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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2025

Verwirrend aber unterhaltsam

Die drei ??? und das Narbengesicht (drei Fragezeichen)
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Es ist für mich schon eine ganze Weile her, seit ich diesen Fall gelesen habe, ich erinnere mich aber, dass ich ihn sehr verwirrend fand. Wahrträume, eine Sekte, extrem viele Figuren, und alles irgendwie ...

Es ist für mich schon eine ganze Weile her, seit ich diesen Fall gelesen habe, ich erinnere mich aber, dass ich ihn sehr verwirrend fand. Wahrträume, eine Sekte, extrem viele Figuren, und alles irgendwie immer gleichzeitig. Ich hatte dennoch Spaß beim Lesen und war gut unterhalten, es war aber kein Fall, bei dem ich damals bei jeder Wendung zwingend mitkam oder immer hätte miträtseln können.
Leider muss ich auch sagen, dass mir in den alten Büchern sehr auf die Nerven geht, wie ooft "Alfred Hitchcock" sich ins Geschehen einmischt mit seinen Anmerkungen. Bräuchte ich wirklich nicht und reißt in meinen Augen immer wieder raus.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Ein bisschen besser als Band 1, aber immer noch sehr heteronormativ

The Gender of Mona Lisa 2
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Dieser Band hat mir besser gefallen als der erste, und dass die Figuren außerhalb von Hinase mehr ausgeleuchtet werden, hat auf jeden Fall geholfen. Gerade in Shioris Fall. Ich denke immer noch, dass er ...

Dieser Band hat mir besser gefallen als der erste, und dass die Figuren außerhalb von Hinase mehr ausgeleuchtet werden, hat auf jeden Fall geholfen. Gerade in Shioris Fall. Ich denke immer noch, dass er zu weit geht, finde ihn noch immer übergriffig, und habe noch immer meine Probleme damit, wie er an die ganze Situation herangeht, aber dadurch, dass seine Motivation jetzt klarer wird, macht ihn das durchaus erträglicher.
Ritsu ist mir trotzdem noch etwas lieber, einfach weil sie zurückhaltender wirkt, aber sie sind jetzt beide relativ in Ordnung.
Mir tut nur Hinase leid, weil es sich anfühlt, als wäre es für Hinase ziemlich viel bis zu viel. Aber es ist ziemlich cool zu sehen, wie sier darüber nachdenkt und sich Gedanken macht.
Die Geschichte ist mir leider weiterhin zu heteronormativ dafür, dass sie sich mit Gender-Themen befasst (ehrlich, warum scheint es nur Hetero-Pärchen zu geben bzw. warum ist das der Standard? Ich habe das Gefühl, sexuelle Vielfalt sollte an der Tagesordnung sein!), aber sonst kommt mir die Entwicklung relativ gut vor. Oder eher: Die Entwicklung bis hier gibt mir das Gefühl, dass es sich in Zukunft in eine gute Richtung entwickeln kann. Worin ich mich natürlich auch täuschen könnte, aber das sehe ich sicher noch früh genug.
Der Zeichenstil ist außerdem auch weiterhin verdammt cool, und mir gefallen die farblichen Akzente echt verdammt gut (und haben sie auch in Band 1 schon getan).
Bin gespannt, ob Shiori es vielleicht schafft, dass ich ihn doch noch mag, bisher ist Hinase die einzige Person, die ich wirklich richtig gern habe, und Ritsu relativ solide auf Platz zwei (irgendwie wünsche ich mir, dass Hinase so bleibt oder zur Frau wird und trotzdem mit Ritsu zusammenkommt, einfach weil ich Shiori mehr bisher nicht gönne), aber noch habe ich ja ein paar Bücher, die das ändern können, mal sehen ...

Veröffentlicht am 29.08.2025

Fantastische Idee, die leider sehr in der realen Welt feststeckt

The Gender of Mona Lisa 1
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Die Idee der Geschichte gefällt mir wirklich gut. Das Geschlechtslose aufwachsen und dann entwickelt sich das Geschlecht tatsächlich abhängig vom Gender? Die Idee gefällt mir wirklich gut. Und auch, dass ...

Die Idee der Geschichte gefällt mir wirklich gut. Das Geschlechtslose aufwachsen und dann entwickelt sich das Geschlecht tatsächlich abhängig vom Gender? Die Idee gefällt mir wirklich gut. Und auch, dass Hinase bisher keine Entwicklung durchgemacht hat, da bisher nicht wichtig gewesen, gefällt mir. Der Gedanke, dass die Geschichte sich mehr mit Gender und nicht vorhandenem Gender auseinandersetzt, und dann sogar eine deutsche Übersetzung mit Neo-Pronomen? Ich bin dabei.
Leider finde ich es darum nur umso mehr schade, wie binär die Welt der Geschichte doch denkt und ist. Auch wenn es darum geht, dass Hinase sier Geschlecht hinterfragt bzw. sich mehr mit Gender-Fragen auseinandersetzt, und was die Wahl am Ende angeht, und all das, hätte ich mir doch erhofft, dass das Buch ein wenig aufgeschlossener ist, was zum Beispiel nicht-binäre Menschen angeht, und auch die Sexualität scheint eher festgefahren zu sein, denn beide besten Freunde wollen Hinase jeweils zum anderen Geschlecht machen, weil sie sien lieben, und sich entsprechend die Beziehung mit Hinase als jeweils anderer Part einer heterosexuellen Beziehung wünschen.
Ein Verhalten, das ich wirklich übergriffig finde, besonders so, wie es hier dargestellt ist, und noch bin ich nicht sicher, inwiefern das mit genügend Einfühlungsvermögen passiert. Ich habe leider die Befürchtung, dass es nicht gut gehandhabt werden könnte, und die Freunde am Ende als im Recht dargestellt werden.
Shiori finde ich an der Stelle außerdem um einiges schlimmer als Ritsu, die wenigstens versucht, das ganze aufzuklären, und klarzustellen, dass sie Hinase lieben wird, egal was ist (was in meinen Augen die einzige richtige Art ist, an die Sache heranzugehen!) Shiori hingegen wirkt, als würde er sich selbst im Mittelpunkt sehen, und will Hinase unbedingt an das anpassen, was er von siem will (wo ist das Liebe?) und sowohl Ritsu als auch Shiori scheinen mir wirklich kaum Rücksicht auf Hinase zu nehmen (wobei Shiori Ritsu auch mehr oder weniger zwingt, keine Rücksicht zu nehmen), was ich unmöglich finde, und bisher leider auch nicht zu meiner Zufriedenheit gehandhabt wurde.
Dass Shioris Bruder außerdem noch nie was von ärztlicher Schweigepflicht gehört hat, wie es aussieht, und Shiori das dann sofort als Bestätigung nimmt, ging mir auch sehr auf die Nerven. Bisher sind es allerdings wirklich die Figuren, die mich stören, und je nachdem, wie es mit der Geschichte weiter geht, kann ich mir vorstellen, dass das alles doch noch genügend aufgegriffen wird. Ich hoffe es auf jeden Fall und werde auch weiterlesen, um zu sehen, was kommt.
Idee bisher sehr überzeugend, Umsetzung lässt noch zu wünschen übrig. Mal sehen, wie es in Band zwei aussieht.

Veröffentlicht am 29.08.2025

Nicht mein Humor, aber kein schlechtes Buch

Nicht schon wieder, Takagi-san 01
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Ich habe den Manga irgendwann mal gefunden, kam jetzt endlich zum Lesen, und muss sagen, dass es auch nicht geschadet hätte, die Story nicht gelesen zu haben. Ich kann durchaus nachvollziehen, warum so ...

Ich habe den Manga irgendwann mal gefunden, kam jetzt endlich zum Lesen, und muss sagen, dass es auch nicht geschadet hätte, die Story nicht gelesen zu haben. Ich kann durchaus nachvollziehen, warum so viele Leute sagen, dass das Buch niedlich ist, und immerhin ist Takagi-san nicht bösartig oder so in dem, was sie tut, was ich tatsächlich ganz gut fand, aber für mich kam weder der Humor an, noch konnte ich mit Nishikatas Charakter irgendetwas anfangen. Der ging mir leider eher auf die Nerven, und mit der Menge der "lustigen" Szenen, die für mich alle nicht wirklich funktioniert haben, konnte ich leider auch mit Takagi nichts anfangen, weil ich eher wollte, das es schnell vorbei ist. Daher: wenn jemand diese Art von "Einer spielt harmlose Streiche und der andere fällt ununterbrochen drauf rein"-Humor mag, dann ist das Buch glaube ich großartig, so war's für mich eher mäßig und wird vermutlich gleich wieder aussortiert.

Veröffentlicht am 16.08.2025

Am Ende war ich doch interessierter als gedacht

Stadtgeschichten
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Ich habe das Buch hauptsächlich gelesen, weil ich die Serie "damals" echt gut fand, und als ich es zufällig gesehen hatte, habe ich gedacht, ich will auch das Original kennenlernen, und ... ja. Ist halt ...

Ich habe das Buch hauptsächlich gelesen, weil ich die Serie "damals" echt gut fand, und als ich es zufällig gesehen hatte, habe ich gedacht, ich will auch das Original kennenlernen, und ... ja. Ist halt da, irgendwie.
Ich glaube, ich bin zu jung für das Buch, und auch zu wenig Party-Person, um wirklich nachvollziehen zu können oder interessant zu finden, worum es den Figuren geht und was genau eigentlich mit allen los ist. Zum Ende hin habe ich festgestellt, dass ich doch irgendwie ins Buch eingetaucht bin, und ich glaube, als kleine Sammlung von verschiedenen Figuren war das Buch durchaus gut zu lesen und hat was hergegeben, gleichzeitig war mir aber auch so ziemlich bei allen Figuren relativ egal, was aus ihnen wird.
Sie sind mir auch an keiner Stelle wirklich ans Herz gewachsen, weder Ehebruch noch Betrügen von Partner:innen hat mich an irgendeiner Stelle abgeholt, die Übergriffigkeit der Figuren zueinander ging mir auch auf die Nerven, und nicht mal die Übersetzung war besonders großartig, alles in allem war es also wirklich nicht mein Buch, aber ich konnte durchaus erkennen dass es für seine Zeit ein ziemlich interessantes Buch gewesen sein muss, und dass es als kleiner Einblick ins Leben von dieser Handvoll Menschen gut gelungen ist, und ich glaube was all das angeht, ist die Geschichte echt stark.
Ich hatte auch nicht übermäßig das Gefühl, dass irgendwas von dem, was passiert ist, romantisiert worden wäre, sondern es ist eben einfach passiert und die Figuren haben dann eben so reagiert, wie sie reagiert haben. Was mir durchaus gut gefallen hat, weil man so selbst zum Nachdenken kommt.
Ich bin auch durchaus am Überlegen, ob ich Band 2 noch lesen möchte, denn es ist keinesfalls so, als hätte mich Band 1 abgeschreckt, gleichzeitig würde ich beide Bücher aber vermutlich auch nicht vermissen, wenn ich sie aussortieren und an die nächste Person weitergeben würde.
Alles in allem denke ich, dass die Geschichte starke Momentaufnahmen von Situationen präsentiert, die als genau das sehr für sich sprechen, und umso länger man das Buch liest, umso mehr interessiert man sich auch doch für das, was passiert, der Einstieg ist aber langsam und die Figuren sind auch keineswegs so, dass ich gerne von ihnen gelesen hätte, selbst wenn das Buch an sich mich irgendwann angesprochen hat (das aber eher auf einer unpersönlichen Ebene weg von Plot und Figuren, und eher auf dem Level von "ich kann mich für die Zeit des Lesens darauf einlassen und damit beschäftigen, und danach ist das alles vorbei und ich brauch auch keinen Gedanken mehr dran verschwenden").