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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2025

Musenrausch

Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)
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Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort begeistert – ich habe mich richtig auf diese Geschichte gefreut. Und tatsächlich hat sie mich schnell gepackt! Der Schreibstil ist bildhaft und leicht poetisch, ...

Schon das wunderschöne Cover hat mich sofort begeistert – ich habe mich richtig auf diese Geschichte gefreut. Und tatsächlich hat sie mich schnell gepackt! Der Schreibstil ist bildhaft und leicht poetisch, was wunderbar zur künstlerischen Thematik passt. Besonders das deutsche Setting fand ich erfrischend anders, und die magischen Schauplätze waren liebevoll beschrieben.

Das Zusammenspiel von Kunst und griechischer Mythologie hat mich fasziniert. Das Worldbuilding ist kreativ und detailreich, auch wenn mir die vielen mythologischen Begriffe und Namen manchmal etwas zu viel wurden. Dank des Glossars ließ sich das aber gut auffangen. Das Magiesystem ist originell und wirkt fast wie ein eigenes Kunstwerk.

Mit der weiblichen Protagonistin hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten – vielleicht lag es an ihrer distanzierten Art –, doch im Laufe der Geschichte konnte ich sie immer besser verstehen. Neo hingegen habe ich sofort ins Herz geschlossen: seine offene, sympathische Art bringt Leichtigkeit in die Handlung und macht das Lesen angenehm flüssig.

Zwischendurch war mir das Buch etwas überladen durch die vielen Begriffe, Ausdrücke und Beschreibungen, doch insgesamt hat mich die Geschichte emotional sehr berührt. Besonders mochte ich, dass sich die Welt nach und nach entfaltet und man gemeinsam mit Wanda ihre Geheimnisse entdeckt.

✨ Fazit: Ein fantasievolles, atmosphärisches und gefühlvolles Buch, das mich begeistert und berührt hat – trotz kleiner Schwächen ein echtes Highlight.

⭐ 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Erfrischend anders, fast schon überraschend

Yara's Hearts
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Schon das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, und nach dem Klappentext wollte ich unbedingt wissen, welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Besonders gefallen hat mir, dass hier historische ...

Schon das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, und nach dem Klappentext wollte ich unbedingt wissen, welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Besonders gefallen hat mir, dass hier historische Elemente mit Fantasy und Mystik verknüpft werden. Im Zentrum stehen zwei außergewöhnliche Frauen: Mary, die sich in einer Piratenwelt behauptet, und die Sirene Yara, die unter dem Einfluss einer Meerhexe lebt und dabei noch einen gewaltigen Kraken an ihrer Seite hat.

Yara arbeitet zunächst im Auftrag einer Meerhexe als Sirene, bis sie durch Zufall entdeckt, dass mehr in ihr steckt als nur diese Rolle. Ihre Vergangenheit ist ihr unbekannt, doch Stück für Stück kehren ihre Erinnerungen zurück. Es war spannend mitzuerleben, welche Erfahrungen sie gemacht hat und warum sie zu der Person wurde, die sie nun ist. Manche Szenen von den Angriffen der Sirene sind nichts für leichte Gemüter.

Yara die Sirene wirkt zu Anfang der Story wie eine Rachsüchtige Frau bis sie auf Marx trifft und in ihr was sieht, was sie glaubte verloren zu haben. Mary ist ähnlich gestrickt wie Yara, aber beide sind starke Frauen die ihre Pläne verfolgen. Persönlich hätte ich diese Art der Wendung im Buch so nicht erwartet.

Die Handlung insgesamt ist spannend, hatte für mich aber zwischendurch auch einige Längen, in denen es wirkte, als würde die Geschichte bewusst ausgebremst, um neue Elemente einzuführen. Zum Ende hin fieberte ich stark mit und wurde überrascht – allerdings empfand ich das Finale als zu schnell und etwas oberflächlich, wodurch es mich leicht enttäuscht zurückließ. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich ein anderes Ende erwartet hatte.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Erfrischend anders

Frag Philomena Freud
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Philomena hat mich sofort begeistert: ein mutiges, schlaues Straßenmädchen, das im Wien der 1920er Jahre ihren Platz sucht und dabei in einen spannenden Mordfall verwickelt wird. Als Sidonie, die Adoptivtochter ...

Philomena hat mich sofort begeistert: ein mutiges, schlaues Straßenmädchen, das im Wien der 1920er Jahre ihren Platz sucht und dabei in einen spannenden Mordfall verwickelt wird. Als Sidonie, die Adoptivtochter einer Baronin, unter Verdacht gerät, glaubt Philomena nicht an deren Schuld – und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stößt sie auf Intrigen, Geheimnisse und landet sogar in einer Heilanstalt.

Die Hauptfigur ist absolut sympathisch: witzig, neugierig und mit einem großen Herz für ihre Freunde und ihren Hund Kaiser Franz. Besonders gefallen hat mir, wie sie trotz aller Gefahren ihren eigenen Weg geht. Manche Nebenfiguren bleiben zwar eher im Hintergrund, doch Philomena trägt die Geschichte locker alleine.

Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel kurz, und durch den Dialekt wirkt alles sehr authentisch – manchmal etwas ungewohnt, aber das passt wunderbar zur Atmosphäre. Ich mochte besonders, wie lebendig Wien beschrieben wird; man hat beim Lesen fast das Gefühl, selbst durch die Straßen der Stadt zu laufen. Auch die Mischung aus Spannung und kleinen humorvollen Szenen sorgt dafür, dass die Geschichte nie zu düster wirkt.

Für mich war das Buch spannend, charmant und kurzweilig, auch wenn es noch Luft nach oben gibt, um Philomena noch besser kennenzulernen. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade jüngere Leserinnen viel Freude an der cleveren Ermittlerin haben, weil sie so bodenständig und mutig wirkt. Und ich selbst bin neugierig, wie sich ihre Abenteuer in den nächsten Bänden weiterentwickeln werden.

Fazit: Ein toller Reihenauftakt, der Spaß macht und Lust auf mehr weckt. Besonders empfehlenswert für jugendliche Leser
innen, die historische Krimis mögen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Guter Start einer Reihe?

Holmes & Moriarty
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Gareth Rubin liefert mit seiner Holmes-Moriarty-Geschichte ein atmosphärisch dichtes und spannend erzähltes Abenteuer. Besonders gelungen ist die ungewöhnliche Zeichnung Moriartys, der hier nicht nur als ...

Gareth Rubin liefert mit seiner Holmes-Moriarty-Geschichte ein atmosphärisch dichtes und spannend erzähltes Abenteuer. Besonders gelungen ist die ungewöhnliche Zeichnung Moriartys, der hier nicht nur als genialer Gegenspieler, sondern auch als vielschichtige, mitunter verletzliche Figur erscheint. Auch die Idee, die Handlung aus den Perspektiven von Watson und Moran zu schildern, bringt frischen Wind in das bekannte Setting.

Abstriche gibt es allerdings bei der Darstellung von Holmes selbst: Er bleibt ungewohnt im Hintergrund und verliert dadurch etwas von seinem typischen Glanz, wodurch die Spannung im Zusammenspiel mit Moriarty nicht das volle Potenzial erreicht.

Trotz dieser Schwäche ist der Roman ein fesselnder Beitrag zum Holmes-Universum, atmosphärisch dicht, sprachlich klar und mit einer spannenden Wendung der Rivalität. Für Fans klassischer Detektivgeschichten ebenso wie für Leser, die Lust auf eine kreative Neuinterpretation haben, absolut empfehlenswert – verdient starke vier Sterne.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Wer Gefühle sucht, wird hier fündig

Das Geschenk des Meeres
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Julia R. Kelly erzählt eine melancholische Geschichte von Verlust, unerfüllter Liebe und dem Schweigen einer Dorfgemeinschaft. An der schottischen Küste um 1900 wird ein fremder Junge angeschwemmt, der ...

Julia R. Kelly erzählt eine melancholische Geschichte von Verlust, unerfüllter Liebe und dem Schweigen einer Dorfgemeinschaft. An der schottischen Küste um 1900 wird ein fremder Junge angeschwemmt, der Dorothy unweigerlich an ihren verschwundenen Sohn erinnert. Seine Ankunft bringt lange verdrängte Konflikte ans Licht und zwingt sie, sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

Die Autorin fängt die raue Landschaft, die Enge des Dorflebens und die zerstörerische Macht von Gerüchten eindringlich ein. Mit wechselnden Perspektiven und zwei Zeitebenen entfaltet sich ein Geflecht aus Geheimnissen, Leid und unausgesprochenen Sehnsüchten. Dorothy bleibt dabei eine widersprüchliche Figur: verletzlich, stolz, unnahbar – und gerade deshalb faszinierend.

Die Stärke des Romans liegt in seiner dichten Atmosphäre und dem poetischen Ton, der Mythen, Natur und menschliche Tragödien kunstvoll verknüpft. Wer Geschichten mag, die an Sturmhöhe erinnern, wird hier fündig: intensiv, düster, berührend. Manche Passagen wirken jedoch etwas zu ausschweifend, was den Lesefluss zeitweise bremst. Deshalb gibt es von mir vier Sterne – für eine eindrucksvolle, atmosphärisch starke Geschichte mit kleinen Längen.

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