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Veröffentlicht am 30.11.2025

Mystery Crime und Locked Room-Story - toll

The Blackgate Invitation
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Es war ein völlig unverfängliches Angebot: Für eine ordentliche Summe sollen Ruby und Wren einen Abend lang die Enkelinnen der exzentrischen Mrs. Blackgate spielen. Doch was als elegante Abendgesellschaft ...

Es war ein völlig unverfängliches Angebot: Für eine ordentliche Summe sollen Ruby und Wren einen Abend lang die Enkelinnen der exzentrischen Mrs. Blackgate spielen. Doch was als elegante Abendgesellschaft mit der High Society der Stadt beginnt entwickelt sich schnell zu einem verstörenden Szenario: Die Gastgeberin wird ermordet, ihr Geist spricht einen Fluch aus und Ruby und Wren finden sich eingesperrt mit den mächtigsten Hexenfamilien wieder, dazu verurteilt in einem ihnen unverständlichen Machtkampf den Mörder zu jagen – und jeder glaubt, sie seien Teil der magischen Gemeinschaft!

Locked-Room-Mystery, Romantasy, Mystery Crime – viele Schlagworte lassen sich für diese spannende, fesselnde Geschichte finden, die mit Originalität, Geheimnissen und außergewöhnlichen Twists überzeugt, sodass die verwendeten Klischees und bekannten Schablonen den Leser wohlwollend auffangen. Eine gelungene Mischung aus Fantasy, Grusel, Krimi und Romantasy, ohne sich in nervtötenden Spice zu verlieren oder es mit eindimensionalen Charakteren zu übertreiben.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie war spannend und hat mich immer wieder überrascht. Der Schreibstil war fesselnd und verlor sich nicht in Beschreibungen, Wiederholungen oder überladenenen Szenarien, dabei war er bildhaft und ließ das düster-elegante Hegemony Manor vor den Augen des Lesers lebendig werden in all seiner Pracht und Schauerlichkeit.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Schauerliches Mystery-Hörspiel

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 26
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Am Ufer der Themse verschwinden immer wieder Menschen – spurlos, bis eines Tages die grauenhaft entstellte Leiche einer jungen Frau angespült wird. In London geht die Angst um, den Jack the Ripper scheint ...

Am Ufer der Themse verschwinden immer wieder Menschen – spurlos, bis eines Tages die grauenhaft entstellte Leiche einer jungen Frau angespült wird. In London geht die Angst um, den Jack the Ripper scheint zurückgekehrt zu sein. Um eine Massenpanik zu verhindern setzt Mycroft Holmes Oscar Wilde auf den Fall an.

Schauerliche Mystery vom Feinsten! Was mit einer eher beschaulichen Szene beginnt entwickelt sich schnell zu einem fesselnden Gruselerlebnis, das von den Sprechern äußerst brillant inszeniert wird. Überraschend wird hier ein neues Themengebiet für diese Serie eröffnet und ich bin sehr neugierig wie es sich in den großen Themenkomplex einordnen wird. Für sich genommen bietet dieses Hörspiel ausgezeichnete Unterhaltung! 4 ½ Sterne.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Eine sehr coole Folge mit interessanter Krimihandlung

Oscar Wilde & Mycroft Holmes - Folge 22
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Oscar Wilde ist entsetzt als er feststellen muss, dass der Tote im neuen Fall, den ihm Mycroft Holmes zuteilt, der junge Mann ist, mit dem er sich gerade noch in seinem amourösen Stammclub amüsiert hat. ...

Oscar Wilde ist entsetzt als er feststellen muss, dass der Tote im neuen Fall, den ihm Mycroft Holmes zuteilt, der junge Mann ist, mit dem er sich gerade noch in seinem amourösen Stammclub amüsiert hat. Genau diesen Club hat Holmes im Visier und Wilde fragt sich, ob das Geheimnis, das ihm der junge Mann anvertraut hatte, etwas mit dessen Tod zu tun haben kann. Dass Wilde selbst wegen seiner Clubbesuche im Fadenkreuz der Polizei steht, erleichtert die Ermittlungsarbeit nicht.

Hier geht es zwar weder um den Zirkel der Sieben noch um die Darwin Gesellschaft, aber dieses Hörspiel bietet einen wirklich interessanten Kriminalfall. Man begleitet mal wieder Oscar Wilde selbst und kann den Charakter mit all seinen Allüren und Glamour in vollen Zügen genießen. Daraus resultieren auch herrlich kurzweilige Szenen mit Mycroft Holmes, der gerade den amourösen Aspekt Wildes so gar nicht verkraften kann.

Mir hat diese Folge ausgezeichnet gefallen. Spannend, witzig und von der ersten bis zur letzten Minuten unterhaltsam. Nur den Titel hab ich nicht kapiert. Der hat so gar nichts mit der Handlung zu tun.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Asiatische Fantasy, die fasziniert

Nightblood Prince
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Eine Prophezeiung überschattet nicht nur das Leben Feis, sondern sämtliche Länder: Von Geburt an ist Fei mit einem Mal gezeichnet, das laut der Sternseherin besagt, dass Fei ausersehen ist, das mächtigste ...

Eine Prophezeiung überschattet nicht nur das Leben Feis, sondern sämtliche Länder: Von Geburt an ist Fei mit einem Mal gezeichnet, das laut der Sternseherin besagt, dass Fei ausersehen ist, das mächtigste Reich der Welt zu regieren. Um dieses Privileg für sich zu sichern hat der Kaiser sie noch in der Wiege mit seinem Sohn verlobt. Seither ist Fei an den kaiserlichen Palast gekettet, ausschließlich darauf vorbereitet die Frau von Prinz Siwang zu werden – doch Fei wünscht sich nichts mehr als die Freiheit. Dafür ist sie bereit alles zu tun, selbst dem feindlichen Prinzen Yexue zur Freiheit zu verhelfen. Den Preis de Fei dafür zahlen muss ist letztendlich so hoch dass Fei daran zu zerbrechen dort – denn alles, was sie lebt, droht in einem Strudel des Krieges zugrunde zu gehen.

Asiatische Fantasy flutet derzeit den Markt, sodass ich schon vorsichtig prüfe, welches Buch tatsächlich eine Geschichte erzählt, die mich interessiert und einen Funken Originalität mitbringt. Von diesem Buch habe ich es erwartet. Am Ende bleibe ich mit zwei Meinungen zurück. Einerseits hat mich die Geschichte gepackt und mitgerissen. Fei ist eine interessante Figur, die sich trotz des klischeebeladenen Anfangs sehr gut weiterentwickelt. Neben den Standardmotiven und Klischeehandlungen bleibt sie doch interessant. Gerade der Schluss verspricht interessante neue Entwicklungen. Auch Yexue weist mehr auf als die typischen Bad-Boy-Allüren mit goldenem Herzen. Ein Charakter, der bis zum Schluss nicht richtig einzuschätzen ist. Mehrfach habe ich meine Meinung über ihn revidiert. Eine spannende Figur, die ganz sicher noch nicht auserzählt ist. Von Siwang hatte ich mir mehr erhofft, aber er scheint im Klischee zu verbleiben.

Die Geschichte hat mir dasselbe Auf und Ab geboten. Der ausgelutschte Start mit einer pseudofeministischen Prinzessin in einer frauenfeindlichen Welt über eine starke Figur, die ihren Platz gefunden hat und originell ausgebaut wurde, wieder runter zu einer sehr abgeklatschten Mulanvariation, die bei mir mehr für Augenrollen als Spannung gesorgt hat – und dann wieder rauf zu einem überwältigenden Finale.

4 ½ Sterne für eine ambivalente, aber letztendlich doch atemberaubende Fantasygeschichte, mit einem vielversprechenden Cliffhanger. Ich hoffe sehr, dass der nächste Band mit weniger Klischees und stattdessen mehr Originalität aufwarten wird. Die Geschichte hat auf jeden Fall das Potential dafür!

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Witzig inszenierte Abenteuergeschichte

Der blaurote Methusalem
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Der Langzeitstudent Fritz Degenhart, genannt der „Blaurote Methusalem“, sein Faktotum Gottfried von Bouillon und der Gymnasiast Richard Stein machen sich auf den Weg nach China, um Richard zu seinem Onkel ...

Der Langzeitstudent Fritz Degenhart, genannt der „Blaurote Methusalem“, sein Faktotum Gottfried von Bouillon und der Gymnasiast Richard Stein machen sich auf den Weg nach China, um Richard zu seinem Onkel zu bringen, der es in China zum Millionär gebracht hat. Auf der Reise schließen sich den dreien noch der Kapitän Frick Turnerstick, selbsternanntes Sprachgenie, und der ewig hungrige Holländer Mijnherr Willem van Ardappelen-bosch an. Die Reise verläuft turbulent. Piraten, verärgerte Priester, Politik und missgünstige Mitmenschen bringen die Gruppe immer wieder in brenzlige Situationen. Zugleich verfolgt der blaurote Methusalem noch einen weitere Mission: er hat seinem Freund, dem Teehändler Ye-Kin-Li versprochen, ihm seine Familie aus China zu bringen, die er damals bei seiner Flucht vor dem neuen Regime zurücklassen musste.

Gerade als Hörbuch ist diese Geschichte ein Meisterstück. Weniger an Karl Mays Abenteuerromanen zu messen, sondern eher auf dem Niveau seiner Humoresken liefert May hier beste Unterhaltung ab. Mal absoluter Slapstick, manchmal auch etwas plump, mal aus der Zeit gefallen und dann wieder spannend ist dieses „Studentenstück“ ein ganz besonderes Werk, das von Patrick L. Schmitz großartig gelesen wurde.

Karl May wirkt gerne – gerade mit seinen verwendeten Dialekten – besonders gut als Hörbuch/ Hörspiel aber Patrick L. Schmitz stand hier vor einer ganz besonderen Herausforderung. Die Berliner Mundart von Gottfried von Bouillon ist noch die simpelste Hürde in diesem Abenteuer. Mijnherr van Ardappelen-bosch spricht größtenteils holländisch (wird dankbarerer Weise sofort übersetzt, sodass man als Hörer den Witz würdigen und gleichzeitig der Geschichte folgen kann), die auftretenden Chinesen werden ebenfalls nicht nur mit eigener Stimme inszeniert, sondern auch mit asiatischem Akzent. Die größte Herausforderung dürfte aber der aberwitzige Sprachkünstler turnerstick gewesen sein, der mit seiner verballhornten Sprachakrobatik im Buch irgendwann anstrengend wurde, im Hörbuch aber seinen ganzen Witz entfalten konnte. Hut ab! Patrick L. Schmitz inszeniert diesen in manchen Punkten etwas fragwürdigen Charakter so herrlich überzeichnet, dass es geradezu einen Vergnügen ist sich auf diese naiven Arroganz, die sich permanent ohne es zu merken selbst blamiert, einzulassen.

Als Erzähler klingt Patrick L. Schmitz leider etwas atemlos und abgehackt, aber die Charaktere spricht er flüssig, einzigartig und absolut perfekt.

Fazit: 4 ½ Sterne für eine der witzigsten Karl May-Geschichten! Großartig inszeniert bietet dieses Hörbuch beste Unterhaltung!

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