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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2025

Villa Aurelia

Der Sommer am Ende der Welt
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Titel und Cover suggerieren einen Urlaubsroman, der es allerdings nur teilweise ist.
Hanna ist Journalistin und reist mit ihrer Tochter Katie auf die Insel Borkum, um einen Artikel über Verschickungskinder ...


Titel und Cover suggerieren einen Urlaubsroman, der es allerdings nur teilweise ist.
Hanna ist Journalistin und reist mit ihrer Tochter Katie auf die Insel Borkum, um einen Artikel über Verschickungskinder zu schreiben. Hanna wurde durch die Erlebnisse ihrer Mutter als damaliges Verschickungskind auf das Schicksal dieser Kinder vorwiegend in den 60er Jahren aufmerksam. Sie quartieren sich in dem Hotel ein, in dem sich damals die "Kurklinik" befand. Die Hotelbetreiber erfahren bald von Hannas Vorhaben, einen Artikel über die unrühmliche Vergangenheit des Hotels zu veröffentlichen und sind darüber alles andere als glücklich. Und auch die Familie des Inselarztes, in den Hanna sich verliebt, scheint untrennbar mit der damaligen Kinderkurklinik verbunden zu sein.
Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich in diesem Roman ab, wobei für mich die Vergangenheit sehr in den Hintergrund gerückt wird. Durch die aktuellen Ereignisse auf der Insel wird meines Erachtens dem Schicksal der Verschickungskinder zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, geraten teilweise zur Nebensache. Das ist schade, denn die Traumata dieser Kinder klingen ihr ganzes Leben nach und haben mehr Beachtung verdient.
Insgesamt ein Buch, das versucht, eine Liebesgeschichte mit einer dunklen Vergangenheit zu verknüpfen.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ist Rache süß?

Standing Ovations
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Wie weit darf Rache gehen? Wie geht man damit um, wenn man der Betroffene ist und gibt sie dem Ausübenden Genugtuung?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich der vorliegende Debütroman von Charlotte Runcie.

Schauplatz ...


Wie weit darf Rache gehen? Wie geht man damit um, wenn man der Betroffene ist und gibt sie dem Ausübenden Genugtuung?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich der vorliegende Debütroman von Charlotte Runcie.

Schauplatz des Geschehens ist Edinburgh während eines Theaterfestivals, in dem bekannte und unbekannte Künstler auftreten und auf eine gute Kritik hoffen. Aber da ist Alex, ein bekannter Theaterkritiker, dessen Markenzeichen seine schonungslosen Kritiken sind. Und so ist es für ihn selbstverständlich, dass er eine vernichtende Kritik über die Debütperformance von Haley Sinclair schreibt. Er gibt ihrem Auftritt nur einen Stern, weil es ihm nicht erlaubt ist, gar keinen Stern zu geben... und stellt seinen Bericht sofort online. Dass er Haley Sinclair noch am selben Abend trifft und sogar die Nacht mit ihr verbringt, ist für ihn kein Grund, seine Kritik zu ändern. Und so bleibt es nicht aus, dass Haley am nächsten Morgen brühwarm aus Internet und Zeitung erfährt, wie Alex über sie geurteilt hat. Und wie geht es nun weiter?
Ein guter Einstieg in die Geschichte, die aus Sicht seiner Kollegin erzählt wird, die sich zur selben Zeit in Edinburgh aufhält. Und interessant das Verhalten von Alex, Haley und der Erzählerin als Alex' Kollegin. Leider lässt die Spannung nach dem ersten Drittel des Romans nach und Charlotte Runcie begibt sich auf Nebenschauplätze, die meiner Meinung nach für die Geschichte nicht unbedingt wichtig sind. Ein interessantes Thema mit einem guten Beginn, bei dem der Leser auf das Ende gespannt ist.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Luxusurlaub

The Island - Auf der Flucht
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Eine Insel in der Karibik, auf der die Schönen und Reichen dieser Welt sich verwöhnen lassen können. Und doch der Schein trügt. Alle, einschließlich der Erzählerin, haben ihre Leichen im Keller ...

Eine Insel in der Karibik, auf der die Schönen und Reichen dieser Welt sich verwöhnen lassen können. Und doch der Schein trügt. Alle, einschließlich der Erzählerin, haben ihre Leichen im Keller - und das ist wörtlich zu nehmen.
Lola flüchtet aus ihrem alten Leben in ein vermeintlich besseres. Doch schon der Empfang durch ihre neuen Kolleginnen gestaltet sich sehr unterkühlt. Ihr Freund Moxham, schafft es noch ihr mitzuteilen, dass man niemandem auf der Trauminsel trauen darf, bevor er tot aufgefunden wird. Er bleibt nicht die einzige Leiche, die angeblich einen Unfall hatte. Lola hat so ihre Zweifel beginnt mit ihren Nachforschungen, die sie immer weiter in Schwierigkeiten bringen.
Ich fand das Thema interessant, muss aber sagen, dass bei dem Erzählstil für mich die Spannung etwas auf der Strecke blieb. Auch konnte ich keine wirkliche Sympathie für Lola entwickeln. Ebenso hat mich die Geschichte mit ihrer Schwester nicht wirklich überzeugt und war in meinem Augen eigentlich überflüssig.
Fazit: Ein Roman - kein wirklicher Krimi - über das Luxusleben auf einer Karibikinsel.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Kein Pageturner

Dunkle Sühne
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Für mich als Krimifan war es für mich ein Muss, den neuen Roman von Karin Slaughter zu lesen, zumal es sich um den Start einer neuen Serie handelt.
Das Buch startet spannend. Emmy versäumt es, mit der ...


Für mich als Krimifan war es für mich ein Muss, den neuen Roman von Karin Slaughter zu lesen, zumal es sich um den Start einer neuen Serie handelt.
Das Buch startet spannend. Emmy versäumt es, mit der Tochter ihrer besten Freundin ein Gespräch zu führen, obwohl sie erkennt, dass das Mädchen Hilfe bzw. Rat benötigt. Madison und ihre Freundin Cheyenne verschwinden kurz danach. Hannah, Mutter von Madison und Emmys Freundin, macht ihr schwere Vorwürfe, dass sie ihre Tochter nicht beschützt hat. Während der Suche nach den beiden Mädchen werden erstaunliche Geheimnisse entdeckt.
Vielleicht waren meine Erwartungen an dieses Buch zu hoch gehängt. Es war für mich nicht der Krimi, den ich erwartet hatte. Der erste Teil mit der Suche nach den Mädchen ist noch spannend gehalten, aber im zweiten Teil geht die Spannung vor allem durch die viel zu langen Dialoge und die Erzählungen aus den privaten Verhältnissen verloren. Auch konnte ich mich in keinster Weise mit Emmy und ihrem Verhalten identifizieren. Ein Krimi, der meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen wurde.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Mutter und Sohn?

Die Probe
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Das Cover ist ein Hingucker, schon allein durch das intensive Rot. Und auch das Thema an sich klingt interessant. Ein junger Mann wendet sich an eine nicht mehr ganz junge Schauspielerin und behauptet, ...


Das Cover ist ein Hingucker, schon allein durch das intensive Rot. Und auch das Thema an sich klingt interessant. Ein junger Mann wendet sich an eine nicht mehr ganz junge Schauspielerin und behauptet, ihr Sohn zu sein. Während sie sich mit ihm (Xavier) in einem Restaurant trifft, taucht hier auch ihr Ehemann (Thomas) auf und verlässt kurz darauf das Lokal, ohne sich an die beiden zu wenden. Hat er sie gesehen und was denkt er sich dabei? Oder hat er kurzfristig seine Pläne geändert und hat deshalb den Schauplatz wieder verlassen?
So weit, so gut - bis dahin konnte ich der Geschichte noch folgen. Aber je länger ich las, um so ratloser wurde ich. War alles nur ein merkwürdiges Spiel oder habe ich zwischendurch etwas nicht verstanden? Ich konnte mich weder mit dem Verlauf der Geschichte noch mit den Protagonisten anfreunden. Auch wurde für meine Begriffe zu wenig Spannung aufgebaut. Sorry, aber leider nicht mein Geschmack.

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