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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2025

Toller Auftakt der hanseatischen Familiensaga

Elbleuchten
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Ich habe inzwischen mehrere Bücher von Miriam Georg gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher habe ich mir nun diesen von den Leser:innen so hochgelobten Roman aus dem Jahr 2021 gekauft.
Mein ...

Ich habe inzwischen mehrere Bücher von Miriam Georg gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher habe ich mir nun diesen von den Leser:innen so hochgelobten Roman aus dem Jahr 2021 gekauft.
Mein erster Eindruck war wieder sehr positiv. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da es typisch für einen historischen Roman ist.
Auch die Struktur hat mir gefallen. Der Roman ist in drei Teilen mit jeweils mehreren Kapiteln unterteilt. Die Kapiteln haben trotz der vielen Seitenanzahlen eine angenehme Leselänge, da die einzelnen Szenen optisch durch Leerzeilen sehr deutlich getrennt sind und man so bereits nach kurzer Zeit eine Lesepause einlegen kann, wenn man mal zum Lesen nicht so viel Zeit hat.
Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen
Der Spannungsbogen wird bis zu Schluss gehalten. Da es eine Dilogie ist, endet das Buch mit einem Cliffhanger und ich werde mich gleich das zweite Band (Elbstürme) lesen.
Leider fehlt ein Personenverzeichnis, dafür gibt es aber in der Innenseite einen historischen Stadtplan von Hamburg aus dem Jahr 1886, so dass ich die Laufwege der Protagonisten nachvollziehen konnte, was mir immer sehr gut gefällt. Ich fand das Nachwort der Autorin auch sehr interessant. In diesem Roman werden auch berühmte Schriftsteller wie Gustave Flaubert und Emil Zola mit ihren sozialkritischen Romane erwähnt.
Fazit:
Der erste Teil der Dilogie hat mich absolut überzeugt und ich spreche ein absolute Kauf- und Leseempfehlung aus

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Ein neuer Bestseller von Mechtild Borrmann

Lebensbande
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Mein erstes Buch, das ich von der Autorin Mechtild Borrmann gelesen habe, hieß „Feldpost“ und hat mich total begeistert. Daher war ich nun gespannt, wie mir dieser Roman, der ebenfalls über zwei Zeitebenen ...

Mein erstes Buch, das ich von der Autorin Mechtild Borrmann gelesen habe, hieß „Feldpost“ und hat mich total begeistert. Daher war ich nun gespannt, wie mir dieser Roman, der ebenfalls über zwei Zeitebenen verfügt, gefällt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Die Autorin hält die Spannung durch die zwei sich ständig wechselnden Zeitebenen in denen die Geschichte erzählt wird. Die erste Zeitebene beginnt kurz nach der Öffnung der innerdeutschen Mauer im Jahr 1991 bzw. 1993 und die Ich-Erzählerin Nora wird von der Vergangenheit eingeholt, als sie einen Brief ihres Neffen in den Händen hält. Seine Mutter hatte vor ihrem Tod einen Suchdienst beauftragt. Nora kauft sich daraufhin ein Schulheft und schreibt ihr Leben zwischen 1932 und 1954 auf. Die zweite Zeitebene beginnt im Jahr 1931 als Lene den jungen Holländer Joop kennen und lieben lernt. Die beiden werden getrennt und schließlich heiratet Lene einen anderen und gebärt ein geistig behindertes Kind mit Namen Leo, der in eine Heil- und Pflegeanstalt kommt. Dort arbeitet ihre Cousine Nora. Mir hat die Erzähltechnik, eine Szene einmal aus der Erinnerung von Nora (60 Jahre später) und dann aus der Sicht von Lene in der damaligen Zeit zu beschreiben, sehr gut gefallen.
Mit einer gewissen Distanz erzählt die Autorin von dieser brutalen Zeit, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, da es mir zwar nahe, aber nicht zu nahe ging.
Im Nachwort erläutert die Autorin, dass die Ereignisse auf wahre Begebenheiten beruhen, die Ereignisse jedoch fiktional verarbeitet und literarisch verdichtet sind.
Fazit:
Es ist ein historisch wichtiges Buch, das ich schwer aus der Hand legen konnte.
Absolute Kauf- und Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Nach dem Nordwind folgt das Nordlicht

Im Nordlicht
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„Im Nordlicht“ ist der zweite und letzte Teil der Nordwind-Saga. Da mir der erste Teil „im Nordwind“ so gut gefallen hat, habe ich mir auch dieses Buch gekauft. Prinzipiell könnte man auch nur diesen zweiten ...

„Im Nordlicht“ ist der zweite und letzte Teil der Nordwind-Saga. Da mir der erste Teil „im Nordwind“ so gut gefallen hat, habe ich mir auch dieses Buch gekauft. Prinzipiell könnte man auch nur diesen zweiten Teil lesen, ich persönlich habe mich entschieden, vorab sogar noch einmal den ersten Teil zu lesen.
Diese historische Roman-Saga, die in den Jahren 1913 und 1914 spielt, erzählt auf sehr unterhaltsame Weise die Geschichte einer Verlorenen, die sich von ihrem brutalen Mann scheiden lassen und dabei auch noch das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter erstreiten will. Der reiche Anwalt John Reeven ist bereit, für ihre Rechte zu kämpfen und sie verlieben sich ineinander, obwohl ihnen bewusst ist, dass er verlobt ist und bald heiraten wird.
Der zweite Band fügt sich nahtlos an das Ende des ersten Bandes an und die Autorin ist dabei ihrer Linie des ersten Bandes treu geblieben. Ich war auch von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Miriam Georg sondern auch an der Struktur des Buches. Die Autorin hält weiterhin die Spannung durch zwei Zeitebenen, in denen die Geschichte von Christina/Alice erzählt wird. Beide Zeitebenen sind jeweils chronologisch erzählt. Es gibt immer wieder portionsweise Rückblicke von Christina/Alice aus ihrem früheren Leben und es werden immer mehr Geheimnisse preisgegeben.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen. Diese sind sehr facettenreich und realistisch beschrieben. Die wunderschöne, starrköpfige Alice und der Ruhe ausstrahlende John sind liebevoll gezeichnet und ich fand sie weiterhin durchgehend sehr sympathisch. Von Johns Familie fand ich nur seine Schwester Blanche sehr sympathisch und ich freute mich über ihre Weiterentwicklung. Die Ehe von Johns Bruder Julius und Marlies hat sich in eine Richtung weiter entwickelt, die mich einerseits überrascht und andererseits entsetzt hat.
Fazit:
Ich kann die Nordwind-Saga uneingeschränkt weiterempfehlen, da ich auch dieses zweite Band innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Wichtiges Thema genial umgesetzt

Die Verlorene
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Die Autorin Miriam Georg verarbeitet in diesem Roman die Traumata der letzten Jahre während des zweiten Weltkrieges, unter anderem in Schlesien und auf der Krim und die Auswirkungen auf die spätere Generation. ...

Die Autorin Miriam Georg verarbeitet in diesem Roman die Traumata der letzten Jahre während des zweiten Weltkrieges, unter anderem in Schlesien und auf der Krim und die Auswirkungen auf die spätere Generation. Im Nachwort erwähnt sie, dass dies ihr bisher persönlichstes Buch sei, auch wenn der Roman fiktionalisiert und nicht autobiographisch ist.
Das Buchcover ist passend gewählt und gefällt mir sehr gut. Ich bin sofort sehr gut in die Geschichte gekommen und war von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Miriam Georg sondern auch an der Struktur des Buches. Die Autorin hält die Spannung durch zwei Zeitebenen.
In der historischen Zeitebene werden die Erzählstränge von Karl, der als Soldat auf der Krim 1941 kämpft und Änne bzw. ihrer Schwester Luise, die auf dem Pappelhof in Schlesien 1943 leben, geschickt miteinander verknüpft.
In der aktuellen Zeitebene forschen Ännes Tochter Ellen und deren Tochter Laura nach Ännes Geheimnissen und Lebenslügen. Nach und nach werden immer mehr Geheimnisse preis gegeben. Ich fand die Auflösung schlüssig und tragisch.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen, sowohl die Protagonistinnen der Gegenwart als auch die Protagonisten der Vergangenheit. Mir hat der damalige Zusammenhalt der Familie, die Änne schützen, sehr gut gefallen. Ich finde, dass die Autorin mit diesem Roman ein sehr wichtiges Thema angesprochen hat.
Fazit:
Ich habe das Buch verschlungen. Ich wünsche mir, dass es mehr Bücher von dieser Art gibt. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Das Lied des Vogelhändlers Tandaradei

Das Lied des Vogelhändlers
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Ich habe inzwischen mehrere Romane von Ralf H. Dorweiler gelesen und alle haben mir sehr gut gefallen. Ein Bonus der besonderer Art in diesem Roman „das Lied des Vogelhändlers“ ist, dass jede Kapitelüberschrift ...

Ich habe inzwischen mehrere Romane von Ralf H. Dorweiler gelesen und alle haben mir sehr gut gefallen. Ein Bonus der besonderer Art in diesem Roman „das Lied des Vogelhändlers“ ist, dass jede Kapitelüberschrift einen anderen Vogelnamen trägt und dieser Vogel auch in dem jeweiligen Kapitel erwähnt wird. So klingt Filomena im Kapitel „die Krähe“ wie eine Krähe. Mir gefällt der Humor von Ralf H. Dorweiler und sein flüssig zu lesender Schreibstil sehr gut.
Die Geschichte um die Hauptprotagonistin Franziska beginnt im Jahr 1190 und es geht um den dritten Kreuzzug mit Kaiser Friedrich Barbarossa als Anführer, den sie sich angeschlossen hatte. Als dieser im Fluss Saleph ertrinkt, will Franziska wieder in ihre Heimat zurück.
Der zweite Erzählstrang ist 10 Jahre später angesiedelt und es geschehen während des großen Turniers auf Burg Hachberg mehrere Mordanschläge. Der bekannte Dichter und Sänger Walther von der Vogelweide wurde ebenfalls auf diesem Fest eingeladen, freundet sich mit dem Vogelhändler Wigbert an und spielt als Gesandter des Königs Friedrich eine gewisse gewichtige Rolle. Nebenbei erfahren wir auch wie - in der Fantasie des Autors - das Gedicht „Tandaradei“ entstanden ist. Mir haben beide Erzählstränge gleich gut gefallen und die Verknüpfung dieser beiden Erzählstränge fand ich schlüssig und raffiniert.
Ich habe jede Seite des - für einen historischen Romans - relativ dünnen Buches genossen und habe mit den Haupt-Protagonisten Franziska und Wigbert mitgefühlt und auch mitgelitten.
Fazit:
Ich war bis zum Ende von diesem großartigen Roman gefesselt und spreche eine absolute Kauf- und Leseempfehlung aus.

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