Zwei Somme - eine Liebe - zu wenig Kommunikation
Meine Sommer mit MarxZwei Sommer - eine Liebe: so wird das Buch sehr treffend beschrieben. Es geht um Marx und Sassy - heute und vor 10 Jahren. Dazwischen war jahrlang Funkstille und es steht viel Unausgesprochenes zwischen ...
Zwei Sommer - eine Liebe: so wird das Buch sehr treffend beschrieben. Es geht um Marx und Sassy - heute und vor 10 Jahren. Dazwischen war jahrlang Funkstille und es steht viel Unausgesprochenes zwischen den Beiden. Wir begleiten die Geschichte der Beiden aus zwei Perspektiven: Sassy heute und Marx damals. Die Erzählung aus zwei Perspektiven gepaart mit zwei Zeitebenen hat mir gut gefallen. Sie ermöglicht eine Geschichte mit viel Ungewissheit und somit auch mit viel Spannung.
Die Charaktere sind nicht unbedingt jedermanns Liebling, sie haben Ecken und Kanten - gehen sich selber und den Leser*innen manchmal auf die Nerven. Zuweil verhalten sie sich auch kindischer als eigentlich erwartet wird. Ihr größtes Problem ist allerdings die Kommunikation und der Mangel an echten Gesprächen. Es gab einige lose Enden und Momente, an denen ich mir mehr Tiefe gewünscht hätte. Wer damit Probleme hat, sollte um das Buch lieber einen Bogen machen.
Aaaaber trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, der Schreibstil war sehr angenehm. Es ist eine schöne seichte Liebesgeschichte, mit ein wenig Spannung und ein Buch, bei dem nicht der gesamte Verlauf von Anfang an zu erraten war. Das Setting (eine schöne verwunschene Villa auf dem Land) war toll und die Besitzerin der Villa ein echt toller Charakter.