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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Durch die Vielfalt der Beiträge abwechslungsreich und tiefgründig

Von guten Mächten treu und still umgeben
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Das Gedicht „Von guten Mächten treu und still umgeben“ gehört zu den bewegendsten geistlichen Texte des 20. Jahrhunderts. Entstanden im Gefängnis wenige Monate vor Dietrich Bonhoeffers Hinrichtung, trägt ...

Das Gedicht „Von guten Mächten treu und still umgeben“ gehört zu den bewegendsten geistlichen Texte des 20. Jahrhunderts. Entstanden im Gefängnis wenige Monate vor Dietrich Bonhoeffers Hinrichtung, trägt es bis heute die Kraft von Hoffnung, Vertrauen und Glauben inmitten von Leid und Unsicherheit.
Das vorliegende Buch, herausgegeben von Dr. Uwe Bertelmann, bringt diese zeitlose Botschaft neue zur Geltung.
Das Besondere: Unterschiedliche Autorinnen und Autoren teilen in ihren Beiträgen persönliche Gedanken, Erfahrungen und Ermutigungen. Sie zeigen, wie Bonhoeffers Worte Menschen in verschiedensten Lebenssituationen begleiten. Manchmal tröstend, manchmal herausfordernd. Besonders ehrlich wirken die Passage, in denen Zweifel anklingen: Kann ich wirklich mitsingen, wenn vom bitteren Kelch die Rede ist, der dankbar und ohne Zittern entgegengenommen wird? Bin ich nicht zu klein im Vergleich zu Bonhoeffer, dem Glaubenshelden? Genau in dieser Spannung liegt die Stärke des Buches: Es lädt ein, sich selbst in den Zeilen wiederzufinden und den Mut zu fassen, das Gedicht in der eigenen Situation zu leben.
Die Vielfalt der Beiträge macht die Lektüre abwechslungsreich und tiefgründig Neben theologischen Überlegungen finden sich persönliche Zeugnisse. QR-Codes führen zu bekannten Vertonungen des Gedichts, sodass auch die musikalische Dimension mitschwingt. Besonders eindrucksvoll ist die Wiedergabe des original handschriftlichen Textes und des Briefes an Bonhoeffers Verlobte Maria. Dokumente, die den historischen und existenziellen Hintergrund noch greifbarer machen.
Herausgeber Uwe Bertelmann, seit vielen Jahren im Brunnen Verlag tätig, hat mit spürbarem Herzblut ein Werk zusammengestellt, das nicht nur informiert, sondern bewegt und inspiriert. In Vorbereitung auf Bonhoeffers 120. Geburtstag im Jahr 2026 bietet dieses Buch die Möglichkeit, die bleibende Aktualität seiner Worte neu zu entdecken.
Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich mit Dietrich Bonhoeffer und seinem berühmten Gedicht intensiver auseinandersetzen möchten. Es verbindet historische Tiefe mit persönlicher Ermutigung und zeigt eindrücklich, wie die „guten Mächte“ bis heute Hoffnung schenken. Ideal zum eigenen Nachdenken, zum Vorlesen und zum Weiterschenken.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Jeder, der sich dem Ruhestand nähert, sollte dieses Buch rechtzeitig zur Hand nehmen

Auf dem Weg in den Ruhestand
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Der nahende Eintritt in den Ruhestand ist für viele Menschen ein bedeutender Einschnitt.
Ein (Um-)Bruch in der Biografie, der nicht nur Vorfreude, sondern auch Unsicherheiten und Fragen mit sich bringt. ...

Der nahende Eintritt in den Ruhestand ist für viele Menschen ein bedeutender Einschnitt.
Ein (Um-)Bruch in der Biografie, der nicht nur Vorfreude, sondern auch Unsicherheiten und Fragen mit sich bringt. Genau hier setzt das Buch „Auf dem Weg in den Ruhestand“ von Britta Laubvogel an.
Die Autorin versteht es, mit viel Einfühlungsvermögen, Humor und Praxisnähe durch diese besondere Lebensphase zu begleiten. Schon der Prolog, der mit dem augenzwinkernden Zitat von Loriot „Entschuldigung, das ist mein erster Ruhestand. Ich übe noch“ beginnt, zeigt den Ton des Buches: leicht, verständlich und ermutigend.
Laubvogel greift Themen auf, die vielen aus dem Herzen sprechen Loslassen, Rückblick, neue Ziele finden, den eigenen Ruhestandstyp entdecken oder persönliche Rituale entwickeln.

Die Autorin hat den Wunsch, den Lesern Impulse für den eigenen Ruhestand zu geben und zu sensibilisieren für das, was in diesem biografischen Übergang geschehen kann.
Dabei arbeitet sie mit hilfreichen Bildern, etwa dem der Brücke mit klar strukturierten Phasen, die Orientierung geben. Besonders wertvoll sind die Reflexionsfragen, die immer wieder zum Innehalten und Nachdenken einladen.
Was das Buch auszeichnet, ist seine Verbindung von praktischen Impulsen, geistlichen Gedanken und humorvollen Momenten. Es ist kein theoretischer Ratgeber, sondern wirkt wie ein verständnisvoller Reisebegleiter, der mitgeht, inspiriert und ermutigt. Die Erfahrungen der Autorin aus ihren Seminaren sind deutlich spürbar, was dem Buch eine hohe Authentizität und Glaubwürdigkeit verleiht
Fazit: „Auf dem Weg in den Ruhestand“ ist ein warmherziges, inspirierendes und sehr empfehlenswertes Buch. Es schenkt Orientierung, gibt Kraft und eröffnet neue Perspektiven für die späte Übergangszeit. Wer sich bewusst, selbstbestimmt und gut vorbereitet auf den Ruhestand einlassen möchte, findet hier einen wertvollen Begleiter. Meiner Meinung nach sollte es jeder, der sich dem Ruhestand nähert, rechtzeitig zur Hand nehmen.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Rundum gelungenes Arbeitsbuch, das inspiriert, motiviert und konkrete Hilfe an die Hand gibt

Bauchgefühl mit Köpfchen
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Tina Tschage gelingt es in ihrem Arbeits- und Schreibbuch, zwei scheinbar gegensätzliche Kräfte miteinander zu versöhnen: Emotion und Vernunft.
Sie zeigt, wie eng Bauchgefühl und Köpfchen zusammengehören ...

Tina Tschage gelingt es in ihrem Arbeits- und Schreibbuch, zwei scheinbar gegensätzliche Kräfte miteinander zu versöhnen: Emotion und Vernunft.
Sie zeigt, wie eng Bauchgefühl und Köpfchen zusammengehören und wie wichtig es ist, beide ernst zu nehmen, wenn es um gute Entscheidungen und ein bewusstes Leben geht.
Das Buch im DIN-A4-Format wirkt sofort wie ein persönliches Arbeitsbuch.
Und genau das ist es auch:
Neben fundiertem Hintergrundwissen, das in lockerer und verständlicher Sprache weitergegeben wird, bietet es viele praktische Übungen, Reflexionsfragen und vor allem reichlich Platz, um eigene Gedanken festzuhalten. Dazu kommen 96 Gefühls- und Bedürfniskarten zum Heraustrennen, die spielerisch dabei helfen, die eigene Gefühlswelt zu entdecken und besser zu verstehen.
Der Aufbau ist klar gegliedert:
Teil 1 vermittelt die Basics, also wie Körper, Seele und Geist zusammenwirken und welche Rolle Gefühle dabei spielen.
Teil2 ist eine Toolbox mit leicht anwendbaren Methoden wie Vokabeltraining oder Gefühlsdröselei, die helfen, Emotionen auf die Spur zu kommen.
Teil3 bietet konkrete Praxisbeispiele, etwa zu Themen wie Schlaf, Lampenfieber oder dem Umgang mit starken Gefühlen.

Besonders wertvoll ist die persönliche Note: Tina Tschage schöpft aus ihrer eigenen Erfahrung, als Coach, Theologin und Lebensbegleiterin. Ihre Sprache ist klar, ermutigend und nahbar.
Man spürt, dass sie nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern selbst lebt, was sie beschreibt.
Das Buch eignet sich sowohl für die persönliche Reflexion als auch für die Arbeit im Team oder in Coaching-Situationen. Es lädt dazu ein, ehrlich mit sich selbst zu sein, die eigene innere Stimme wahrzunehmen und die Balance zwischen Gefühl und Verstand zu finden.
Fazit:
Ein rundum gelungenes Arbeitsbuch, das inspiriert, motiviert und konkrete Hilfen an die Hand gibt. Wer sein Bauchgefühl besser verstehen, mit Vernunft in Einklang bringen und dadurch bewusstere Entscheidungen treffen möchte, findet hier ein wertvolles Werkzeug.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Ein ermutigender Lebensbericht

Warum ich glaube
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Dr. Henry Cloud, international bekannter Psychologe, Bestsellerautor und Leadership-Experte, legt mit „Warum ich glaube“ ein sehr persönliches Buch vor. Wer, so wie ich, eine nüchterne Autobiografie voller ...

Dr. Henry Cloud, international bekannter Psychologe, Bestsellerautor und Leadership-Experte, legt mit „Warum ich glaube“ ein sehr persönliches Buch vor. Wer, so wie ich, eine nüchterne Autobiografie voller Fakten, Theorien und schwerer Gedanken erwartet, wird überrascht: Das Buch liest sich vielmehr wie ein ehrliches Gespräch auf dem Sofa.
Henry Cloud erzählt offen von seiner Lebens- und Glaubensreise, von schweren Zeiten mit Krankheit und Depression, von Wundern, die er erlebt hat, und von der Kraft, die ihm der Glaube an einen lebendigen Gott schenkt.
Besonders eindrücklich ist die Mischung: wissenschaftliche Erkenntnisse aus Psychologie und Forschung verbinden sich mit biblischen Grundlagen und persönlichen Erfahrungen. Cloud schreibt in einer sehr verständlichen, herzlichen Sprache, die weder belehrend noch drängend wirkt. Er möchte niemanden bedrängen oder bekehren, sondern einfach seine Geschichte teilen und zwar so, wie er sie bisher seinen engsten Freunden nie erzählt hat.
Das Buch gliedert sich in drei große Teile:
1. Wie er selbst zum Glauben an Gott fand
2. Wie er zu der Überzeugung gelangte, dass es Wunder gibt
3. Wie er durch Wissenschaft zum Glauben kam
Cloud verschweigt dabei nicht die Realität von Leid, Rückschlägen und Versagen. Christen, so betont er, leben nicht „auf Rosen gebettet“. Gerade in den Krisen habe er jedoch Gottes Nähe und Eingreifen besonders erfahren.
Mich hat beeindruckt, wie authentisch und ehrlich er schreibt. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, ein Freund vertraue mir seine innersten Gedanken an. Genau das war wohl auch Clouds Anliegen: seinen Freunden (und letztlich uns Lesern) von Gott zu erzählen, von dem er überzeugt ist, dass er real, lebendig und erfahrbar ist.
Warum ich glaube ist ein Zeugnis, ein ermutigender Lebensbericht, der zeigt, wie Glaube und Wissenschaft, Psychologie und Spiritualität in Einklang stehen können.
Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich für das Leben und Denken eines christlichen Psychologen interessieren. Sei es im Blick auf Leid, Wunder oder den Zusammenhang von Wissenschaft und Glauben. Leicht zu lesen, bewegend und ehrlich. Auch ein schönes Geschenk für Menschen, mit denen man über den Glauben ins Gespräch kommen möchte.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Historischer Roman mit Herz, Spannung und Tiefgang

Was die Liebe ersehnt
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„Was die Liebe ersehnt“ ist Band 4 der Sternberg-Saga von Kristina Herzog, die die Leser mit ins Zürich des Jahres 1943 nimmt. Im Mittelpunkt steht die Familie Friedländer, die vor dem Nationalsozialismus ...

„Was die Liebe ersehnt“ ist Band 4 der Sternberg-Saga von Kristina Herzog, die die Leser mit ins Zürich des Jahres 1943 nimmt. Im Mittelpunkt steht die Familie Friedländer, die vor dem Nationalsozialismus fliehen musste und nun in der Schweiz ein neues Leben aufbaut.
Hannah hat es geschafft, ihren Traum zu verwirklichen und ein eigenes Krankenhaus zu eröffnen. Doch ihr Glück wird immer wieder von Herausforderungen überschattet.
Ihr Mann befindet sich beruflich oft im Ausland, die Beziehung ihrer Tochter Lucie zu Paul gerät in eine Krise, da er zunehmend Sympathien für den Nationalsozialismus zeigt und ihr Sohn Ariel verliebt sich in eine Liebe, die nicht sein darf. Als Hannah schließlich feststellt, dass jemand ihr Vertrauen missbraucht hat, muss sie eine Entscheidung treffen.
Kristina Herzog versteht es meisterhaft, lebensechte, fiktive Charaktere mit realen geschichtlichen Ereignissen zu verweben. Ihr Schreibstil ist einfühlsam, authentisch und dabei stets spannend. Besonders gelungen ist die Erzählweise: Die Geschichte wird aus den Perspektiven der verschiedenen Familienmitglieder geschildert, was der Handlung Tiefe und Vielschichtigkeit verleiht. So wird deutlich, wie unterschiedlich Menschen auf die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der Zeit reagieren.
Zunächst fiel mir als Seiteneinsteiger der Einstieg in Band 4 nicht ganz leicht. Zwar bietet das Buch eine hilfreiche Übersicht über die Figuren, dennoch musste ich mich erst in die Vielzahl der Charaktere und ihre Verflechtungen hineinfinden. Doch sobald mir dies gelungen war, hat mich die Geschichte vollkommen gepackt und nicht mehr losgelassen
Kristina Herzog vermittelt deutsche Geschichte nicht trocken oder belehrend, sondern lebendig und greifbar. Sie verbindet historische Hintergründe mit den Schicksalen einer Familie deren Sorgen Hoffnungen und Liebesgeschichten man hautnah miterlebt.
Dabei gelingt ihr eine perfekte Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit, sodass man nicht nur informiert, sondern auch emotional berührt wird.
Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr man die Figuren ins Herz schließt und mit ihnen fühlt. Obwohl die Thematik schwer wiegt, bleibt die Lektüre stets flüssig, fesselnd und gut verständlich.
Mein Fazit: „Was die Liebe ersehnt“ ist ein mitreißender historischer Roman, der Geschichte erfahrbar macht und durch seine emotionale Tiefe überzeugt. Wer die Sternbergsaga noch nicht kennt, kann zwar auch mit diesem Band einsteigen, doch empfehle ich, die Reihe von Anfang an zu lesen, um die Entwicklung der Figuren noch intensiver mitzuerleben.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die historische Romane mit Herz, Spannung und Tiefgang lieben.

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