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Veröffentlicht am 03.09.2025

Spannende Frauen-Familiengeschichte

Die Summe unserer Teile
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„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez handelt von drei Frauen, drei Generationen und drei verschiedene Sichten auf die Familienbeziehung.
Zu Beginn der Geschichte fühlt man sich als junger Mensch sehr ...

„Die Summe unserer Teile“ von Paola Lopez handelt von drei Frauen, drei Generationen und drei verschiedene Sichten auf die Familienbeziehung.
Zu Beginn der Geschichte fühlt man sich als junger Mensch sehr verstanden von Lucy. Sie studiert aber weiß noch nicht wirklich wohin mit sich anfangen soll und mit den Eltern ist es oft angespannt. Diese Wesensveränderung und Suche nach der eigenen Identität spiegelt sehr gut die heutige junge Generation wider. Sie geht in die Heimat ihrer Oma und sucht nach ihrer eigenen Identität. Des Weiteren kann man durch die verschiedenen Sichtweisen, die Mutter (Daria) sowie die Oma (Ljudmila) sehr gut verstehen. Besonders gefallen hat mir, dass am Ende Probleme und Vorurteile geklärt werden und auch Verständnis für die damaligen Verhältnisse entstehen Gerne denkt man könnte es doch einfach machen, aber gerade für die Großmutter als Flüchtling war es zu dieser Zeit alles andere als einfach. Auch die Mutter möchte sich gegenüber ihrer Mutter behaupten und schaffte es aber ihren Weg zu gehen. Alle Strippen ziehen sich am Ende zusammen und ergeben eine ganze Familiengeschichte. Höhen und Tiefen werden aufgezeigt. Ebenso die Genialität in ihren Fachbereichen machen die Charaktere jeden für sich einzigartig.

Dieses Buch ist für alle die gerne die „alte“ Generation verstehen möchten und eine spannende aber tragische Familiengeschichte verfolgen wollten.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Was bleibt, wenn die Erinnerung verblasst?

Onigiri
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In Yoku Hahns Roman „Onigiri“ begleitet man Aki auf einer Reise nach Japan, in die Heimat ihrer Mutter.
Was einfach klingt wird zur Herausforderung da Aki‘s Mutter an Demenz erkrankt ist und der Alltag ...

In Yoku Hahns Roman „Onigiri“ begleitet man Aki auf einer Reise nach Japan, in die Heimat ihrer Mutter.
Was einfach klingt wird zur Herausforderung da Aki‘s Mutter an Demenz erkrankt ist und der Alltag sowie die Reise, die die Beiden unternehmen müssen, nach dem Tod ihrer Großmutter. Viele kleine Alltagssituationen versucht Yasuko zu überspielen oder weiß was sie sagen muss um nicht aufzufallen. Es ist sehr schwer vorstellbar, wie die Krankheit Demenz einen Einfluss auf die Angehörigen nimmt, jedoch kann man es sich hiermit wirklich gut vorstellen. Es erinnere mich an manchen Stellen an den Film Honig im Kopf, welcher ebenfalls an Demenz erkrankten Opa spielt.
Der Roman ist eine Komposition der deutschen und japanischen Kultur, die Kuhn wirklich gekonnt widerspiegelt. Der Roman ist
leise, bewegend und tief menschlich. Kuhn schreibt über Herkunft, kulturelle Entwurzelung, Verlust, aber auch das Wiederfinden von Nähe.
Heimat ist nicht nur ein Ort, sondern ein Gefühl.
Dieses Buch ist für alle, die eine leise, bewegende Literatur bevorzugen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Musik fühlen

Deep Cuts
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Percy ist eine echte Musikfanatikerin. Sie möchte jedoch keine eigene Musik produzieren, sondern Musik fühlen, bewerten und ihre eigenen Gefühle damit ausdrücken. Man begleitet sie von der Universität ...

Percy ist eine echte Musikfanatikerin. Sie möchte jedoch keine eigene Musik produzieren, sondern Musik fühlen, bewerten und ihre eigenen Gefühle damit ausdrücken. Man begleitet sie von der Universität bis ins spätere Leben und erlebt alle Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens mit. Besonders sind hierbei die Kapitel, die nach Musiktiteln aufgebaut sind. Besonders interessant ist auch der Titel des Buches, der Percy’s Persönlichkeit widerspiegelt. Deep Cuts. Damit sind Songs auf einem Album gemeint, die nicht einzigartig sind, aber auch keine der größten Hits des Albums. Die Schätze sozusagen.
In dem Buch gibt es außerdem einen Nebencharakter, der Percy ihr ganzes Leben irgendwie begleitet. Joe. Er lebt die Musik, indem er sie selbst schreibt und mit seiner Band performt.

Fazit: Leider muss ich sagen, dass ich einige Kapitel gebraucht habe, um mit Percy warm zu werden. Anfangs war ihr Charakter für mich nur schwer nachzuvollziehen, aber nach einigen Kapiteln wurde es immer besser. Ich denke, man kann das Buch am besten genießen, wenn man mit den Liedern der Playlist des Buches aufgewachsen ist. Für mich war es ein netter Roman über das Erwachsenwerden und die Tatsache, dass jeder Mensch für etwas anderes brennt.

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