Andrea Schnidt steckt mitten im Chaos des Lebens: Ihr neue Partner Paul zieht ein, dessen Ex-Frau Bea nervt, seine Tochter Alexa lehnt sie ab. Dazu kommen ihr pubertierender Sohn Mark, ihre Tochter Claudia, ...
Andrea Schnidt steckt mitten im Chaos des Lebens: Ihr neue Partner Paul zieht ein, dessen Ex-Frau Bea nervt, seine Tochter Alexa lehnt sie ab. Dazu kommen ihr pubertierender Sohn Mark, ihre Tochter Claudia, die ein Work und Travel Jahr in Australien verbringt, stressige Freunde, eine neugierige Nachbarin, nerviger Job – und ihre alternden Eltern, die sie besonders fordern.
Mit viel Witz und Leichtigkeit erzählt Susanne Fröhlich von den kleinen und großen Alltagsproblemen. Andrea ist authentisch, lebensnah und sorgt für viele Lacher – aber auch für berührende Momente, besonders im Umgang mit ihren Eltern. Trotz vieler Themen bleibt der Roman stets unterhaltsam und nie langweilig.
Am Ende bleibt vieles offen – genug Stoff für eine Fortsetzung, auf die man sich schon jetzt freuen kann.
Fazit:
Locker, witzig und emotional – ein Wohlfühlroman mitten aus dem Leben.
Ich finde den Schreibstil angenehm locker, witzig und es wirkt auf mich eher wie ein Gespräch als ein Sachbuch. Beim Lesen musste ich oft schmunzeln und habe einige Typen direkt wiedererkannt – sei es ...
Ich finde den Schreibstil angenehm locker, witzig und es wirkt auf mich eher wie ein Gespräch als ein Sachbuch. Beim Lesen musste ich oft schmunzeln und habe einige Typen direkt wiedererkannt – sei es im Alltag, im Job oder online.
Besonders gut fand ich die Mischung aus Humor und hilfreichen Tipps. Die Kapitel zu Familie und digitaler Kommunikation haben bei mir besonders viel ausgelöst – da war vieles dabei, das zum Nachdenken anregt, ohne belehrend zu wirken. Die Gestaltung mit klaren Überschriften und farbigen Abschnitten (und der lila Farbe 💜) hat mir auch sehr gefallen.
Nur manche Kontertipps waren mir persönlich etwas zu spitz – ich mag es lieber sachlich-klar als scharf. Und im Job-Kapitel hätte ich mir noch ein paar zusätzliche Nervensägen gewünscht (Montagskranke oder Kaffeeküchensitzer zum Beispiel 😉).
Fazit: Ein kluges, unterhaltsames Buch, das mir gezeigt hat, wie wichtig Abgrenzung und Selbstfürsorge im Umgang mit anstrengenden Menschen sind.
In „Getraut“ dreht sich alles um die geplante Hochzeit von Andreas Ex-Schwiegervater Rudi und dessen neuer Partnerin Irene. Natürlich ist Andrea Schnidt mitten im Geschehen – wie immer mit viel Humor, ...
In „Getraut“ dreht sich alles um die geplante Hochzeit von Andreas Ex-Schwiegervater Rudi und dessen neuer Partnerin Irene. Natürlich ist Andrea Schnidt mitten im Geschehen – wie immer mit viel Humor, scharfer Beobachtung und einem Hauch Chaos. Es geht um neue Freundschaften, Kennenlernen, täuschen, aber auch ernste Themen wie due Demenz ihrer Mutter. Due einzelnen kleinen Episoden sorgen für viele lebendige Alltagsmomente.
Das Buch liest sich super: locker, unterhaltsam und mit kurzen Kapiteln, die ideal für zwischendurch sind. Man muss die vorherigen Bücher nicht gelesen haben, um mitzukommen – alles Wichtige wird verständlich erklärt.
Einige Themen wie zB das neue Paar Mo und Ragnhild oder das geplante Café „Taubenschlag“ hätten ruhig noch weiter ausgeführt werden können – hier hätte ich mir einen Blick in die Zukunft gewünscht. Vielleicht kommt da ja noch was? Die Geschichte hätte auf jeden Fall Potenzial für eine Fortsetzung.
Fazit: Ein humorvoller, alltagsnaher Roman, der Spaß macht – mit kleinen Abstrichen beim Tiefgang einzelner Nebenfiguren.
Ellen Berg erzählt die Geschichte von Lena, Ende dreißig, die nach einigen herben Enttäuschungen in der Liebe eigentlich beschlossen hat, sich ganz auf ihre große Leidenschaft – Bücher – und ihren kleinen ...
Ellen Berg erzählt die Geschichte von Lena, Ende dreißig, die nach einigen herben Enttäuschungen in der Liebe eigentlich beschlossen hat, sich ganz auf ihre große Leidenschaft – Bücher – und ihren kleinen Buchladen zu konzentrieren. Sie lebt bei ihrer resoluten, aber herzensguten Tante Hilde, mit der sie ein wunderbar eingespieltes Team bildet.
Doch dann kommt alles anders: Bei einer Lesung in ihrem Laden lässt ein charmanter Autor, Benjamin Floros, den provokanten Satz „Willst du Blumen, kauf dir welche“ fallen – ein Satz, der Lena nicht mehr loslässt. Zwischen den beiden entwickelt sich ein flapsiges Wortgefecht, das schließlich in einer Wette endet: Lena soll sich ins Abenteuer Online-Dating stürzen – was sie widerwillig, aber neugierig annimmt.
Was folgt, ist eine köstliche Aneinanderreihung skurriler und absurder Dates: Ein Kandidat bringt tatsächlich seine Mutter mit, ein anderer schickt erst seinen Bruder zum Vorabcheck. Da gibt es den notorischen Fremdgeher ebenso wie den, der noch immer der Ex hinterhertrauert. Diese Episoden bedienen zwar typische Klischees, sind aber so humorvoll und überspitzt erzählt, dass man sich köstlich amüsiert.
Der Schreibstil von Ellen Berg ist herrlich leicht, voller Wortwitz und mit einem guten Gespür für Situationskomik. Die Sprache ist locker, der Lesefluss angenehm flüssig – genau die richtige Lektüre, um dem Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen. Besonders schön ist auch das Zusammenspiel der Figuren: Tante Hilde sorgt mit ihrer direkten Art für viele Lacher, und Lena wächst einem mit ihrer Mischung aus Verletzlichkeit und Selbstironie schnell ans Herz.
Trotz aller Leichtigkeit bleibt auch ein Spannungsmoment erhalten, denn natürlich fragt man sich: Wird Lena am Ende doch noch über die Liebe stolpern? Und mit wem? Das Happy End kommt genau im richtigen Moment – romantisch, aber nicht kitschig. Ein liebevoll geschriebener Epilog rundet die Geschichte ab und gibt einen kleinen Blick in die Zukunft.
Fazit: Charmant, witzig und warmherzig – „Willst du Blumen, kauf dir welche“ ist ein unterhaltsamer Roman mit viel Gefühl und Humor. Die Story bietet zwar keine großen Überraschungen, dafür aber viele kleine Highlights und echte Lesefreude.
Laura will endlich verstehen, warum ihre Beziehungen immer scheitern – und trifft dafür ihre Ex-Freunde. Eine interessante, originelle Idee, die leicht und unterhaltsam umgesetzt ist. Besonders gelungen ...
Laura will endlich verstehen, warum ihre Beziehungen immer scheitern – und trifft dafür ihre Ex-Freunde. Eine interessante, originelle Idee, die leicht und unterhaltsam umgesetzt ist. Besonders gelungen fand ich die Figur der Laura: sympathisch, reflektiert und nahbar – ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Was mir allerdings missfiel: Familie und Freunde greifen heimlich in ihr Liebesleben ein, unterstützen gezielt einen potenziellen Partner und manipulieren die Kommunikation mit ihm. Eine Freundin hatte sogar in der Vergangenheit einen „Trostpartner“ organisiert. Das hätte ich persönlich als tiefen Vertrauensbruch empfunden.
Trotzdem: Ein angenehmer Schreibstil, eine schöne Grundidee und ein stimmiges Happy End machen das Buch lesenswert – auch wenn das Verhalten des Umfelds einen bitteren Beigeschmack hinterlässt.