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Veröffentlicht am 05.05.2026

Eher Jugendbuch als typischer Thriller

Meine tote Schwester: Psychothriller
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Catherine Shepherd hat schon einige spannende Thriller geschrieben, oft aus der Perspektive der Ermittlerin. Diesmal wagt sie sich an etwas neues. Der Roman ist nicht aus Ermittlersicht, sondern aus einer ...

Catherine Shepherd hat schon einige spannende Thriller geschrieben, oft aus der Perspektive der Ermittlerin. Diesmal wagt sie sich an etwas neues. Der Roman ist nicht aus Ermittlersicht, sondern aus einer jugendlichen Perspektive mit einem insgesamt sehr düsteren Setting.

Die Geschichte dreht sich um die 16-jährige Mia, die seit elf Jahren mit dem Trauma des gewaltsamen Todes ihrer Schwester Jasmin kämpft. Was genau passiert ist, erfährt man erst ziemlich am Ende des Romans, nur das in der verlassenen Villa gegenüber von Mias zuhause stattfand, weiß man. Ihre Mutter hat ihr streng verboten, das Haus zu betreten, doch als eine neue Familie einzieht, beginnt Mia, die Grenzen zu überschreiten. Grund ist vor allem der gleichaltrige Lukas, der in seiner Heimat als Mörder beschimpft wurde, warum, weshalb, bleibt auch erst einmal im Dunkeln.

Es gibt also viele Geheimnisse zu Beginn, die von Anfang an eine gewisse Spannung aufbauen. Gekonnt baut die Autorin eine dunkle Atmosphäre auf, wobei auch immer wieder die düstere Vergangenheit der Villa eine Rolle spielt. Dazu kommt eine kontinuierliche Spannung, die durch den Wechsel der Erzählperspektiven gefördert wird.

Was mir schwer viel, mich in die Charaktere der Protagonisten hineinzuversetzen. Ich habe die Handlungen der Schüler:innen und aber auch der Mütter zum Teil nicht nachvollziehen können. Keine der Charaktere konnte mich wirklich berühren. Dennoch war es für mich ein spannender Thriller mit überraschendem Ende. Schade war für mich, dass die Geschichte der Villa, die immer wieder angesprochen wurde, dieser Handlungsstrang wurde für mich nicht logisch zu Ende geführt. Für mich eine ungenutzte Chance.

Insgesamt würde ich den Roman eher in der Jugendbuchecke verorten. Für mich war es kein typischer Thriller. Ich würde mich freuen, wenn die Autorin wieder ihre anderen Reihen weiterführt, die haben mich persönlich mehr angesprochen.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Anders als erwartet

Böser, böser Wolf
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Die Mischung aus einem Serientäter und klassischen Märchen klang für mich nach einem spannenden Thriller. Der erste Teil startet auch so. Die Perspektiven zwischen Opfer und Ermittlerin wechseln, was eine ...

Die Mischung aus einem Serientäter und klassischen Märchen klang für mich nach einem spannenden Thriller. Der erste Teil startet auch so. Die Perspektiven zwischen Opfer und Ermittlerin wechseln, was eine spannende Dynamik bringt. Bei den Charakteren blieb ich etwas unschlüssig, da sie sich meiner Meinung nach, nicht immer nachvollziehbar verhalten haben.
Dann kommt es zu einem plötzlichen Plot Twist und der Roman entwickelt sich völlig anders weiter. Eigentlich mag ich Überraschungen, aber diese passte nicht richtig. Während man sich dann etwas mit der Überraschung arrangiert hat, kommt die nächste Wendung und irgendwie passte es für mich nicht mehr. Die Thriller Handlung tritt in den Hintergrund und auch das Märchenmotiv, was mich eigentlich an dem Roman angesprochen hat, ist am Ende kaum noch wichtig.
Mein Problem mit dem Roman ist gewesen, dass es nicht der Roman war, der angekündigt war. Ich verstehe, dass die Entwicklung eine Überraschung sein sollte, das war es auch. Aber wenn ein Roman als Thriller mit Märchenmotiv verkauft wird, sollte es das auch sein. Und für mich war es das am Ende nicht, vor allem der zweite Teil, war eher absurd als ein Thriller. Gleichzeitig empfand ich die Protagonisten und auch die Nebencharakter als zu oberflächlich beschrieben. Sie gingen mir alle nicht sehr nah.
Ich könnte mir vorstellen, dass wenn aus der Romanidee zwei abgeschlossene eigene Romane geschrieben wären, hätte ich mit mehr Begeisterung gelesen.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Blieb zu oberflächlich

Royal Houses – Haus der Drachen
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Der Roman von K. A. Linde ist der erste Teil einer neuen Reihe. Das Setting fühlt sich an wie eine todo Liste für einen erfolgreichen Fantasyroman. Trennung zwischen Arm und Reich, eine Art Internat für ...

Der Roman von K. A. Linde ist der erste Teil einer neuen Reihe. Das Setting fühlt sich an wie eine todo Liste für einen erfolgreichen Fantasyroman. Trennung zwischen Arm und Reich, eine Art Internat für nicht gewollte Kinder, Drachen, machtvolle Familien, ein Wettbewerb und natürlich Magie. Dazu eine schlagkräftige Protagonistin, die geheimnisvolle Kräfte hat und eine komplizierte Familiengeschichte.
Ohne lange Erklärung wird man in die Story hineingeworfen und erst nach und nach erfährt man mehr über die Welt. Aus meiner Sicht fehlten für mich viele Informationen, um die Handlung auch nachzuvollziehen zu können. So z.B. der Wettbewerb, wirkt am Anfang sehr wichtig, wird dann aber zur Nebensächlichkeit, ähnlich mit den Drachen, auch die wirken im größten Teil des Romans auch wie Randfiguren. Einige Handlungsstränge dagegen wurden intensiv und sehr spannend beschrieben.
Für mich ein Roman, der sehr gute Ideen hatte, aber ich hatte das Gefühl die Autorin wollte unbedingt noch Tropes und Charaktere einführen, damit der Roman in bestimmte Kategorien passt. Dadurch blieb mir es insgesamt zu oberflächlich und ich konnte mich teilweise nicht in die Entscheidungen der Protagonisten einfühlen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es extra so gedacht ist, dass in den Folgebänden mehr auf das Setting eingegangen wird, aber ich hätte es mir schon in diesem Band gewünscht. Dennoch ist der Roman spannend zu lesen und macht auf die Folgebände neugierig.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Tolles Setting, schwache Charaktere

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Der Roman lässt sich als klassischer Cozy Crime / Whodunnit-Thriller beschreiben: ein abgelegenes Herrenhaus, ein Schneesturm, eine kleine Gesellschaft von Gästen mit Geheimnissen und schließlich ein ...


Der Roman lässt sich als klassischer Cozy Crime / Whodunnit-Thriller beschreiben: ein abgelegenes Herrenhaus, ein Schneesturm, eine kleine Gesellschaft von Gästen mit Geheimnissen und schließlich ein Mord.
Die ältere Mimi erhält eine Einladung ihrer reichen Nachbarin Jane, verbunden mit der Drohung, dass ein dunkles Geheimnis von ihr gelüftet wird, wenn sie nicht erscheint. Sie nimmt ihre Enkelin Addie mit. Weitere Gäste mit je verborgener Vergangenheit sind ebenfalls geladen. Dann findet ein Mord statt, und der Kreis der Verdächtigen verengt sich. Schneesturm, abgeschiedene Lage, Geheimnisse klassische Zutaten für ein spannungsreiches Gemisch
Das Setting vor allem das Herrenhaus in verschneiter Umgebung gefiel mir richtig gut. Auch wenn dieses Setting häufig in Kimis und Thrillern vorkommt, liebe ich es. Denn es erzeugt eine passende und dichte Atmosphäre. Diese Isolation, das Eingesperrt sein mit anderen, die man nicht kennt oder nicht durchschaut, trägt erheblich zur Stimmung bei.
Während Mimi und Addie sehr gut von der Autorin beschrieben werden und sie sich in ihren Charakterzügen und Fähigkeiten gut ergänzen, bleiben die Nebenfiguren sehr blass. Die Charaktere bleiben oberflächlich skizziert. Dadurch bleibt mir auch ihr Verhalten nicht nachvollziehbar.
Dadurch, dass sich die Verdächtigungen wechseln und es immer wieder unvorhersehbare Wendungen gibt, bleibt es spannend. Aber ich konnte nur wenig mit den Charakteren mitfiebern, da sie mir fremd blieben.
Positiv hervorzuheben ist der Schreibstil: flüssig, gut lesbar, mit humorvollen Einschüben und einer angenehmen Mischung aus Spannung und Ruhe. Insgesamt ein mittelprächtiger Krimi mit einem guten Setting und damit sehr ansprechender Atmosphäre. Aber gerade, wenn man einen Whodunnit Krimi schreibt, ist die Charakterzeichnung der Gäste einfach wichtig und das war hier einfach zu schwach.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Nichts für Anfänger und Anfängerinnen

Ich stricke Socken - cosy & trendy
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Ich stricke gerne Socken und freue mich über neue Inspirationen, weshalb ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Wie auf dem Cover versprochen, werden 20 verschiedene Modelle vorgestellt. Das meiste sind ...

Ich stricke gerne Socken und freue mich über neue Inspirationen, weshalb ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Wie auf dem Cover versprochen, werden 20 verschiedene Modelle vorgestellt. Das meiste sind Sockenmodelle in kurz und lang, entweder mit 4facher oder 6facher Sockenwolle gestrickt. Die verwendeten Garne sind von Lang, aber das Sockenwolle immer sehr ähnlich ist, ist es kein Problem andere Marken zu nehmen. Die Anleitungen sind für Größen von 35-42.
Das vorgestellt buch verfolgt keine bestimmte Linie, die vorgestellten Muster sind sehr bunt gemischt von komplizierten Ajour Muster zu Ringelsocken. Dabei ist zu beachten, dass man ein ordentliches Grundwissen benötigt, um die Anleitungen zu verstehen, denn es wird nicht wirklich viel erklärt. Das Einzige, was ausführlicher erklärt wird, sind die 3 verschiedenen Möglichkeiten Fersen zu stricken. Alles andere, z.B. mehrfarbiges Stricken, muss man entweder schon wissen oder sich selbst zusammensuchen. Im Buch steht auch, dass man im Internet zu den Techniken viele Videos findet. Das stimmt, aber warum brauche ich dann das Buch? Denn im Endeffekt ist das Buch eine Sammlung von 19 verschiedenen Socken und ein Stulpen Design.
Mir fehlte ein wenig das Persönliche, denn die Autorin erklärt nicht, warum sie dieses Design ausgewählt hat und warum sie alles auf einer Rundstricknadel strickt. Die Muster haben nichts, was sie verbindet. Wenn man ein reines Musterbuch sucht, welches sehr unterschiedliche Designs bietet, ist man hier richtig, wenn man aber mehr möchte, vielleicht auch Erklärungen zu den einzelnen Techniken, dann sollte man sich ein anderes Sockenstrickbuch suchen.

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