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Melaniekmsr

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2025

Die Illusion der Tradwifes

Heimat
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Hannah Lühmann hat mich mit ihrem Roman „Heimat“ total neugierig gemacht, weil es Themen behandelt, die nicht aktueller sein könnten; Der Rechtsruck, Tradwifes und Social Media.

Jana zieht mit ihrer Familie ...

Hannah Lühmann hat mich mit ihrem Roman „Heimat“ total neugierig gemacht, weil es Themen behandelt, die nicht aktueller sein könnten; Der Rechtsruck, Tradwifes und Social Media.

Jana zieht mit ihrer Familie aufs Land und lernt dort Karo und ihre Familie kennen. Karo ist eine „Tradwife“ - eine Frau, die alten Werten entspricht und gleichzeitig ihr Leben zu lieben scheint. Um sie herum gibt es eine kleine Freundinnen-Gruppe, die alle auch in dem Dorf wohnen und ähnliche Werte teilen. Sie trinken Rohmilch, sind gegen Kindergärten und ordnen sich dem Mann unter.

Jana ist total beeindruckt von Karo und ihrer Lebensweise, in der alles so einfach und glücklich scheint. Dass das vielleicht nur eine Scheinwelt ist, wird auch schlau aufgezeigt.

Dieses Buch macht wütend. Es zeigt, wie einfach es ist, Menschen zu beeinflussen, die sich vorher in ihren Meinungen sicher waren. Es zeigt, wie die AfD es schafft, Menschen zu mobilisieren und ganze Dörfer zu vergiften.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Keine typische College-Lovestory

Nothing Like You
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Länger schon hatte ich mich nicht auf eine Enemies-To-Lovers Geschichte eingelassen. Mit „Nothing Like You“ ist das dann wieder passiert und bin echt froh darüber, denn das hier ist keine typische College-Lovestory. ...

Länger schon hatte ich mich nicht auf eine Enemies-To-Lovers Geschichte eingelassen. Mit „Nothing Like You“ ist das dann wieder passiert und bin echt froh darüber, denn das hier ist keine typische College-Lovestory. Ally war mir von Anfang an sympathisch. Sie wirkt zuerst wie die typische fleißige Studentin, hat aber eine sehr tragische Vergangenheit, die sie auch immer noch einholt. Bei Jax brauchte ich eine Weile, weil er mir am Anfang tatsächlich nicht ganz so sympathisch war. Als ich dann aber hinter seine Maske blicken konnte, gefiel er mir als Protagonist umso mehr. Die Liebesgeschichte ist ein schöner Slow-burn, leider gibt es aber einige Längen gegen Ende. Für mich war es nicht wirklich Enemies-to-Lovers, aber ich verstehe, dass es natürlich nicht mit dem Enemies-to-Lovers im Fantasy Genre vergleichbar ist. Trotzdem wirkte mir der Konflikt nicht wirklich groß genug.

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Veröffentlicht am 16.02.2024

Sprachlich einfach schön

Wir sitzen im Dickicht und weinen
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„Wir sitzen im Dickicht und weinen“ - was für ein schöner Titel. Und was für ein schönes Buch. Sprachlich ganz stark und wunderbar gezeichnet, diese Beziehung zur Mutter, die man irgendwie nicht ganz erklären ...

„Wir sitzen im Dickicht und weinen“ - was für ein schöner Titel. Und was für ein schönes Buch. Sprachlich ganz stark und wunderbar gezeichnet, diese Beziehung zur Mutter, die man irgendwie nicht ganz erklären kann, die mal so und dann mal so ist. Verschiedene Generationen lernen wir in verschiedenen Zeiten kennen, was dazu führt, dass wir jede Mutter ein bisschen mehr verstehen können. Und auch die Väter spielen eine kleine Rolle, denn wieso ist das Verhältnis einfacher und die Ansprüche an jene so viel geringer? Manchmal war mir der Geschehenswechsel ein wenig zu viel, und ich konnte nicht mehr einordnen, wer denn nun wer ist (in dem Stammbaum). Das fand ich ein wenig schade, weil der Überblick da finde ich schon wichtig ist, um auch die Verwandten besser zu verstehen. Vielleicht habe ich da aber auch einfach nicht so gut aufgepasst. Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Debüt-Roman und ich freue mich auf alles, was noch folgt. Schön!

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Fantastisch!

22 Bahnen
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Das war so ein Buch, durch das man einfach durchfliegt. Die Seiten flatterten nur so vor sich hin, und bevor ich es bemerkte habe, war die Geschichte schon zu Ende. Der Schreibstil ist wunderbar. Tilda ...

Das war so ein Buch, durch das man einfach durchfliegt. Die Seiten flatterten nur so vor sich hin, und bevor ich es bemerkte habe, war die Geschichte schon zu Ende. Der Schreibstil ist wunderbar. Tilda bei ihrem Leben und ihren Gedanken zu begleiten, war ein Genuss. Die Themen die in diesem Buch angesprochen werden, sind nicht einfach. Vor allem geht es um Alkoholismus und Missbrauch von Kindern. Das sollte man auf jeden Fall wissen, bevor man das ganze liest. Trotzdem war die ehrliche Darstellung, die ehrlichen Gedanken von Tilda so realistisch, dass man einfach weiterlesen möchte. Auch Ida habe ich absolut ins Herz geschlossen. Ist die Veränderung, die sie innerhalb des Buches an den Tag legt, realistisch? Ich weiß es nicht. Aber es ist Fiktion, weshalb der Spielraum da definitiv größer ist. Viktor konnte ich nicht ganz so gut einschätzen, genau wie Tilda. Einen Stern Abzug gibt es, weil die Geschichte doch nicht ganz so rund für mich ist. Vielleicht soll es aber genau so sein. „22 Bahnen“ von Caroline Wahls ist auf jeden Fall ein fantastischer Debütroman.

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Super Auftakt!

Der Strand: Vermisst
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Ich hatte ja gehofft, dass mir der Thriller hier gefallen würde. Trotzdem war ich dann überrascht, als es wirklich so war. Ein gelungener Auftakt einer Trilogie, mit interessanten Personen und vielen Intrigen. ...

Ich hatte ja gehofft, dass mir der Thriller hier gefallen würde. Trotzdem war ich dann überrascht, als es wirklich so war. Ein gelungener Auftakt einer Trilogie, mit interessanten Personen und vielen Intrigen. Die Geschichte hat bestimmt ihre Längen, aber genau das mochte ich auch irgendwie. Das Ermittler-Duo gefiel mir auch gut. Wie das ganze zwischen den beiden endet, weiß ich noch nicht. Generell weiß ich noch kaum etwas, was vielleicht ein bisschen frustrierend ist, da das Buch nur noch mehr Fragen aufwirft, als welche zu beantworten. An manchen Stellen fragt man sich: Was hat das eigentlich mit dem Fall zutun? Es sind irgendwie so viele Personen und Perspektiven, dass man da auch schnell mal durcheinander kommen kann, weshalb ich einen Stern abgezogen habe. Ich bin gespannt, was da noch so kommt, kann diesen Auftakt aber auf jeden Fall empfehlen, wenn man kein Problem mit Längen hat.

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