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Veröffentlicht am 13.09.2025

Ein wunderschönes Bilderbuch, das zum grenzenlosen Träumen und fantasievollen Spielen einlädt!

Wo bist du, Riese?
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Ein Kind spielt in einem Park Verstecken. Laut zählt es bis zehn und macht sich dann auf den Weg. Zuerst weiß es gar nicht so richtig, was genau es eigentlich sucht. Vielleicht diesen geheimnisvollen Riesen, ...

Ein Kind spielt in einem Park Verstecken. Laut zählt es bis zehn und macht sich dann auf den Weg. Zuerst weiß es gar nicht so richtig, was genau es eigentlich sucht. Vielleicht diesen geheimnisvollen Riesen, der ihm keine Ruhe lässt? Er muss ganz in der Nähe sein, das Kind kann ihn spüren. Aber wo hat er sich versteckt? Auf seiner Suche hält das Kind nach Riesenspuren Ausschau, schaut sich ganz genau um und fragt alle Leute, ob sie einen Riesen gesehen haben. Aber niemand scheint zu verstehen, was es meint. Doch davon lässt sich das Kind nicht entmutigen. Es streift durch den Park, rutscht – wusch – einen großen Felsen hinunter, klettert auf einen Baum, lauscht dem Rauschen der Blätter im Wind, spürt den Sand zwischen seinen Zehen und lässt sich vom hohen Gras kitzeln. Ob es den Riesen wohl noch finden wird?

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir Einzug halten muss. Schon allein das Cover verzauberte mich auf Anhieb, sieht es nicht wunderhübsch aus? Ich konnte es kaum erwarten, in die Geschichte dahinter einzutauchen und ich wurde nicht enttäuscht!

Das belgische Künstlerduo Bart Pincé und Ian De Haes hat hier ein ganz besonderes Bilderbuch geschaffen, welches uns in die magische Phase der Kindheit entführt. Gemeinsam mit unserer kleinen Hauptfigur begeben wir uns auf eine abenteuerliche Reise durch die Schönheit der Natur, die wie ein einfaches Versteckspiel beginnt und sich Seite für Seite als viel mehr entpuppt: Eine gefühlvolle Einladung mit offenem Herzen durchs Leben zu gehen, spielerisch die Welt zu erkunden und seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Bart Pincés kurze Texte mögen recht simpel gehalten sein, sie stecken aber voller Aussagekraft und Herz. Man spürt beim Lesen die kindliche Neugier und Entdeckerlust und die Fähigkeit von Kindern, im Hier und Jetzt zu leben und das Alltägliche in ein großes Abenteuer zu verwandeln.

Ob es sich bei dem Kind um ein Junge oder Mädchen handelt, ist nicht wirklich offensichtlich. Ein Name wird nie genannt und auch optisch könnte beides zutreffen, sodass das Identifikationspotenzial sehr hoch ist. Das empfohlene Lesealter liegt bei ab 4 Jahren, was ich für passend halte.

Begleitet wird die Geschichte von Ian De Haes’ traumhaft schönen Illustrationen. Mit warm-leuchtenden Aquarellfarben und weichen Linien laden sie zum Verweilen und Entdecken ein und erinnern fast schon an Gemälde. Jede Seite ist ein Kunstwerk, durchzogen von herrlichen Lilatönen und einer beruhigenden, märchenhaften Atmosphäre.

Fazit: „Wo bist du, Riese?“ ist ein poetisches und liebevolles Bilderbuch ab 4 Jahren, das zum grenzenlosen Träumen und fantasievollen Spielen einlädt. Eine farbenprächtige Ode an die kindliche Vorstellungskraft. Ich bin begeistert von diesem Buch, vor allem in die wunderschönen Illustrationen von Ian De Haes bin ich total verliebt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Ein außergewöhnlicher und wichtiger Jugendroman!

Sorry, aber ich bleibe
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Der 14-jährige Zeno ist gerade mal einen Monat auf der neuen Schule und schon wird ihm richtig übel mitgespielt. Vier Mitschüler haben ihn in der Jungstoilette mit dem Kopf ins Klo gesteckt – und ihn dabei ...

Der 14-jährige Zeno ist gerade mal einen Monat auf der neuen Schule und schon wird ihm richtig übel mitgespielt. Vier Mitschüler haben ihn in der Jungstoilette mit dem Kopf ins Klo gesteckt – und ihn dabei auch noch gefilmt! Das Video haben sie natürlich nicht für sich behalten – sondern in den Schulchat gestellt. Daraufhin kam eine furchtbare Hassnachricht nach der nächsten. Zeno würde sich am liebsten einfach nur noch zu Hause verkriechen. Doch dann bekommt er eine Nachricht, die anders ist als die anderen. Von einem Mädchen, die immer wieder etwas Nettes schreibt. Zeno aber hat jegliches Vertrauen in seine Mitschülerinnen verloren und versucht dieses fremde Mädchen abzuwimmeln. Doch diese ist beharrlich, schreibt ihm immer wieder und schwört, dass sie nicht wie die anderen ist. Sie stellt sich ihm als Luna vor und mit der Zeit entsteht eine besondere Freundschaft zwischen den beiden. Doch wer ist Luna wirklich? Zeno möchte sie unbedingt in echt kennenlernen, aber Luna blockt ab, sie möchte ihren Kontakt nur auf Text- und Sprachnachrichten beschränken. Was hat sie zu verbergen?

Der Woow Books Verlag steht für mich schon lange für herausragende Kinder- und Jugendbücher. Ich war mir daher sehr sicher, dass auch „Sorry, aber ich bleibe“ dem Verlagsnamen gerecht werden wird und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es ausschließlich aus Chats, E-Mails und Sprachnachrichten besteht. Mit seinen gerade mal 160 Seiten ist es an sich schon eine flotte Lektüre und durch dieses außergewöhnliche Erzählformat erst recht. Die Geschichte kommt dadurch aber keineswegs oberflächlich daher, ganz im Gegenteil. Der italienische Autor Alessandro Barbaglia hat hier einen sehr tiefgründigen Jugendroman geschrieben, in welchem er sich einigen ernsten Themen annimmt wie Mobbing, Ausgrenzung, Angst und Einsamkeit. Auf eine eindringliche Weise wird einem hier vor Augen geführt, was Mobbing bei den Opfern bewirken kann (sowohl im realen Leben als auch im Netz) und wie wichtig es ist, hinzusehen und rechtzeitig aktiv zu werden. Die Stimmung wird jedoch an keiner Stelle zu bedrückend. Alessandro Barbaglia erzählt das Ganze mit einer wunderbaren jugendlichen Lässigkeit und Leichtigkeit und einer stets mitschwingenden Hoffnung. Auch Freundschaft, Vertrauen und vielleicht auch ein bisschen Liebe haben hier ihren Platz gefunden. Zeno und Luna zeigen uns, dass wir nicht alleine sind – dass jeder sein Päckchen zu tragen hat – und wie unschätzbar wertvoll Freunde sind, die einem in schweren Zeiten Halt geben.
Der Nachrichtenaustausch zwischen den beiden wirkt authentisch und liest sich mitunter sehr unterhaltsam; ihre Verbindung, die mit der Zeit entsteht, ist liebenswert, aufrichtig, bewegend und echt. Darüber hinaus begeistert die Erzählung auch immer wieder mit klugen Aussagen, die man sich am liebsten sofort notieren möchte: „Wenn wir rumlaufen und nach dem richtigen Menschen suchen, na ja, dann finden wir ihn nie. Weil es keine richtigen Menschen gibt, denn wir sind alle ein bisschen falsch.“ (S. 147). Nicht nur für junge Leser
innen ist dieses Buch lesenswert – Erwachsene sollten daran ebenfalls nicht vorbeigehen.

Fazit: „Sorry, aber ich bleibe“ (übersetzt von Susanne Just) ist eine berührende, fesselnde und ehrliche Geschichte über Mobbing, Freundschaft und Vertrauen. Ein ganz besonderer und wichtiger Jugendroman ab 12 Jahren, der trotz ernster Themen locker und leicht daherkommt. Ideal als Schullektüre geeignet. Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen, ich kann es nur empfehlen! Von mir gibt es von 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Ein weiteres tolles Silent Book von John Hare!

Auf zu den Dinosauriern!
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Ein weiterer abenteuerlicher Ausflug steht für die Schulklasse an. Nachdem sie schon den Mond, den tiefen Ozean und die Vulkaninsel erkundet haben, geht es dieses Mal zu den Dinosauriern. Ausgestattet ...

Ein weiterer abenteuerlicher Ausflug steht für die Schulklasse an. Nachdem sie schon den Mond, den tiefen Ozean und die Vulkaninsel erkundet haben, geht es dieses Mal zu den Dinosauriern. Ausgestattet mit ihren Lunchboxen reisen die Schülerinnen mit ihrem Lehrer in einer gelben Zeitmaschine in die Urzeit, wo sie lodernde Vulkane und riesige, mampfende Dinos erwarten. Alle sind begeistert von ihrem neuen Ausflugsort. Die Freude eines Schülers erhält jedoch einen kleinen Dämpfer, als ein Flugsaurier seine Lunchbox klaut. Ohne dass es die anderen merken, nimmt das Kind die Verfolgung auf. Es kann seine Lunchbox zurückerobern, wird jedoch von seiner Gruppe getrennt. Allein sitzt es an einem Fluss und greift schließlich zu seiner Brotdose. Gerade, als das Kind in ein großes Stück Pizza beißen möchte, taucht ein Dinosaurier auf. Zum Glück scheint dieser recht freundlich zu sein und mehr Appetit auf Trauben zu haben als auf das leckere Pizzastück. Es bleibt jedoch nicht bei diesem einen Dinosaurier...

Endlich gibt es ein neues Silent-Book von John Hare! Nachdem ich bereits die drei Vorgängerbücher geliebt habe, war ich voller Vorfreude auf den vierten Band der Reihe. Auch darin begleiten wir die Schulklasse bei einem spektakulären, futuristischen Ausflug, welcher bereits auf dem Cover beginnt. Dahinter geht es im vertrauten Stil weiter: Eines der Kinder wird abgelenkt, bleibt zurück und erlebt sein eigenes kleines Abenteuer mit einigen Überraschungen. Manche mögen dieses immer wiederkehrende Schema inzwischen vielleicht für etwas ausgelutscht halten, aber mich begeistert es nach wie vor und auch Kinder werden sich daran bestimmt nicht stören. Im Gegenteil, Kinder lieben schließlich Wiederholungen.

Obwohl das Prinzip nicht mehr neu ist, zieht einen das Buch direkt in Bann und wird zu keiner Zeit langweilig. John Hare beweist einmal mehr sein Talent, fesselnde und unterhaltsame Geschichten allein durch seine ausdrucksstarken und stimmungsvollen Bilder zu erzählen. Bis auf das Wort „Plopp“ zu Beginn kommt auch dieser Band ganz ohne Text aus. Wirklich beeindruckend, denn auch hier ist die Mimik der Menschen größtenteils verborgen, nur bei den Dinosauriern werden die Gefühle durch (absolut herrliche) Gesichtsausdrücke dargestellt.
Mit seinen gewohnt klaren Linien und Farben präsentiert der US-amerikanische Künstler erneut eine Story, die einem Stummfilm gleicht. Mal doppelseitig, mal eine Szene pro Seite oder auch in mehreren kleineren Panels – ähnlich wie bei einer Kamera spielt John Hare gekonnt mit verschiedenen Formaten und schafft Bilderwelten, die zum gemeinsamen Betrachten, Erkunden und Fabulieren einladen und uns das Abenteuer hautnah miterleben lassen. Seine Bilder sind voller Leben und lustiger Details. Auf sämtlichen Seiten gibt es eine Menge zu entdecken, sodass man auch nach mehrmaligen Angucken etwas Neues findet.

Sehr schön ist auch immer, wie selbstverständlich divers die Schulklasse ist und dass man bis zum Schluss nicht sicher weiß, ob die Hauptfigur ein Mädchen oder ein Junge ist. Das Identifikationspotenzial ist dadurch sehr groß. Jede
r kann in die Rolle des Kindes schlüpfen und zu den Dinosauriern reisen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Geschichten von John Hare lassen jedes Mal enorm viel Raum für eigene Interpretationen. Und ganz nebenbei erinnern sie uns stets aufs Neue daran, dass es sich lohnt, neugierig, offen und freundlich zu sein – und in diesem Fall: Eine gut gefüllte Lunchbox bei sich zu haben.

Fazit: In bekannter Manier geht es mit John Hares Schulklasse in die vierte Runde und auch dieser Klassenausflug kann sich sehen lassen! „Auf zu den Dinosauriern!“ ist ein originelles textloses Bilderbuch ab 4 Jahren, das zum Entdecken, Staunen, Schmunzeln und Erzählen einlädt. Ein ganz besonderer Bilderbuchgenuss, der Jung und Alt gleichermaßen fasziniert und begeistert. Ich kann auch dieses Werk von John Hare nur empfehlen, ich finde es großartig! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Ein wunderbarer Roadtrip-Roman über Freundschaft und den Mut, über sich hinauszuwachsen!

Rocky Winterfeld
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Für den 11-jährigen Rocky bricht eine Welt zusammen, als sein bester und einziger Freund Marek für drei Jahre nach Polen zieht. 1.121 Kilometer sind sie nun voneinander entfernt und ihr Kontakt bricht ...

Für den 11-jährigen Rocky bricht eine Welt zusammen, als sein bester und einziger Freund Marek für drei Jahre nach Polen zieht. 1.121 Kilometer sind sie nun voneinander entfernt und ihr Kontakt bricht immer mehr ab. Als Marek dann auch noch kurzfristig den geplanten Besuch absagt, ist Rocky am Boden zerstört. Der Wissenschaftswettbewerb kommt ihm da gerade recht. Denn dieser soll in Danzig stattfinden – gar nicht weit entfernt von Mareks neuem Zuhause! Ehe es sich Rocky versieht, sitzt er in einem alten VW-Bus auf dem Weg nach Polen – zusammen mit seiner Lehrerin, drei Mitschülern, die er kaum kennt und ohne die Erlaubnis seiner Mutter. Eine unvergessliche und ziemlich verrückte Reise beginnt...

Endlich gibt es neues Lesefutter von Marie Hüttner! Nachdem mich die deutsche Autorin bereits mit ihren ersten beiden Büchern auf ganzer Linie überzeugen konnte, war ich voller Vorfreude auf ihren neuen Kinderroman. Und tja, was soll ich sagen, ich bin erneut total begeistert, angefangen beim Cover, das die Regina Kehn so wunderbar passend gestaltet hat, bis hin zu der wirklich tollen Geschichte dahinter.

Marie Hüttner beweist mit „Rocky Winterfeld – Ziemlich neben der Spur“ einmal mehr, dass sie weiß, wie man gute Kinderbücher schreibt. Klug kombiniert sie einen lustig-chaotischen Roadmovie in Buchform mit einigen tiefgründigen Themen. Rocky ist ein ganz besonderer und interessanter Protagonist – ein wenig seltsam vielleicht, aber gerade das macht ihn so sympathisch und echt. Auch wenn es nie beim Namen genannt wird, ist doch offensichtlich, dass Rocky autistisch ist, da er ziemlich in seiner eigenen Welt lebt, keine Berührungen mag und sich mit Veränderungen sehr schwertut. Die Geschichte wird durchgängig aus seiner Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Man ist daher ganz dicht dran ist an seinem außergewöhnlichen Denken, welches die Autorin einfach großartig darstellt: Humorvoll (schmunzeln ist hier garantiert), zugleich aber auch absolut authentisch und mit ganz viel Herz. Es macht richtig Freude, den sensiblen Rocky auf seinem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie er mutig seine Komfortzone verlässt und am Ende ganz schön an seinen Abenteuern gewachsen ist.
Die weiteren Charaktere sind nicht minder gut getroffen, jeder ist auf seine Art und Weise liebenswert und einzigartig und ein bisschen schräg. Gemeinsam mit dieser bunten Truppe begibt man sich hier auf eine abenteuerliche Reise voller kurioser Wendungen und mit Spezialdöner im Gepäck inklusive. Die unverwechselbaren schwarz-weiß Illustrationen von Regina Kehn sind das Sahnehäubchen obendrauf und setzen das Erzählte perfekt in Szene.

Fazit: Marie Hütter hat mal wieder einen echten Volltreffer gelandet! „Rocky Winterfeld – Ziemlich neben der Spur“ ist ein warmherziger und witzig-turbulenter Roadtrip-Roman über das Anderssein, Freundschaft und den Mut, über sich hinauszuwachsen. Ein herrlich-unvergesslicher Lesespaß für alle ab 10 Jahren! Ich kann das neue Kinderbuch von Marie Hüttner jedem nur ans Herz legen, ich finde es ganz wundervoll. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Genauso zuckersüß und zauberhaft wie der erste Band!

Muffin und Tört! 2: Bei den Rittern
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Muffin ist ein ziemlich gemütlicher, verfressener und pummeliger Kater, der überhaupt nichts von Abenteuern hält. Zu seinem Pech wohnt er aber beim Zauberer Tatterich, dessen Zaubersprüche ständig gehörig ...

Muffin ist ein ziemlich gemütlicher, verfressener und pummeliger Kater, der überhaupt nichts von Abenteuern hält. Zu seinem Pech wohnt er aber beim Zauberer Tatterich, dessen Zaubersprüche ständig gehörig danebengehen. Vor kurzem hat er sogar Muffins bestes und letztes Törtchen in ein klebriges und quirliges Kaninchen verwandelt. Tört liebt einfach alles, vor allem Abenteuer. Zu seiner großen Freude (und Muffins Unmut) spielt die magische Katzenklappe eines Tages mal wieder verrückt und – PA-PUFF – schon befinden sich die beiden im Land der Ritter, mitten in einer Auseinandersetzung zwischen dem König, der Prinzessin Rubina und dem Ritter Garstig. Letzterer will unbedingt die Prinzessin heiraten, doch diese scheint davon überhaupt nicht begeistert zu sein. Ehe es sich Muffin versieht, macht ihn der König zum Heiratskandidaten und Ritter Garstig fordert ihn daraufhin zu einem Turnier heraus. Oje. Muffin und Tört haben gar keine Ahnung, wie so ein Ritterwettkampf abläuft. Zum Glück haben sie die Prinzessin auf ihrer Seite. Gemeinsam hecken sie einen Plan aus. Ob Muffin das Turnier (bewaffnet mit einer Karotte) wohl gewinnen wird?

Endlich geht es mit Muffin und Tört weiter! Nachdem sich die beiden im ersten Band sofort in mein Herz geschlichen haben, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten. Wer dieses ungewöhnliche Duo noch nicht kennt, hat eindeutig was verpasst, kann dies aber problemlos mit dem hier vorliegenden Buch nachholen. Denn alle Bände sind unabhängig voneinander lesbar.

Wie der Vorgänger, so beginnt auch dieser Band mit einer kleinen Einleitung, in der uns Muffin und Tört kurz vorgestellt werden. Schon ab der ersten Seite hat man ein breites Schmunzeln im Gesicht und möchte mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Muffin und Tört sind aber auch einfach zu niedlich und ein hinreißend ungleiches Gespann. Während Muffin in bester Garfield-Manier daherkommt und nichts mehr liebt als seine Ruhe, ist Tört die Erlebnislust in Person. Gemeinsam mit diesen beiden (teils unfreiwilligen) Mini-Helden verschlägt es einen dieses Mal ins Mittelalter, zu den Rittern, und wie nicht anders zu erwarten, wird es dabei zu keiner Zeit langweilig. Adam Stower erzählt mal wieder unheimlich witzig und charmant und voller Detailliebe. Die Geschichte sprüht nur so vor Situationskomik und Einfallsreichtum und macht einfach gute Laune. Vor allem die genialen Illustrationen in Kombination mit dem schrägen Humor sind erneut ein Highlight.

Optisch ist auch dieser Band ein ganz besonderer Genuss. Die zahlreichen schwarz-weiß Bilder von Adam Stower sind wie gewohnt superknuffig und humorvoll gezeichnet, allein schon Muffin und Tört mit ihren Kulleraugen sind zum Verlieben. Viele Comic-Elemente lockern den Text zusätzlich auf und machen das Ganze noch spaßiger. Für Erstleser*innen ab 7 Jahren ist diese Reihe ideal geeignet. Durch die kurzen Textpassagen (übersetzt von Leena Flegler), der großen Schrift und reichen Bebilderung fliegt man nur so durch die Seiten. Selbst der größte Lesemuffel wird hier am Ball bleiben und am Ende lautstark nach mehr verlangen. Wie gut, dass es noch ein weiteres Wiedersehen mit Muffin und Tört geben wird. Der dritte Band soll voraussichtlich im Frühjahr 2026 erscheinen und ich freue mich schon sehr darauf!

Fazit: Muffin und Tört sind wieder da und auch ihr zweites Katzenklappe-Abenteuer überzeugt auf ganzer Linie! „Muffin und Tört! 2: Bei den Rittern“ ist ein herrlich verrücktes, unterhaltsames und zuckersüßes Ritterabenteuer ab 7 Jahren mit vielen wunderbaren Illustrationen und zwei unvergesslichen Helden zum Liebhaben. Ein köstlicher Lesespaß für Jung und Alt. Wer den ersten Band mochte, wird auch den zweiten Teil lieben. Ich jedenfalls bin erneut total begeistert und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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