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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2026

Schonungslos

Half His Age
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Nach I'm Glad My Mom Died war ich unglaublich gespannt auf das neue Werk von Jenette McCurdy.
Der Titel, das Cover, der Klappentext - alles deutet daraufhin, dass die Autorin mit ihrer Geschichte wieder ...

Nach I'm Glad My Mom Died war ich unglaublich gespannt auf das neue Werk von Jenette McCurdy.
Der Titel, das Cover, der Klappentext - alles deutet daraufhin, dass die Autorin mit ihrer Geschichte wieder dahin geht, wo es wehtut.

Ihre Protagonistin Waldo lebt in einer Kleinstadt in Alaska. Sie wächst ohne den Vater auf, emotionale Zuwendung durch die Mutter erfährt sie nicht. Vielmehr lernt sie durch diese, sich als Objekt des Gefallens durch Männer zu betrachten und immer begehrenswert erscheinen zu müssen.
Als sie sich von ihrem verheirateten und viel älteren Lehrer Mr. Korgy angezogen fühlt, weiß sie nicht genau, warum. Aber sie will ihn und zeigt dies deutlich.
Es entspinnt sich eine Affäre.

Jenette McCurdy schreibt ihre Szenen schonungslos ehrlich, wodurch eine besondere Nähe zu Waldo entsteht. Das Buch beginnt mit einer intimen Szenen, die ein desillusionierendes erstes Mal beschreibt. Viele solcher Sexszenen werden noch folgen. Die Autorin schreibt hier manchmal an den Grenzen des Ekels.

Die Machtverhältnisse zwischen Waldo und ihrem Lehrer sind dabei klar definiert. Waldos Entwicklung im Laufe der Handlung war authentisch und berührend. Das Ende war nicht überraschend, aber hat die Geschichte gut für mich abgerundet. Ich mochte das Buch sehr.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Große Leseempfehlung

Beth is dead
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Meg, Jo, Beth und Amy sind trotz aller Differenzen durch ihre geschwisterliche Liebe untrennbar miteinander verbunden. Doch als Beth stirbt, reißt sie ein großes Loch in das ohnehin schon fragile Familienkonstrukt. ...

Meg, Jo, Beth und Amy sind trotz aller Differenzen durch ihre geschwisterliche Liebe untrennbar miteinander verbunden. Doch als Beth stirbt, reißt sie ein großes Loch in das ohnehin schon fragile Familienkonstrukt. Hat eine der anderen Schwestern Beth ermordet?

Beth is dead ist ein Retelling von Little Women. Der Vater der vier hat einen Roman mit diesem Titel herausgebracht und erzählt darin teilweise sehr intime Details von Meg, Jo, Amy und Beth. Während Jo ihren Vater vergöttert und es ihm nicht übel nimmt, wird Amy von den Leser:innen gehasst und hat gemeinsam mit Meg und Beth mit den Auswirkungen der Veröffentlichung zu kämpfen. Am schlimmsten trifft es aber Beth: Am Ende seines Romans stirbt sie und Leser:innen denken, dies entspreche der Wahrheit.

Als sie tatsächlich leblos im Park gefunden wird und alles auf einen Mord hindeutet, kommen viele verdrängte Geheimnisse ans Licht.

Da das Buch aus Sicht jeder Schwester geschrieben ist und in ein Davor und Danach eingeteilt wurde, wird die Spannung konstant aufrecht erhalten. Ich habe mitgerätselt und mitgelitten, mit den Schwestern gelacht und geweint und konnte besonders die Gefühle von Beth sehr nachvollziehen. Ihr Tod war wirklich traurig.

Das Ende des Buches ist richtig spannend! Auch wenn einiges zum Schluss nicht mehr ganz überraschend für mich war, kam noch ein Plot-Twist, den ich so nicht erahnt hätte.

Ich empfehle dieses Buches allen, die sonst auch nicht so Thriller lesen und bereit sind, diese vier so verschiedenen und auf ihre Art wunderbaren und tollen Schwestern in ihr Herz zu schließen. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Düster und fesselnd

House of the Beast
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House of the Beast hat mich aufgrund seines Klappentextes gleich angesprochen. Die düstere Gestaltung passt sehr gut zum dunklen Inhalt der Geschichte. Gleich auf den ersten Seiten gibt es wunderschöne ...

House of the Beast hat mich aufgrund seines Klappentextes gleich angesprochen. Die düstere Gestaltung passt sehr gut zum dunklen Inhalt der Geschichte. Gleich auf den ersten Seiten gibt es wunderschöne Illustrationen von Kugara und der Schattenebene, um sich besser in der Welt zurechtzufinden. Auch an den Kapitelanfängen und zwischen den Sätzen gibt es die ein oder andere anschauliche und zum Text passende Zeichnung. Alleine deswegen war ich schon begeistert.

Die Geschichte selbst ist oft grausam. Alma wächst als uneheliches Kind auf, das von ihrer Umgebung geachtet wird und nur ihre Mutter in ihrem Leben hat.

Als ihre Mutter krank wird, schreibt Alma an den entfremdeten Vater, nicht ahnend, dass er einer der Adligen Familien angehört, die den Göttern dienen. Alma soll ihren Arm geben, damit ihre Mutter weiterlebt. Als ihre Mutter trotzdem stirbt und Alma auf dem Anwesen der Familie ihres Vaters gefangen ist, schwört sie Rache. Durch die Zeremonie, in der sie ihren Arm verlor, ist sie nun ebenfalls mit der Kraft eines brutalen Gottes verbunden und wird auf eine gefährliche Reise geschickt.

Die Welt von House of the Beast ist oft düster und hoffnungslos. Alma hat in ihrem so jungen Leben schon viele Opfer bringen und Schicksalsschläge ertragen müssen. Nach dem Verlust ihrer Mutter wird sie von Rache getrieben, was ihr Kraft für die anstehenden Herausforderungen gibt.

Die Geschichte hat zudem keinen Spice, was eine schöne Abwechslung für mich war.

Ich mag eigentlich auch nicht sehr gerne zu brutale Szenen und der Einstieg des Buches ist bereits herzzereißend. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen hat mich die Handlung gefesselt. Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.12.2025

Touch Her and Die

Heir of Illusion
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Ivy Pomeroy ist durch einen verfluchten Halsring an den König gebunden und dazu verdammt, als sein Phantom durch die Gabe der Illusion seine Befehle auszuführen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als ...

Ivy Pomeroy ist durch einen verfluchten Halsring an den König gebunden und dazu verdammt, als sein Phantom durch die Gabe der Illusion seine Befehle auszuführen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als ihre Freiheit und dem Leben an einem Königshof zu entkommen, in dem sie gedemütigt und unterdrückt wird.

Ihre Chance scheint gekommen, als sie sich auf ein Bündnis mit dem Seelenfänger Thorne einlässt, um eine mächtige Waffe zu beschaffen, die ihr die Freiheit bringen könnte. Beide fühlen eine starke gegenseitige Anziehung, doch das Bündnis birgt ungeahnte Gefahren für Ivy.

"Heir of Illusion" zieht einen von Beginn an in eine düster aufgeladene Atmosphäre. Ivy scheint in einer aussichtslosen Lage gefangen: An einen König gebunden, der sie zu seinem Machterhalt benutzt und dem sie die Rolle der hingebungsvollen Geliebten vorspielen muss.

Sie ist eine unglaublich starke, mutige Figur, die immer wieder nach Schlupflöchern sucht, um sich heimlich zu widersetzen. Ihr erstes Aufeinandertreffen mit Thorne ist aufgeladen mit Angst, Kampfgeist - und einer Anziehung, die sich bald schon deutlicher zeigen wird. Ich mochte ihre Gespräche und ihre Chemie miteinander sehr gerne.

Das dunkle Wordbuilding hat diese Geschichte rund um Götter und Fae für mich dabei passend abgerundet. Gerade zum Ende des Buches konnte ich kaum aufhören zu lesen und hätte am liebsten gleich in der Fortsetzung weiter gelesenen.

Für mich ist "Heir of Illusion" ein Buch, das absolut underhyped ist und von dem man unbedingt noch mehr hören sollte!

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Hat mich komplett überzeugt

The Book of Azrael - Götter und Monster 1
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Ich habe die Geschichte geliebt. Ein echtes Highlight. Dianna ist eine super starke Prota, die morally gray agiert und mordet, ohne mit der Wimper zu zucken.

Magiesystem und Wordbuilding sind toll durchdacht ...

Ich habe die Geschichte geliebt. Ein echtes Highlight. Dianna ist eine super starke Prota, die morally gray agiert und mordet, ohne mit der Wimper zu zucken.

Magiesystem und Wordbuilding sind toll durchdacht und erinnern an Crecent City. Die Liebesgeschichte war krasser Slow Burn, aber ich hab's gefühlt!!

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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