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Veröffentlicht am 04.09.2025

Millie sollte man nicht unterschätzen

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Ich hatte Band 1 im letzten Jahr gelesen und war ziemlich angetan, weil die Handlung so wenig vorhersehbar war. Alles war immer ganz anders, als man es angenommen hatte.

Die Autorin bleibt ihrem Stil ...

Ich hatte Band 1 im letzten Jahr gelesen und war ziemlich angetan, weil die Handlung so wenig vorhersehbar war. Alles war immer ganz anders, als man es angenommen hatte.

Die Autorin bleibt ihrem Stil treu. Millie hat beschlossen, ihr Leben in den Griff zu bekommen und ein Studium der Sozialarbeit begonnen. Sie hat einen Anwalt, Brock, kennengelernt, der sich eine engere Beziehung mit ihr wünscht. Allerdings weiß er noch nichts von ihrem Vorleben.

Um ihr Studium zu finanzieren verdingt sie sich als Haushaltshilfe bei einem reichen New Yorker Ehepaar. Allerdings lernt sie die Ehefrau nie kennen, diese versteckt sich in einem Gästezimmer, ihr Mann erzählt ihr täglich von Migräne, Schwächeanfällen, Müdigkeit. Millies Neugier und Skepsis sind geweckt, vor allem als sie irgendwann Blutflecken an der zu waschenden Kleidung entdeckt. Sie verdächtigt den Ehemann, seine Frau zu misshandeln.

Millie wäre nicht Millie, wenn sie nicht gegen jedes vermutete Unrecht ankämpfen würde. Ihrem Freund gegenüber verstrickt sie sich allerdings immer mehr in Widersprüche und Ausreden.

Im zweiten Teil lernen wir dann die andere Seite kennen und stellen fest, dass Millie sehr gezielt angeheuert wurde. Ihr Verhalten hatte man genau vorausgesehen und einkalkuliert und hatte auf diese Weise leichtes Spiel mit ihr.

Ich hatte mich bereits darauf eingestellt, einige Überraschungen zu erleben und sie blieben auch nicht aus. Millie ist eine Kämpfernatur und hat seit ihren letzten schlechten Erfahrungen einiges dazugelernt.

Ihr Freund Brock war zwar nett, ihr aber nicht wirklich gewachsen. Gut, dass Enzo irgendwann wieder auftaucht und ihr mit Rat und Tat zur Seite steht.

Auch dieser Band las sich leicht und flüssig und hielt einiges an Unvorhergesehenem bereit. Dennoch erinnerte er mich an vieles, das ich bereits aus Band 1 kannte, von daher entscheide ich mich nicht für die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Es geht um Stoff

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Stoff
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Arie, der Gründer der Hausboot-Detektei wird Zeuge, als ein angesehener Unternehmer von einem Müllwagen überfahren wird. In seinem Blut findet man LSD und seine Tochter ist überzeugt, dass er ermordet ...

Arie, der Gründer der Hausboot-Detektei wird Zeuge, als ein angesehener Unternehmer von einem Müllwagen überfahren wird. In seinem Blut findet man LSD und seine Tochter ist überzeugt, dass er ermordet wurde.

Willem de Bot war bekannt dafür, dass er gegen Drogen war, er unterstützte den Kampf gegen Drogen mit viel Geld und hatte einen ausgezeichneten Ruf.

Die Hausboot-Detektei übernimmt den Fall, deckt nach und nach doch einige Ungereimtheiten auf und stellt fest, dass die weiße Weste des Unternehmers doch viel Grauschleier aufwies und er tief in kriminelle Machenschaften verstrickt war.

Es geht zwar in erster Linie um die Aufklärung dieses Falles, schön fand ich aber, dass auch Maddies Schwester Isa wieder eine wichtige Rolle spielt. Auch wenn Isas Eltern sich ihrer schämen, so sind die beiden Schwestern doch entschlossen, es mit der Modebranche aufzunehmen und dieser Fall gibt ihnen die Möglichkeiten dazu.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Abschluss der Sturmjahre-Saga

Sturmjahre
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Dieses Buch hatte ich mir extra mit nach England genommen, um es dort zu lesen, wo ich Foxgirth am nächsten war. Ich kannte die vorangegangenen Bände und hatte sie genossen. Jetzt war ich neugierig auf ...

Dieses Buch hatte ich mir extra mit nach England genommen, um es dort zu lesen, wo ich Foxgirth am nächsten war. Ich kannte die vorangegangenen Bände und hatte sie genossen. Jetzt war ich neugierig auf Ian, der aus dem 1. Weltkrieg auch nach 9 Jahren noch nicht nach Hause zurückgekehrt war und dementsprechend noch keine große Rolle im Geschehen rund um die Dennons gespielt hatte.

Seine Liebesgeschichte beginnt mit seiner Rückkehr, er ist noch nicht einmal zuhause angekommen, da begegnet er bereits Maisie Glenn, der Tochter des Mannes, dem man den Tod des ersten Mannes seiner Mutter anlastet.

Ian stellt fest, dass sich zuhause alles verändert hat. Da gibt es eine gutgehende Destillerie, seine Schwester Blaire hat sich mit einem Viscount zusammengetan, sein Kriegskamerad Connor hat seine Schwester geheiratet und bereits mit ihr eine Familie gegründet. Und seine Schwester Bonnie nimmt mehr und mehr die Rolle ihrer Mutter ein und versorgt die Kranken und Schwangeren im Dorf.

Das Buch ist wie üblich spannend geschrieben, so dass man dranbleiben muss und einfach wissen will, wie die beiden schließlich doch noch zusammenfinden. Dazwischen gibt es einiges an Überraschungen und Wendungen, mit denen man nun überhaupt nicht gerechnet hatte.

Gut fand ich, dass die Traumata, die ein Krieg nach sich ziehen kann, breite Erwähnung finden. Medaillen mögen zwar für einige Veteranen ein Trost und ein Grund des Stolzes sein, sie helfen aber nicht über die Gebrechen hinweg, die nach Verletzungen körperlicher oder seelischer Art bleiben.

Ich habe die Bände sehr gerne gelesen und hätte sicherlich auch das weitere Schicksal Tommys noch gerne mitverfolgt. So erfahren wir nun nur auf den letzten Seiten, wie es mit der Familie bis in die 40er und 50er Jahre weitergeht. Aber immerhin ist die Geschichte so abgeschlossen und lässt keine Fragen mehr offen.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Come on Eileen

Say You’ll Remember Me
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Es geht um Samantha und Xavier, die sich am Abend vor Samanthas Wegzug von Minnesota kennenlernen und feststellen, dass sie sehr gut zueinander passen könnten.

Samantha kommt eigentlich aus Kalifornien, ...

Es geht um Samantha und Xavier, die sich am Abend vor Samanthas Wegzug von Minnesota kennenlernen und feststellen, dass sie sehr gut zueinander passen könnten.

Samantha kommt eigentlich aus Kalifornien, ihr Job in der Werbeabteilung einer Senf-Firma hatte sie nach Minneapolis verschlagen, sie war dort aber nie ganz heimisch geworden, wobei das Wetter eine nicht geringe Rolle spielte. Nun wird sie zu Hause zur Pflege ihrer dementen Mutter gebraucht und hat sich daher zu einer Rückkehr nach Kalifornien entschieden.

Xavier ist Tierarzt und den Menschen weniger zugewandt als den Tieren. Und so fällt ihm Samantha, als sie seine Praxis betritt zwar positiv auf, die beiden geraten aber ziemlich aneinander, weil Xavier für eine kleine Katze ohne Darmaustritt keine Überlebenschance sieht.

Samantha bleibt stur und stellt eine Crowd-Funding-Aktion auf die Beine, die tatsächlich das nötige Geld für eine Operation erzielt. Damit erwirbt sie sich bei Xavier große Anerkennung, er spendet sogar mit und lädt Samantha zu einem Abendessen ein. Damit beginnt die große Liebesgeschichte der beiden, die sich schon am nächsten Morgen wieder trennen müssen.

Wir begleiten die beiden in den nächsten zwei Jahren. Für beide war das Kennenlernen ein nachhaltiges Ereignis, wobei Samantha ihnen weniger Chancen einräumt als Xavier, der sehr viel dafür tut, den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Die weitere Entwicklung ist jeweils aus Sicht beider Protagonisten geschrieben, wir erfahren also sowohl von Samantha als auch von Xavier, wie sie ihre Beziehung beurteilen und welche Chancen sie ihr geben.

Aber es ist nicht nur eine Liebesgeschichte. Für mich war es noch interessanter, einen Einblick in die Lebensweise junger amerikanischer Akademiker zu erhalten, die sich gerade selbstständig gemacht haben, sehr viel Geld aufgenommen haben, und wo der Kredit nun monatlich bedient werden muss. Ein Job allein reicht nicht, um von den Schulden wegzukommen, vor allem dann, wenn die Freundin 3000 km entfernt lebt.

Auf der anderen Seite ist da Samantha in Kalifornien. Die ganze Familie muss zusammenstehen, um die Pflegeleistung bei der dementen Mutter zu erbringen, jeder trägt seinen Teil dazu bei, weil ein Heimplatz kaum erschwinglich ist. Als Samantha bei einer Fusion ihres Unternehmens auch noch ihren Job verliert, wird ihre Lage noch prekärer.

Ich war durch sehr positive Bewertungen auf die Bücher von Abby Jimenez aufmerksam geworden, es war das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe und ich habe es in einem Nachmittag und Abend geschafft. Es hatte mitunter ein paar Längen, war aber doch immer flüssig geschrieben und durch die Bezüge zur amerikanischen Realität auch nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Kurz-Krimi von der Nordseeküste

Die Frau im Wohnmobil. Ostfrieslandkrimi
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Auf einem abgelegenen Feld in Ostfriesland steht mitten in der Nacht ein Wohnmobil in Flammen. Zufällig wird Hauptkommissar Groot Zeuge des Brandes und tatsächlich handelt es sich um ein Verbrechen. Beim ...

Auf einem abgelegenen Feld in Ostfriesland steht mitten in der Nacht ein Wohnmobil in Flammen. Zufällig wird Hauptkommissar Groot Zeuge des Brandes und tatsächlich handelt es sich um ein Verbrechen. Beim Löschen entdeckt man die Leiche einer Frau.

Auf 144 Seiten beschäftigen uns in diesem Buch gleich zwei Fälle. Dem einen geht der Hauptkommissar privat nach, denn es betrifft den Mord an seinen Eltern vor einigen Jahren, den Wohnmobilmord überlässt er größtenteils seiner Mitarbeiterin Hilka Martens.

Stefan Albertsen, der Autor, hat offenbar schon eine ganze Reihe von Krimis mit diesem Duo geschrieben und der Ausgang lässt vermuten, dass es auch noch weitere geben wird. Man kann das Buch gut lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen, ein bisschen hilfreich wäre es aber natürlich schon, um einige der Anspielungen in diesem Band besser zu verstehen.

Das Buch liest sich schnell und flüssig, der Autor wechselt in jedem Kapitel den Schauplatz und den Fall. Manchmal hätte ich gerne direkt gewusst, wie es an der einen Stelle weitergeht, da musste man sich über ein weiteres Kapitel gedulden.

Cover und Titel vermitteln auf jeden Fall schon mal Urlaubsflair, vor allem wenn das Wohnmobil so nah am Wasser stehen kann und das Dünengras die Reifen umspielt.

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