Arie, der Gründer der Hausboot-Detektei wird Zeuge, als ein angesehener Unternehmer von einem Müllwagen überfahren wird. In seinem Blut findet man LSD und seine Tochter ist überzeugt, dass er ermordet ...
Arie, der Gründer der Hausboot-Detektei wird Zeuge, als ein angesehener Unternehmer von einem Müllwagen überfahren wird. In seinem Blut findet man LSD und seine Tochter ist überzeugt, dass er ermordet wurde.
Willem de Bot war bekannt dafür, dass er gegen Drogen war, er unterstützte den Kampf gegen Drogen mit viel Geld und hatte einen ausgezeichneten Ruf.
Die Hausboot-Detektei übernimmt den Fall, deckt nach und nach doch einige Ungereimtheiten auf und stellt fest, dass die weiße Weste des Unternehmers doch viel Grauschleier aufwies und er tief in kriminelle Machenschaften verstrickt war.
Es geht zwar in erster Linie um die Aufklärung dieses Falles, schön fand ich aber, dass auch Maddies Schwester Isa wieder eine wichtige Rolle spielt. Auch wenn Isas Eltern sich ihrer schämen, so sind die beiden Schwestern doch entschlossen, es mit der Modebranche aufzunehmen und dieser Fall gibt ihnen die Möglichkeiten dazu.
Dieses Buch hatte ich mir extra mit nach England genommen, um es dort zu lesen, wo ich Foxgirth am nächsten war. Ich kannte die vorangegangenen Bände und hatte sie genossen. Jetzt war ich neugierig auf ...
Dieses Buch hatte ich mir extra mit nach England genommen, um es dort zu lesen, wo ich Foxgirth am nächsten war. Ich kannte die vorangegangenen Bände und hatte sie genossen. Jetzt war ich neugierig auf Ian, der aus dem 1. Weltkrieg auch nach 9 Jahren noch nicht nach Hause zurückgekehrt war und dementsprechend noch keine große Rolle im Geschehen rund um die Dennons gespielt hatte.
Seine Liebesgeschichte beginnt mit seiner Rückkehr, er ist noch nicht einmal zuhause angekommen, da begegnet er bereits Maisie Glenn, der Tochter des Mannes, dem man den Tod des ersten Mannes seiner Mutter anlastet.
Ian stellt fest, dass sich zuhause alles verändert hat. Da gibt es eine gutgehende Destillerie, seine Schwester Blaire hat sich mit einem Viscount zusammengetan, sein Kriegskamerad Connor hat seine Schwester geheiratet und bereits mit ihr eine Familie gegründet. Und seine Schwester Bonnie nimmt mehr und mehr die Rolle ihrer Mutter ein und versorgt die Kranken und Schwangeren im Dorf.
Das Buch ist wie üblich spannend geschrieben, so dass man dranbleiben muss und einfach wissen will, wie die beiden schließlich doch noch zusammenfinden. Dazwischen gibt es einiges an Überraschungen und Wendungen, mit denen man nun überhaupt nicht gerechnet hatte.
Gut fand ich, dass die Traumata, die ein Krieg nach sich ziehen kann, breite Erwähnung finden. Medaillen mögen zwar für einige Veteranen ein Trost und ein Grund des Stolzes sein, sie helfen aber nicht über die Gebrechen hinweg, die nach Verletzungen körperlicher oder seelischer Art bleiben.
Ich habe die Bände sehr gerne gelesen und hätte sicherlich auch das weitere Schicksal Tommys noch gerne mitverfolgt. So erfahren wir nun nur auf den letzten Seiten, wie es mit der Familie bis in die 40er und 50er Jahre weitergeht. Aber immerhin ist die Geschichte so abgeschlossen und lässt keine Fragen mehr offen.
Es geht um Samantha und Xavier, die sich am Abend vor Samanthas Wegzug von Minnesota kennenlernen und feststellen, dass sie sehr gut zueinander passen könnten.
Samantha kommt eigentlich aus Kalifornien, ...
Es geht um Samantha und Xavier, die sich am Abend vor Samanthas Wegzug von Minnesota kennenlernen und feststellen, dass sie sehr gut zueinander passen könnten.
Samantha kommt eigentlich aus Kalifornien, ihr Job in der Werbeabteilung einer Senf-Firma hatte sie nach Minneapolis verschlagen, sie war dort aber nie ganz heimisch geworden, wobei das Wetter eine nicht geringe Rolle spielte. Nun wird sie zu Hause zur Pflege ihrer dementen Mutter gebraucht und hat sich daher zu einer Rückkehr nach Kalifornien entschieden.
Xavier ist Tierarzt und den Menschen weniger zugewandt als den Tieren. Und so fällt ihm Samantha, als sie seine Praxis betritt zwar positiv auf, die beiden geraten aber ziemlich aneinander, weil Xavier für eine kleine Katze ohne Darmaustritt keine Überlebenschance sieht.
Samantha bleibt stur und stellt eine Crowd-Funding-Aktion auf die Beine, die tatsächlich das nötige Geld für eine Operation erzielt. Damit erwirbt sie sich bei Xavier große Anerkennung, er spendet sogar mit und lädt Samantha zu einem Abendessen ein. Damit beginnt die große Liebesgeschichte der beiden, die sich schon am nächsten Morgen wieder trennen müssen.
Wir begleiten die beiden in den nächsten zwei Jahren. Für beide war das Kennenlernen ein nachhaltiges Ereignis, wobei Samantha ihnen weniger Chancen einräumt als Xavier, der sehr viel dafür tut, den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Die weitere Entwicklung ist jeweils aus Sicht beider Protagonisten geschrieben, wir erfahren also sowohl von Samantha als auch von Xavier, wie sie ihre Beziehung beurteilen und welche Chancen sie ihr geben.
Aber es ist nicht nur eine Liebesgeschichte. Für mich war es noch interessanter, einen Einblick in die Lebensweise junger amerikanischer Akademiker zu erhalten, die sich gerade selbstständig gemacht haben, sehr viel Geld aufgenommen haben, und wo der Kredit nun monatlich bedient werden muss. Ein Job allein reicht nicht, um von den Schulden wegzukommen, vor allem dann, wenn die Freundin 3000 km entfernt lebt.
Auf der anderen Seite ist da Samantha in Kalifornien. Die ganze Familie muss zusammenstehen, um die Pflegeleistung bei der dementen Mutter zu erbringen, jeder trägt seinen Teil dazu bei, weil ein Heimplatz kaum erschwinglich ist. Als Samantha bei einer Fusion ihres Unternehmens auch noch ihren Job verliert, wird ihre Lage noch prekärer.
Ich war durch sehr positive Bewertungen auf die Bücher von Abby Jimenez aufmerksam geworden, es war das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe und ich habe es in einem Nachmittag und Abend geschafft. Es hatte mitunter ein paar Längen, war aber doch immer flüssig geschrieben und durch die Bezüge zur amerikanischen Realität auch nachvollziehbar.
Auf einem abgelegenen Feld in Ostfriesland steht mitten in der Nacht ein Wohnmobil in Flammen. Zufällig wird Hauptkommissar Groot Zeuge des Brandes und tatsächlich handelt es sich um ein Verbrechen. Beim ...
Auf einem abgelegenen Feld in Ostfriesland steht mitten in der Nacht ein Wohnmobil in Flammen. Zufällig wird Hauptkommissar Groot Zeuge des Brandes und tatsächlich handelt es sich um ein Verbrechen. Beim Löschen entdeckt man die Leiche einer Frau.
Auf 144 Seiten beschäftigen uns in diesem Buch gleich zwei Fälle. Dem einen geht der Hauptkommissar privat nach, denn es betrifft den Mord an seinen Eltern vor einigen Jahren, den Wohnmobilmord überlässt er größtenteils seiner Mitarbeiterin Hilka Martens.
Stefan Albertsen, der Autor, hat offenbar schon eine ganze Reihe von Krimis mit diesem Duo geschrieben und der Ausgang lässt vermuten, dass es auch noch weitere geben wird. Man kann das Buch gut lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen, ein bisschen hilfreich wäre es aber natürlich schon, um einige der Anspielungen in diesem Band besser zu verstehen.
Das Buch liest sich schnell und flüssig, der Autor wechselt in jedem Kapitel den Schauplatz und den Fall. Manchmal hätte ich gerne direkt gewusst, wie es an der einen Stelle weitergeht, da musste man sich über ein weiteres Kapitel gedulden.
Cover und Titel vermitteln auf jeden Fall schon mal Urlaubsflair, vor allem wenn das Wohnmobil so nah am Wasser stehen kann und das Dünengras die Reifen umspielt.
Hans-Peter de Lorent hat einen Tatsachenroman geschrieben, große Teile orientieren sich an der historischen Wahrheit, sehr viele Dokumente sind in das Buch eingeflossen. Es gibt aber auch fiktionale Teile, ...
Hans-Peter de Lorent hat einen Tatsachenroman geschrieben, große Teile orientieren sich an der historischen Wahrheit, sehr viele Dokumente sind in das Buch eingeflossen. Es gibt aber auch fiktionale Teile, von denen man sich aber vorstellen kann, dass es sich so oder ähnlich zugetragen hat.
Das Buch widmet sich zunächst einmal den letzten Tagen des Nazi-Regimes im Führerbunker. Das Propagandaministerium gibt immer noch Durchhalteparolen an die Bevölkerung weiter, obwohl doch jeder sehen kann, dass die Russen täglich näherkommen und der Krieg verloren ist. Dennoch darf die Wahrheit nicht laut gesagt werden, nur unter der Hand bereiten sich auch die Nazi-Größen auf ihre Flucht oder ihren Freitod vor.
Die Geschichte der letzten Tage war mir durchaus bekannt, nicht bekannt war mir der Name Dr. Werner Naumann, der zweite Mann hinter Goebbels und sein designierter Nachfolger im Propagandaministerium. Als seine Bemühungen, die Nazis wieder an die Macht zu bringen, 1953 scheiterten, war das vor meiner Zeit und später wurde es sehr ruhig um ihn.
Die Passagen, die über die allgemein bekannte Lektüre hinausgehen, waren durchaus lesenswert. Die Jugend Goebbels, der sich erst selbst vom Schreiber zum Redner ausbilden musste, seine Probleme mit seinen Altersgenossen, das war interessant. Auch die Passagen über die Filmgrößen und Schriftsteller der damaligen Zeit waren aufschlussreich.
Nach dem Freitod von Hitler und Goebbels wendet sich das Buch dann dem eigentlichen Thema zu, dem Werdegang von Werner Naumann, seiner Flucht aus dem Führer-Bunker, seinem Untertauchen und seiner „Auferstehung“ Anfang der 50er Jahre. Sein Erleben der letzten Tage mit Hitler und Goebbels versieht ihn in den Augen seiner ehemaligen Kollegen und Mitarbeiter mit einem „Heiligenschein“. Wer kann schon von sich sagen, bis zuletzt dabei gewesen zu sein und Hitlers Vermächtnis entgegen genommen zu haben. Diese letzten Worte Hitlers an ihn „Ich setze auf Sie…. die Leute, die uns treu ergeben sind, wieder zusammenzubringen“ sind für Naumann für sein weiteres Leben bestimmend.
Nach den aufsehenerregenden Prozessen in Nürnberg hätte man damit gerechnet, dass sich die Besatzungsmächte auch in der zweiten Reihe umsehen würden und Täter zur Rechenschaft ziehen würden. Ganz im Gegenteil: nach den schon Ende der 40er Jahre sichtbar werdenden Problemen mit den Russen, war es den Amerikanern wichtiger, das Land schnell wieder regiert zu wissen und dafür griff man auch auf Verwaltungsleute und Juristen aus der Nazi-Zeit zurück. Mir drängte sich der Verdacht auf, dass lediglich die Engländer darauf achteten, die früheren Machthaber nicht wieder zu Ehren kommen zu lassen.
Für mich war „Goebbels‘ Schatten“ ein lesenswertes Buch, das mich dazu anspornt, mich zu den im Buch genannten Namen einmal weiter zu informieren und mir entsprechende Bücher zu besorgen. Beispielsweise hätte ich Hanns-Martin Schleyer in der Riege der alten Kollegen und Seilschaften nie erwartet.
Das Ende kam etwas abrupt, einige Worte mehr zu Naumanns weiterem Werdegang, der doch immerhin Geschäftsführer in mehreren Unternehmen der Quandt-Gruppe wurde, wären für mich noch wünschenswert gewesen. Auch zu seiner Familie, die aber sowieso nur am Rande eine Rolle spielt, gibt es keine weiteren Informationen.