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Veröffentlicht am 18.09.2025

netter Cosy Krimi

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Die 76-jährige Rosemary MacLaine, eher eigenbrötlerisch lebend, erhält von ihrer reichen Nachbarin überraschend eine schriftliche Einladung, mit beiliegender Drohung, bei nicht erscheinen, ihr dunkles ...

Die 76-jährige Rosemary MacLaine, eher eigenbrötlerisch lebend, erhält von ihrer reichen Nachbarin überraschend eine schriftliche Einladung, mit beiliegender Drohung, bei nicht erscheinen, ihr dunkles Geheimnis zu veröffentlichen.
Rosemary ist zutiefst erschüttert und bittet ihre Enkelin Addie, sie zu begleiten, ohne jedoch die Erpressung anzusprechen.
Addie hat indes große Probleme die Trennung von Brain, ihrem privaten und geschäftlichen Partner zu verarbeiten.
Trotzdem machen sich Beide während eines aufziehenden Schneesturms auf den Weg zur Party.


Kelly Mullen, eine neue Autorin für mich, hat mich leider nicht gänzlich überzeugt. Ihr Krimi wird von verschiedenen Seite als direkter Nachfolger der Agatha Christie Krimis gehandelt, aber ich kann in Mimi nur wenig Miss Marple erkennen.
Große Schwierigkeiten hatte ich anfänglich darin, dass Addie sehr viel im Gamer-Jargon sprach und mit Mimi alte britische Filmtitel rezitierte. Beides ist mir fremd.
Die Idee, die Mordfälle anhand des Aufbaus von Videospielen lösen zu wollen, fand ich ganz interessant. Letztendlich gelungen ist es nicht. Eigentlich diente die Spurensuche Addie als Therapy, die Trennung von Brain und dessen Betrug zu verarbeiten. Das meiste wurde Mimis Neugier, ihr Schnüffeln in, durch Zufall, gefundenen Räumen und Gängen geschuldet.
Die einzelnen Verdächtigen wurden unzureichend beschrieben und bei Befragungen wurde immer nur die Oberfläche angekratzt.
Mit seinen 389 Seiten ist dies ein netter Cosy Krimi, den man schnell durchgelesen hat und dann vergisst.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Spannung ja, aber zu viel Gefühlschaos

Die dunkle Grenze
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Eigentlich ein klarer Fall, Raubmord im Affekt, aber Jack Diehl, der Cowboy im LKA, stößt auf Ungereimtheiten und ermittelt weiter.
Profilerin Viola Hendrick ist derweil mit einem mysteriösen Cold Case ...

Eigentlich ein klarer Fall, Raubmord im Affekt, aber Jack Diehl, der Cowboy im LKA, stößt auf Ungereimtheiten und ermittelt weiter.
Profilerin Viola Hendrick ist derweil mit einem mysteriösen Cold Case beschäftigt, der immer größere Kreise zieht. Beide Ermittler geraten in größter Gefahr und müssen erkennen, dass sie niemandem in diesem Fall trauen können. Erst der Mord an Jacks Freundin, die Tatortfotografin Berenice mobilisiert die gesamte Abteilung.


Das ist mein erster Jack-Diehl-Thriller und ich war nicht darauf vorbereitet so viel Gefühlschaos zwischen den Ermittlern zu erleben. Die Profilerin Viola mit der Interimschef der Abteilung, ihr Ex Jack mit der Tatortfotografin Berenice, hat aber einen Nebenbuhler, was seine Ermittlungsarbeit sehr beeinflusst. Dann mischt sich Jacks Vater, der sich jahrelang nicht um seine Frau und Jack gekümmert hat, ein und will seinem Sohn plötzlich helfen. Warum eigentlich? Das lässt die Ermittlungen schon mal zur Nebensache werden.
Was meine Geduld doch etwas auf die Probe stellte, war, dass mir viel zu schnell klar wurde, wer als Täter oder Täterin in Frage kam und Viola und auch Jack sich immer wieder in Gefahr brachten, weil sie ihrem Bauchgefühl nicht mehr trauten.
Also ganz glücklich war ich mit diesem Thriller nicht, obwohl er stellenweise spannend geschrieben ist.

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Ein Versuch, leider nichts für mich

Pleasure and Pain - Fessle mein Herz
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Die Journalistin Violet Santos opfert alles für das Magazin, bei dem sie arbeitet. Sie erklärt sich trotz großer Bedenken ihrerseits zu einer Enthüllungsstory über den berühmten BDSM-Club Pleasure and ...

Die Journalistin Violet Santos opfert alles für das Magazin, bei dem sie arbeitet. Sie erklärt sich trotz großer Bedenken ihrerseits zu einer Enthüllungsstory über den berühmten BDSM-Club Pleasure and Pane zu schreiben. Bei der Bewerbung um eine Stelle in diesem Club steht sie plötzlich ihrer Jugendliebe gegenüber. Trotz einer katastrophalen Trennung von Elijah, dem derzeitigen Chef des Clubs, flammen die Gefühle schnell wieder auf.

Der Plot gefiel mir gut und hat mich angesprochen. Außerdem war ich neugierig, ein Buch über BDSM zu lesen.
Ich finde die Autorin Liz Rosen hat die Bedürfnisse und Nöte der BDSM-Szene sehr gut dargestellt und diese Form der Sexualität aus der Schmuddelecke geholt.
Aber das Hin-und Her-Gezerre von Violets und Elijahs Gemütszuständen hat mich fürchterlich genervt. Dieses „Soll ich oder soll ich ihn nicht hintergehen“ oder „Soll ich sie lieben oder soll ich sie hassen“ war mir einfach zu viel. Zusätzlich waren die beschriebenen Züchtigungen und Schmerzen auch nichts für mich, aber das ist natürlich, wenn man diese Sexualpraktiken nicht präferiert und nur neugierig ist.
Auf jeden Fall hat die Autorin mit ihrem Roman die BDSM-Szene ins rechte Licht gerückt.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Träumerisch, berührend, aber ...

Das kleine Café der zweiten Chancen
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Die seelisch verletzte und einsame Misaki begegnet auf ihrem Weg zur neuen Schule Sugiura-San, die ihr Mut macht und sie unterstützt, sich gegen Mobbing und unfreundliche Mitschüler zu wappnen. Nach einem ...

Die seelisch verletzte und einsame Misaki begegnet auf ihrem Weg zur neuen Schule Sugiura-San, die ihr Mut macht und sie unterstützt, sich gegen Mobbing und unfreundliche Mitschüler zu wappnen. Nach einem angenehmen ersten Schultag verbringt Misaki einen harmonischen Nachmittag bei Sugiura. Misaki fühlt sich angenommen und geborgen. Zum Abschied erhält sie von Sugiura den Rat das Café Tacet Yuguredo (das Café der zweiten Chancen) zu besuchen.
Am nächsten Tag ist Sugiura-San verschwunden. Misaki versucht im Café Tacet das Erlebte zu ergründen.


Dieser Roman ist in einer zurückgenommenen, vielleicht sogar demütigen Sprache geschrieben, sicher der japanischen Mentalität geschuldet. Mit den Namen und dieser Erzählweise hatte ich anfänglich Schwierigkeiten. Manchmal, wenn die Freundin Tsukiko beschrieben wurde, kam mir das ziemlich kitschig vor.
Die Nöte und auch zwischenzeitlichen Glücksgefühle von Misaki sind eindringlich beschrieben worden. Aber trotzdem konnte ich die Atmosphäre nicht ganz nachvollziehen. Die ständigen Demütigungen seitens der Mutter und auch seitens der Schwester, ist das in Japan heute immer noch so üblich oder spielt der Roman in einer anderer Zeit.
Das Café der zweiten Chancen ist fiktiv. Das ist klar, aber das Verhalten der Protagonisten untereinander erschien mir genauso fiktiv und nichtsagend. Die Geschichte als solche erschien mir reizvoll, aber die Umsetzung überzeugt mich nicht. Die Grundstimmung in diesem Roman ist traurig und bedrückt. Ich vermisse einen Hoffnungsschimmer für Misaki. So lässt mich das Buch traurig zurück.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Katastrophales Wochenende

Nachtwald
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Lizzie hat ein albtraumhaftes Wochenende vor sich.
Gerade aus einer Entzugsklinik entlassen, soll sie im Haus des neuen Ehemanns ihrer Mutter deren Hochzeit nachfeiern. Mit dabei ist ihr Bruder, dem sie, ...

Lizzie hat ein albtraumhaftes Wochenende vor sich.
Gerade aus einer Entzugsklinik entlassen, soll sie im Haus des neuen Ehemanns ihrer Mutter deren Hochzeit nachfeiern. Mit dabei ist ihr Bruder, dem sie, während ihrer Suchtphase übel mitgespielt hat. Die Fahrt zum Haus ist alles andere als harmonisch, insbesondere als sie den letzten Kilometer zu Fuß durch einen dichten, düsteren Wald zurücklegen müssen und dabei feststellen müssen, dass sie keinen Handy-Empfang mehr haben.
Am ersten Abend findet noch jemand den Weg zum Haus. Er überrumpelt und verunsichert alle Anwesenden und bedroht die Familienzusammenführung.


Als ein atmosphärischer Thriller aus Irland angekündigt, kam die Spannung aber erst langsam in Gang. Zu viele Verletzungen, Brüche und Wunden mussten erklärt und beleuchtet werden. Trauer, Missverständnisse, überforderte Vergebungen, Trotz und immer wieder schlechtes Gewissen waren mir an Lizzies Emotionen zu viel und zu betont.
Gegen Mitte des Thrillers wurde es endlich spannend. Fassaden bröckelten, Geheimnisse wurden erahnt, um dann ganz anders gelüftet zu werden. Jeder misstraute jedem und rundherum der tiefe, fast undurchdringliche Wald. Das war schon gruselig.
Lizzie war offensichtlich die Einzige, die Schlüsse aus ihren Beobachtung ziehen konnte. Dabei war sie aber sehr sprunghaft und impulsiv.
Ich konnte mit keinem Protagonisten warm werden. Irgendwie waren alle außer Lizzie nicht fassbar und nicht einzuschätzen.
Nach vielen Wendungen und Verdächtigungen erschien mir das Ende konstruiert und unglaubwürdig.
Trotzdem war der Showdown spannend und Gänsehaut bildend geschrieben.
Alles in allem bei einigen Schwächen doch lesenswert.

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