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Veröffentlicht am 14.09.2025

Zwei Somme - eine Liebe - zu wenig Kommunikation

Meine Sommer mit Marx
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Zwei Sommer - eine Liebe: so wird das Buch sehr treffend beschrieben. Es geht um Marx und Sassy - heute und vor 10 Jahren. Dazwischen war jahrlang Funkstille und es steht viel Unausgesprochenes zwischen ...

Zwei Sommer - eine Liebe: so wird das Buch sehr treffend beschrieben. Es geht um Marx und Sassy - heute und vor 10 Jahren. Dazwischen war jahrlang Funkstille und es steht viel Unausgesprochenes zwischen den Beiden. Wir begleiten die Geschichte der Beiden aus zwei Perspektiven: Sassy heute und Marx damals. Die Erzählung aus zwei Perspektiven gepaart mit zwei Zeitebenen hat mir gut gefallen. Sie ermöglicht eine Geschichte mit viel Ungewissheit und somit auch mit viel Spannung.

Die Charaktere sind nicht unbedingt jedermanns Liebling, sie haben Ecken und Kanten - gehen sich selber und den Leser*innen manchmal auf die Nerven. Zuweil verhalten sie sich auch kindischer als eigentlich erwartet wird. Ihr größtes Problem ist allerdings die Kommunikation und der Mangel an echten Gesprächen. Es gab einige lose Enden und Momente, an denen ich mir mehr Tiefe gewünscht hätte. Wer damit Probleme hat, sollte um das Buch lieber einen Bogen machen.

Aaaaber trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, der Schreibstil war sehr angenehm. Es ist eine schöne seichte Liebesgeschichte, mit ein wenig Spannung und ein Buch, bei dem nicht der gesamte Verlauf von Anfang an zu erraten war. Das Setting (eine schöne verwunschene Villa auf dem Land) war toll und die Besitzerin der Villa ein echt toller Charakter.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Vom stillen und gefährlichen Rechtsdruck

Heimat
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Jana zieht mit ihrer Familie aufs Land, in ein Einfamilienhaus, in ein besseres Leben - denkt sie. Doch was dort auf ihre Familie und auf sie zukommt, damit konnte sie nicht rechnen. Es geht um den Rechtsdruck ...

Jana zieht mit ihrer Familie aufs Land, in ein Einfamilienhaus, in ein besseres Leben - denkt sie. Doch was dort auf ihre Familie und auf sie zukommt, damit konnte sie nicht rechnen. Es geht um den Rechtsdruck - den offensichtlichen und den stillen verdeckten und damit viel gefährlicheren. Janas neue charismatische Freundin lebt als »Tradwife« zuhause und kümmert sich um ihre Kinder - Jana findet diesen Lebensstil plötzlich sehr verlockend...

Das Buch ist kurz, hat knapp 170 Seiten, die wichtigen Themen, die die Autorin Hannah Lühmann dort unterbringen will, haben nicht alle Platz - nicht in aller Ausführlichkeit. Viele Schlüsse werden nicht ausgeschrieben, sondern den Leser*innen überlassen, genauso wie die Interpretation des Endes. Der Schreibstil ist fast poetisch, steht in starkem Kontrast zum Inhalt, liest sich wirklich sehr gut.

An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Fakten, mehr Aufklärung durch das Buch gewünscht. Auch hat mich die Unfähigkeit der Personen ordentliche Gespräche zu führen manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und bin dankbar über die rübergebrachte Botschaft.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Ein kleiner Einstieg in das Thema der Verschickungskinder

Der Sommer am Ende der Welt
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Die Protagonistin Katie recherchiert in "Der Sommer am Ende der Welt" von Eva Völler zum Thema Verschickungskinder. Unzählige Kinder und Jugendliche wurden Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts in der Bundesrepublik ...

Die Protagonistin Katie recherchiert in "Der Sommer am Ende der Welt" von Eva Völler zum Thema Verschickungskinder. Unzählige Kinder und Jugendliche wurden Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts in der Bundesrepublik Deutschland aus gesundheitlichen Gründen in Heimen untergebracht - so auch auf Borkum. In den Heimen herrschte ein strenger, vereinzelt noch von der NS-Ideologie geprägter Umgang mit den Kindern.

Das Buch nimmt sich diesem bislang noch sehr unbekannten Thema an, obwohl es uns allen ein Begriff sein sollte. Der Autorin gelingt ein kleiner Einstieg in dieses Thema durch eine mehrschichtige Erzählweise: In Vergangenheit und Gegenwart erzählen verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Sichtweisen über die Erlebnisse eines Sommers in einem Verschickungsheim auf Borkum, wo die Protagonistin zu Recherchezwecken gerade Urlaub macht.

Neben dem Thema der Verschickungskinder werden noch in anderen Nebensträngen weitere Themen behandelt, die aus dem Buch einen Unterhaltungsroman machen - zum Teil ist es sehr schwer sich nach traumatischen Erzählungen aus der damaligen Zeit auf ein Date einzulassen. Mir hätte ein klarerer Fokus auf das eigentliche Thema und eine weitere Erzählperspektive aus der damaligen Zeit oder über die damalige Zeit deutlich besser gefallen, damit das Buch nicht nur einen kleinen Einstieg in die Thematik schafft, sondern noch mehr Informationen und Sichtweisen ermöglicht.

Trotzdem kann ich das Buch sehr empfehlen für alle, die bisher noch kaum Berührungspunkte mit dem Thema hatten oder für jende, die gerne Unterhaltungsromane lesen, die nebenbei noch ein anderes Thema behandeln. Für alle, die sich tiefergehende Informationen wünschen, würde ich vermutlich ein anderes Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Zwei spannende Fälle und zwei interessante Protagonistinnen, allerdings etwas komprimiert.

Die Stille der Flut
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Ein gelungener Auftakt des neuen Ermittler-Duos Lina Lübbers & Kea Siefken in Aurich. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonistinnen Lina und Kea. Die Ich-Perspektive sorgt dafür, dass ...

Ein gelungener Auftakt des neuen Ermittler-Duos Lina Lübbers & Kea Siefken in Aurich. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonistinnen Lina und Kea. Die Ich-Perspektive sorgt dafür, dass wir die Hauptpersonen direkt persönlich kennenlernen können. Es ermöglicht uns auch, die unterschiedlichen Sichtweisen der beiden auf die Situationen, ihre Mitmenschen und auch einander zu erleben.


Ermittelt werden zwei verschiedene Fälle: Während Lina im Alleingang auf der Suche nach dem Maulwurf in Aurich ist und extra deswegen dorthin gewechselt ist, ermittelt sie zusammen mit Kea und dem gesamten restlichen Team in einem Mord. Auch wenn anfänglich die Suche nach dem Maulwurf die Priorität zu sein scheint, so verliert diese im Laufe des Buches immer mehr an Bedeutung und wird auch tatsächlich nicht aufgelöst. Dies scheint vielmehr das übergeordnete Thema für die gesamte Reihe zu sein - schade, auch ein in sich schlüssiges und abgeschlossenes Buch hätte noch einen Nachfolger haben können, so fühlt sich die Geschichte noch recht unvollständig an. Der Mordfall allerdings behandelt viele spannende und aktuelle Themen und lässt uns alle mitfiebern wie es weitergeht. Neue Erkenntnisse folgen Schlag auf Schlag und sorgen für keine Langeweile - wir erfahren jedoch nie zu viel, sodass es bis zum Schluss noch nicht vorhersehabr ist.


Auch im Privatleben der Protagonisten wird so einiges angeteasert, manchmal bleibt es jedoch dabei. Auch die Ortsbezüge hätten gerne vertieft werden können. Obwohl einige Ortsnamen zwischendurch fallen, hätte ich mich über mehr Bezug gefreut. Insgesamt hätte ich an einigen Stelle noch Potential für Details oder längere Ausführungen der Geschichte gesehen. Mir ist die Geschichte daher manchmal zu komprimiert, wodurch einiges verloren geht.


Insgesamt lässt sich das Buch sehr gut hintereinander weg lesen - weil es nie langweilig wird und man wissen möchte, wie es weitergeht, aber auch weil es relativ kurz ist.

Veröffentlicht am 14.07.2025

Wofür entscheidet sie sich?

Bring Me Your Midnight
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Das Buch spielt auf einer Hexeninsel, die Umgebung und die Gegebenheiten vor Ort werden fast schon poetisch und schön beschrieben. Ich mag den Schreibstil sehr gerne. Ich habe zwischendurch Lust bekommen, ...

Das Buch spielt auf einer Hexeninsel, die Umgebung und die Gegebenheiten vor Ort werden fast schon poetisch und schön beschrieben. Ich mag den Schreibstil sehr gerne. Ich habe zwischendurch Lust bekommen, durch die kleinen Gassen zu schlendern und mir ein Parfüm, welches mich entspannt, oder einen Tee, der selbstbewusst macht, zu kaufen. Denn genauso wenden die Hexen auf der Hexeninsel ihre Magie an.

Tana, die Hauptperson und Tochter der obersten Hexe der Hexeninsel, soll eigentlich Landon, den Sohn des Gouverneurs heiraten, um den Hexen die lang ersehnte Sicherheit zu bieten und ein Bündnis zwischen der Hexeninsel und dem Festland zu sichern. Doch als sie dann Wolfe kennen lernt, der ihre lang geglaubten Wahrheiten plötzlich als Lügen entpuppt, muss sie sich zwischen der Liebe und ihrer Pflicht entscheiden. Natürlich gab es etliche Entwicklungen und Twist, die ihr die Entscheidung noch schwerer gemacht haben - es war bis zum Schluss ein gedankliches Hin und Her. Die Storyline an sich habe ich wirklich geliebt, es ist eine gemütliche Geschichte, um dem Alltag zu entfliehen.

Die Charaktere sind liebevoll beschrieben und sie haben ein par Ecken und Kanten, sind also nicht nur eindimensional. Es ist spannend, Tanas Entwicklung zu beobachten und ihre unterschiedlichen Seiten kennen zu lernen, abhängig von ihrem jeweiligen Umfeld. Besonders gut gefällt mir, dass als Leser wirklich ein Unterschied zu beobachten ist, wenn sie Zeit mit Landon oder mit Wolfe verbringt.

Das Buch legt ein ordentliches Tempo hin, es wird nie langweilig, aber dadurch überschlagen sich die Ereignisse auch sehr. Der Fokus liegt zum Teil eher auf den Ereignissen und nicht auf den einzelnen Entwicklungen und Erfahrungen, die gemacht werden, daher hat es mir zum Teil an Tiefe gefehlt und einiges Potenzial wurde nicht ausgeschöpft. Zudem sind am Ende noch viele Fragen offen geblieben. Die meisten Entwicklungen waren vorhersehbar, es hat mir manchmal der Überraschungseffekt gefehlt. Dennoch habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen und mit Vergnügen Zeit in dieser wunderbaren Welt verbracht. Ich kann die Geschichte auf jeden Fall weiter empfehlen.