in den Fischfabriken in Bodo arbeiten, sieblebt in einem Lager.
Birgit kommt als Krankenschwester in diesen kleinen norwegischen Ort und lernt Nadia im Rahmen ihres Berufes kennen.
Wir erfahren als Leser viel über die Zustände, die in solchen Lagern herrschten, von der Willkür und Grausamkeit der deutschen Besatzer und der Ausweglosigkeit der russischen Kriegsgefangenen, die zu tausenden in Norwegen in Lagern lebten und dort mishandelt wurden.

Birgit engagiert sich neben ihrem Beruf als Krankenschwester im Widerstand und hilft entflohenen Kriegsgefangen bei der Flucht und sich zu verstecken. Außerdem arbeitet sie als Spionin für die Amerikaner.
Als sie dabei erwischt wird, wird sie von den Deutschen kurz vor Kriegsende gefangen genommen.
Nach dem Krieg arbeitet sie für die norwegische Botschaft in Moskau, trifft dort ihre Liebe wieder und wird dort widerum vom KGB erpresst, für dwen KGB zu arbeiten.

Mich haben die Schicksale von Nadia und Birgit, aber auch von Annelies, die aber nur eine Nebenrolle hat , stark bewegt und noch lange beschäftigt. Trude Teige versteht es sehr gut dem Leser die Kriegs,- aber auch die Nachkriegszeit in diesen beiden Länder nahe zu bringen, die politischen Entwicklungen, die dazu führten, dass Russland und Norwegen sich immer weiter voneinander entfernten.

Tekla, Juni´s Großmutter spielt hier insofern eine Rolle, als sie durch Briefe und Gespräche in die Geschichte involviert ist.

Schade, dass diese Reihe mit diesem Buch endet, ich habe alle drei Bücher, die man auch unabhängig voneinander lesen kann, sehr gerne gelesen und kann sie nur empfehlen.



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Veröffentlicht am 12.08.2025

auch ihr zweites Buch hat mich begeistert

Eine gute Ehe
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" Eine gute Ehe" ist das zweite Buch das ich von Lisa Quentin lese. Ihr Debüt " Ein völlig anderes Leben" konnte mich genauso begeistern wie ihr neues Buch.

Aniko, später Margarete ist Deutsch- Ungarin ...

" Eine gute Ehe" ist das zweite Buch das ich von Lisa Quentin lese. Ihr Debüt " Ein völlig anderes Leben" konnte mich genauso begeistern wie ihr neues Buch.

Aniko, später Margarete ist Deutsch- Ungarin und wird mit ihren Eltern nach dem Krieg aus ihrem Geburtsland vertrieben. Sie verlieren alles und müssen fünf Jahre in einem kleinen Zimmer auf einem Bauernhof leben, nicht willkommen und dieses Gefühl verliert sich auch nie. Sie sind die, die aus Ungarn kommen, die Zigeuner.
In Deutschland wird Aniko zu Maragarete und ihr größßter Wunsch ist es Lehrerin zu werden. Sie beginnt ihr Studium und ist sehr erfolgreich. Doch dann lernt sie Lenz kennen, wird schwanger und heiratet und ihr Studium rückt in weite Ferne. Ihr Mann wird ein erfolgreicher Mediziner und in den sechziger Jahren , in denen das Buch spielt, ist es klar, dass Margarete sich um die Familie kümmert, egal welche Wünsche sie hat. Der Mann bestimmt und die Frau hat zu folgen.
Die Ehe wird für Maragarete zu einer großen Herausforderung. Ihr Mann kauft ohne überhaupt mit ihr geredet zu haben ein grosses Haus in einem angesehenen Viertel, weit außerhalb, Maragarte wird noch einmal schwanger mit Anja und ihr Mann betrügt sich in regelmäßigen Abständen mit anderen Frauen.
Margarete wird immer unglücklicher, fühlt sich überfordert und versucht einen halbherzigen Versuch aus ihrem Leben auszubrechen, der aber gleich durch ihr schlechtes Gewissen abgebrochen wird.
Wie soll sie einen für sie erträgliches Leben findn.

Wie schon in ihrem ersten Buch trifft die Autorin mit dem Thema wieder genau ins Schwarze. Die Rolle der Frau in den fünfziger und sechziger Jahren und als Protagonistin, die sich mit dieser Situation nicht zufrieden gibt.

Ich fand die Zeit und die Rolle der Frau sehr gut beschrieben, die Ausweglosigkeit, die auch dadurch für Frauen, die etwas verändert wollten entstand, dass sie auch bei ihren Geschlechtsgenossinnnen kein Verständnis fanden.
ber auch die Situation von Vertriebenen, die ihr Leben lang ihrer Heimat hinterhertrauern und sich nirgendwo zu Hause fühle, wurde gut beschrieben.
Margarete war für mich eine sehr sympathische Protagonistin , der ich gern gefolgt bin und deren Gedanken und Gefühle ich gut verstehen konnte.

Von mir eine großeLeseempfehlung.

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