Brackwasser
Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
Meinung:
Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Psychothriller durch das Cover. Aber nach dem Klappentext war klar, dass ich es unbedingt lesen möchte.
Jana Stieler erzählt auf verschiedenen Zeitebenen ...
Meinung:
Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Psychothriller durch das Cover. Aber nach dem Klappentext war klar, dass ich es unbedingt lesen möchte.
Jana Stieler erzählt auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschichte rund um das Verschwinden von Julia. Schon über zwanzig Jahre liegt es zurück und ist immer noch ungeklärt.
Svea erbt nach dem Tod ihres Onkels desse Haus und kehrt in ihre Heimat zurück. Aber nicht alle sind davon begeistert. Sie muss mit Schuldzuweisungen leben, einer Familie die ziemlich zerrüttet ist und das ihr Onkel als Tatverdächtig gilt.
Svea kann auch nach all den Jahren nicht mit der Vergangenheit abschließen und möchte endlich wissen wer ihre Freundin Julia ermordet hat. Was ist in der Nacht, an die sie sich nicht mehr komplett erinnern kann, passiert. Ist sie mit Schuld am Tod ihrer Freundin?
Im laufe der Geschichte kommen weitere Protagonisten wie ihr Neffe oder Julias Mutter zu Wort und immer wieder gibt es Rückblicke in die Vergangenheit.
Eine gekonnte Verknüpfung verschiedene Charaktere, die irgendwie alle nicht so unschuldig sind wie man am Anfang vermutet. Immer wieder hat man auch Erik, den Ex Freund von Julia in Verdacht, der inzwischen mit Sveas Schwester verheiratet ist. Und während diese versucht die Vergangenheit aufzuklären passieren rund um sie und ihre Familie neue schreckliche Ereignisse die einem beim Lesen im Atem halten.
Svea fängt immer mehr sich selbst an zu misstrauen. Was ist noch real, welche Streiche spielt ihr ihr Gehirn und was hat das alles zu bedeuten?
Jana Stieler baut immer wieder solche Schocker ein wenn man gerade denkt, es geht etwas ruhiger zu. Gleichzeitig hat dieser Thriller eine psychologische Tiefe die einem die Nackenhaare aufstellen lässt beim Lesen.
Es kommt einem vor als ist es ein einziges Katz und Maus Spiel und es scheinbar kein Ende nimmt.
Die ganze Atmosphäre an der Schlei und den Häusern im Wald sowie die düsteren geheimnisvollen Charaktere sorgen für spannende Lesestunden.
Mit dem Ende hat mich die Autorin echt überrascht. Aber es zeigt mal wieder: Nichts ist wie es auf den ersten Blick scheint!
Fazit:
Ein Psychothriller der Gänsehaut bereitet und bei dem man mit rätseln kann und versucht den Fall aufzuklären aber man oft auf die falsche Fährte geschickt wird.
Lieblingszitat:
Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf. S. 25
Selbst der rebellischste Teenager spielt meistens bloß nach den Regeln der Gruppe, zu der er gehören möchte, wohin gegen Svea von solchen Geboten nicht einmal zu wissen scheint. S. 210