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Veröffentlicht am 13.02.2026

Jedes Buch ein Highlight

Kein Kuchen für Vampire
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"Kein Kuchen für Vampire" ist der zweite Teil einer Spinoff-Reihe zur Hauptreihe "Spellbound" und spielt zeitlich parallel dazu. Wer die Welt von Tori und ihren drei Männern liebt, wird auch von Robin ...

"Kein Kuchen für Vampire" ist der zweite Teil einer Spinoff-Reihe zur Hauptreihe "Spellbound" und spielt zeitlich parallel dazu. Wer die Welt von Tori und ihren drei Männern liebt, wird auch von Robin nicht genug bekommen. Und wer sie noch gar nicht kennt, für den ist diese vierteilige Reihe ein ebenso guter Einstieg in die Welt wie die Hauptbücher.

Der zweite Band knüpft nahezu nahtlos an Teil 1 an. Wir begegnen erneut unserem charismatischen Dämon, der mit seinen emotionslosen Fragen bei mir häufig für Lacher sorgt. Er versteht die emotionale Welt der Menschen nicht und lebt nach rein rationalen Regeln. Dieser Zwiespalt zwischen Robin und ihm ergibt eine perfekte Symbiose.

Teil der Geschichte ist auch Robins Gilde, das "Crow & Hammer". Dort treffen wir auf alte Bekannte wie Tori aus der Hauptreihe. Besonders gefreut hat mich, dass Robin als Dämonenbeschwörerin mit anderen Leuten der Gilde abhängt als Tori. So bekommen wir einen erweiterten Blick auf die Mitglieder. Robin wird Teil einer kleinen Gruppenmission, die Vampire jagt. Schon früh gerät sie in Situationen, die mir den Puls in die Höhe treiben. Die Autorin hat ein Talent für eine Vielfalt actiongeladener Szenen. Trotz sieben gelesener Teile entdecke ich kaum große Wiederholungen. Die Orte wechseln regelmäßig, und ich tauche immer tiefer in diese vielfältige Welt ein. An jeder Ecke, in jedem Buch, gibt es etwas Neues zu entdecken. Diesmal gab es Einblicke in die Erstellung von Runen, mit Vampiren eine neue mystische Spezies und ein wenig Geschichtswissen rundet das Erlebnis ab.

Band 2 schließt einige offene Fragen und eröffnet gleichzeitig neue. Ich war zufrieden mit dem Ende, das in sich stimmig ist und Hunger auf Band 3 macht. Lediglich der Titel passt diesmal nicht ganz: Es geht um Vampire, aber nicht um kulinarische Vorlieben. Der Verlag wollte sicher bei seiner Struktur bleiben, mit dem englischen Titel hat es jedoch wenig gemein. Schade, da ich regelrecht auf die Erklärung im Buch gewartet habe.

Also: Lest diese Reihen! Sie sind ein Erlebnis.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Starkes Konzept mit kleinen Stolpersteinen

The Ordeals
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Kluge, actionreiche Prüfungen, Magie und eine Schule – ein Konzept, das man schon oft gelesen hat, aber immer wieder neu interpretiert wird. Auch The Ordeals reiht sich in diese Tradition ein und schafft ...

Kluge, actionreiche Prüfungen, Magie und eine Schule – ein Konzept, das man schon oft gelesen hat, aber immer wieder neu interpretiert wird. Auch The Ordeals reiht sich in diese Tradition ein und schafft es dennoch, bekannte Elemente zu einem eigenständigen Leseerlebnis zu verbinden.

Wir landen in einem düsteren Setting: Die Protagonistin erledigt Aufträge für ihren Onkel, hält sich in zwielichtigen Bars auf und der Tod ist ein ständiger Begleiter. Genau diese dunkle Atmosphäre mochte ich besonders gern und war erfreut, dass sie sich konsequent durch das gesamte Buch zog.

Entsprechend habe ich jedem einzelnen Ordeal entgegengefiebert. Die Prüfungen waren nicht nur spannend, sondern verlangten auch Geschick, Logik und Empathie. Sie fesselten mich regelrecht an die Seiten. Positiv überrascht hat mich, dass viele der Studierenden ihre Magie nur rudimentär beherrschen. Es wird explizit betont, dass das in Ordnung ist, schließlich wird in einer Schule gelernt.
Widersprüchlich wirkte dabei allerdings, dass die Ordeals dennoch darauf ausgelegt sind, nur die Stärksten aufzunehmen. Wer seine Magie nicht kontrollieren kann, ist nahezu chancenlos. Gleichzeitig ist es in Ordnung, Lehrkräfte ab einem gewissen Punkt zu duzen. Ein Detail, das wenig an eine elitäre Universität erinnert. Über solche Inkonsistenzen bin ich immer wieder gestolpert. Beispielsweise bei einigen Zeiteinschätzungen, die nicht ganz stimmig wirkten.

Anfangs dachte ich, die Handlung sei vorhersehbar. Doch auch hier wurde ich positiv überrascht. Die Autorin legt immer wieder eine Schippe drauf und streut Unerwartetes ein, sodass ich als Leserin ständig hinterfragte, wem man trauen kann.

Überraschend war zudem das Auftauchen verschiedener Kreaturen, die im Klappentext nicht erwähnt werden: Vampire, Werwölfe und vor allem Gargoyles, die viel zu selten in Büchern und Filmen vorkommen.

Der Romance-Anteil beginnt fast wie bei Enemies-to-Lovers, entwickelt sich dann jedoch sehr rasant. Innerhalb eines Semesters sind die Gefühle bereits unsterblich.

Auch wenn das Buch an einigen Stellen hakt, würde ich es aufgrund der Spannung und des Schreibstils dennoch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Der Auftakt von etwas ganz Großem

His Face Is The Sun – Der Thron von Khetara
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Heute habe ich ein echtes Highlight für euch! Zuerst musste ich bei der Visualisierung des Titels schmunzeln, doch kaum hatte ich zu lesen begonnen, zog mich die Geschichte Seite für Seite tiefer in ihren ...

Heute habe ich ein echtes Highlight für euch! Zuerst musste ich bei der Visualisierung des Titels schmunzeln, doch kaum hatte ich zu lesen begonnen, zog mich die Geschichte Seite für Seite tiefer in ihren Bann.

„His Face is the Sun“ ist der Auftakt einer Trilogie, die im alten Ägypten spielt und alles bietet, was man sich von mythologischer Fantasy wünscht: Pharaonen, Mumien, dunkle Magie und uralte Prophezeiungen. Das Buch wird aus vier Perspektiven erzähl: einer Prinzessin, einer Rebellin, einer Priesterin und einem Dieb. Gemeinsam erfüllen sie ein Schicksal, das zu Beginn noch niemand kennt. Trotz der Vielzahl an Stimmen wirken alle Erzählweisen stimmig und ausgearbeitet. Diese Struktur erlaubt tiefgreifende Einblicke in ganz unterschiedliche Lebenswelten: vom Palast über die Hauptstadt bis hin zu entlegenen Regionen des Reichs. Nicht jede Figur war mir sympathisch, doch alle entwickeln sich nachvollziehbar und ich bin gespannt, wie sie sich in den Folgebänden weiter entfalten.

Der Roman startet spannend und bleibt es bis zur letzten Seite. Die Autorin versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen und immer noch eine Schippe draufzulegen, wenn man denkt, der Höhepunkt sei erreicht. Die Prophezeiung selbst bleibt geheimnisvoll. Regelmäßig hatte ich das Gefühl, versteckte Hinweise vor mir zu haben, die ich wie ein Puzzle zusammenfügen muss. Die Autorin scheint genau zu wissen, wie viele Informationen sie weitergeben möchte.

Auch historisch wirkt das Werk gut recherchiert. Allerdings war ich überrascht, wie früh sexuelle Anspielungen auftauchen. Zwar bleibt alles ohne explizite Szenen und der historische Kontext wird erklärt, dennoch empfand ich Themen wie Voyeurismus, Reinheit in Form von Haarlosigkeit und kurzzeitig sogar Inzest - ein Thema was glücklicherweise schnell vom Tisch war - als etwas zu viel. Historisch passend, aber nicht ganz altersgerecht.

Trotzdem: Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Selbst ruhigere Passagen fesselten mich, und ich kann den nächsten Band kaum erwarten. Magisch, düster und atmosphärisch – eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Am Zahn der Zeit

All Better Now
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Neil Shusterman hat sich bereits mit anderen Büchern, wie der "Scythe"-Reihe einen große Namen gemacht. In seinen Welten ist er gesellschaftskritisch und taucht auf psychologischer Ebene in die Köpfe der ...

Neil Shusterman hat sich bereits mit anderen Büchern, wie der "Scythe"-Reihe einen große Namen gemacht. In seinen Welten ist er gesellschaftskritisch und taucht auf psychologischer Ebene in die Köpfe der Menschen ein. In seiner neusten Dilogie "All better now" begibt sich Shusterman auf brüchiges Terrain: Der Corona-Pandemie. Fünf Jahre nach dem ersten Lockdown bringt er einen Roman aus, der sich damit beschäftigt, was ein Virus in Menschen auslöst, welche Fraktionen es gibt und was wäre eigentlich, wenn der Virus uns alle sorgenlos werden lässt? Ich fand die Wahl mutig. Nach den Lockdowns, nach den Impfungen, nach den ganzen Auflagen, war die Menschheit dem Thema überdrüssig. Viele konnten es nicht mehr hören. Gibt es dazu überhaupt die eine richtige Meinung? Doch Shusterman stellt sich den spannenden und wichtigen Frage: Was wäre, wenn die Pandemie uns entschleunigt hat? In seinem Buch gibt es die Genesenen, die plötzlich einen komplett andere Blick auf die Welt haben. Materieller Wert ist nicht mehr wichtig. Im Vordergrund steht es, den Mitmenschen zu helfen und Gutes zu tun. Die Genesenen sind mit wenig zufrieden. Sie sind glücklich. All happy, oder nicht?
Natürlich gibt es noch die Gegenpartei. Sie sehen das Virus als Bedrohung und wollen es stoppen. Der Leser bekommt Einblicke in Machtspielchen, Geldtransfere und den großen moralischen Fragen, die man sich im Labor so stellt. Der Roman fühlt sich dystopisch und doch so real an. Es ist kaum zu leugnen, dass Corona die Gesellschaft damals gespalten hat und die Meinungen waren relativ unverrückbar. In "All better now" wird nun unter die Lupe genommen, wo wir mit der Selbstverwirklichung, die sich in dieser entschleunigten Lockdown-Zeit entwickelt hat, hinkommen. Ist es wirklich gut, wenn alle in Positivität leben? Oder gehen uns dadurch unsere Instinkte verloren? Ein hoch-moralisches Buch. Geschrieben in einem klaren und spannenden Schreibstil und einem rasanten Tempo.
Das Ende war leider ein kleiner Cliffhanger. Ich bin kein Freund dieser Methode, doch natürlich sorgt es dafür, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Ein Werk kabarettistischer Art

Dr. No
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Mit Respekt ging ich an dieses Buch ran. Das Nichts erklären? Wie soll das funktionieren? Wie soll man über etwas, was nicht greifbar ist, schreiben? Wie wissenschaftlich wird es werden?

Die Fragen hätte ...

Mit Respekt ging ich an dieses Buch ran. Das Nichts erklären? Wie soll das funktionieren? Wie soll man über etwas, was nicht greifbar ist, schreiben? Wie wissenschaftlich wird es werden?

Die Fragen hätte ich mir wohl sparen können, denn diese zu stellen beantwortet die Frage bereits: Das Thema ist klug und aberwitzig zu gleich.

Die ersten Seiten gilt es mit völliger Konzentration zu lesen, um zu entschlüsseln, was für den Protagonisten Nichts ist. Nichts ist nichts. Nichts ist aber nicht nichts. Sich diese Denkweise anzueignen hat erstaunlich schnell funktioniert. Der Knoten im Kopf wird immer dicker und regelmäßig musste ich über die Definitionen schmunzeln und verzweifelt den Kopf schütteln. Dies lockerte das Buch ungemein auf.

An der Spitze der Welt sitzen die Milliardäre. Und diesen kann bekanntlich schonmal so langweilig werden, dass sie absurden Tätigkeiten nachgehen. So möchte Milliardär John Sill gerne die Macht über Nichts haben. Er vermutet diesen mächtigen Schatz in Fort Knox und bezieht die Hilfe des Professors Dr. No ein. Er gab sich den Namen Wala Kitu. Übersetzt: Nichts nichts. Der Leser erkennt, was sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht.

Dr. No merkt schnell, dass er und eine Kollegin in üble Machenschaften verwickelt wurde und versucht daraufhin die Welt zu retten. Wovor? Vor dem Nichts. Hier bekommt der Roman seine Wendung zum Kriminalroman, der wirklich einem James Bond-Abenteuer gleicht.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Der Autor ist gewieft. Die Wortwitze on point. Die Verwirrung in einer perfekten Dosis. Nach der anfänglichen Einarbeitung liest sich das Buch sehr angenehm. Hier mischt sich Wahn und Genie, wie wir es aus dem Sprichwort kennen. Der Roman unterscheidet sich stark von anderen. Der Inhalt kam sehr unerwartet, was mich fasziniert zurück lässt. Ein Werk kabarettistischer Art der Extraklasse und eine klare Empfehlung.

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